Der Sommer kommt – es nervt

Ja, jedes Jahr dasselbe. Jedes Jahr kommt diese Zeit, die mich so unglaublich nervt und stresst.

Ich mag die Sonne, dass es lange hell ist und es wenig(er) regnet. Allerdings geht das einher mit … Hitze – und die vertrage ich nicht. Habe ich noch nie. Vielleicht ist das eine genetische Sache oder liegt eventuell daran, dass ich die ersten 15 Jahre meines Lebens quasi nur im Haus verbracht habe, dank Allergien auf so ziemlich alle Pollen, die es gibt. Blöd, wenn man auf dem Land groß wird…

Hitze ist etwas, was ich gerne aus meinem Leben streichen würde. Leider – und das war schon lange vor Gretas (ich mag den Hype um diese Person nicht) Geburt bekannt, weil die „Alten“ eben nicht immer „stur“ und „dumm“ waren – verschieben sich die Klimazonen. Das tun sie seit Ewigkeiten. Logisch, immerhin verändert sich unser Planet mit jedem Augenblick und damit natürlich auch das Klima, das so fein abgestimmt ist, dass kleinste Veränderungen große Auswirkungen haben können. Das kann kein (!) Mensch genau berechnen und vorhersagen, lediglich ein langfristiger Trend ist erkennbar.

Aber genug abgeschweift. Es wird wärmer, aktuell liegen wir wieder bei knapp 30 Grad im Schatten. Und das nervt gewaltig. In der Wohnung wirds nicht mehr kühl, weil es nachts auch nicht abkühlt, die Konsole (Xbox One X) hört man – noch nicht auf dem Föhn-Level der PS4, aber immerhin – deutlich, der Hund liegt nur noch rum und hechelt sich durch den Tag in der Hoffnung auf Abkühlung, mein Laptop warnt mich vor „hoher Temperatur“ und die Meerschweinchen baden lieger im Wassernapf, als draus zu trinken.

Es. Nervt.

Aber man kann nichts dagegen machen. Das ist der Frustpunkt. Denn Hitze ist ja nicht nur nervig, sondern man ist auch machtlos dagegen. Gegen Kälte hat man Möglichkeiten. Man dreht die Heizung auf, macht Feuer, zieht sich warm an usw.

Aber gegen Hitze…? Was macht man da? Ventilatoren sorgen für Luftumwälzung und höchstens für einen kleinen Kühleffekt durch Schweißverdunstung. Das wars.

Klar, Klimaanlagen gibts und ich würde mir auch niemals mehr ein Auto ohne Klimaanlage kaufen (gibt’s sowas überhaupt noch?). Doch in der Wohnung ist das auch nicht immer vernünftig oder effektiv möglich. Gegen Hitze kann man sich nur mit viel Aufwand wehren, ansonsten bleibt nur: weglaufen.

In den Keller ziehen, sich hinter dicken Wänden verstecken, sowas eben. Logisch, denn jede Aktion setzt letztenendes Wärme frei, somit kann man gegen Wäre nichts „machen“. Man kann sie „wegpusten“ durch besagte Klimaanlagen oder sie abschirmen. Ende.

So beginnen nun also für mich die 4 dunklen Monate des Jahres. Tagsüber sind die Verdunklungsvorhänge und Markisen dafür da, zumindest die Strahlungsenergie etwas abzuhalten, aber da wir nicht im Erdgeschoss leben, zögert das alles nur ein wenig hinaus. Später schalte ich dann mein mobiles Klimagerät an, dessen Abluftschlauch bis September aus dem Fenster hängen wird, während ich nachts zwischen Bett und Couch hin und her wechsle, weil ich nicht einschlafen kann.

Unser Schika quält sich beim Gassigehen und die Meerschweinchen versuchen durch langes Schlafen den Tag zu überstehen, bis es doch mal kühler wird.

Es hilft alles nichts: Ich muss im Lotto gewinnen und in die Niederlande ans Meer, nach Schweden, Norwegen oder Island auswandern. Gerade die nordischen Länder sind zwar im Moment noch recht unwirtlich im Winter, werden aber – und hier schließt sich der Kreis – in Zukunft milder werden, während wir Mitteleuropäer uns auf nordafrikanische Verhältnisse einstellen dürfen. Darauf kann ich gerne verzichten.

Ein Grundstück in Grönland wäre auch nett 🙂