Kranke Welt – Kindesmissbrauch – Teil 1

Missbrauch ist ein Thema, das wir gerne verdrängen. Zu schmerzlich und zu unwirklich erscheint das, was wir da in den Medien zu sehen bekommen.

Egal ob Lügde oder Bergisch Gladbach als aktuelle und große Fälle, die Aufmerksamkeit erregen oder kleinere Fälle, die nach zwei Tagen wieder aus den Schlagzeilen verschwinden, weil man sie nicht so gut ausschlachten kann – es ist jedesmal widerlich und unverständlich, wie Menschen so etwas Kindern antun können.

Ich habe bereits dargelegt, dass rein rechnerisch und unter Einbeziehung der Dunkelziffer in jeder Schulklasse mindestens 1 Kind sitzt, das sexuell missbraucht wird oder wurde. Diese Zahlen sind seit langem bekannt, aber dennoch gibt es keinen Aufstand, keinen Aufschrei, keine Aktivisten, die dafür auf die Straße gehen.

Scheinbar sind andere Dinge wichtiger, als Kinder vor sexuellen Übergriffen von Frauen und Männern zu schützen…

Doch stellt sich mir die Frage, wie wurde in der Vergangenheit mit dem Thema umgegangen? Gerade Bündnis 90/Die Grünen haben sich oftmals mit ihren Forderungen hervorgetan, jegliche (!) sexuelle Handlung straffrei zu stellen und entsprechende Paragraphen aus dem StGB zu streichen, sofern keine Gewalt angewendet wird:

Zitat: „Einvernehmliche Sexualität ist eine Form der Kommunikation zwischen Menschen jeglichen Alters, Geschlechts, Religion oder Rasse und vor jeder Einschränkung zu schützen […] Gewaltfreie Sexualität muß frei sein für jeden Menschen.“ Nur dort, wo „Gewalt und Abhängigkeit“ im Spiel seien, sei die Ausübung von Sexualität nicht akzeptabel. „Gewaltfreie Sexualität“ dürfe „niemals Gegenstand strafrechtlicher Verfolgung sein“. Daher seien „alle Straftatbestände zu streichen, die gewaltfreie Sexualität mit Strafe bedrohen“. Es müsse „das gesamte Sexualstrafrecht gestrichen“ und „unter dem Aspekt von Gewaltanwendung zu einem neuen Paragraphen zusammengefaßt“ werden.“ Link: https://www.spiegel.de/spiegel/print/d-13513384.html

Zitat: „Einvernehmliche sexuelle Beziehungen zwischen Erwachsenen und Kindern müssen straffrei sein“. Und weiter: „Da Kinder Menschen sind, hat niemand das Recht, sich unter welchem Vorwand auch immer über ihre Rechte auf Selbstbestimmung und persönliches Glück hinwegzusetzen.“ Link: https://www.spiegel.de/politik/deutschland/debatte-um-katholischen-missbrauch-die-gruenen-der-sex-und-die-kinder-a-678961.html

Auch andere Parteien und Organisationen aus dem linken Spektrum schlugen in die gleiche Kerbe, was bei jedem gesunden Menschen nur Abscheu und Ekel hervorrufen kann.

Zitat: „Es ist unmenschlich, Sexualität nur einer bestimmten Altersstufe und unter bestimmten Bedingungen zuzubilligen. Wenn Jugendliche den Wunsch haben, mit Gleichaltrigen oder Älteren außerhalb der Familie zusammenzuleben, sei es, weil ihre Homosexualität von ihren Eltern nicht akzeptiert wird, sei es, weil sie pädosexuelle Neigungen haben, sei es aus anderen Gründen, muss ihnen die Möglichkeit dazu eingeräumt werden.“ Link (wie oben): https://www.spiegel.de/politik/deutschland/debatte-um-katholischen-missbrauch-die-gruenen-der-sex-und-die-kinder-a-678961.html

Die Liste ist lang, die Wellen schlugen in den 80ern, 90ern und bis in die 2010er hoch – aber die Menschen vergessen schnell. Man hat sich (nach vielen Jahren) „deutlich distanziert“ und damit ist die Sache wohl gegessen. Gut zu wissen. Dann können das andere Parteien ja auch so machen…

Für mich – auch und gerade als Missbrauchsopfer – sind die Grünen und sämtliche Sympathisanten allerdings nicht mehr wählbar. Gerade beim Thema Missbrauch darf es keinerlei Toleranz und kein Vergessen geben!

Das gilt übrigens auch für die CDU/CSU, die bis in die 80er noch kein Problem damit hatten, Vergewaltigung in der Ehe straffrei zu lassen (https://de.wikipedia.org/wiki/Vergewaltigung#Entwicklungsgeschichte). Was sind das nur für Menschen?

Interessant hierbei ist, dass die Grünen Vergewaltigung in der Ehe unter Strafe stellen wollten, aber gleichzeitig dafür waren, Sex mit Kindern zu legalisieren. Haben sich da welche das Bewusstsein zu sehr erweitert? Ich kann’s mir nicht anders erklären.

Zusammenfassend kann man sagen: jede Partei hat Dreck am Stecken und tut sich schwer damit, die Bürger effektiv zu schützen. Es dauert, bis sich entsprechende Gesetze ändern – wenn überhaupt – und dann sind es meist nur winzige Schritte, die in der Praxis niemandem helfen.

Was bringt es, wenn Kinder vergewaltigt werden, die Täter vor Gericht kommen und nach nicht einmal 4 Jahren wieder frei sind (https://www.swp.de/blaulicht/ulm-neu-ulm/vergewaltigung-laupheim-urteil-das-ist-die-strafe-fuer-die-angeklagten-der-gruppenvergewaltigung-im-laupheimer-solarpark-46562676.html)?

In Lügde wurde zumindest der Strafrahmen ausgeschöpft (https://www.tagesschau.de/inland/urteil-luegde-101.html), dafür wird das klare Versagen der Behörden keinerlei Konsequenzen haben (https://www1.wdr.de/nachrichten/westfalen-lippe/luegde-staatsanwaltschaft-behoerdenmitarbeiter-verfahrenseinstellung-100.html)

Mal sehen, wie es in Bergisch Gladbach weitergeht. Oder in den zig anderen Fällen von vergewaltigten, geschlagenen, missbrauchten Kindern, die entweder als Randnotiz enden oder gar nicht erst entdeckt werden, weil neben den aktiven Täterinnen und Tätern noch genug Leute sind, die diese decken. Schweigen ist auch Täterschaft!

Aber das alles sind Themen für weitere Teile.

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