Hunde und Menschen – eine Liebe mit Hindernissen – Teil 9

Im Sommer ist’s warm. Klar, sonst wäre es ja kein Sommer.

Entgegen aller Panikberichte ist das jedes Jahr so. Einzig der Zeitpunkt der Hitzewelle(n) variiert. Unseren Hunden sind die Details vollkommen egal – ihnen wird schneller (zu) warm als uns Menschen, nur können sie sich nicht äußern.

Hier sind wir gefragt, die Zeichen, die unsere Fellnase uns gibt, richtig zu deuten.

Schika hat besonders unter der „Saharahitze“ gelitten. Der arme Kerl bestand ja nur aus Locken und da Hunde nicht schwitzen können, war das doppelt schlimm für ihn. Meine Wenigkeit kann ebenso nicht mit Hitze umgehen. Ab 25°C wird’s bei mir kritisch, ich bin schnell gestresst und werde unleidlich.

Dass wir unterm Dach wohnen – auch wenn das Haus relativ neu und recht gut gedämmt ist – macht die Sache nicht besser. Hier in der Gegend weht zudem sehr selten ein frischer Wind. Da bin ich andere Gegebenheiten gewöhnt.

Ok, dafür habe ich kein Problem mit Temperaturen bis ca. -10°C. Dann wird’s doch etwas frisch und ich ziehe mir eine Jacke an.

Schika ist da ähnlich. Im Winter tobt er ausgiebig im Schnee und hat keine Ausfallerscheinungen wegen Kälte. Nur Sommer… das mag er nicht.

Ein Hund wie sein Herrchen 🙂

Unsere Spaziergänge haben wir auf die frühen Morgen- und die frischeren Abendstunden verlegt, damit sich der Kleine beim Toben nicht überanstrengt. Hunde folgen auch bei Hitze oft ihrem Instinkt und unser kleiner hyperaktiver Puschel rennt und hüpft selbst bei 35°C als gäb’s kein Morgen, was ihm natürlich nicht gut tut. Hier sind Herrchen und Frauchen gefordert, auf die Fellnase aufzupassen.

Hier müssen wir also aufpassen, dass er sich nicht überschätzt. Die Zeit draußen am Nachmittag, wenn die größte Hitze herrscht, haben wir entsprechend reduziert und die Wasserflasche ist ein unverzichtbarer Begleiter bei allen Gassirunden. Im Stadtgebiet bzw. allgemein beim Laufen auf Asphalt gilt natürlich der 7-Sekunden-Test: Handrücken 7 Sekunden auf den Untergrund legen. Wirds uns Menschen zu heiß, gilt das auch für die Hundepfoten und man sollte seinen Hund nicht über diese Wege führen.

Hunde schwitzen nicht und regulieren ihre Körpertemperatur durch Hecheln und über die Pfoten. Achtet also auf die Signale eures Hundes – auch wenn er sie (vermeintlich) ignoriert. Wenn er stark hechelt, ist ihm in aller Regel zu warm. Brecht den Spaziergang dann besser ab, gebt ihm Wasser und sorgt für eine kühle Umgebung. Ich weiß, dass das „normal“ ist, doch gibt es immer auch einige Leute, die meinen, dass ein Hund sich schon irgendwie meldet, wenn es kritisch wird. Leider stimmt das nicht. Wenn er anfangen sollte zu winseln, ist es meist schon zu spät bzw. kritisch. Ansonsten leiden Hunde (nicht nur) bei Hitze still.

Ganz schlimm finde ich es, wenn Leute bei dieser Hitze ihren Hund ans Fahrrad binden und so für Auslauf sorgen wollen. Spricht man sie darauf an, wird einem meistens entgegnet, dass der Hund doch mitläuft und es ihm Spaß macht. Dann schaut man sich die Fellnase an, die um ihr Leben hechelnd neben dem Bike sitzt oder liegt und fragt sich: was stimmt nicht mit diesem Herrschen bzw. Frauchen?!

Verwerflich, asozial, grausam, krank nenne ich alle „Menschen“, die ihren Hund bei Sonnenschein und Temperaturen weit jenseits der 20 Grad im Auto lassen. Bei direkter Sonneneinstrahlung wird es selbst bei 15-20 Grad Außentemperatur schnell unerträglich heiß im Fahrzeug. Meist ist das das Todesurteil für die Fellnase und oft zeigen die Halter kein Verständnis dafür, wenn Menschen den Hund befreien und/oder die Polizei rufen. Ich kann nur sagen: Wenn ich im Sommer einen eingesperrten Hund im Wagen sehe, zahle ich eine eventuelle (!) Strafe liebend gerne und ich werde alles tun, dass der Hund in liebevolle Hände kommt, weg von diesen Monstern, denen ihr Vierbeiner offensichtlich nichts wert ist!

Hecheln ist kein Zeichen für Spaß – der Hund will atmen und ebenfalls nicht überhitzen. Da Hunde nicht schwitzen können, hecheln sie. Und da Hunde ihrem Herrchen oder Frauchen gerne folgen und noch dazu ans Rad gebunden sind, laufen sie mit – bis zur Erschöpfung. Der Hund kann gar nicht anders! Diese Qual nennen manche Leute dann „Spaß“…

Wir haben unserem Schika letztens eine Gel-Kühlmatte aus der Zoohandlung gekauft, die ein wenig Abhilfe schafft. Bei Temperaturen über 30°C in der Wohnung bringt das jedoch auf Dauer nichts, auch wenn der Kühleffekt (für kurze Zeit) wirklich vorhanden ist.

Auch wenn es nur einige Tage bis maximal Wochen pro Jahr sind, in denen das Thermometer so hoch klettert, war es nun Zeit für eine Klimaanlage. Ein Split-Gerät wäre super gewesen, doch in einer Mietwohnung ist das in aller Regel nicht möglich. Also musste eine mobile Klimaanlage her, die natürlich fast alle ausverkauft waren.

Bei einem Händler wurden wir dann doch fündig und haben knapp 300€ für das Gerät und eine Fensterabdichtung (die warme Luft muss ja auch raus) ausgegeben. So konnten und können wir die Temperaturen in der Wohnung auch an so heißen Tagen unter 25°C halten, was es für Schika, Frauchen und mich erträglich macht.

Gelmatte, Kurzhaarfrisur und Klimaanlage sowie Spaziergänge vor (bzw. kurz nach) Sonnenauf- und nach Sonnenuntergang helfen uns allen dreien über die heiße Jahreszeit. Wenn es die Verpflichtungen zulassen, fahren wir auch gerne an die Nordsee, wo es allgemein etwas kühler und somit erträglicher ist.

Warten wir mal ab, wie sich der weitere Sommer entwickelt. Ich weiß nicht wie es euch geht, aber ich bin für eine Temperaturhöchstgrenze von 25°C im Schatten und einer Abkühlung von 10°C in der Nacht, damit man durchlüften kann.

Sommerliche Grüße – genießt das schöne Wetter und passt gut auf euch und eure Fellnase auf!

Zockerleben im Mai 2020

Hallo zusammen!

Da ich von http://www.trueachievements.com jeden Monat meine Statistiken darüber geschickt bekomme, was ich alles so gespielt habe, dachte ich mir, ich kann das auch hier ins Blog packen.

In dieser Liste tauchen übrigens nur Spiele auf, in denen jeweils mindestens ein Achievement freigeschaltet wurde.

Vielleicht findet ja der eine oder andere ein paar Anregungen unter den aufgeführten Spielen. Eine kurze Übersicht oder Meinung zu den Spielen schreibe ich natürlich auch 🙂

Viel Spaß!

Tales of Vesperia: Definitive Edition

JRPG inkl. AddOns. Die Story ist sehr gut erzählt, leider sind viele (und es gibt wirklich viele!) Zwischensequenzen etwas langatmig. Lässt man sich drauf ein, hat man aber auf jeden Fall eine Menge Spaß. Tipp: Nicht auf dem einfachsten Schwierigkeitsgrad spielen. Das macht das zweite Durchspielen schwieriger.

Saints Row: The Third – Remastered

3rd-Person-Action mit abgedrehtem Humor. GTA in lustig. Hier gehts zu meinen Erfahrungen: https://autorenhund.blog/2020/05/23/saints-row-the-third-remastered-xbox-one-x/

Minecraft Dungeons

Diablo im Klötzchen-Stil. Oder eher Torchlight im Klötzchen-Stil? Hier gehts zu meinen Erfahrungen: https://autorenhund.blog/2020/05/27/minecraft-dungeons-xbox-one-x/

Overlord II

Gabs im Rahmen von Games with Gold kostenlos. Wer noch die Xbox 360-Version hat, kann dank Abwärtskompatibilität einfach die Disk einlegen und (nach einem Download) spielen. Overlord II hat was von Dungeon Keeper in Form eines 3rd-Person-Actionspiels und macht durchaus Spaß. Meins war es jedoch nicht ganz.

Moving Out

Puzzlespiel im Stil von Totally Reliable Delivery Service oder Human Fall Flat. Macht Spaß, besonders zu zweit, aber mir fehlt da irgendwie was.

Deliver us the Moon

Im Grunde ein super Spiel. Interessantes Setting, auch wenn die Story zunächst etwas abgegriffen scheint. Man steuert die Hauptfigur in der Ego- und auch der 3rd-Person-Sicht, löst kleinere und größere Puzzles und versucht herauszufinden, warum der Mikrowellensender keine Energie mehr vom Mond zur Erde liefert. Was mich gestört hat: Teilweise muss man sich schon arg mit dem Controller verrenken, um manche Puzzles zu lösen. Das mag realistisch sein, aber es nervt auch, wenn ein Millimeter über Leben und Tod entscheidet.

Fließende Welten

Ich habe ja neulich erklärt, woher der Name „Autorenhund“ kommt. Hier möchte ich nun kurz auf meine bisher erschienenen Bücher aufmerksam machen.

Zur Info: die Links zu Amazon sind ohne „ref“-Angabe. Es verdient also niemand was durch das Anklicken. Mir geht es primär darum eine – und auch meine – Geschichte zu erzählen, aufzurütteln und auch durch meine direkte Art zu schockieren. Es hilft nichts, ein Thema wie Missbrauch mit Samthandschuhen anzufassen.

Derzeit arbeite ich am dritten Teil der Reihe „Fließende Welten“ und zudem an einem biografischen Band, den ich aber ohne Verlag wohl nicht veröffentlichen werde. Das Thema (Missbrauch von Kindern durch Väter und Mütter) ist recht heikel, besonders wenn es auf wahren Begebenheiten beruht.

Der erste Band der „Fließenden Welten“ heißt „Woher?“ und ist im Selbstverlag bei Amazon als Taschenbuch und Kindle-Version erhältlich.

Link zum Taschenbuch auf Amazon

Link zur Kindle-Version auf Amazon

Hier wird der Grundstein für die weiteren Geschehnisse gelegt, die Protagonisten vorgestellt und gezeigt, wie sich verschiedene Menschen den Umständen entsprechend verhalten, wie ihre Vergangenheit sie prägt und sie auf einen Weg führt, den sie nie erwartet hätten.

Es gibt übrigens keine Elfen oder Einhörner, supercoole Helden oder Drachen 🙂

Rezension zu Woher? – Fließende Welten 1

Der zweite Band trägt den Titel „Wohin? – Fließende Welten 2“ und knüpft nahtlos an das Ende und die Geschehnisse von Band 1 an und fokussiert mehr auf die Reise, wobei natürlich die Protagonisten nicht zu kurz kommen.

Warnung: Das Buch endet ebenfalls mit einem Cliffhanger. So ist das mit Konzept-Trilogien 🙂

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Rezension zu Wohin? – Fließende Welten 2

Die hier gezeigten Rezensionen sind exemplarisch und auf der jeweiligen Amazon-Produktseite einsehbar.

Ich gehe einfach mal davon aus, dass ich bis zum Jahresende 2020 den dritten Band (Warum? – Fließende Welten 3) fertigstellen und veröffentlichen werde. Natürlich sage ich hier rechtzeitig Bescheid und es wird auch wieder entsprechende Aktionen und/oder Gewinnspiele geben.

Hunde und Menschen – eine Liebe mit Hindernissen – Teil 8

Streichelt ihr eure Fellnase gerne?

Na klar! Wer tut das nicht?

Egal ob wuscheliges Fell, feines Haarkleid oder kurze Stoppeln – Hunde lieben es, gestreichelt zu werden und Menschen lieben es, ihre Hunde zu liebkosen.

Es ist ja auch schön, wenn sich der geliebte Vierbeiner zu einem auf die Couch kuschelt und einem zu verstehen gibt, dass er gerne gestreichelt werden möchte. Manche Hunde können dabei schon recht fordernd sein, aber auch der Mensch kann sich dem Hund geradezu aufzwingen.

Wie das geht?

Ganz einfach: indem man seinem Impuls nachgibt ohne zu wissen, wie das eigene Handeln beim Hund ankommt. Hunde sind sehr soziale Tiere und auch sehr auf die eigene Gruppe Mensch fixiert. Das bedeutet aber nicht, dass Hunde wie Menschen denken und handeln.

Das berühmte „Vermenschlichen“ kommt also auch beim alltäglichen Streicheln zum Tragen. Aber wie sieht das konkret aus und welche Fehler kann man machen?

Was ich sehr häufig beobachte, ist das Tätscheln oder Wuscheln am Kopf, meist wenn der Mensch direkt vor dem Hund steht und sich herunterbeugt. Macht das bitte nicht!

Von vorne auf einen Hund zugehen und sich über ihn beugen, wird als unangenehm, als Drohung emfpunden. Dann streckt der Mensch seine Hand aus und berührt den Kopf – für einen Hund ist das alles, nur nicht schön.

Klar lässt ein friedlicher Hund, der seine Menschen schon länger kennt oder allgemein eher zurückhaltend ist, das alles über sich ergehen, aber er wird es nicht genießen und versuchen, sich dieser Situation zu entziehen. Besonders unangenehm ist es für die Fellnase, wenn fremde Menschen – oft wie selbstverständlich – anfangen zu streicheln und zu tätscheln. Was bei Frauchen oder Herrchen bei einer stabilen Bindung durchaus akzeptiert wird, ist purer Stress, wenn Fremde es tun. Das hat auch was mit Respekt zu tun – man stelle sich vor, man geht spazieren und ein/e andere/r Spaziergänger/in kommt auf einen zu und streichelt einem einfach so über den Kopf…

Hunde lieben es jedoch, an den Ohren gekrault und gestreichelt zu werden. Auch ein langer Strich vom Kopf bis zum Schwanz ist angenehm für unsere vierbeinigen Freunde. Doch macht das bitte nie aus einer erhöhten Position heraus! Setzt euch neben euren Hund – egal ob Boden, Couch, Sessel – und streichelt ihn dann aus dieser Position heraus. Im Idealfall dreht sich euer Hund auf die Seite oder den Rücken und zeigt euch so sein Vertrauen. Er ist entspannt und genießt eure Zuneigung.

Was auch gerne – gerade bei kleineren Hunden – gemacht wird: Aufzwingen.

Hunde sind kein Spielzeug, ich kann es nicht oft genug sagen. Einen Hund zu sich zu holen und ihn zu streicheln ist etwas, was die Beziehung zwischen Mensch und Tier auf Dauer schwer schädigen kann. Man muss sich das mal vorstellen: der Hund liegt entspannt und ruhig auf seinem Kissen. Plötzlich kommt ein Mensch, hebt ihn hoch, legt ihn neben oder auf sich und fängt an zu streicheln.

Wenn man das so liest, sollte einem auffallen, dass das nicht sinnvoll oder schön sein kann. Da dies leider bei kleineren Rassen oft zu sehen ist, hier meine Frage: Wie sähe das aus, wenn es sich um einen Neufundländer handeln würde, den man nicht so einfach heben kann, wie es einem passt? Also warum behandelt man die kleinen Wuschel nicht auch so? Zwingen sollte man sowieso niemanden, wenn es um Zuneigungsbekundungen geht – weder Mensch, noch Tier.

Streicheln ist eine Möglichkeit der Entspannung und der Vertrauensbildung und -bindung. Deswegen sollte man sich hierfür Zeit nehmen und es nicht übermäßig in anderen Situationen verwenden. Berührungen haben für Hunde einen hohen Signal- und Stellenwert und je nach Situation und Umgebung kann Streicheln etwas anderes bedeuten bzw. andere Signale setzen.

Ist ein Hund zum Beispiel in einer neuen Umgebung oder spielt man gerade mit ihm, sollte man ihn sich erst beruhigen lassen, bevor man ihn streichelt. Der Hund wird ansonsten entweder versuchen, sich der Situation zu entziehen (achtet mal drauf, wenn jemand versucht, einen Hund mitten im Spiel zu streicheln) oder zusätzlich gestresst, weil er noch dabei ist, die neuen Eindrücke aufzunehmen. Ein Streicheln kann in neuen Umgebungen sogar dazu führen, dass Ängste entstehen oder verstärkt werden. Silvester ist so ein Paradebeispiel, wo Hunde sehr schnell überfordert sein können und die Besitzer durch Streicheln diesen Stress noch verstärken.

Lasst euren Hund in Ruhe erkunden und sich zurechtfinden, wenn er eine neue Umgebung oder Situation erfährt. Bleibt sein Anker und bietet ihm Schutz, aber überfordert ihn nicht. Hat er sich beruhigt, merkt ihr schon sehr schnell, wann es OK ist, ihn zu streicheln.

Streicheln ist aber auch eine stark wirkende Belohnung. Ja, sogar stärker als Leberwurst 😉

Hier gilt: je stärker die Bindung zwischen Hund und Herrchen/Frauchen, desto stärker ist die Belohnungswirkung, natürlich nur, wenn man es nicht inflationär und ausschließlich anwendet – auch Hunde mögen Abwechslung.

Wenn man das im Hinterkopf hat, kann man Streicheln gut ins Training einbauen, was einige Hundeschulen auch fördern. Ein Streicheln als Belohnung für ein erwünschtes Verhalten hat unter anderem den Vorteil, dass der Hund diese Belohnung unmittelbar mit Herrchen/Frauchen verbindet, was bei einem Leckerli nicht unbedingt der Fall ist. Da geht es oft darum, wer das tollste Leckerchen anbietet 😉 Variiert also ruhig ein wenig und achtet darauf, wann ihr eure Fellnase streichelt.

Das hört sich alles recht kompliziert an und mag abschreckend wirken, doch keine Sorge: Wer seinen Hund mit offenen Augen betrachtet und sich die Bedeutung von Berührungen klar macht, wird ganz intuitiv richtig streicheln. Achtet darauf, wie euer Hund reagiert und zwingt ihn zu nichts. Mehr müsst ihr nicht tun, um einen entspannten Hund zu erleben, der euer Streicheln genießt.

So wie Schika, der gar nicht genug bekommen kann und sich sogar auf den Sessel quetscht, um gekrault zu werden:

Monat 3 n.C. (nach Corona) – Strand, wir kommen!

Endlich!

Die Reisewarnungen für die Niederlande sind aufgehoben, die Sommerferien noch nicht da und es ist Samstag – perfekte Voraussetzungen, um einen Tag am Strand, am Meer, auf unserer Bank zu verbringen ❤️

Wir sind um 6 Uhr aufgestanden, haben Schika, den Autorenhund und die drei Meerschweinchen (Doktor, Amy und Rose) versorgt. Dann Morgenroutine, eine Gassirunde mit dem Wuffel und um halb 8 ging’s los Richtung Nordsee!

Ganz ehrlich: es wurde wirklich Zeit. Ich persönlich komme recht gut damit klar, nur zuhause zu sein. Aber wenn man sonst jeden Monat ans Meer fährt, fehlt einem einfach was.

Die Fahrt war wie immer, sogar noch etwas entspannter, da die Autobahnen relativ leer waren.

Wir mussten natürlich wieder durch Belgien… das einzig Negative an der 3,5-Stunden-Fahrt. Belgien ist kacke. Ich fahre da seit vielen Jahren durch (weil ich muss) und es ist immer dasselbe: irre Raser und Drängler, miese und kaputte Autobahnen – Hauptsache sie sind beleuchtet 🤦🏼‍♂️ – und alle 3 Kilometer zerfetzte LKW-Reifen auf dem Seitenstreifen.

Dazu kommt noch, dass das Wetter in Belgien immer (!) mies ist und schlagartig besser wird, wenn man die Grenze zu den Niederlanden überquert… Scheinbar mag selbst das schöne Wetter Belgien nicht 🤷🏼‍♂️

Egal. Auch diese Kilometer gehen vorüber und es gibt ja Hörbücher, mit denen man sich ablenken kann. Dank Handy gibts auch kein CD-Springen mehr – ein Segen bei den miesen Autobahnen in Belgien.

Kurz hinter Antwerpen fährt man wieder in zivilisierten Gefilden und erreicht etwas später die Zeelandbrücke und schließlich Renesse.

Renesse kennt man wohl eher als Proll-Camper-Partyziel, doch wenn man sich mal etwas genauer umsieht, findet man etliche ruhige Plätze, an denen man in Ruhe lesen, schreiben und entspannen kann.

Natürlich mussten wir als erstes unsere Bank besuchen, die schon viel zu lange ohne unsere Hintern darben musste.

In Renesse gabs dann für den Hundepapa ein leckeres Pulled Pork Broodje (4€ vom örtlichen Metzger und ohne Gemüse 👍🏻)

Der Ort selbst war allerdings genauso bevölkert wie vor Corona. In den NL gibt es auch in den Geschäften keine generelle Mundschutzpflicht, aber auf Abstand wird geachtet. Zumindest von den Einheimischen.

Man erkennt sehr schnell und deutlich, wer als Tourist hier ist. Speziell Deutsche stechen da leider oft negativ hervor.

Regeln werden ignoriert, egal ob Parken, Abstand, Leinenpflicht. Selten hört man auch nur den Versuch, sich zumindest in Landessprache zu bedanken oder „Tschüss“ zu sagen. Und natürlich benutzen nur Touristen, Tour-de-France-60+Trainees und Kinder Fahrradhelme in den Niederlanden.

Für uns ist das jedesmal Grund zum Fremdschämen. Ich erachte es als selbstverständlich, dass ich meinem Gegenüber in seiner Sprache zumindest die einfachsten Höflichkeiten entgegen bringen kann. Immerhin bin ich Gast in seinem Land und habe mich anzupassen – nicht umgekehrt. Auch wenn die Niederländer sehr freundlich und zuvorkommend sind, kann man etwas Respekt zurückgeben, oder? Hallo, Danke, Bitte, Tschüss – das reicht schon, um nicht als totaler Touri angesehen zu werden, der erwartet, dass sich alles um ihn dreht. Manche vergessen das wohl im Urlaub 😔

Dann ging’s aber wirklich zum Strand, den Hund ins Meer lassen – ist ja immerhin ein Wasserhund – und naja… die Frau liest, der Hund buddelt und spielt an der 15-Meter-Leine und ich habe begonnen, diesen Artikel zu schreiben.

Nach knapp einer Stunde fuhren wir zum Supermarkt im benachbarten Burgh – mit Einlasswarteschlange – und danach noch in den Wanderpark.

Hier gibts auch Freilaufzonen für Hunde. Am Strand musste Schika ja angeleint bleiben, denn in der Hauptsaison dürfen Hunde nur vor 10 und nach 19 Uhr unangeleint am Strand laufen.

Im Wanderpark konnte der kleine Wuschel dann endlich laufen und toben. Das dortige Freilaufgebiet ist großzügig bemessen und es macht einfach Spaß, seine Fellnase so frei zu sehen. Allerdings gibt es weit und breit keine Mülleimer – lediglich am Ein- bzw. Ausgang auf dem Parkplatz wird man seinen Abfall los.

Wenn ihr euch vom Navi leiten lasst: Fahrt die Straße „Bosweg“ rein. Da kommt ihr direkt zum Parkplatz.

Achja: auf den Wegweisern wird euch nicht nur die jeweilige Wanderoute gezeigt, sondern auch, wann ihr euren Hund wieder anleinen müsst. Achtet da bitte drauf, denn in diesem Naturpark gibt es etliche freilaufende Wildtiere 😉

Alles in allem war es ein schöner Tag in einer wunderschönen Provinz (Zeeland) in einem offenen und freundlichen Land. Bis auf ein paar wenige Verhaltensregeln erinnerte uns nichts an Corona & Co. – es fühlte sich endlich wieder normal an und wir konnten zu dritt toll entspannen.

Jetzt gehts zum Abschluss nochmal zum Strand und ans Meer. Wer Meerweh hat, muss sich ordentlich verabschieden 🙂

Tot ziens!

Warum eigentlich „Autorenhund“?

Nun, ich bin Autor und Schriftsteller (Romanzyklus „Fließende Welten“, sowie biografische Bücher, in denen ich erlebten und berichteten Missbrauch durch Mütter und Väter be- und verarbeite) und habe einen Hund 🙂

Da unser Schika weitaus fotogener ist, als ich es je sein werde, ziert er das Logo meiner Seite. Außerdem liegen mir Tiere – insbesondere Hunde – am Herzen. Sie verdienen unseren Schutz und unsere Fürsorge, genau wie Kinder auch.

Beide werden aber auch immer wieder falsch behandelt, manche sogar geschlagen, getreten, ausgesetzt oder einfach „nur“ falsch erzogen. Es gibt viele Parallelen in den einfachen Dingen des täglichen Lebens.

Ich schreibe in diesem Blog über alles mögliche, was mich gerade beschäftigt, was mich aufregt, was mir gefällt oder was mich traurig und wütend macht. Da ich Vollzeit-Autor und -Schriftsteller bin, ist unser Schika stets an meiner Seite und somit ein Autorenhund.

Die Bezeichnung fand ich treffender und auffälliger – auch was unsere Hashtag-Zeit angeht – als die tausendste Seite mit „Frank Müller Autor“ oder „Stefanie Schmidt Schriftstellerin“.

Sicher passt dieser Titel auf den ersten Blick nicht zu Themen wie Missbrauch oder Asperger, doch sind dies Themen, die mich – den Autor – persönlich betreffen, somit ist es doch wieder irgendwie nachvollziehbar 😉

Das war’s auch schon mit der Erklärung, warum dieses Blog „Autorenhund“ heißt. Ein Autor, ein Hund, ein Blog – http://www.AutorenHund.Blog

Hier gibt’s übrigens meine Bücher auf Amazon

Hunde und Menschen – eine Liebe mit Hindernissen – Teil 7

Eigentlich sollte es nur 6 Teile geben, aber das Thema ist einfach viel zu komplex. Somit hier nun Teil 7, in dem es einleitend um Qual- bzw. Defektzuchten gehen soll.

Mich persönlich hat es schon immer gestört, wenn man sich Tiere – besonders Hunde – aus Mode- oder sonstigen egoistischen Gründen zulegt.

Auch in der Coronazeit gab es massig neue Hundehalter, weil die Menschen Langeweile hatten, sei es durch Kurzarbeit oder Home Office. Mit der Lockerung der Beschränkungen fiel diesen „Menschen“ dann auf, dass Hunde Arbeit bedeuten und die Tierheime konnten und können sich kaum retten vor wenige Wochen oder Monate alten Hundewelpen. Manche Tierheime haben deswegen sogar Welpenklappen eingeführt -> https://www.br.de/nachrichten/bayern/auf-den-hund-gekommen-welpenklappe-in-corona-zeiten,RzRB1v5

Das sind für mich keine verantwortungsvollen Menschen und ich frage mich, ob die mit ihren Kindern auch so umgehen. Wahrscheinlich, wenn man sich die Beschwerden mancher Eltern so anschaut, wenn sie auf ihre Kinder aufpassen sollen. Widerlich und traurig zugleich 😦

In die gleiche Schublade gehören für mich Leute, die sich bewusst und gezielt Hunde zulegen, die im Grunde nur Dekozwecken dienen und gar nicht mehr Hund sein können. Kurze Schnauzen und riesige Augen, am besten noch klein und pummelig – je mehr desto besser. Mops, Chihuahua, französische Bulldoggen sind hier wohl die bekanntesten Vertreter dieser Art.

Die Tiere leiden und da Hunde sehr lange brauchen, bis sie sich deutlich bemerkbar machen und dazu noch die Besitzer das verzweifelte Hecheln, die tränenden Augen und den unsicheren Gang eher niedlich finden statt es als Hilfeschrei zu erkennen, wird nichts dagegen getan.

Das ist krank und da kann man auch nicht diskutieren, wenn man Tiere mag. Oft kommen Ausreden wie „aber ich sorge doch für meinen Hund“ oder besser noch „dem gehts doch super, guck mal wie süß der schnarcht“.

Vermenschlichung at its worst.

Diese Leute sind keine Hundehalter, sie sind Tierquäler!

Wer einmal gesehen hat, wie die Tiere wirklich leiden und woran sie letztendlich gestorben sind, kann diese Menschen nicht mehr tolerieren.

Ich finde es schlimm und unverantwortlich, dass gerade in Zeiten von Instagram & Co. diese „niedlichen“ Qual- bzw. Defektzuchten so stark beworben werden. Leute holen sich kranke und leidende Tiere ins Haus, weil SuperMelli828 auch so einen hat und man ihm so lustige Sachen anziehen kann. Außerdem passt der in die vegane Handtasche und FoodWarrior666 hat gesagt, dass man ihn ruhig vegan ernähren kann!

Widerlich.

Also liebe Leser: klärt auf und sprecht mit den Leuten, die mit dem Gedanken spielen, sich einen solchen Hund zuzulegen. Macht ihnen klar, dass ein Hund Zeit braucht – viel Zeit! – und dass er kein Babyersatz oder Modeaccessoire ist und auch kein Wesen, dem man die eigene Ernährungsphilosophie aufzwingen kann und darf.

Hundehalter haben eine Verantwortung für ihren Vierbeiner, die viele Jahre andauert und auch mal etliche hundert oder tausend Euro kosten kann. Darüber muss (!) man sich vor (!) der Anschaffung im Klaren sein, sonst landen immer wieder Hunde in Tierheimen oder auf Rastplätzen – oder leiden still und „niedlich“ bis zu ihrem qualvollen Tod und der Erlösung aus einem schrecklichen Dasein als Spielzeug.

Herr Prof. Dr. Achim Gruber hat sehr schön ausgeführt und dargelegt, wie manche Menschen ihre Tiere zu Tode „lieben“, weil sie es entweder nicht besser wissen (wollen) oder es ihnen sogar gefällt, sich um zum Leiden gezüchtete Tiere zu kümmern -> https://magazin-forum.de/de/node/14132

Sein Buch „Das Kuscheltierdrama“ liest sich wunderbar. Aber Vorsicht: Tierfreunde macht es traurig und wütend…

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