Hunde und Menschen – eine Liebe mit Hindernissen – Teil 6

Hallo und willkommen zum sechsten Teil meiner Serie über das Zusammenleben von Hunden und Menschen.

Heute geht es um die schönste Zeit des Jahres, wie man den Urlaub landläufig nennt.

Mit einem Hund in den Urlaub zu fahren, kann sich durchaus als umständlich erweisen. Wenn man sich allerdings etwas mit dem Thema und den >Besonderheiten beschäftigt, erkennt man recht schnell, dass es auch nicht komplizierter ist, als mit Kleinkindern zu verreisen. Am Ende des Artikels findet ihr weiterführende Links zum Thema.

Welche Möglichkeiten hat man bei der Wahl des Verkehrsmittels?

Mal eben mit dem Flugzeug in die Karibik oder die USA fliegen? In Kiel oder Hamburg aufs Kreuzfahrtschiff und auf in die Fjorde Norwegens? Mit dem Zug nach Prag? Mit dem Fernbus für kleines Geld nach Spanien?

In den meisten Fällen kann man all dies nicht machen, wenn man mit einem Hund unterwegs sein will.

Flugreisen sind zwar generell machbar, aber nur kleine Hunde, die sich auch benehmen können, dürfen manchmal mit in die Kabine (hier unbedingt vorher bei der Airline nachfragen!) und müssen dann stundenlang still liegen oder sitzen. Eine wie ich finde nicht gerade schöne Art und Weise zu reisen für den Hund.

Größere Hunde müssen zudem im Frachtraum in einer Transportbox verstaut werden und sind so für die gesamte Flugdauer von ihrem Herrchen und Frauchen getrennt, können sich nicht bewegen und bekommen die Angst und den Stress anderer Tiere dort mit, ohne etwas dagegen tun zu können. Für ein soziales Wesen wie einen Hund ist das eine Qual.

Reisen mit dem Flugzeug sollten also gut überlegt sein, damit der (hoffentlich) geliebte Vierbeiner nicht verängstigt, gestresst oder sonstwie verstört wird. Der Aufenthalt im Zielland sollte genug Zeit bieten, um sich zu erholen – das gilt für Mensch und Tier. Für 3 Tage lohnt sich dieses Martyrium nicht und schadet mehr als es nutzt.

Kreuzfahrten gestalten sich etwas einfacher. Mittlerweile gibt es sogar spezielle Angebote, die sich an Hundebesitzer richten. Man sollte darauf achten, dass man seine Fellnase mit in die eigene Kabine nehmen kann und er nicht z.B. auf dem Autodeck getrennt von Herrchen und Frauchen übernachten muss. Verschiedene Gesellschaften haben verschiedene Vorschriften, allen gemein ist jedoch, dass Listenhunde nicht mitgenommen werden dürfen.

Zudem ist es wichtig, sich über die Bestimmungen der einzelnen Ländern zu informieren. Gerade Inseln erlauben es nicht ohne Weiteres, einen Hund mitzuführen, so dass er bei einem Landausflug auf dem Schiff verbleiben muss. Für diese Fälle gibt es bei manchen Angeboten auch einen Betreuungsservice.

Das Thema Fernbus hat sich schnell erledigt: Hier dürfen keine Hunde mitfahren (natürlich gibt es wie überall Ausnahmen für z.B. Blindenhunde!).

Wieso also nicht mit dem Zug zum Urlaubsziel? Das geht tatsächlich relativ unkompliziert. Kleine Hunde dürfen in den Zügen der Deutschen Bahn sogar kostenlos mitfahren. Für Hunde, „die eine Katze überragen“, muss der Preis für Kinder (6-14) bezahlt werden. Bei Mitfahrertickets zählen sie wie eine „ganze“ Person. Bitte informiert euch auch darüber, ob ggf. ein Maulkorb angelegt werden muss. Das richtet sich meist nach der Größe des Hundes und nicht (nur) nach der Rasse!

Damit die Zugfahrt für den Hund keinen übermäßigen Stress bedeutet, sollte man ihn langsam an die Besonderheiten gewöhnen. Das Rattern, schaukeln, die Enge, Geräusche, viele Menschen und Gerüche (darauf gehe ich nicht näher ein ;-)) können durchaus einschüchternd auf die Vierbeiner wirken

Wenn man also auf Nummer Sicher gehen will, bleibt als Mittel der Wahl noch das Auto.

Man kann notwendige Pausen frei planen, der Hund ist bei seinen Menschen und nicht irgendwo eingesperrt und durch die gewohnte Umgebung hat er gleichzeitig einen Ort, wo er sich sicher fühlt. Zudem halten sich neue Eindrücke in Grenzen. Alles in allem also eine entspannte Art zu reisen.

Einige Punkte sollte man aber dennoch beachten:

  • Nehmt genug zu trinken mit. Es gibt wunderbar praktische Trinkflaschen für unterwegs.
  • Lasst euren Hund nicht alleine im Auto. Gerade bei Temperaturen über 15 Grad und Sonnenschein wird es für Hunde sehr schnell lebensgefährlich!
  • Sichert euren Hund. Entweder mit einem Gurtadapter (hierbei unbedingt ein Geschirr anlegen und nicht das Halsband verwenden – Verletzungsgefahr!) oder benutzt eine Reisebox mit ausreichend Platz zum Ausstrecken.
  • Vergesst nicht euren EU-Heimtierausweis. In vielen Ländern ist das Mitführen Pflicht. Dass die Impfungen noch wirksam sein sollten, versteht sich von selbst. Achtet hier auch auf die Bestimmungen des Urlaubslandes.
  • Macht genug Pausen. Dies sollte bei längeren Autofahrten selbstverständlich sein. Mit Hunden ist das allerdings nochmal wichtiger. Alle paar Stunden freuen sich die Vierbeiner über etwas Bewegung, frische Luft und die Möglichkeit, sich zu erleichtern und etwas zu schnüffeln.
  • Schaltet – besonders im Sommer – die Klimaanlage ein. Hunde können nicht schwitzen. Sie regulieren ihre Körpertemperatur über das Hecheln und reagieren empfindlich auf warme Temperaturen.

Wenn ihr euch dazu noch vor der Buchung über die Bestimmungen am Zielort informiert, steht einem entspannten Urlaub mit Hund nichts mehr im Wege.

Ich werde hier nach und nach über Urlaubsziele berichten, die ich selbst besucht habe. Da wir vornehmlich mit dem Auto reisen, fokussiere ich mich auf dieses Verkehrsmittel – wie ihr gesehen habt, sind die anderen im Vergleich recht umständlich und nicht immer tierfreundlich.

Bisher habe ich Nord- und Südfrankreich, die Niederlande, Dänemark, Luxemburg, Belgien und natürlich Deutschland mit Hund besucht und werde sicherlich noch andere Länder bereisen und darüber berichten.

Hier noch einige weiterführende Links zum Thema „Urlaub mit Hund“:

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