Anecken im Arbeitsleben

Jeder hat mal Probleme im Arbeitsleben, das gehört nunmal dazu.

Als Aspi eckt man allerdings wegen Dingen an, die andere noch nicht einmal wirklich wahrnehmen. Dinge, die für andere ganz normal sind, treiben einen in den Wahnsinn. Da ist der Vorgesetzte oder Chef gefragt, um dem entgegenzuwirken, denn es spricht einiges dafür, Asperger-Betroffene als Mitarbeiter zu beschäftigen und langfristig zu halten.

Verständnis und Rücksicht sind hier das A und O. In der heutigen Zeit reden zwar so ziemlich alle Leute davon, doch wirklich praktiziert wird das von wenigen. Es ist eben was anderes, auf ein „Like“ zu klicken oder einen Hashtag zu verbreiten, als genau das zu tun, was man da fordert.

Besonders schwierig wird es, wenn man keine ins Auge stechenden „Nachteile“, die heute für Rücksicht und Toleranz nötig zu sein scheinen, aufweist. Äußerlich ist ein Aspi ja nicht so auffällig, was seine Besonderheit angeht. Das merkt man erst später, im Umgang mit ihm. Vielleicht ist deswegen auch manchmal das Verständnis nicht so da..?

Wichtig als Asperger-Betroffener ist es, dass man sich seine Arbeitsstelle ganz genau aussucht! Zu schnell neigt man dazu, Kompromisse einzugehen, seine Bedürfnisse nicht so schwer zu gewichten und sich selbst irgendwie anpassen zu wollen.

Aspis sind recht gut darin, sich anzupassen. Unsere Welt ist nunmal nicht darauf ausgelegt, wie ein Asperger-Betroffener tickt. Wie ich bereits in einem früheren Artikel geschrieben habe, neigen Aspis dazu, sich selbst zu unterschätzen, ja fast schon geringzuschätzen. Ihr Selbstbewusstsein hat oftmals durch die Schulzeit gelitten, in denen sie stets Außenseiter waren. Als „Streber“ bezeichnet, waren sie vielleicht beliebt, wenn es darum ging, Hausaufgaben abzuschreiben, doch meist haben sie von ihren Mitschülern gesagt bekommen, was sie doch für Freaks sind.

Über Jahre.

Jeden. Einzelnen. Tag.

Klar gibt es Ausnahmen, doch sind dies eben Ausnahmen. Aspi-Frauen haben größere Chancen, die Schulzeit ohne diese Behandlung zu überstehen, allerdings gibt es auch weitaus weniger weibliche als männliche Aspis. Dafür kämpfen gerade Aspi-Männer mit der mangelnden Akzeptanz, denn die Diagnose „Asperger“ wird ihnen als Schwäche ausgelegt.

Hier muss allerdings angemerkt werden, dass Männer mittlerweile ihr Verhalten eher hinterfragen und sich nicht mit „der ist eben abweisend“, „ach ja, der Eigenbrötler“ oder „Männer sind halt so“ abfinden, wogegen bei Frauen oft fälschlicherweise Borderline (!) & Co. diagnostiziert wurde – da fehlt(e) die Grundlagenforschung, daher der Anteilsanstieg von ca. 16% auf 25-33% in den letzten Jahren.

Schlussendlich wird man wohl bei 50/50 landen, wenn mal die Diagnose im Vordergrund steht und nicht Vorurteile bzgl. der Geschlechter.

Daher ist es wichtig, zu einem Spezialisten zu gehen, der sich mit den Besonderheiten der Asperger-Diagnostik auskennt. Speziell bei der Diagnose Erwachsener ergeben sich einige Schwierigkeiten und die Diagnose dauert seine Zeit.

Bei Kindern sind die Eltern gefragt, sich frühzeitig darum zu kümmern. Allerdings ist es bei Asperger wie mit der Hochbegabung: nicht jedes Kind ist betroffen. HB betrifft in etwa 2%, Asperger ca. 1%. Also keine Panik, aber bitte auch nicht wegsehen, sondern Aufmerksam und realistisch beobachten!

Bei mir hat es Jahre gedauert, bis ich in der Lage war, für meine Bedürfnisse am Arbeitsplatz einzustehen. Irgendwann war es mir egal, ob andere meine Probleme nachvollziehen konnten oder mich belächelten. Immerhin ging es darum, einen Ort, an dem man mehr als ein Drittel des Tages verbringt, halbwegs angenehm zu gestalten. Leider gibt es keine Verordnung oder Vorschrift, wie ein Arbeitsplatz für Asperger aussehen muss. Lediglich die für alle geltende Arbeitsstättenverordnung sei hier genannt. Es ist viel geregelt, aber die besonderen Fälle eben nicht.

Meine Ausbildung (kaufmännisch) habe ich in einem mittelständischen Unternehmen absolviert. Ich fing im 2. Ausbildungsjahr an und war nach 18 Monaten fertig damit. In dieser Zeit habe ich sämtliche Abteilungen durchlaufen, wie es eben üblich ist, und muss sagen, dass mir die Buchhaltung am besten gefallen hat. Die Arbeit war jetzt nicht super aufregend, aber sie war angenehm. Kein Kundenkontakt, keine Telefonate, kein Publikumsverkehr und nette Kollegen – und kein Großraumbüro!

Der Trend „Großraumbüro“ nimmt ja leider immer noch einen hohen Stellenwert bei vielen Unternehmen ein. Und das obwohl sogar Studien – unter anderem von der Harvard Business School – zeigen, dass die Produktivität dadurch sinkt und Mitarbeiter sich sogar abkapseln, nur um irgendwie ein wenig Privatsphäre zu bekommen.

Aber man eifert ja als Klingelmann Holzparkett GmbH & Co. KG den Vorbildern wie Google nach. Und die haben schließlich Großraumbüros….

Wenn schon Nicht-Asperger so große Probleme haben, wie muss es dann erst für einen Aspi sein, an einem solchen Arbeitsplatz arbeiten zu müssen?

Genau: es ist die Hölle.

Aspis können sich anpassen und sie sehen das oft auch als Notwendigkeit, damit man akzeptiert wird. Allerdings nehmen sie dadurch auch Schaden, denn dieses permanente Verstellen kostet unglaublich viel Kraft und führt zu immensem Stress. Stress, der früher oder später zum Zusammenbruch führt – Burnout.

Also, liebe Aspis: überlegt euch gut, wo ihr arbeiten wollt. Schaut euch euren Arbeitsplatz im Vorfeld genau an und vor allem redet mit eurem Chef offen darüber, was mit euch los ist und welche Bedürfnisse ihr habt! Es bringt auf Dauer nichts, irgendwo zu arbeiten, wenn man dadurch krank wird oder unglücklich. Depressionen sind nicht selten auch eine Folge dieser Haltung. Das ist es nicht wert!

Als ich nach meiner Ausbildung übernommen wurde, war lediglich eine Stelle im Vertrieb frei. Ich kann mit Kunden umgehen und meine direkte und unbedingt ehrliche Art kamen sehr gut an. Doch ich habe schnell gemerkt, dass ich hier nicht glücklich werden würde. Es war einfach nicht meins, ohne dass ich genau wusste, warum das so war. Diese Erkenntnis kam erst viele Jahre später.

Ein halbes Jahr habe ich es versucht und dann eines morgens den Entschluss gefasst, zu kündigen. Der Schlüsselmoment war, als ich im Auto saß und an einer T-Kreuzung warten musste. Ich hatte die Wahl: links abbiegen und zum Arzt, damit er mich krankschreibt und ich nicht zur Arbeit muss oder rechts abbiegen und wieder einen Tag verstellen, schauspielern und nicht „Ich“ sein können.

So sollte man nicht denken. Wenn es mal soweit gekommen ist, muss man gehen und ich bin damals rechts abgebogen, habe meine Kündigung am Büro-PC geschrieben, ausgedruckt und meinem Chef in die Hand gedrückt.

Es folgten ein paar Jahre, in denen ich meinen Platz gesucht habe. Das war nicht gerade leicht in der dünn besiedelten Gegend, aus der ich stamme, aber es hat sich immer irgendwas ergeben. Ich habe nach meinem Ausbildungsbetrieb auch bei einem Vertriebsbüro für PC-Hardware gearbeitet. Zielgruppe waren Geschäftskunden und Großhändler, also war der Kundenkontakt überschaubar und Publikumsverkehr gab es nicht. Zudem war das Büro ganz neu und ich konnte die Abläufe im Unternehmen mitgestalten. Mein damaliger Chef hat mir alle Freiheiten gelassen und so bin ich schlussendlich 5 Jahre dort geblieben – bis das HQ in Hong Kong beschlossen hat, sich aus dem europäischen Markt zurückzuziehen.

Mist…

Nach einigen kurzen Zwischenstationen, bei denen ich teils massive Probleme mit den Menschen dort hatte … lasst mich das kurz an einem Beispiel erläutern:

Ich sollte – mal wieder! – im Vertrieb anfangen. Ich hasse Vertrieb! Meine Güte. Aber gut, damals war der vorrangigste Gedanke und das oberste Ziel: Geld verdienen, egal wie. Ein riesiger Fehler, aber gut, weiter im Text. Zusammen mit einem anderen „Neuen“ wurde ich durch alle Abteilungen geführt, damit man sich kennen lernt. Finde ich prinzipiell gut, immerhin soll man ja mit allen Abteilungen zusammenarbeiten.

Wir liefen durch ein Großraumbüro … und ein Mitarbeiter dort erklärte uns, dass sie dort die letzten Wochen schon um 4 Uhr morgens angefangen hätten zu arbeiten statt um 7 Uhr, weil eine Softwareumstellung vorgenommen wurde und noch so viel zu tun gewesen wäre. Ich zeigte mich betroffen und bemerkte: „4 Uhr? Das ist ja gestört. Aber das ist jetzt vorbei und ihr habt’s geschafft, oder?“

Das war im Grunde schon mein Todesurteil. In dieser Abteilung hatte ich vom ersten Tag an keinen guten Stand, da meine Aussage so gedeutet wurde, als hätte ich alle dort arbeitenden Leute als gestörte Irre beleidigt.

Wirklich perfekt wurde es dann in der Abteilung, in der ich arbeiten sollte. Vertrieb, Großkundenbetreuung, Innendienst. Die Kollegen waren durchaus nett und die Arbeit machte eigentlich auch Spaß, da der Hauptteil darin bestand, den Außendienstlern zuzuarbeiten. Nur meine Chefin … mit der kam ich nicht klar.

Sie war in etwa so alt wie ich, hatte die weibliche Form meines Vornamens und sah mich – wie ich im nachhinen erst erfahren habe – als Gefahr für ihren Posten an. Wir haben keine vier Worte gewechselt, da schaltete sie schon auf „Eisschrank-Modus“. Ich fühlte mich nicht nur abgelehnt, ich war es auch.

Hatte ich Fragen, wurde ich als Nichtskönner hingestellt. Hatte ich Vorschläge, war ich arrogant. Ich konnte ihr nichts recht machen und bin beinahe daran verzweifelt, weil ich mich doch anpassen wollte – aber diese Frau ließ mich einfach nicht. Wieder saß ich eines morgens im Auto und musste an Batman Begins denken, den ich kurz vorher gesehen hatte. Als der Oberschlägertyp zu Bruce Wayne im Gefängnis sagte: „Ich bin die Hölle“ und der zukünftige Batman erwiderte: „Du bist nicht die Hölle. Du bist Training!“, dachte ich mir genau dasselbe.

Ich würde mich nicht unterkriegen lassen. Ich wollte mein Bestes geben und mit meiner Chefin auskommen, auch wenn es mich viel Kraft kosten würde. Was einen nicht umbringt, macht einen stärker. Mit diesem festen Vorhaben trat ich also den nächsten Arbeitstag an.

Dieser war jedoch recht schnell vorbei, denn 10 Minuten nach dem Anstempeln wurde ich zum Chef zitiert. Dort saß meine Lieblingsvorgesetzte und der Kerl aus der Abteilung, die die Softwareumstellung wuchten musste. Mir wurde die Kündigung überreicht mit den Worten: „Sie haben unsere Mitarbeiter beleidigt und sind respektlos ihrer Vorgesetzten gegenüber.“ – natürlich deklariert als „betriebliche Gründe“.

Gut so! Aus heutiger Sicht war das das Beste, was mir passieren konnte, denn der Weg, den ich mir ausgemalt hatte („Was einen nicht umbringt blablabla“), hätte mich mittelfristig sehr viel gekostet. Für mich als Aspi gilt: Was einen nicht sofort umbringt, tötet auf Raten! Damals war mir das wie gesagt nicht bewusst.

Schließlich bin ich bei einem Arbeitgeber gelandet, der wieder das Positive sah, das ich beitragen konnte. Ich wurde zunächst befristet für ein bestimmtes Projekt über eine Zeitarbeitsfirma eingestellt, doch ich blieb in Summe 9 Jahre dort. Ich habe sehr viele Möglichkeiten in diesem Unternehmen bekommen, konnte meinen Arbeitsplatz gestalten, wie es mir angenehm war, hatte supernette Kollegen, mit denen ich teilweise immer noch Kontakt habe, obwohl ich schon 5 Jahre nicht mehr dort arbeite.

Kein Großraumbüro, keine manipulativen Kollegen, nette Kunden, angenehme Arbeitszeiten, verständnisvolle Chefs – es war fast perfekt.

Es gab auch zwei Mädels, die dort arbeiteten und wegen denen ich fast meinen Job verloren hätte, da mir diverse Dinge angedichtet wurden, die sie sich aus den Fingern gesaugt hatten. Ich bin eben direkt und sage, wenn mir etwas oder jemand negativ auffällt und bei den beiden lag sehr vieles im Argen. Die Geschäftsleitung wusste das, ebenso der Betriebsrat und da ich mir einen positiven Ruf erarbeitet hatte, wusste man, dass die Behauptungen gelogen waren. Hierfür bin ich immer noch dankbar und falls mein damaliger Chef das liest: DANKE SP! Und auch danke an die Kollegen, die mich immer unterstützt haben!

Die beiden arbeiten nicht mehr da. Sie haben sich an dem Unternehmen bereichert, noch etwas zu intrigieren versucht und sind dann weg, als die Möglichkeit da war. Ab da lief es über Jahre wunderbar dort und ich habe das erste Mal bewusst Kontakt mit einem anderen Aspi gehabt, der – Klischee! – in der IT-Abteilung arbeitete.

Einzelbüro, Schallschutztüren, Telefonate nur nach Termin, Besuche nur nach Ankündigung. So heftig ist es bei mir zum Glück nicht, aber bei ihm war das normal. Er hatte (und hat) seine Routinen und von denen ist er nie abgewichen. Zuhause warteten seine Frau und 4 oder 5 Kinder auf ihn und ich glaube immer noch, dass die vielen Überstunden auf seinem Konto daher kamen, dass er einfach die Ruhe auf der Arbeit genießen wollte 😉

Ein Körnchen Wahrheit wird da wohl drinstecken.

Ich wäre heute wohl immer noch dort beschäftigt, doch die Liebe zog mich in eine andere Stadt, in ein anderes Bundesland, also musste ich kündigen.

Es ist sehr schwer, den passenden Job zu finden, der einem Asperger-Betroffenen die Freiheiten gibt, die er braucht. Doch wenn man als Arbeitgeber die Voraussetzungen erfüllt, diese Herausforderung annimmt, wird man mit einem Mitarbeiter belohnt, der extrem loyal ist und nicht beim ersten Angebot zu einem neuen Arbeitgeber wechselt, gegen einen arbeitet, Schlupflöcher sucht um sich zu bereichern oder ähnliches.

Der Aspi-Mitarbeiter wird Missstände aufzeigen und ehrlich sein. Er wird seine Arbeit zur voll(st)en Zufriedenheit erledigen, wenn auch auf seine Art und Weise. Er wird kreative Lösungen für Probleme finden, an denen sich andere die Zähne ausbeißen und er findet sehr schnell Schwachstellen im Arbeitsablauf.

Liebe Aspis: lasst euch Zeit bei der Arbeitsplatzsuche. Ihr werdet nicht wie viele andere „Jobhopping“ betreiben, deswegen bringen euch solche Ratschläge nichts. Hört auch auf euch – und tut dies genau! Ihr wisst, was euch gut tut und ihr habt ein Recht darauf, dass es euch gut geht. Wenn ihr euch zu lange oder zu sehr anpasst, geht ihr unter. Dafür habt ihr sehr viel zu bieten. Stärken, die ihr nichtmal als solche erkennt, weil die jeweiligen Eigenschaften für euch „normal“ sind, aber lasst euch gesagt sein: sie sind es nicht!

Euer Sinn für Gerechtigkeit und Loyalität, Regeln und Details ist etwas Besonderes, das Nicht-Aspis nur schwer nachvollziehen können. Ihr werdet missverstanden werden, das bleibt nicht aus. Das bedeutet aber nicht, dass ihr aufhören sollt zu suchen. Redet mit Arbeitgebern über euch und was ihr braucht und seid ehrlich zu euch selbst, bevor ihr eine Stelle annimmt, die euch mehr kostet als sie bringt. Es gibt diese Stellen – und viele warten auch auf genau solche Menschen wie ihr es seid!

Verstellt euch nicht, ihr seid es wert!

Konsolenkrieg – Xbox Series X vs. Playstation 5 – Teil 2

Nach dem heutigen Games Showcase (Klick@Youtube) kann man zwar nicht wirklich mehr über die technischen Möglichkeiten der Xbox Series X sagen, aber eins ist sicher:

An den Spielen wird die Konsole nicht scheitern.

Wenn ich da an 2013 zurückdenke, zum entsprechenden Event der Xbox One, muss ich zugeben, dass Microsoft dazugelernt hat. Kein Schnickschnack, nur Spiele, genau wie angekündigt.

In dem knapp einstündigen Video kamen einige der Entwicklerstudios von Microsoft zu Wort und haben vorgestellt, woran sie arbeiten. Einige der Spiele erscheinen übrigens auch für die „alte“ Konsolengeneration.

Man merkt aber, dass der Fokus ganz klar auf dem Game Pass und dessen angepriesenen Vorzügen liegt. Alle gezeigten Spiele sind Teil des Game Pass und können auf den jeweiligen Plattformen (Xbox One, Xbox Series X, PC) ohne weitere Kosten gespielt werden. Als Mitglied spart man also jede Menge Geld, selbst wenn man sich den Game Pass zum Microsoft-Preis kaufen sollte 😉

Dass alle 1st-Party-Spiele im Game Pass zur Verfügung stehen ist ja nichts neues, aber die gezeigten Spiele bzw. deren Masse und Aufmachung sind eine ganz andere Hausnummer als das, was wir bisher von Microsoft dieses Jahr gesehen haben.

Folgende im Event gezeigten Spiele haben es mir angetan:

  • Halo Infinite
  • S.T.A.L.K.E.R. 2
  • The Medium
  • The Gunk
  • Everwild
  • Avowed
  • As Dusk Falls
  • Hellblade 2
  • Psychonauts 2
  • Crossfire X
  • Warhammer 40K Darktide
  • Forza Motorsport (8? es wurde keine Nummerierung gezeigt)

Und zum Schluss noch … FABLE!

Es wurden natürlich noch mehr Spiele gezeigt, teilweise auch Console Launch Exclusive, aber das waren so die Highlights für mich. Ich habe einige Spiele da rausgelassen, wie z.B. Tell Me Why von DONTNOD („Life is Strange“), da diese noch vor Release der XSX erscheinen, aber schaut euch das Event-Video ruhig selbst an. Auf dem Youtube-Channel von Xbox gibt’s das auch auf Deutsch (auch wenn der Sprecher grausig ist…. brrrrr 😦 ).

Hier gibts eine Liste aller vorgestellten Spiele (Englisch): https://www.trueachievements.com/n42587/all-games-announced-xbox-games-showcase

Und hier die aktuell bekannten Console-Exclusives in der Übersicht (Englisch): https://www.eurogamer.net/articles/xbox-series-x-games-confirmed-exclusives-6400

Wie gesagt: an den Spielen wird die XSX nicht scheitern, dafür gibt es zu viele wirklich klasse aussehende Games, die Microsoft entwickeln lässt. Dazu kommen dann noch die 3rd-Party-Spiele, die es dann auch auf der PS5 geben wird und wem das noch nicht reicht, darf auf der XSX alle Xbox One-Spiele spielen sowie die abwärtskompatiblen Xbox 360- und Xbox-Games. Fast schon zu viel, aber diesmal ist auch Qualität dahinter.

Es ist ja noch etwas hin bis zum Release der nächsten Konsolengeneration und wir dürfen uns darauf gefasst machen, noch einige Überraschungen zu erleben.

Ich werde noch einen dritten Teil schreiben, wenn man mehr über die eigentlichen Konsolen weiß. Hier halten sich Sony und Microsoft ja immer noch sehr bedeckt. Es ist zwar schon einiges bekannt, aber eben noch nichts, was einen wirklichen Vergleich hergeben würde.

PS für Japanophile: Dragon Quest XI S und Balan Wonderworld kommen auf die Xbox. Square Enix scheint also Gefallen an der Zusammenarbeit mit Microsoft gefunden zu haben.

Update 25.07.2020: Der Release der Xbox Series X wurde für November (noch ohne genauen Tag) offiziell bestätigt: https://www.pcgameshardware.de/Xbox-Series-X-Konsolen-268616/News/Microsofts-Next-Gen-Konsole-soll-im-November-erscheinen-1354870/

Sommerfrisur

Schika ist das Hundependant zu mir: warm geht gar nicht. Alles ab 20 Grad ist ihm zu warm. Da hilft es natürlich nicht gerade, dass er nicht haart.

Schika hat – ungelogen – noch nie auch nur ein einziges Löckchen verloren. Dafür wächst er eben sehr schnell zu und das dichte, wasserabweisende Fell macht ihm gerade im Sommer sehr zu schaffen.

Unser Stammfriseur (Hundesalon Maya) hat heute in aller Herrgottsfrühe für Abhilfe gesorgt und den kleinen Wuschel optisch in einen komplett anderen Hund verwandelt.

Auch wenn Schika es ganz und gar nicht mag, wenn er gebürstet und geschoren wird, fühlt er sich jetzt doch deutlich wohler in seiner Haut und unter seinem Fell 😍

Nierensteine sind toll – Teil 1

Diese Geschichte hat sich bereits 2018 ereignet, knapp einen Monat, bevor wir Schika aus dem Tierheim geholt haben und unmittelbar vor meiner Entscheidung, mein erstes Buch zu veröffentlichen. Viel Spaß beim Lesen über die kommenden Wochen 🙂

Ein ganz normaler Abend. Ich bin müde, meine Frau ist müde, Abendessen ist erledigt, die allabendlichen Serien sind geschaut und es ist dunkel draußen. Also: Schlafenszeit. Ich küsse meine Frau,  wünsche ihr eine gute Nacht und wir kuscheln uns aneinander in unserem Doppelbett.

Ein leichter Schmerz wie von einem Muskelkater, nur irgendwie „innendrin“, macht sich bei mir bemerkbar. Das kann allerdings auch von der Pizza kommen, die wir uns 3 Stunden vorher bestellt hatten. Also kein Grund zur Sorge. Ich drehe mich auf die andere Seite und schließe die Augen. Der Schmerz ist dumpf, aber irgendwie nicht wirklich lokalisierbar. Er ist da, erscheint aber unwirklich. Egal. Ich bin müde und will nur schlafen, also nicht dran denken und warten. Meine Armbanduhr zeigt 23:30 Uhr – noch 6 Stunden Schlaf, bis ich wieder aufstehen und zur Arbeit fahren muss.

Ich spüre den Schmerz und mittlerweile stört er mich doch. Mein Bauch meldet sich auch, wie neuerdings häufiger nach dem Genuss einer Pizza vom Lieferdienst. Ich schaue auf die Uhr: 00:10 Uhr. Ok, es hilft ja nichts. Aufstehen und ab auf die Toilette, damit der Bauch Ruhe gibt. Danach bemerke ich die Schmerzen im rechten Unterbauch deutlicher. Sie sind nicht stechend, sondern immer noch dumpf und permanent. Irgendwie seltsam. Ich will meine Frau nicht noch weiter stören und lege mich im Wohnzimmer auf die Couch in der Hoffnung, dass die Schmerzen schon verschwinden werden.

Leider war dies ein Fehler, wie sich innerhalb von Sekunden herausstellt: Kaum liege ich auf der Seite, potenziert sich der bis dahin nur störende, aber noch auszuhaltende Schmerz. Ich muss aufstehen, weil ich es im Liegen oder Sitzen nicht aushalte. Ich stehe nun im dunklen Wohnzimmer, mitten in der Nacht in Unterwäsche nach vorne gebeugt und stöhne unvermittelt „Aaauuu!“ vor mich hin – möglichst leise, damit ich niemanden aufwecke. Ich versuche eine Position zu finden, in der ich schmerzfrei verweilen kann, finde aber keine. Laufen, gehen, liegen, sitzen, hocken, knien – all das bringt nichts. Das Stehen ist noch das Erträglichste, also bleibe ich stehen. Mittlerweile laufen mir Tränen über die Wangen. Den salzigen Geschmack nehme ich kaum wahr, denn mein Weltbild wird momentan einzig durch den Schmerz an der Flanke dominiert.

Unvermittelt steht meine Frau in der Wohnzimmertür. Sie ist besorgt und hilflos, will wissen was los ist. Ich kann kaum reden, während ich mich im Stehen hin und her wiege um irgendwie die Schmerzen ertragen zu können. Sie gibt mir Ibuprofen und will den Notarzt rufen, wogegen ich mich vehement wehre.

„Das sind bestimmt nur Blähungen, Schatz.“ sage ich und halte tapfer – und dumm – die Schmerzen aus.

Meine Frau kämpft nun auch mit den Tränen. Der Mann, den sie liebt, hat große Schmerzen und will sich nicht helfen lassen. Was wenn es etwas Ernstes ist? Blinddarmdurchbruch? Darmverschluss? Sie weiß es nicht und ich auch nicht – aber Google hat etliche Vorschläge, was nicht gerade zur Beruhigung von uns beiden beiträgt.

Außerdem kann ich nicht ins Krankenhaus. Ich muss gleich zur Arbeit!

Mittlerweile ist es nach 1 Uhr morgens und die anhaltenden starken Schmerzen fordern ihren Tribut: ich muss mich übergeben. Ich habe mich noch nie vor Schmerzen übergeben müssen, wusste gar nicht, dass es sowas gibt. Hier bricht nun auch mein Widerstand gegen professionelle Hilfe.

Waschen, frische Sachen anziehen und ab in die Tiefgarage. Die 8 Kilometer schaffen wir mit dem eigenen Auto. Das Treppen(ab)steigen ist irgendwie angenehmer als Stehen oder sitzen, wobei ich erneut feststellen muss, dass die meisten Autositze unglaublich bequem sind. Ich fahre also mit meiner Frau auf dem Beifahrersitz morgens um halb 2 aus der Tiefgarage und mache mich zügig auf den Weg ins nahegelegene Krankenhaus. Der Weg führt größtenteils über die Autobahn und ist identisch mit dem Weg, den ich jeden Morgen zur Arbeit fahre. Es herrscht kaum Verkehr, dennoch halte ich mich an die Geschwindigkeitsbegrenzung. Schließlich erreichen wir die Ausfahrt, müssen also nur noch über die Kreuzung und 2 Kilometer Landstraße hinter uns bringen.

Das Krankenhaus kommt in Sichtweite, als ich im Rückspiegel rote Leuchtzeichen sehe:

„Polizei! Stopp!“

Es sind vielleicht noch 200 Meter.

Eine Polizeistreife hält uns an.

Ich glaub‘ es nicht… Wie hoch ist die Wahrscheinlichkeit wochentags mitten in der Nacht von der Polizei angehalten zu werden?

Ich wohne seit 3 Jahren hier und wurde noch nie kontrolliert. Auch die Jahre davor in meiner alten Heimat hatte ich gerade einmal zwei Kontrollen erlebt. Eine davon selbst provoziert und die andere resultierend aus extremer Vorsicht einer Anwohnerin, weil ich 30 Minuten an der Hauptstraße vor ihrem Haus stand.

Aber eine Kontrolle, während ich auf dem Weg zum Krankenhaus war, hatte ich noch nicht.

Ich halte also an und öffne die Scheibe der Fahrertür. Meine Frau macht das gleiche auf ihrer Seite, wo schon eine nette Beamtin mit der Taschenlampe für Erleuchtung sorgt.

„Guten Morgen, allgemeine Verkehrskontrolle. Führerschein und Fahrzeugpapiere bitte.“ teilt mir der nette Polizist auf meiner Seite unvermittelt mit. Der Führerschein ist schnell gefunden, der Fahrzeugschein war gottseidank im Handschuhfach. Ich habe dieses Auto zu dem Zeitpunkt seit knapp über einem Jahr und noch nie den Fahrzeugschein gebraucht.

Ein guter Tag

Heute war ein guter Tag.

Die Schmerzen sind weg, kein Fieber mehr, Schika hat die Wurmkur hinter sich und mein erster Artikel wurde veröffentlicht (auf Hallo Meinung).

Bleiben noch die Kopfschmerzen, aber das schiebe ich einfach mal auf eine Verspannung 🙂

Ein weiteres Kapitel meiner Missbrauch-Biografie „Zartes Fleisch“ habe ich heute ebenfalls noch fertiggestellt. Das Schreiben gefällt mir sehr, aber speziell dieses Thema geht mir eben sehr nahe.

Ich überlege, ob ich mal ein Kapitel davon hier online stellen soll. Allerdings sind die Schilderungen sehr deutlich … was auch die Suche nach einem Verlag nicht gerade erleichtert. Na mal sehen. Vielleicht nächste oder übernächste Woche 🙂

Alles in allem war heute ein wirklich guter Tag und ich freue mich auf das, was die Zukunft noch so bringt.

The Witcher 3

Ich hab’s versucht.

Wirklich.

Ich habe es mehrfach versucht über Jahre hinweg, aber ich werde mit The Witcher 3 einfach nicht warm.

Teil 1 war super, Teil 2 habe ich geliebt. Beides waren Rollenspiele, die mich gefesselt haben mit ihrer Story und der gesamten Aufmachung, den Charakteren und der zu erkundenden Welt. Aber Teil 3 will nicht an mich gehen.

Ich habe das Spiel heute – erneut – deinstalliert, nachdem ich vor einiger Zeit den mittlerweile 5. Versuch unternommen hatte, es durchzuspielen. Keine Frage: es sieht immer noch klasse aus, aber für mich bietet es so gut wie keinen Reiz.

Die Story soll sich nach und nach entfalten und gar außergewöhnlich gut sein, so liest man jedenfalls. So weit bin ich allerdings gar nicht gekommen. Das erste Mal war nach 4 Stunden Schluss, dann hatte mich die Langeweile übermannt. Die nächsten beiden Versuche im Abstand von jeweils einigen Monaten haben um die 15 Stunden gebraucht, bis ich keine Lust mehr hatte. Der vierte Versuch kam dann zum Release der Witcher-Netflix-Serie und war nach nicht einmal 10 Stunden beendet.

Heute dann habe ich einen Schlussstrich gezogen. 12 Stunden habe ich mich fast schon gezwungen, dieses Spiel zu spielen, zu mögen, mich fesseln zu lassen. Aber es hat keinen Sinn. Zu langatmig, zu künstlich gestreckt, zu viel „zu viel“. Mir kommt es vor, als hätte man versucht, die Vorgänger um jeden Preis übertreffen zu wollen und dabei dieselben Fehler gemacht, die Ubisoft mit Assassin’s Creed gemacht hat. Es bleibt der Tiefgang auf der Strecke, die Story mag wirklich nicht schlecht sein, aber wenn ich nach 15 oder 20 Stunden immer noch keine Bindung zu irgendwelchen Charakteren aufgebaut habe, läuft was falsch.

Es mag sein, dass ich etwas verpasse, weil ich keine 150 Stunden in das Spiel investiert habe, bis sich irgendetwas Interessantes ergibt, aber das ist mir nun auch herzlich egal. Teil 1 und 2 waren wie gesagt wunderbare Spiele, die so ziemlich alles richtig gemacht haben. Teil 3 ist für mich nur ein langgezogener, langatmiger, langweiliger Film, vollgepackt mit Nebensächlichkeiten, die alles noch weiter in die Länge ziehen.

Die Nebenquests sind wirklich interessant gestaltet, doch tragen sie 0 zur Hauptgeschichte bei, strecken das Spiel nur und gaukeln eine Tiefe vor, die es einfach nicht hat. Nicht umsonst liest man in jedem Review, dass die Nebenquests viel vom Spiel ausmachen.

Das hat was von „Ich kauf mir die ‚Micky Maus‘ nicht wegen der Geschichten, sondern wegen der Plastiklupe als Beilage“…

Wenn die Story wirklich so gut ist, warum muss ich dann tonnenweise Nebenquests in der Welt verteilen, um in selbige eintauchen zu können? Naja. Vielleicht liegt’s ja auch daran, dass die Ansprüche allgemein sinken und man heute ja schon froh sein muss, wenn ein Spiel keine Micro Transactions aufweist oder man 15 DLCs nachkaufen muss, um alles erleben zu können.

Ich hoffe mal, dass Cyberpunk 2077 interessanter wird als The Witcher 3. Ich brauche kein Action und kein super ausgefeiltes Kampfsystem, ich muss nicht 1038401279 Tränke brauen können oder den 68. „Töte das böse Monster“-Quest zu der und der Uhrzeit an dem und dem Höhleneingang“-Quest um die tote Witwe von irgendeinem Ausgestoßenen zu rächen. Ich brauche eine Story, die mich fesselt – und das nicht erst nach zig Stunden der Langeweile, gehüllt in bunte Bilder.

Zockerleben im Juni 2020

Dieser Monat kam komplett ohne Neukäufe aus. Es ist Sommer, da gibt’s sowieso nicht so viel Gutes. Zumindest nicht für mich. Aber dank Game Pass und Gold geht mir der Spielestoff nicht wirklich aus 🙂

Weitere Infos zu den Achievements findet ihr auf www.trueachievements.com

The Gardens Between

TGB hatte ich vor einiger Zeit schon einmal ausprobiert. Das Konzept mit der Zeitspulfunktion und der dadurch indirekten Steuerung der Charaktere war interessant, aber andere Spiele waren damals interessanter 😉 Jetzt war die Zeit, das Spiel durchzuzocken. Hat Spaß gemacht, war aber relativ kurz und nicht alle Rätsel erschließen sich einem sofort.

Minecraft Dungeons

Ein paar Achievements habe ich noch geholt, ansonsten ist das Spiel für mich durchgespielt. Siehe auch: https://autorenhund.blog/2020/05/27/minecraft-dungeons-xbox-one-x/

Saints Row: The Third – Remastered

Auch hier wieder: ein paar Rest-Achievements und das war’s. Immerhin hatte ich das Spiel schon auf der X360 durchgespielt. Siehe auch: https://autorenhund.blog/2020/05/23/saints-row-the-third-remastered-xbox-one-x/

Life is Strange 2

Das nächste Adventure von DONTNOD soll nicht in Episodenform erscheinen. Wenn dadurch der Umfang und die Emotionalität nicht leidet, bin ich dabei. Hier geht’s zu meinem Eindruck von LiS2: https://autorenhund.blog/2020/07/01/life-is-strange-2-xbox-one-x/

Observation

Eine Astronautin auf der ISS, ein Unfall und eine Stations-KI. Das sind die anfänglichen Zutaten zu diesem Spiel, bei dem man die Rolle der KI übernimmt. Interessanter Ansatz, philosophische Ansätze, Mystery und keine Hektik o.ä., also auf jeden Fall einen Blick wert.

Cities: Skylines

Sim City, wie es heute sein sollte – mit gut umgesetzter Controller-Steuerung. In diesem Monat habe ich allerdings nur ein paar einfache Achievements geholt, die ich bisher übersehen hatte.

Coffee Talk

Wer Small Talk an der (Kaffee)-Bar mag, kann das Spiel bedenkenlos anfangen. Die Grafik ist … naja … ich frage mich, wann dieser gezwungene Retro-8-Bit-Look endlich aus der Mode kommt. Es ist NICHT cool, es wirkt billig und schreckt viele potenzielle Spieler ab! Die Geschichten sind durchaus interessant, das Setting ebenfalls, aber man braucht Zeit und Geduld, muss sich drauf einlassen.

The Bard’s Tale ARPG: Remastered and Resnarkled

Leider (noch?) nicht mit deutscher Sprachausgabe, dafür ansonsten gut portiert. Die Grafik hätte etwas besser angepasst werden können, aber der Humor hat nicht gelitten. Und die Lieder erst! Kaufen würde ich es mir allerdings nicht mehr.