Abstand halten, bitte!

„Dank“ Corona und des ganzen „Hypes“ um alle möglichen Alltagsdinge (siehe Hamstertrottel) hat sich ja mittlerweile zumindest dieses Abstandhalten halbwegs durchgesetzt.

Ich bin ehrlich: das ist das einzig Positive an der ganzen Sache. Kaum etwas anderes hat mich mehr genervt, als wenn mir irgendwelche fremden Menschen ihr Innerstes auf den Nacken atmen. Ekelhaft. Vielleicht stehen manche drauf, keine Ahnung, aber ich nicht.

Für mich war das schon immer (!) eine Respektlosigkeit ohne Gleichen. Wieso macht man sowas? Warum dringt man in den privaten Raum eines anderen Menschen ein? Was läuft falsch bei diesen gestörten „Menschen“? Ist das ein Fetisch? Macht die das an? Keine Ahnung…

Aber nach einigen Monaten Vorschrift von oben setzt sich langsam eine gewisse Normalität durch. Nicht die „Corona-Normalität“ (die gibt es nicht und darf es auch nicht geben!), sondern die Normalität, andere Menschen nicht zu bedrängen, ihnen nicht auf die Pelle zu rücken, ihren Freiraum zu respektieren. Etwas, was viele Leute scheinbar gar nicht gelernt haben.

Durch das fehlende Abstandhalten zeigt dieser Schlag Mensch im Grunde nur, dass sie andere Menschen nicht respektieren und nur an sich denken. Vielleicht hilft dieser Abstandhaltezwang, die Fehler in deren „Erziehung“ auszugleichen …wer weiß?

Ich habe da aber wenig Hoffnung, denn auch nach diesen ganzen Monaten gibt es immer noch geistig Minderbemittelte, die Klopapier auf Vorrat kaufen oder denen man beibringen muss, wie (und dass!) man sich die Hände waschen soll. Da frage ich mich immer: wie dreckig und ekelhaft muss es in deren Wohnungen zugehen, wenn man daran erinnert werden muss, sich zu säubern? Bäh!

Grundregeln, das haben wir gelernt, sind gar nicht die Normalität. Es scheint vielmehr, als hätten Horden an Eltern (und das jeweilige soziale Umfeld) bei zwei oder drei Generationen komplett versagt. Kein Anstand, kein Respekt, keine Hygiene, dafür jede Menge „ISCH WILL DAS SO!“ und „STELL DISCH NISCH SO AN!“. Die eigene Freiheit zählt, die der anderen nicht. Sieht man übrigens auch wunderbar in der aktuellen Staffel von „Sommerhaus der Stars“ auf RTL, das aber nur am Rande.

Ich für meinen Teil hoffe sehr, dass auch nach Corona – wann auch immer das sein wird – Abstand gehalten wird im Alltag. Ich möchte keine Ausdünstungen jedweder Art einatmen müssen (da hilft auch keine Maske), ich muss nicht wissen, was alles auf dem letzten Döner der Person hinter mir in der Kassenschlange war und wenn ich mein Mittagessen bezahle, kann ich gerne auf die gesammelten Duftproben aus Douglas & Co. verzichten. Ich will auch nicht, dass sich irgendwer an mir reibt oder mich ableckt, was nur eine Stufe weiter wäre…

Und wenn wir schon dabei sind: Wenn auf einem großen Supermarktparkplatz alles frei ist, möchte ich nicht, dass irgendein SUV direkt neben mir parkt. Es ist genug Platz, also geh weg, danke! 😉

Kommentar verfassen

Trage deine Daten unten ein oder klicke ein Icon um dich einzuloggen:

WordPress.com-Logo

Du kommentierst mit Deinem WordPress.com-Konto. Abmelden /  Ändern )

Google Foto

Du kommentierst mit Deinem Google-Konto. Abmelden /  Ändern )

Twitter-Bild

Du kommentierst mit Deinem Twitter-Konto. Abmelden /  Ändern )

Facebook-Foto

Du kommentierst mit Deinem Facebook-Konto. Abmelden /  Ändern )

Verbinde mit %s