TRIGGERWARNUNG Kindesmissbrauch „Zartes Fleisch“ Kapitel 4: Timo

Wer Betroffener von Kindesmissbrauch ist oder bei diesem Thema sensibel reagiert, liest besser nur vorsichtig weiter. Obwohl ich hier nur die „harmloseren“ Kapitel veröffentliche, können die Schilderungen dennoch triggern! Fragen und Änhliches können selbstverständlich jederzeit an mich gerichtet werden, ich gebe gerne Auskunft. Für Betroffene Männer empfehle ich zudem die Seite von Markus Diegmann (https://tour41.net), der sich als Betroffener seit Jahren gegen den Widerstand von Politikerinnen und Politikern für das Thema einsetzt. Ich bin weder Mitglied in diesem Verein, noch sonstige begünstigt. Der Beitrag darf gerne geteilt werden, allerdings nur mit entsprechender Warnung und unter Nennung der Quelle (mein Blog und/oder meine Person).

Anlaufstellen für Betroffene von sexuellem Missbrauch sind zum Beispiel N.I.N.A e.V. oder auch die Nummer gegen Kummer (inklusive Chatfunktion).


Schwimmbadtag! Es ist Schwimmbadtag! Mama, Papa, Sabrina und ich gehen fast jeden Sonntag zusammen ins Schwimmbad. Mir gefällt das. Ich kann zwar nicht so toll schwimmen wie Papa oder Sabrina, aber ich bin gerne bei Mama und schaue den beiden zu, wie sie Spaß haben. Wenn ich groß bin komme ich mit und schwimme mit Sabrina um die Wette. Darauf freue ich mich sehr. Aber hier am Rand ist es auch schön. Ich sitze immer vor Mamas Hocker unter der Theke und schaue von da aus zu, wie die anderen im Wasser Spaß haben.

Zuhause haben wir sowas nicht. Ich komme auch nicht so oft weg und bin meistens alleine im Zimmer. Ich kann noch nicht lesen, aber manchmal darf ich „Nils Holgersson“ oder „Die Schneekönigin“ auf Papas Plattenspieler hören, wenn ich lieb bin. Das geht aber nur, wenn Papa nicht da ist.

Ich spiele auch gerne „Höhle“. Dabei klettere ich hinter die Couch im Wohnzimmer und tue so, als ob ich ganz woanders wäre. Am Anfang war Mama noch sehr aufgeregt, wenn sie mich gesucht hat, aber mittlerweile tut sie nur noch so. Ich kann mich gut alleine beschäftigen, niemand muss sich Sorgen um mich machen.

Mama trinkt sehr viel Wein. Das macht sie schon ganz lange. Papa sagt, dass das nicht gut ist, aber Mama ist dann immer so fröhlich. Ich mag es, wenn Mama Wein trinkt. Auch jetzt im Schwimmbad. Sie geht nie ins Wasser. Ich habs auf jeden Fall noch nicht gesehen. Wir waren ein Mal im Planschbecken, aber das ist schon ganz lange her.

Schwimmbadtag heißt, dass Papa und Sabrina im Wasser spielen und ich bei Mama sitze, während sie Wein trinkt. Dann gehen wir wieder nach Hause.

Ich gehe nicht ins Wasser, aber ich muss mich vorher trotzdem duschen und die Füße einsprühen. Wie seltsam. Und eklig! Das Fußmittel stinkt ganz doll und die Bademütze zwickt mich. Aber ich habe mich dran gewöhnt. Von hier aus kann ich alles sehen und in meinem Kopf male ich mir aus, was die anderen Leute wohl gerade denken.

Das ist besser als Hörspiele! Und allemal besser als immer nur zuhause zu sitzen. Ich kenne ja kaum jemanden in meinem Alter. Die anderen Kinder im Kindergarten sind so komisch zu mir. Niemand kommt zu mir nach Hause. Auch nicht zu meinem Geburtstag. Aber das ist in Ordnung. Ich hab‘ ja Mama und Sabrina. Und Papa auch, aber der ist ja kaum da.

Ob es nachher wieder ein Eis gibt? Wenn ich lieb bin, bestimmt! Da freue ich mich auch drauf. Hier gibt es ganz leckeres Eis. Von einem echten Eismann. Ich mag Vanille. Mama mag das mit den Rosinen, Papa auch. Sabrina will immer nur Erdbeer. Wie langweilig!

Oh, das ging aber schnell heute. Papa und Sabrina wollen schon gehen. Mama will noch austrinken.

Das ist oft so. Aber so bleibt Mama länger lustig. Dann wird der Nachmittag auch nicht so langweilig. Und morgen ist ja auch wieder Kindergarten. Ich kann da schon ganz alleine hinlaufen! Ich muss dann am Feuerwehrhaus vorbei und am Geschäft, wo wir immer einkaufen gehen. Da gibt es Zigaretten für Kinder. Die kann man nicht anzünden, aber die schmecken gut nach Schokolade. Manchmal gehe ich nach dem Kindergarten da vorbei und kauf‘ mir was. Die Frau da im Laden ist ganz nett und lächelt immer so freundlich, wenn sie mich sieht.

Mama ist fertig. Sie gibt dem Mann an der Bar Geld und nimmt mich an die Hand.

„So, kleiner Hosenmatz. Auf geht’s!“, sagt sie gut gelaunt zu mir. Wie schön es ist, wenn sie lächelt. Ich mag es, wenn sie glücklich ist.

Wir gehen zurück zu den Umkleidekabinen. Aber vorher müssen wir nochmal an den Stinkefußduschen vorbei. Bäh! Mama holt unsere Sachen aus dem Schrank und macht die Tür von der großen Umkleidekabine auf. Warum sind die Türen hier so orange? Das gefällt mir nicht, aber wir sind ja auch nicht lange hier. Ich mag das Blau im Schwimmbad. Da sieht das Wasser aus wie das Meer.

Endlich weg mit der kratzigen Mütze. Mein Kopf juckt schon. Wir haben nicht noch einmal geduscht, wir waren ja auch nicht im Wasser. Aber Mama muss mir noch die Füße abtrocknen.

Mama zieht mir die Badehose aus. Es gehört sich nicht, die Badehose unter der Hose zu tragen. Da muss man eine Unterhose anziehen!

„Ist alles in Ordnung mein kleiner Schatz?“, fragt Mama.

Das macht sie jedes Mal. Sie will, dass es mir gut geht.

Mama stellt sich hinter mich und streichelt mir über den Kopf. Sie mag meine blonden Haare. Das sagt sie mir auch oft. Es ist schön, wenn ich Mama gefalle. Das macht mich froh.

Jetzt holt sie etwas Creme, damit meine Haut so schön weich bleibt, wie sie sagt. Die Creme riecht gut. So schön nach Badewanne. Mama cremt meine Schultern ein und meinen Rücken. Dann dreht sie mich um und cremt auch meine Brust und meinen Bauch ein. Das ist wichtig!

Dann sind meine Arme dran und dann meine Beine.

Ganz wichtig ist auch der Po und mein Pipimann. Die Creme macht, dass ich nicht wund werde.

Mama cremt meinen Po ganz gründlich ein, überall. Und dann muss sie aufpassen, denn mein Pipimann ist ganz doll empfindlich. Wenn sie da ranfasst und zu lange reibt, wird der groß. Aber Mama weiß das. Sie passt auf und tut mir nicht weh. Ich vertraue meiner Mama. Sie weiß, was gut für mich ist.

Sie cremt alles ein und setzt sich dann nackt auf die Bank in der Kabine. Da guckt sie mich an und beobachtet mich. Ich muss stehen bleiben, bis die Creme eingezogen ist. Wenn ich sofort angezogen werde, hilft die Creme nicht.

Mama sitzt auf der Bank und lächelt mich an. Ich mag es, wenn sie Wein getrunken hat. Dann ist sie immer so glücklich und lieb zu mir.

Gleich gehen wir zu Papa und Sabrina und dann gibt es Eis.

2 Kommentare zu „TRIGGERWARNUNG Kindesmissbrauch „Zartes Fleisch“ Kapitel 4: Timo

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