Hundehasser als Herrchen und Frauchen

Man liest, hört und liest es immer wieder. Menschen, die keine Ahnung von Hunden, Rassen und sämtlichen Vorgängen und Anhängen haben, holen sich einen Hund ins Haus.

Ob das nun – wie letztens bei „Rütters Team“ gesehen – die Studentin ist, die sich einen Hund aus dem Tierschutz geholt hat und jetzt wissen will, wie sie es schafft, dass der Hund 6 Stunden (!) jeden Tag (!) alleine bleibt ohne Terror zu machen. Oder auch die ganzen – deutlich gesagt – Idioten, die sich jetzt in der Corona-Zeit mit Home Office und Kurzarbeit einen Hund anschaffen, weil ja jetzt Zeit dafür vorhanden ist.

Da die Intelligenz in der Bevölkerung normalverteilt ist, es somit relativ wenige wirklich dumme Menschen gibt, die Betreuung und anderweitige Hilfe benötigen, muss ich davon ausgehen, dass Leute, die so handeln, egoistische Personen sind, die sich nicht um die Bedürfnisse der Fellnase scheren und kein Problem damit haben, ihren Vierbeiner zu quälen.

Denn nichts anderes ist es, wenn man einen Hund regelmäßig über mehrere Stunden alleine lässt. Ein Hund ist kein Dekoartikel, sondern ein Lebewesen!

Genauso ist ein Hund kein Spielzeug, das gegen Langeweile hilft und das man ausschalten kann wie einen Fernseher!

Die Lehramts(!)-Studentin aus der Rütter-Sendung hat sogar mitten im ohnehin schwierigen Training ihre Pläne umgeschmissen. Statt erst in 2 Monaten arbeiten zu gehen, hat sie „umdisponiert“ und während der Trainingsphase woanders angefangen zu arbeiten und ihren Hund komplett alleine zu lassen.

Warum holt man sich einen Hund, wenn man WEIß, dass man keine Zeit für ihn hat oder haben wird? Wenn es keine Dummheit ist, bleibt nur Hass auf Hunde übrig, oder? Widerlich.

Und was ist mit der anderen Fraktion, bei denen durch Corona ja immer jemand zuhause ist, der sich um den Hund kümmern kann? Naja. Wenn HomeOffice und Kurzarbeit passè sind, wird der Hund zur Last. Die Tierheime sind im Frühjahr schon überlastet gewesen mit solchen „Corona-Hunden“. Und aktuell gehts wohl wieder los. Zumal auch bald wieder Weihnachten ansteht und irgendwelche Egomanen wieder Tiere verschenken, die dann nach der ersten Euphorie wieder im Heim oder auf der Straße landen.

Ein Hund bedeutet Verantwortung – ein Hundeleben lang!

Hunde kann man wie 2-3jährige Kinder betrachten was Erziehung und Bedürfnisse angehen. Wenn man dann liest/sieht/hört, wie manche Menschen ihre Hunde behandeln, frage ich mich, ob die auch so mit ihren Kindern umgehen. Und ich bin jedesmal heilfroh, wenn das kinderlose Frauchen, Herrchen oder Paare sind.

Wem nicht bewusst ist, dass man sich mit einem Hund eine Verantwortung über 10, 15, 20 Jahre ins Haus holt, der soll es bitte bleiben lassen! Hunde sind keine Lückenbüßer und keine Spielzeuge, keine Automaten und keine Freizeitspäße oder Weihnachtsgeschenke, die man dann wegwirft, wenn sie lästig oder teuer werden.

Setzt man Kleinkinder eigentlich auch aus oder bringt sie ins Heim, wenn sie anstrengend sind? Oder hilft es da, dass man sie in Kinderkrippen stecken kann? Corona hat ja auch hier gut gezeigt, wer besser nie Kinder bekommen hätte, so wie sich manche darüber beschwert haben, dass sie den ganzen Tag zuhause sind und man gezwungen ist sich mit ihnen zu beschäftigen und sie zu erziehen… 🤮

Hunde sollte sich nur holen, wer gewährleisten kann, dass sich um die Fellnase gekümmert wird. Wer das nicht kann, nicht will, nicht sieht, darf kein Tier halten. Der Hund leidet! Aber scheinbar ist das vielen egal 😡

Die oben genannte Lehramtsstudentin hat dann am Ende doch noch eingesehen, dass ein Hund eben nicht wie ein Fahrrad in die Ecke gestellt werden kann und mit ihrem spontan im Training gewechselten Arbeitgeber gesprochen. Sie darf ihre Fellnase mit zur Arbeit nehmen. Wenigstens ein kleiner Lichtblick.