1&1, Unitymedia, Vodafone und das schnelle Internet

Es nervt. Ganz ehrlich.

Als wir vor einigen Jahren in diese Wohnung gezogen sind, wollten wir den DSL-Anschluss meiner Frau weiternutzen. Dieser wurde von 1&1 bereitgestellt und man versicherte uns, dass alles kein Problem wäre.

Der Plan war, nach Ablauf der Vertragslaufzeit zu einem Kabelanbieter zu wechseln. Also haben wir rechtzeitig Bescheid gesagt und zum angegebenen Zeitpunkt kam auch tatsächlich ein 1&1-Techniker vorbei, um die Leitung anzuklemmen. Als der gute Mann fertig und verdächtig schnell wieder verschwunden war, mussten wir feststellen, dass wir eben nicht online waren – und unsere Nachbarn ebenfalls nicht.

Egal was der Kerl da gemacht hat: er hat so ziemlich alles, was mit DSL zu tun hat für das gesamte Haus zerschossen. Gott, war das peinlich! 😦

1&1 war sich keiner Schuld bewusst und konnte auch nichts ändern, da die Anlage schließlich Telekom-Sache war. Die Behebung des von 1&1 angerichteten Schadens hat knapp 2 Wochen gedauert…

Ab diesem Zeitpunkt war das Thema „DSL“ für uns gestorben, zumal hier ja auch Internet über Kabel verfügbar war und ist. Damals lief das noch über Unitymedia, denen ich einen Besuch im örtlichen Shop abstattete. Nach einer halben Stunde war ich fertig, hatte ein Kabelmodem unterm Arm und eine 200 Mbit-Leitung beauftragt.

2 Tage danach lief auch alles und dank Wechselangebot, das es immer mal wieder gab (und gibt), zahlten wir nicht doppelt, denn Unitymedia rechnete die Gebühren für den noch laufenden DSL-Vertrag bei 1&1 entsprechend an.

Es folgten einige Jahre der Zufriedenheit. Alles, was so an Problemen aufkam – es waren wirklich nicht viele – wurde innerhalb kürzester Zeit behoben, Tarifwechsel waren schnell erledigt, der Kundenservice war sehr nett. Einzig die ewig langen Wartezeiten bei der Telefon-Hotline waren etwas nervig, aber immerhin kostenlos. Naja.

Nun gibt es Unitymedia nicht mehr. Unitymedia ist Vodafone. Toll. Also … „toll“ im veralteten Wortsinn. Zwar verlief die Umstellung ohne weitere Probleme und die Wartezeiten bei der Hotline waren auch um Längen kürzer, aber das war es dann auch schon.

Wir hatten anfangs noch die Unitymedia Connect Box im Einsatz, nur habe ich dann den Fehler gemacht, das Angebot für Cable Max 1000 wahrzunehmen. 10€ mehr pro Monat, keinerlei zusätzliche Gebühren oder Preiserhöhungen nach 12 oder 24 Monaten und dafür 1 Gbit/s statt 200 Mbit/s? Das war zu verlockend. Ich könnte mich ohrfeigen!

Der Auftrag war schnell erteilt, das neue Modem bzw. der Router kam auch nach ein paar Tagen an und die Leitung war schnell freigeschaltet. Gut, es gab erstmal nur 500 Mbit/s, weil zur Zeit nicht mehr möglich war, aber eine Erhöhung auf 1000 Mbit/s würde automatisch vorgenommen werden, wenn die Voraussetzungen geschaffen worden wären, so sagte man uns.

Die Vodafone Station sah besser aus als die bisherige Connect Box, das muss man sagen. Allerdings ist der Funktionsumfang noch beschnittener als bei dem Unitymedia-Gerät, welches leider nicht Gbit-fähig ist und deshalb getauscht werden musste. Ich bin immer noch der Ansicht, dass wir viele Probleme gar nicht gehabt hätten, hätten wir die Connect Box weiter nutzen können…

Ab dem Zeitpunkt, an dem die Vodafone Station angeschlossen wurde, fingen die Probleme an. Probleme, die wir bis dahin gar nicht kannten.

Instabiles WLAN, Paketverluste, Lag, stark schwankende Bandbreiten (u/d). Tödlich, wenn man online zocken will oder – wie aktuell – im Home Office arbeitet. Im Netz gibt es zahlreiche Beschwerden, jedoch keine wirkliche Lösung für diese Probleme und Fehler.

Was ich bisher rausgefunden habe: Wenn ich hohe Pings und/oder Paketverluste bemerke, hilft es, wenn man die Firewall in der Vodafone Station aus- und wieder einschaltet. Zumindest für ein paar Stunden. Alternativ funktioniert auch ein Neustart. Scheinbar hat die Vodafone Station Probleme mit der internen Speichernutzung – viele Berichte weisen darauf hin und dies ist so ziemlich die einzige Gemeinsamkeit aller Fälle, die ich ausmachen konnte.

Kabelinternet, bei dem man alle 1-2 Tage den Router neu starten muss? Ernsthaft?

Liebe Vodafone-Technikdesigner, bitte bessert bei dem Ding nach. Ein paar Zeilen Code sollten doch nicht so kompliziert sein und per Fernwartung eingespielt werden können, oder?

Ich jedenfalls habe die Schnauze voll. Eine Fritzbox 6591 sorgt nicht nur dafür, dass wir den Router nun laufen lassen können, sondern auch dafür, dass wir sogar in mehr als 5 Metern Entfernung stabiles WLAN haben. Keine Paketverluste mehr, kein Lag, keine dreistelligen Pings und mehr Einstellungsmöglichkeiten. Leider ist das Ding recht teuer, aber man kann es auch über Vodafone mieten. Ironie können die 😉

Mal schauen, ob es so bleibt.

Wie schauts bei euch aus? Habt ihr auch Probleme mit Vodafone? Wart ihr vorher bei Unitymedia? Welche Lösungen habt ihr für die Probleme gefunden?