Hilfe als Elendskatalysator

Achtung: Hier stelle ich eine provokante These auf. Wer nicht willens oder in der Lage ist, Gedankenexperimente durchzuführen oder genau weiß, was jeder Mensch braucht, will, soll und darf, der sollte nicht weiterlesen.

Wir sind fortschrittlich, zivilisiert und hoch entwickelt. Wir lassen Maschinen arbeiten, schützen alles und jeden und sorgen uns um die Welt.

Aber sind wir nicht auch arrogant? Wir sorgen uns nicht nur, wir sind auch der Ansicht, dass wir genau wissen, was jeder einzelne Mensch in jedem Land, jeder Kultur und jeder Gesellschaft braucht und will – zu wollen hat.

Erzwingen wir nicht etwas, was eigentlich von selbst kommen sollte, indem wir unsere Werte und Normen, unsere Art zu Leben allen anderen überstülpen?

Wir sehen irgendwelche Zustände in anderen Ländern, auf anderen Kontinenten in uns völlig fremden Kulturen, sagen „das ist schlecht“ oder „das darf nicht sein“ und benutzen dann unsere Macht, unser Geld und unseren Einfluss, um diese Zustände zu ändern. Und zwar so, dass sie unseren Vorstellungen entsprechen.

Wir transformieren fremde Kulturen, Menschen, Völker, Lebensweisen so, dass sie uns passen. Ist das richtig? Ist das fair?

Wer sind wir denn, dass wir entscheiden dürfen, wie andere zu leben haben? Wer oder was gibt uns das Recht dazu?

Wir sehen Stammeskulturen in afrikanischen Ländern, die über Jahrhunderte hinweg gewachsene Strukturen aufweisen. Wir sehen, wie die Menschen dort leben und es gefällt uns nicht. Wir möchten nicht so leben, könnten es nicht. Somit gilt das auch für diese Menschen. Denn wir wissen, was gut, richtig, fair ist. Die nicht. Wir müssen also helfen, Einfluss nehmen.

Wie so oft gilt: Gut gemeint ist noch lange nicht gut gemacht.

Wir pumpen Geld in diese Länder, leisten „Entwicklungshilfe“ nach unseren ethischen, moralischen und wirtschaftlichen Vorstellungen … und es ändert sich nichts. Das Geld landet bei den Mächtigen, nicht beim „armen Volk“. Die Leistungen werden gerne in Anspruch genommen und die Freigiebigkeit ausgenutzt von denen, die schon alles haben.

Denn egal wie viel Geld und Hilfe wir schicken, die Kultur bleibt, die Gesellschaft bleibt, die Strukturen bleiben. Der Stammesführer – ob man nun Häuptling oder Präsident sagt – hat die Macht und bekommt das Geld. Ob und was bzw. wie viel er an sein Volk weitergibt, liegt nicht bei uns. Und es ist nunmal so, dass sich absolute Herrscher oftmals selbst bereichern. Warum auch nicht? Das war bei uns auch nicht anders bis vor wenigen Jahrhunderten.

Das wird sich so bleiben, solange sich die Kultur nicht ändert, sich die Gesellschaft dort nicht wandelt. Ob man im Stammesverbund mit 100 Leuten lebt oder mit 1.000.000 Menschen ein Volk bildet, das genauso aufgebaut ist und genauso funktioniert, ist egal. Das Geld, die Hilfe kommt kaum beim einfachen Mitglied, beim normalen Bürger an, denn der Boss entscheidet, profitiert, bestimmt.

Aber kann man eine Gesellschaft zwingen, sich zu „verbessern“? Wer entscheidet denn, was „besser“ ist? Sorgt die geleistete Hilfe und Unterstützung nicht eher dafür, diese Strukturen zu festigen, die für uns unhaltbaren Zustände zu verstärken? Schaffen wir mit unserer „Hilfe“ nicht erst das Leid, das wir so dringend zu lindern versuchen? Sind wir also nicht maßgeblich dafür verantwortlich, weil wir uralte Machtstrukturen fördern?


Darf man sowas heute überhaupt noch denken? Philosophie ist frei, aber ob das heute noch uneingeschränkt gilt…?


Klar, manche Länder nennen sich nun „demokratische Republik“, doch hinter diesem Begriff läuft es weiter wie bisher. Weil es nicht von „innen“ kommt. Weil kein Lernprozess erfolgt ist, weil das Volk sich nicht bewusst ist, welche Macht es eigentlich hat. Man kennt es so, dass da einer das Sagen hat und basta. Wie man den nun anspricht ist irrelevant.

Da wir stets von uns und unserer Denkweise ausgehen, verstehen wir auch nicht, warum sich nichts ändert. Da haben „die“ schon eine Demokratie und trotzdem gibts Krieg, Hunger, Armut. Aber anstatt endlich aufzuhören uns einzumischen, verschlimmern wir alles nur immer weiter.

Wir pumpen Geld in Machtstrukturen und wundern uns, warum die immer noch existieren. Die einzigen, die das erkannt haben sind die, die allgemein kritisiert werden: global agierende Konzerne. Die haben begriffen, wie diese Länder, diese Herrscher arbeiten. Deswegen können sie dort das Volk (mit) ausbeuten. Da werden Fabriken gebaut, Schmiergelder gezahlt, manche bauen ganze Autobahnen und bekommen dafür Baurechte und Land übereignet. Beim Volk kommt nichts oder nur wenig an – so ist das im Stamm, Clan, der Familie eben.

Das fördert das Elend einerseits und den Wohlstand der Altherrscher andererseits. Und die „bösen Konzerne“ wissen das genau. Sie wissen die Hebel anzusetzen und die Kulturen zu lesen. Deswegen sind sie so erfolgreich und deswegen verschwinden diese Strukturen auch nicht.

Jedoch sind es ja nicht nur die Konzerne, die dafür verantwortlich sind. Jeder Euro, jeder Dollar, der in Länder mit diesen Strukturen fließt, sorgt für genau dasselbe. Wir verteufeln Konzerne, machen aber im Grunde nichts anderes, wenn wir spenden. Es heißt nur anders. Es fühlt sich anders an.

Wir sind so verbohrt, stur, verblendet und arrogant, dass wir das nicht sehen, nicht sehen wollen. Wir tun doch „Gutes“. Aber genau das ist das Problem, oder? Denn das „Gute“ wird ausgenutzt, weil die Strukturen gleich bleiben.

Die Wandlung muss von innen kommen. Wie beim einzelnen Menschen auch, muss es „Klick“ machen. Wir haben das gelernt und sind immer noch dabei. Wir haben Jahrhunderte von Krieg, Not und Elend erlebt, unsägliche Massaker und Leid, das niemals wieder irgendwem geschehen soll. Wir wissen, wohin totalitäre Strukturen führen. Wir wissen um die Probleme der Monarchie, des Feudalismus. Da gab es Revolutionen, Aufklärung, Befreiungskriege, Umstürze. Herrscher wurden geköpft, Andersdenkende verfolgt, ganze Landstriche assimiliert und kulturell annektiert. Wir wissen, wie gefährlich Religion sein kann, wenn sie missbraucht wird. Wir wissen, wie fatal es sein kann, wenn religiöse Führer Kriege anzetteln und Leute mit Angst und falschen Dogmen einschüchtern und beherrschen.

WIR wissen das. Also müssen alle anderen das doch auch wissen! Gefälligst! Doch wir begreifen nicht, dass es einen Unterschied gibt zwischen „wissen“ und „bewusst sein“. Raucher „wissen“, dass Rauchen schädlich ist. Aber es ist den wenigsten „bewusst“, sonst würden sie aufhören. Der berühmte „Klick“ eben.

Und der kann eben nicht von außen kommen. Man kann niemanden zur Einsicht zwingen. Oder nur sehr schwer. Genauso gibt es einen Unterschied zwischen „überreden“ und „überzeugen“. Bei letzterem erfolgt eine Einsicht, ein „Klick“. Das erfordert Zeit, Geduld, Einfühlungsvermögen. Man muss sich in das Gegenüber hineinversetzen. Das kann helfen, eine Entwicklung anzustoßen.

Nur mit Geld oder kostenloser Hilfe funktioniert das nicht. Das einzige was dann passiert ist, dass alles weiter geht wie bisher – nur eben mit mehr Geld und extremer.

Wie ein Raucher, der sich aus Kostengründen aufhören möchte, aber immer wieder genug Geld zugesteckt bekommt. Oder jemand mit Mangelernährung, der ja Pillen schlucken kann um das auszugleichen. Oder Kinder, die trotz mieser Leistungen versetzt werden. Oder Straftäter, die nicht oder milde bestraft werden.

Warum sollten die ihr Verhalten ändern? Sie kennen es nicht anders und es funktioniert doch auch so. Warum sollte man sich aufraffen um etwas zu ändern, wenn man doch klarkommt? Der Mensch entwickelt sich nicht wenn er zufrieden ist. Zufriedenheit führt zu Dekadenz, zu Stillstand. Das wussten schon die Römer. Man darf als absoluter Herrscher das Elend nicht zu groß werden lassen und muss entsprechend auftreten, dann kann man machen was man will und kann sich bereichern an den „Hilfen“, die eigentlich dafür gedacht sind, diese Herrschaftsstruktur aufzubrechen.

Menschen ändern sich (oder etwas) erst, wenn es nicht anders geht, wenn es nicht mehr geht. Durch unsere grenzenlose Arroganz, unserem Drang, anderen unsere Art zu leben aufnötigen zu wollen, weil wir alles besser wissen, schaffen wir nur noch mehr Leid – und geben nicht mehr Geld. Wir heizen den Kessel an und wundern uns, warum der Druck steigt, warum immer wieder Kriege geführt werden, warum es nicht vorwärts geht, warum irgendwelche Irren irgendwelche Gottesstaaten ausrufen oder warum sich ein demokratisch gewählter Präsident nicht so verhält wie wir es erwarten.

Wir sind arrogant bis zum Anschlag. Aber wir haben ja Sündenböcke: die Konzerne … die lediglich das machen, was wir auch tun – nur eben bewusst und nicht blind vor „Hilfe“.

Wir pumpen Geld in für uns veraltete Strukturen und versuchen dabei zu helfen, essenzielle Entwicklungsschritte einfach zu überspringen. Dann fallen wir aus allen Wolken, wenn das nicht funktioniert. Man muss doch anderen nur sagen, dass sie falsch leben und sie auf uns hören sollen.

Wie jemand, der die richtigen Lösungen für einen Test kauft. Klar besteht man den, aber see Lerneffekt ist nicht vorhanden, das Wissen nicht gefestigt. Die „Belohnung“ kommt vor der (oder ohne die) Arbeit, die dazu gehört. Also macht man weiter wie bisher, nur eben mit mehr Geld.

Gilt übrigens auch im Kleinen. Warum sich oder sein Verhalten ändern, wenn man doch auch so „sein“ Geld, seine Wohnung und alles andere bekommt? Warum die Strategie ändern, wenn man immer wieder gewählt wird? Das ist nur menschlich. Könnte man wissen, wenn man nicht gedanklich im Märchenland verweilen würde, wo alle nur das Beste für andere wollen und nur darauf warten, dass jemand einem sagt, wie man leben muss.

Und so wird sich nichts ändern. Warum auch nicht – es funktioniert doch. Ob man jetzt „Warlord“ oder „Präsident“, „Häuptling“ „Vorsitzende“ oder „Königin“ genannt wird, ist auch nur für den Diplomatenpass wichtig. Alles dank unserer grenzenlosen Arroganz… und Unmengen an Kohle, die wir bereitwillig nutzen, damit alles so bleibt wie es ist.

Kritisch wird’s besonders, wenn ein solches „Entwicklungsland“ groß genug und volkswirtschaftlich so stark ist, dass es keine externe Hilfe (mehr) braucht. China zum Beispiel. Die leben wie gewohnt und es kommt unglaublich viel Geld rein. Trotz (oder wegen?) In unseren Augen veralteter Strukturen. Und trotzdem erdreisten wir uns, ihnen das Leben vorschreiben zu wollen. Blöd, wenn die dann nicht hören. Dann sind’s auf einmal „die Bösen“… weil sie nicht nach UNSEREN Regeln spielen.


Fazit: ich befürworte diese Tatsachen nicht und will auch nicht, dass wir aufhören zu spenden und zu helfen. Nur eben bitte „richtig“. Ich möchte ein Bewusstsein dafür schaffen, dass „gut gemeint“ nicht unbedingt „gut gemacht“ bedeutet und vermeintlich „Gute“ und „Böse“ nicht immer „gut“ und „böse“ sind. Ich möchte, dass wir uns Gedanken machen, wie man wirksam helfen kann, ohne Strukturen zu festigen, die die zivilisatorische Entwicklung behindern. Und ich möchte, dass wir aufhören, anderen unsere Denkweise aufzwingen zu wollen. Man stelle sich vor, jemand würde uns „helfen“, sagen dass das was wir tun „falsch“ ist und wir die „Hilfe“ nutzen sollen, um uns selbst den Ast abzusägen, auf dem wir sitzen. Doch uns braucht ja niemand zu helfen. Wir sind ganz oben und wissen, wie die Welt funktioniert, nicht wahr?

Wer mal einen Bericht aus erster Hand lesen möchte, bezogen auf das Leben in Gambia, dortige Frauen und wie wir (falsch) helfen, klickt hier.

Eigenverantwortung

Keine Sorge, heute wirds nicht politisch, auch wenn das Thema durchaus passen könnte.

Heute stelle ich eine These auf, die mir bei meinen Erfahrungseskapaden aufgefallen ist und die mich nicht mehr loslässt, denn sie entspricht so gar nicht dem klassischen Gesellschafts- und Lebensbild, das einem stets suggeriert wird und mittlerweile fast schon groteske Auswüchse angenommen hat: Eigenverantwortung.

Eigenverantwortung bedeutet für mich seit etlichen Jahren genau das: ich bin für mich und mein Leben, mein Erlebtes und meine Zukunft selbst verantwortlich.

Allein diese Aussage dürfte bei vielen Menschen schon heftigen Widerstand auslösen, denn sie impliziert, dass man an allem Schuld ist, was einem so passiert.

Das ist NICHT der Fall! Hier muss man ganz klar differenzieren, sonst versteht man die Zusammenhänge nicht oder sogar falsch, was fatale Folgen haben kann – gerade für Menschen, die Opfer von Gewalt und/oder Missbrauch waren oder sind.

Diese Form der Verantwortung hat also nichts mit „Schuld“ zu tun. Sie sagt nicht aus, dass man etwas getan hat oder etwas verdient hat, weil man bestimmte Dinge getan oder unterlassen hat. Es ist keine Strafe.

Dazu müsste ich etwas weiter ausholen, aber ich fasse mich ausnahmsweise kurz, versprochen!

Wenn man über C. G. Jung hinausgeht, weil dessen Erklärungen und Interpretationen einem zwar zusagen, jedoch nicht alle Fragen, die man so hat, beantworten, sucht man nach „mehr“. Das habe ich getan, wie ich kurz in meiner Serie „Leben, Sterben, Tod und Jenseits“ ausgeführt habe. Gelandet bin ich schließlich bei den Michael-Teachings, die seit den 1970ern eher ein Nischendasein führen. Man kann eben nur schwer Geld mit etwas verdienen und es somit vermarkten, das keine tollen Belohnungen (2349674298393 Jungfrauen im Jenseits) oder extreme Strafen (ewige Schmerzen im Höllenfeuer) verspricht. Aber gerade das macht die „Teachings“ so interessant – eben weil sie nicht mit Schuld oder Belohnung arbeiten, mit „gut“ oder „böse“ und auch nicht mit der Moralkeule oder kulturspezifischen Essens- oder Bekleidungsregeln wedeln. Sie „sind“ einfach.

Was wäre denn der Fall, wenn jeder eine Aufgabe im Leben hat? Wäre das nicht super? Sucht nicht jeder irgendwo, irgendwie nach einem „Sinn“ im Leben? Nach etwas, das er oder sie bewirken kann? Nach etwas Bedeutungsvollem?

Aber kann denn jeder „groß“ werden? Etwas wahrhaft „wichtiges“ erreichen? Hier beginnt schon die Crux, der Denkfehler, den wir alle machen oder gemacht haben. Wir gehen davon aus, dass unsere Aufgabe etwas ist, das weitreichende Konsequenzen für die Menschheit hat, dass wir berühmt werden, reich, erfolgreich, dass man uns kennt und bewundert. Das sind jedoch weltliche Werte. Werte, die oberflächlich erstrebenswert und auch nicht schlecht sind. Klar kann man diesen auch nachjagen – warum auch nicht? Aber sie sind nicht unbedingt das, was man unter „Aufgabe“ oder „Sinn“ verstehen sollte. Zumal auch hier der Lotto-Grundsatz gilt: Es kann jeder Millionär werden – aber nicht alle…


Unsere Gesellschaft schreit nach Führung. Sie kommt nicht klar mit Anarchie. Es braucht immer jemanden, der sagt, wo es langgeht, worauf man sich fokussieren soll, was wichtig ist und was nicht. Das zieht sich durch alle Bereiche, wir sind nunmal Hierarchie-Fetischisten und kommen nicht klar, wenn es niemanden gibt, der führt, der die Richtung vorgibt. Ob das immer richtig ist, ist eine komplett andere Sache. Aber selbst ein mieser Anführer ist uns lieber als gar keiner. Kleiner Seitenblick auf unsere Bildungslandschaft: Was passiert denn wohl, wenn jeder lernt oder studiert, um später führen zu können. Wen will man denn dann führen, wenn jeder Häuptling ist und niemand mehr Indianer sein möchte? Aber selbst da kristallisieren sich dann hierarchische Strukturen heraus, etablieren sich von selbst. Dann gehts eben um den Notenschnitt oder das Auftreten oder die Sympathie. Irgendwer wird immer „oben“ sein, auch unter vermeintlich Gleichen. Wir sind nunmal nicht gleich – und das ist auch gut so.

Somit wäre es doch ziemlich unsinnig, wenn unsere jeweilige Lebensaufgabe gleichbedeutend wäre mit „Erfolg“, „Reichtum“ und dem ganzen Kram, oder? Denn dann könnten ja nur wenige überhaupt ihre Aufgabe erfüllen. Der Rest lebte in einer Illusion und würde letztendlich vergeblich gelebt haben. Eine traurige Vorstellung und eine gewaltige Verschwendung von Energie, Zeit und Kraft.

Religionen bieten hier einen gewissen Halt, bieten einen Sinn innerhalb ihrer Dogmen. Manche finden dort ihre Erfüllung und das ist in Ordnung. Doch kann auch dies nicht allgemeingültig sein, denn nicht jede Religion ist überall präsent, die Regeln sind oft nicht klar definiert und eher Auslegungssache (man schaue sich die Schiiten und die Sunniten an, um nur die größeren Islam-Strömungen zu nennen. Alternativ gibts auch nicht nur einen biblischen Kanon und die Interpretationen schwanken gehörig zwischen den einzelnen Sekten, Orthodoxen, Katholiken, Protestanten. Selbst im Judentum ist nicht alles einheitlich definiert).

Als kleiner Pimpf fragte ich mal meine Erzieherin im Kindergarten – und später auch meine „Mutter“ sowie unseren Pfarrer: „Wenn Gott alle Menschen liebt, warum müssen dann manche in die Hölle? Und was ist mit den Menschen, die gar nichts von Gott wissen?“ Es gab keine befriedigende Antwort darauf. Religion ist nichts für mich. Wobei man Religion und Glaube nicht verwechseln darf. Der Glaube ist etwas Persönliches, Religion ist von Menschen gemacht. Das aber nur nebenbei.


Unsere Aufgabe suchen wir uns selbst aus. Wir entscheiden, was wir in diesem Leben lernen, erfahren, erleben wollen. WIR und niemand anders! Wir als Mensch, bestehend aus Seele und Ich, leben dieses Leben unter Parametern, die wir uns selbst ausgesucht, die wir definiert haben. Wir als Seele haben entschieden, was uns noch an Erfahrungen fehlt, welche und wie wir sie machen möchten. Wir haben uns ausgesucht, wer uns begleitet auf unserem Weg und haben die Grundlagen zementiert, auf deren Basis wir unser Leben leben. Alles was wir erleben, was uns widerfährt, was wir durchmachen – egal ob für das Ich positiv oder negativ – hilft uns dabei, unsere selbst gestellte Aufgabe zu erfüllen.

Ja, das ist schwer zu verstehen und passt so gar nicht zu unserer derzeitigen Gesellschaft, die sämtliche Verantwortung auf „die anderen“ abwälzt. Niemand sucht sich doch Leid und Schmerz, Hunger, Armut, Gewalt, Hass, Unglück aus. Da ist immer irgendwer anders dran Schuld – meist die, denen es unverschämterweise besser geht. Aktuell ist man als alter weißer Mann mit geregeltem Einkommen verantwortlich für Klimakatasrophen, Hungersnöte, Kriege und den Untergang des Universums. Das ist bequem, das ist einfach. So muss man sich nicht mit sich selbst und dem eigenen Leben beschäftigen, muss nicht an sich arbeiten, denn die anderen sind ja in der Pflicht. Man selbst kann weitermachen wie bisher, auf „die anderen“ schimpfen und sich in Aufmerksamkeit und Zuspruch suhlen wie die Säue im Schlamm.

Nur ändert sich dadurch nichts. Man bleibt stehen, man lernt nicht, man entwickelt sich nicht weiter. Im Gegenteil: man bremst andere aus. Doch hier muss man ebenfalls genauer hinschauen. Denn jedes Hindernis ist auch etwas, das man überwinden kann, an dem man wachsen kann und vielleicht auch soll. Jeder Stein, der im Weg liegt, jeder Knüppel, der einem zwischen die Beine geworfen wird, bietet Möglichkeiten, es später besser zu machen. Oder auch nicht. Was man schlussendlich macht, wie man reagiert, liegt bei uns. Wir haben es in der Hand, denn WIR sind WIR. Wir können entscheiden, ob wir den einfachen oder den schweren Weg nehmen.

Es gibt keine Strafen oder Punktabzüge. Wir lernen dann gegebenenfalls nicht so schnell so viel, aber wir lernen. Und das ist das was zählt! Leben heißt lernen. Aus allem, durch alles, von allen. Auch die, die ihre Verantwortung für das eigene Leben, das eigene Schicksal abstreiten, lernen etwas. Dagegen kann man sich nicht wehren. Vielleicht lebt man dann später ein anderes Leben, um die nicht gemachten Erfahrungen nachzuholen, aber auch das ist nichts schlechtes.

Wenn man sich dies vor Augen führt und nicht völlig stur oder abgeneigt ist, Verantwortung zu übernehmen, wird einem schnell sehr vieles klar. Es gibt kein Objektives „gut“ oder „böse“. Es gibt kein „richtig“ oder „falsch“. Diese Kategorien sind stets subjektiv und abhängig von vielen Faktoren, die kulturell, religiös oder ideologisch geprägt sind. In Mitteleuropa ist es „schlecht“, wenn man Ansprüche auf etwas oder jemanden mit Gewalt geltend macht. In anderen Kulturen ist das üblich und ein Zeichen von Stärke. Wieder andere Gruppen geißeln sich selbst, wenn sie aus Versehen eine Ameise zertreten. Manche glauben, dass die Welt aus einem Spermatropfen entstanden ist und alle Ungläubigen getötet werden müssen und einige sind der Ansicht, dass Homosexualität eine Krankheit ist.

In ihren jeweiligen Gruppen sind diese Haltungen richtig, die entsprechenden Handlungen „gut“ oder „schlecht“.

Doch im Grunde „sind“ sie nur. Es sind Gegebenheiten, gewachsen aus Erfahrung, Umständen, Tradition und manche auch aus Drogenkonsum oder Ideologie.

Was „für alle“ zu gelten hat, entscheidet sich immer wieder neu. Die Zeit vergeht und die Welt wandelt sich. Und stets weiß man „jetzt“ erst alles besser, weiß, wie es „richtig“ ist. Das ist das Leben. Das Leben ist Wandlung, es bietet einmalige Chancen zu lernen, Erfahrungen zu sammeln. Wäre alles eindeutig, wäre es statisch und somit könnten keine neuen Erfahrungen gemacht werden, man könnte nichts lernen, es gäbe keine Entwicklung.

Wir selbst erstellen unseren Lebensplan. Wir selbst suchen uns aus, wer uns dabei unterstützt. Wir selbst tragen die Verantwortung für unser Leben und jedes Leben ist wertvoll, hat einen Sinn, eine Aufgabe. Die muss nicht mit den Werten unserer Welt übereinstimmen, was sie uns leicht übersehen lässt. Dabei geht es im Grunde nur ums Lernen, um neue Erfahrungen um das ErLEBEN an sich.

Ich empfinde das nicht als Last oder Schuld. Für mich ist das eine unglaubliche Erleichterung, denn ich bin nicht Spielball von anderen oder von irgendwelchen Umständen. Ich habe mir etwas dabei gedacht und ich werde nicht daran zugrunde gehen. Ich werde lernen, Erfahrungen sammeln und ICH sein. Es ist mein Leben, ich habe es mir ausgesucht – und das ist wunderbar – nicht das Leid, das ich ertragen habe, sondern das Leben an sich!

Intelligenzbestie

Ein Wort, das wohl jeder kennt.

Und eines, das mich wütend macht.

Wie kann es sein, dass in einer Gesellschaft – egal welcher – die ein gewisses Maß an Zivilisation erreicht hat, nicht mehr mit Keulen hinter Tieren herrennt, nicht mehr an Beeren lutscht und hofft, nicht zu sterben oder krank zu werden, Intelligenz als etwas Negatives angesehen wird?

Klar, wenn man so offen fragt, wird man wohl kaum jemanden finden, der Intelligenz als grundsätzlich negativ ansieht. Trotzdem lernen unsere Kinder schon in der Schule, dass man besser nicht als „Streber“ gilt, dass man kein „Klugscheißer“ sein soll und „Intelligenzbestien“ auch nicht so beliebt sind.

Warum regt sich da niemand drüber auf? Warum sagt da niemand was?

Wer ein „Streber“ ist, ist in der Schule im Abseits. Von den „coolen“ und „beliebten“ Schülern wird man drangsaliert oder mit Glück nur ausgenutzt. Ein Streber zu sein, ist nicht erstrebenswert. So scheint es zumindest.

Wer groß, stark, sportlich, gutaussehend ist, der ist beliebt, der wird geschätzt, hat es einfacher im sozialen Umgang mit den Mitschülern. Sowas ist erstrebenswert, aber Intelligenz? Braucht man nicht. Sieht man ja auch nicht. Kann man nicht mit angeben, denn dann wird man wieder aufgezogen, beschimpft, ausgenutzt. Zu Parties wird man nicht eingeladen, wenn man schlau ist, denken kann und will, wenn man auf diese Weise anders ist.

Über diese Form der Diskriminierung, die wirklich alle Bevölkerungsschichten betrifft, wird nicht diskutiert. Im Gegenteil. Die obigen Schimpfwörter halten sich bis weit ins Erwachsenenleben, auch wenn es weniger wird, weil dann auch die weniger intelligenten Menschen langsam begreifen, dass Intelligenz etwas Positives ist.

Dabei muss man nicht einmal hochbegabt sein, um Teil dieser Zielgruppe zu sein. Ein überdurchschnittlicher IQ genügt völlig. Ab IQ 115 wird die Luft schon sehr dünn, denn dieser Wert bedeutet, dass 85% (!) der Bevölkerung weniger intelligent sind, als man selbst. Das sind auf 83 Millionen Deutsche gerechnet 70,5 Millionen Menschen, die weniger intelligent sind als jemand, der einen IQ von 115 erzielt hat.

Als „hochbegabt“ gilt man ab einem gemessenen IQ von 130 (nein, diese Internet-IQ-Tests sind NICHT aussagekräftig ;-)), was gleichzeitig Zugangsvoraussetzung für Mensa ist. In diesem Fall sind 98% (!) der Referenzbevölkerung weniger intelligent als man selbst – oder auf Deutschland bezogen eben 81,3 Millionen Bürger. Hier sieht man übrigens auch sehr gut, dass nun wirklich nicht jedes Helikopterkind hochbegabt sein kann, auch wenn Mama und Papa das bestimmt anders sehen 😉

Intelligenz ist normalverteilt. Das bedeutet, dass die obigen Beispiele auch für „Dummheit“ gelten. Sprich, wenn man einen IQ von 85 hat, ist man dümmer als 85% der Referenzgruppe und bei einem IQ von 70 sind 98% intelligenter als man selbst.

Der durchschnittliche IQ liegt bei 100. 50% sind darunter, 50% darüber anzusiedeln, dargestellt durch eine Glockenkurve – eben „normalverteilt“. Die Bereiche sind gleichmäßig auf beiden Seiten verteilt.

Um mal zu verdeutlichen, was das bedeuten kann – überspitzt gesagt natürlich: Ein Hochbegabter (IQ 130), der mit einem normal intelligenten Menschen (IQ 100) interagiert verhält sich in etwa so wie ein normal intelligenter Mensch zu einem Schwachsinnigen (IQ 70).

Das mag arrogant klingen, ist aber simple Mathematik. Jetzt stelle man sich als normal intelligenter Mensch vor, jemand mit IQ 70 (Forrest Gump lag glaube ich bei 75) will jemandem mit IQ 100 erklären, wie die Welt funktioniert, dass dieser alles falsch sieht, keine Ahnung hat und der Intelligentere sich gefälligst anpassen soll.

Selbstverständlilch würde man nicht auf die Idee kommen, auf diesen „Dummen“ zu hören. Schließlich ist man ja intelligenter. Aber genau diese „Intelligenteren“ verhalten sich genauso gegenüber noch intelligenteren Menschen. Nur scheint das in Ordnung zu sein. Sollen sich doch die Schlauen anpassen, zurückhalten, Rücksicht nehmen und sich nicht als intelligenter hinstellen…

Hochbegabte Menschen werden anders behandelt als ihre Gegenstücke auf der linken Seite der Kurve. Wenn man unterdurchschnittlich intelligent oder sonstwie zurückgeblieben ist, wird man bemitleidet, bekommt Hilfe, Unterstützung, „Respekt“. Als Hochbegabter ist man der Arrogante, der Besserwisser, ein Streber ohne Freunde, Nerd, Geek, Klugscheißer, Schlauberger und so weiter. Hilfe? Unterstützung? Respekt? Selten. Anerkennung? Lob? Vielleicht von manchen Lehrern … mit Glück.

Selbst später im Arbeitsleben ändert sich das nur langsam. Oft genug ist es ratsamer, nicht zu zeigen, dass man intelligent(er) ist. Man wird es nicht leicht haben. Man ist gezwungen, geschickt und verdeckt vorzugehen. Man muss einen sehr großen Teil seiner geistigen Kapazität dafür aufwenden, nicht negativ aufzufallen, sich anzupassen, Taktiken und Strategien zu entwickeln, um sein Potenzial in etwas Positives verwandeln zu können.

Als Hochbegabter erhält man keine Unterstützung und selten Förderung. Hier sind private Schulen klar im Vorteil, und das lassen sie sich sehr gut bezahlen. Als Hochbegabter muss man Rücksicht nehmen, sich zurückhalten, Zielscheibe sein, unbeliebt die Schulzeit hinter sich bringen (natürlich gibt es auch Ausnahmen) und ja aufpassen, dass man nicht zeigt, dass man etwas besser kann, weiß, macht als die meisten anderen.

Niemand mag Klugscheißer.

Paradox, wenn man bedenkt, dass es intelligente Menschen braucht, um Fortschritte zu machen – egal wobei. Schlimm finde ich, dass auch durch diese Prägung seitens Eltern und anderen Kinder, von Lehrern und Erziehern eine Gesellschaft als Ganzes ausgebremst wird.

Wir orientieren uns nach „hinten“ anstatt nach „vorne“. Wir nehmen so sehr Rücksicht auf die Schwächsten, dass wir die Starken sich selbst überlassen. Die ziehen schon weiter, die packen das. Die sind ja stark. Die müssen ja die Schwachen mitziehen.

Dass die Starken irgendwann aber nicht mehr können, sieht man nicht. Es gibt genau so viele Starke wie Schwache – 15% jeweils. Die Starken ziehen die Schwachen mit – und sollen dann noch für Fortschritt und Innovationen sorgen? Wie soll das gehen?

Jeder bekommt Anerkennung heutzutage. Anerkennung für „den Versuch“ oder nur fürs Teilnehmen. Der Gedanke oder der Wille zählt, nicht die Leistung an sich. Hauptsache man hat’s versucht. Das ist ein Lob Wert, da gibts Urkunden für. Alles, damit sich niemand als Durchschnitt oder drunter fühlt. Nur für die „besseren“ gilt das nicht. Sind sie nicht herausragend, werden sie auf eine Stufe mit den anderen herabgesetzt. Bringen sie Leistung, müssen sie sich zurückhalten oder zusätzlich noch für die Schwächeren mitdenken, mitarbeiten. Wer intelligent ist, hat Last, ob er will oder nicht. Wer weniger intelligent ist, kann immer nach Unterstützung verlangen, sie sogar erwarten. Intelligentere müssen darum kämpfen.

Sollte man sich nicht lieber an den Starken orientieren, ihnen nacheifern, versuchen, genau so viel zu leisten, danach streben, mehr aus sich zu machen? Gut, man könnte sich dann nciht mehr auf seinem aktuellen Stand ausruhen, müsste mehr machen um mithalten zu können. Aber es würde die Starken entlasten, die dann wiederum besser die Schwachen mitziehen könnten. Es bliebe noch etwas übrig für unsere Zukunft. Wäre doch toll, oder?

In unserem Grundgesetz ist der Minderheitenschutz verankert. Ein hohes Gut und auch etwas, das eine Gesellschaft braucht, um dauerhaft zu funktionieren. Doch wir interpretieren „Minderheit“ oft sehr einseitig, die letzten Jahre auch gerne nach Belieben. Hochbegabte sind ebenfalls eine Minderheit – 2% der Bevölkerung. Doch von ihnen wird stets nur gefordert. Wer schützt die Intelligenzbestien, die Streber vor den Schlägern, den Prolls, den Checkern, Diggan, Vallahs und Aldas? Vielleicht zielt ja darauf die geplante Änderung des Grundgesetzes durch die Grünen ab? Wobei…. wer diese Leute kennt, weiß, dass sie nur bestimmte Minderheiten schützen oder vielmehr grundgesetzwidrig bevorzugen wollen – und das sind gewiss nicht die „Starken“, die eine Gesellschaft voran bringen können und sollen.

Wer sorgt dafür, dass man sich nicht mehr schämen muss, wenn man intelligenter ist als andere und dass man sich nicht mehr entschuldigen muss, wenn man etwas besser weiß, sieht, erkennt, macht als der Durchschnittsbürger? Wenn heute jemand offen sagt, wen oder was er im Schlafzimmer so bevorzugt, schreit man „PRIDE“ und feiert diese Person. Sagt jemand öffentlich, dass er intelligenter als 98% der Bevölkerung ist (IQ130+), wird er beschimpft, lächerlich gemacht, ist ein arroganter Arsch und soll den Mist gefälligst für sich behalten…

Sind viele Menschen wirklich noch so zurückgeblieben, dass sie auf primitivste Dinge mehr Wert legen, sie mehr schätzen als geistige Leistungsfähigkeit? Dicke Titten, Sixpack, gezupfte Augenbrauen – das scheint heute mehr denn je zu zählen. Social Media macht es ja auch leicht, sich mit Bildern und Videos zu präsentieren und zu profilieren. Aber Intelligenz kann man nicht fotografieren, nicht filmen. Intelligenz schert sich nicht um Herkunft oder Geschlecht, ob man gerne Steak oder Sellerie isst. Intelligenz ist keine eigene Leistung, aber sie ist ein Brandmal für die „Betroffenen“ – und die haben keine Lobby. Im Gegenteil. Die haben’s ja gut, sollen still sein und gefälligst Rücksicht nehmen!

Viele „intelligente“ Menschen sind depressiv und vereinsamen nicht selten, eben weil sie anders sind. Aber dieses „anders“ ist eben Schwachen vorbehalten. Intelligente dürfen keine Opfer sein. Können sie auch gar nicht. Dieses verquere Denken ist in den meisten Köpfen vorhanden – ähnlich wie das fatale „Mann = Täter, Frau = Opfer“, was durch das Gendern noch zementiert wird und so für ein extrem stereotypes Geschlechterbild sorgt.

Es kann nicht sein was nicht sein darf.

Nicht jeder Intelligente ist erfolgreich, reich, berühmt. Nicht jeder Berühmte, Reiche, Erfolgreiche ist intelligent. Das darf man nicht vergessen! Man kann durchaus massig Kohle scheffeln und trotzdem dumm wie Brot sein. Genauso umgekehrt. Die Wahrscheinlichkeiten sind natürlich entsprechend hoch bzw. niedrig. Hier darf man nicht den Fehler machen, und Kausalitäten aus falsch verstandener Political Correctness umkehren. Wer erfolgreich ist, ist wahrscheinlich intelligent(er). Man ist auch nicht arm, weil man „unten“ ist, man ist „unten“, weil man arm ist. Nur mal so nebenbei… ihr wisst, was ich meine. Darf man nicht sagen, ist aber so – und es erklärt, warum der umgekehrte Fall so viele Probleme macht, wenn es um die Erklärung der IQ-Unterschiede bei verschiedenen Bevölkerungsschichten geht. Es wird eben alles politisiert – auch wenn man dann stumpf in die falsche Richtung forscht, weil man bestimmte Dinge einfach nicht denken darf. Ein Unding in jeder wissenschaftlichen Disziplin!

Intelligenz ist, was man draus macht. Intelligenz ist ein Potenzial, das man nutzen oder brachliegen lassen kann. Ich vergleiche das gerne mit Computern. Ein Bürorechner und ein Gaming-PC können vom Prinzip her das gleiche. Man kann mit ihnen arbeiten, spielen, Filme schauen, im Netz surfen und so weiter. Auf dem Gaming-PC kann man Spiele mit höheren Details zocken, Filme in höherer Qualität anschauen, komplexere Berechnungen anstellen und das in kürzerer Zeit. Der Office-PC kann das auch, braucht aber eben länger dafür, kann es nicht so schön oder nicht so viel auf einmal. Aber wenn man mit dem Gaming-PC nur Solitär spielt, hat man nichts von der Mehrleistung. Intelligenz sagt nichts darüber aus, wie ein Mensch tickt, was ihn antreibt, ob er gut oder böse ist, arrogant, stur oder lernwillig. Es kommt wie so oft darauf an, was man draus macht.

Intelligenz ist etwas Wertvolles, etwas, das man fördern und schätzen muss. Intelligenz sichert Fortschritt, Wohlstand und sorgt für den Erhalt von Mensch und Umwelt, schafft Zivilisation, Ordnung, Frieden. Intelligenz ist keine Garantie dafür, doch ohne Intelligenz rückt all dies in weite Ferne.

Man darf auch die Begriffe „Intelligenz“ und „Bildung“ nicht verwechseln oder gar synonym verwenden! Dies wird ebenfalls gerne gemacht, ist aber grundfalsch und führt ebenfalls zu absurden Entscheidungen und Schwerpunktverlagerungen, z.B. in Schulen. Aber in einer Welt – oder ist das nur in Deutschland so? – in der man die Intelligenten alleine lässt und sich an den Schwachen orientiert, fällt das kaum auf. Schade.

Ich fasse mal zusammen:

  • Bildung ist nicht gleich Intelligenz
  • nicht jede Nachkommenschaft ist hochbegabt
  • als mindestens „begabt“ gelten ~15% der Referenzbevölkerung
  • „hochbegabt“ sind nur 2%
  • 15% der Bevölkerung sollen die restlichen 85% mitziehen und noch voranbringen
  • eine verbreitete und selbstverständliche Identifikation und Förderung von Hochbegabten existiert nicht
  • wir als Gesellschaft orientieren uns nach „unten“ statt nach „oben“, damit sich niemand schlecht fühlt oder diskriminiert wird
  • „Intelligenz“ ist negativ konnotiert – und das mit völliger Akzeptanz ab frühester Kindheit
  • nicht jeder „oben“ ist schlau, aber auch nicht jeder „unten“
  • Geld und Status ermöglichen Zugang zu besserer Bildung, ändern aber nichts an der Intelligenz
  • Intelligentere müssen gefördert werden, damit sie ihren Job vernünftig und ohne am Limit zu arbeiten machen können: die weniger Intelligenten unterstützen und für Fortschritt sorgen
  • Minderheitenschutz gilt nicht nur für manche Minderheiten, sondern für alle – zumindest sollte es so sein

Warum also ist es üblich und akzeptiert, dass Intelligenz eher negativ angesehen wird bei vielen? Ist es Neid? Angst? Erziehung? Charakterschwäche? Wer dumm ist, kann nichts dafür. Wer intelligent ist, ebenfalls nicht. Dennoch werden beide unterschiedlich behandelt und angesehen… die einen werden gefördert, die anderen müssen sich zurückhalten, tolerant sein, sich bremsen, unter ihren Möglichkeiten bleiben.

Wie dem auch sei: Im Wissen, dass ich hiermit etlichen Leuten aufs Füßchen getreten bin, beende ich den Beitrag hier mal 😉

PS: Hier mal ein Vergleich von LEGO-Bauanleitungen. Eine aktuelle (75092), die andere von vor 30 Jahren (6984). Man muss heute sogar Kreativspielzeug einfach halten 🤦🏼‍♂️

TRIGGERWARNUNG Kindesmissbrauch „Zartes Fleisch“ Kapitel 11: Sabrina

Der Beitrag darf gerne geteilt werden, allerdings nur mit entsprechender Warnung und unter Nennung der Quelle (mein Blog und/oder meine Person).

Anlaufstellen für Betroffene von sexuellem Missbrauch sind zum Beispiel N.I.N.A e.V. oder auch die Nummer gegen Kummer (inklusive Chatfunktion).


Irgendwie wird es in letzter Zeit immer angespannter, nerviger, lauter hier bei uns. Papa ist immer seltener zuhause und wenn, dann gibt es meist Streit mit Mama. Timo hält sich raus. So ist er eben. Meist spielt er dann nebenan in Papas Arbeitszimmer oder ist unten bei der Großtante und wartet, bis es wieder ruhig ist.

Und ich? Ich komme von der Schule nach Hause, esse etwas von dem was Mama gekocht hat und gehe auf mein Zimmer. Jeden Tag. Warum auch nicht? Mit Mama komme ich nicht so gut klar. Sie ist so sehr auf Timo fixiert, dass da kein Platz für mich ist. Papa kommt zu mir, wenn er wieder Sex will und das geht sowieso nur hier oben, wo uns niemand stört.

Also wo soll ich hin? Mein Leben besteht daraus, zur Schule zu gehen, zu essen und zu schlafen und meinem Vater Befriedigung zu verschaffen. Ist das wirklich schon alles? Klar, die Zeit in der Kirche ist noch zur Abwechslung da. Hier kann ich Klavier spielen und auch Gitarre, aber ich mache das nicht gerne vor Publikum. Dafür bin ich nicht gut genug, auch wenn andere das Gegenteil behaupten.

Meist spiele ich im kleinen Kreis, also zum Beispiel im Kindergottesdienst, der vor dem „richtigen“ Gottesdienst stattfindet, und dann auch nur einfache Kinderlieder wie „Danke für diesen guten Morgen“ oder sowas. Das ist auch immer dasselbe, aber wenigstens ein anderes „Selbes“.

Dann gibt’s da noch das CVJM und die Freie Evangelische Gemeinde. Die sind nicht so steif wie die Kirche und irgendwie moderner, auch wenn das manchmal etwas aufgesetzt wirkt. CVJM ist immer donnerstags abends. Hier darf ich hingehen, wenn Papa unterwegs ist. So hat Mama auch mehr Zeit für Timo.

Im CVJM treffen sich Jungs und Mädchen in meinem Alter und reden über Gott, Jesus und wie schön doch die Welt ist. Das CVJM-Heim liegt am Dorfrand, fast schon außerhalb. Von hier kann man den Friedhof sehen, der hinter den Pferdekoppeln liegt. Um hierhin zu kommen, muss man von uns aus durch das halbe Dorf und ein Stück durch den Wald. Es ist nicht weit, aber es fühlt sich an wie eine andere Welt. Wald und Felder, Ruhe und Frieden und mittendrin dieses weiße Steingebäude mit dem roten Dreieck an der Seite.

Auch wenn ich die Ansichten, die die Redner dort verbreiten, nicht komplett teile, tut es ganz gut mal rauszukommen und mit anderen Menschen in meinem Alter zu reden. Alle sind so freundlich und schaffen eine Atmosphäre, in der man sich willkommen fühlt. Ich fühle mich dort willkommen und nicht nur als jemand der „da ist“ und macht was von ihr erwartet wird. Hier ist es egal, wie gut ich bei irgendwas bin oder woher ich komme. Zumindest habe ich diesen Eindruck. Man kann den Leuten ja nur vor den Kopf schauen. Aber ich will es auch glauben.

Ein Klavier gibt es hier zwar ebenso wenig wie eine richtige Heizung, aber ich kann meine Gitarre mitbringen und auch mal andere Lieder spielen, die etwas mehr als 2 Akkorde benötigen. Wir haben sogar eine richtige kleine Band, die auch schon Auftritte in der Gemeinde hatte, aber da mache ich meist nicht mit. Ich mag kein Publikum, keine fremden Leute, die mich beobachten und am Ende noch kritisieren, auslachen, beschimpfen, wenn ich nicht gut genug bin.

Ich habe auch schon ein paar Freunde gefunden. Auf dem Gymnasium in der Stadt bin ich nicht glücklich. Klar, es macht Spaß, so viel Neues zu lernen und die Lehrer sind auch toll, aber ich komme vom Dorf – und das lassen mich meine Klassenkameraden jeden Tag spüren. Papa meinte es gut, als er mich aufs Gymnasium gebracht hat, aber es tut mir nicht gut. Ich wünschte, ich wäre auf der Schule, wo alle meine Freunde hin gewechselt sind. Die sehe ich nun gar nicht mehr. Nur ein oder zwei kommen selten ins CVJM und selbst da reden sie kaum mit mir. Ich bin eben die, die sich für was Besseres hält – und in der Stadt bin ich die Dumme vom Dorf.

Wo gehöre ich also hin?

Vielleicht finde ich die Antworten, wenn ich lange genug in der Bibel lese und die Treffen besuche. Auch deswegen bin ich froh, wenn Papa länger unterwegs ist. Dann kann ich „ich“ sein oder zumindest versuchen herauszufinden, wer ich eigentlich bin und was das alles für einen Sinn hat.

Demnächst müssen wir uns einen Praktikumsplatz suchen, hat unsere Klassenlehrerin gesagt. Wir sollen lernen, wie es in der Arbeitswelt zugeht und so auch Erfahrungen sammeln, damit wir irgendwann mal erkennen, was wir eigentlich später mal machen wollen und wo unsere Stärken liegen.

Mir graust es davor. Nicht, dass ich dann so lange weg bin von meiner Familie, aber dass ich mich vor wieder anderen Fremden beweisen muss, ohne zu wissen, was genau auf mich zukommt. Warum muss das sein? Ich habe keine Ahnung, was ich mal werden will. Wie soll ich mich da für einen Praktikumsplatz entscheiden oder überhaupt erstmal einen finden?

Das alles schwirrt in meinem Kopf herum. Ich liege in meinem Bett und komme einfach nicht zur Ruhe. Ich habe keine Lust zu lesen und es ist noch zu früh zum Schlafen. Also denke ich nach. Ich zähle die Bretter an der Dachschräge und weiß einfach nicht, was ich machen soll. Ich muss irgendwas tun, aber was? Irgendetwas, das mich vom Denken abhält.

Dann höre ich die Haustür. Ist das Papa? Er wollte doch erst morgen wieder da sein, hat Mama gesagt. Ich stehe auf und gehe zur Treppe. Am Geländer vorbei kann ich den Flur sehen und erkenne wirklich Papa da unten. Aber er geht nicht nach oben, nicht zu mir. Was ist da los?

Gespannt warte ich hier oben, an das Geländer gelehnt und ganz vorsichtig atmend, was nun passiert. Papa geht zur Küchentür und fängt sofort an, Mama anzuschreien.

Oh Mann! Ja, sie haben Streit. Ja, das passiert öfter. Aber so unerwartet, so plötzlich? Ich will weggehen, aber etwas hält mich hier, will wissen, was da los ist. Also lausche ich weiter. Papa ist ja laut genug, da muss ich mich nicht anstrengen. Ich darf nur nicht entdeckt werden.

„Sag mal, was stimmt denn nicht mit dir?!“, brüllt Papa. „Ist das wahr was deine verschissene Hure von Schwester überall rumposaunt?“

Mama weint sofort los, ich muss genau hinhören, um sie zu verstehen.

„Schatz … was … wieso bist du? Was meinst du?“, höre ich sie fragen.

„Tu nicht so, du weißt das ganz genau! Ihr primitiven Gestörten hier in eurem Kaff! Was ist hier eigentlich los?“, will Papa wissen.

„Was meinst du denn, verdammt nochmal?!“, wird Mama nun auch lauter, doch ihre zitternde Stimme verrät ihre Unsicherheit. Das hat Papa auch gemerkt.

„Was war mit deinem ersten Kind? Und dem Dorfdepp, der dich gefickt hat? Warum muss ich das von deiner dreckigen Schwester erfahren, die es ja kaum erwarten konnte, mir eins reinzuwürgen?!“

Papa hat mit meiner Tante geredet? Die beiden reden doch nie miteinander. Das wird immer komischer. Mama ist schlagartig still geworden. Scheinbar hat Papa da was erfahren, was er nicht wissen durfte. So wie ich auch gerade… Oh Mann!

„Jetzt bist du still, ja? Hast doch sonst immer so eine große Klappe! Du erzählst mir jetzt alles, bevor ich mich vergesse!“, Papa steht noch immer in der Tür, aber was ist das? Ist das Timo?

Ich sehe jetzt erst, dass die Tür zur Wohnung meiner Großtante einen Spalt offensteht und Timo seinen kleinen Dickkopf rausstreckt. Hat er alles mit angehört?

„Mach’s Maul auf, verdammte Scheiße!“, brüllt Papa. Und dann passiert es: Timo läuft auf den Flur, hinter Papa und tritt ihm mit aller Kraft gegen das Bein. Nur fällt Timo um statt Papa.

Papa dreht sich um, sieht meinen Bruder am Boden liegen und packt ihn am Hals. Er zieht ihn auf die Füße, holt aus und schlägt ihm mit voller Wucht ins Gesicht, so dass er gleich wieder zu Boden fällt und liegen bleibt.

Ich kann einen Schrei nicht unterdrücken, so geschockt bin ich, halte mir sofort die Hand vor den Mund und renne in mein Zimmer, ins Bett, unter die Decke.

Hoffentlich hat mich niemand gehört. Verdammt! Die Tür ist noch auf. Schnell das Licht ausmachen und dann ganz still sein.

„Du Monster! Hau ab! Hau ab! Ich will dich nie mehr sehen, du Arschloch!“, kann ich Mama weinend schreien hören, auch unter der Bettdecke.

Es ist kurz ruhig, nur Mamas Weinen ist zu hören. Dann folgen schwere, stampfende Schritte. Papa geht …?

„Hau ab!!“, ruft Mama nochmal. Dann geht die Haustür auf und Papa ruft zurück: „Deine Schwester hat Brustkrebs. Zu Recht. Hoffentlich verreckt sie oder sie schneiden ihr wenigstens die Titten ab!“

Zwei weitere Stampfer, dann knallt die Haustür zu und nur noch das Weinen von Mama im Flur ist zu hören.

Die Festspiele der Reality Stars – Wer ist die hellste Kerze? (SAT1)

Die letzte „Staffel“ hatte ich abgebrochen und verdrängt. So gut, dass ich mir diesen Müll, den ProSiebenSat1 da verbricht, erneut angetan habe. Letzte Woche.

Eigentlich hätte sich mein Hirn schon bei der nervig penetranten Stimme der Urtunte „Olivia Jones“ melden und mich vorm Weiterschauen warnen müssen. Hat es nicht getan. Wie auch? Die Selbstschutzfunktion besteht bei mir darin, Gesehenes zu vergessen. Das hat Vorteile, aber eben auch Nachteile, weil ich mir manches mehrmals antue, einfach weil ich nicht mehr weiß, wie grottenschlecht es war.

Ich wollte auch gar nicht drüber schreiben. ProSiebenSat1 ist sowieso kein Favorit meinerseits mehr, seitdem diese Anstalt dazu übergegangen ist, sich entweder über Konkurrenten erheben oder die Bevölkerung mit ihrem stupiden Gendergeschwurbel und Ideologiepropagandamist erziehen zu wollen.

Als ich gerade via Zappen nachgeschaut habe, was so im TV läuft (normalerweise schauen wir nur noch Streaming und „90 Tage“ auf TLC, sonst nix), blieb ich kurz bei der heutigen Ausgabe dieser „Show“ hängen.

Ich mag Trash TV. Aber – abgesehen von Olivia Jones, der/die/das in Hamburg doch wesentlich besser aufgehoben ist als im TV – wenn ich dann Lisha und Lou als „Kandidaten“ sehe, die bei ProSiebenSat1 eine neue Heimat gefunden zu haben scheinen, wird mir schlecht.

Das ist kein Trash TV, das ist eine Beleidigung und ein hofieren von Tätern. Ganz schwache Leistung, gerade von dem Sender, der sich so stark moralisch über alle erheben möchte.

Dieses asoziale Mobberpack aus der Gosse hat einfach keine Plattform mehr verdient! Aber Sat1 scheint ein Herz für Täterinnen zu haben, sonst würden sie diese Personen ja nicht beschäftigen. Wer also Asozialität, Hass und Mobbing unterstützen möchte, kann sich „Die Festspiele der Reality Stars – Wer ist die hellste Kerze?“ auf Sat1 bedenkenlos anschauen.

🤮

Hoffnungsschimmer…

…oder Wahlkampfgeplänkel?

Der Herr Laschet (CDU) schlägt mittlerweile Töne an, die viele Menschen seit Monaten (!) von sich geben. Ist nun die Politik also wieder näher an die Bürger, das Wahlvolk gerückt?

Hoffen wir‘s. Die Punkte, die er anspricht, sind allerdings auch so offensichtlich, dass man quasi gar nicht mehr drum herum kommt, sie anzusprechen.

Corona: Meuterei gegen Merkel?

Die Wirtschaft nimmt immer mehr Schaden, dadurch fehlen Einnahmen – auch im Gesundheitssystem, das ja „geschont“ werden sollte. Flatten the Curve. Also das qualvolle Hinauszögern von Leid. Super Idee übrigens (deswegen liest man auch schon lange nichts mehr von diesem Slogan).

Kinder werden isoliert und verpassen ganze Monate im ohnehin schon für ein führendes Industrieland peinlichen Bildungssystem, in welchem man lieber die Abi-Anforderungen senkt, statt den Schülern wieder ordentlich Wissen zu vermitteln. Aber Lehrer kosten eben Geld. Das braucht man aber gerade in den Bildungshochburgen Hamburg und Berlin für Woke-Idiotie und Gender-Schwachsinn – und um Straßen umzubenennen. Nicht zu vergessen die Lehrstühle für „Genderfragen“ 🤦🏼‍♂️

Depressionen bei Kindern nehmen zu, die Therapieplätze werden aber nicht mehr. Habt ihr schonmal versucht, einen Therapieplatz zu bekommen? Abgesehen davon, dass der Therapeut auch zu einem passen muss, wartet man da ganz entspannte 9 Monate, wenn man Glück hat. Aber ist ja alles nicht so schlimm. Von steigender Gewalt gegen Männer, Kinder und Frauen in den eigenen 4 Wänden fang ich besser gar nicht erst an. Interessiert eh niemanden. Kinder dürfen noch nicht wählen, Männer sind immer nur Täter und Frauen werden anderweitig geködert, ohne dass Probleme gelöst werden (Gewalt gegen Männer scheint ok zu sein). Warum also wirklich was tun? Für alle Menschen in diesem Land! Ohne Bevorzugung oder falsche Tabus!

Die paar Insolvenzen, die paar Arbeitslose. Die sollen sich nicht so anstellen. Da kann man auch schonmal ein Werbeverbot für nicht-lebensnotwendige Waren aussprechen (übrigens von einer AKK-Freundin auf den Weg gebracht. Frau hält eben zusammen, erst Recht bei gleicher „Qualifikation“… wobei die ja nicht so wichtig ist wenn die Quote stimmt). Auch anderen Menschen den Tod – wörtlich „in die Gaskammer schicken“ ist ok, wenns von einer Linken kommt 🤷🏼‍♂️

Solche Aussagen und Haltungen kommen immer von denselben Leuten – genau wie die Moralkeule oder sonstige irre Forderungen:

Entweder sind’s weltfremde Menschen, die in ihrer eigenen Blase leben, mit genug Kohle auf der Bank, dass man sich bemüßigt fühlt, anderen zu erklären, wie sie zu leben, denken, schreiben haben. Für die gibts keine Schulprobleme, denn auf teuren Privatschulen tummelt sich nur die eigene Klientel. Da verliert man schonmal den Blick für das echte Leben und fordert einen Quatsch, der 98% der Bevölkerung die Haare zu Berge stehen lässt.

Oder es handelt sich um Leute, die sowieso gegen das „System“ sind, einen Dreck auf andere Menschen und deren Rechte geben, Häuser besetzen, Andersdenkende angreifen, Brandbomben zünden, Polizisten verprügeln, Geschäfte plündern oder im Baumhaus sitzen und mit Kacke werfen. Das sind übrigens auch die, die immer nach „Respekt“ und „Toleranz“ plärren, während die der Kotbeutel ins Gesicht fliegt und sie einem verbieten wollen, ein Mohrenkopfbrötchen zu bestellen.

Und die armen Menschen am „Rande der Gesellschaft“! Da muss man doch Verständnis haben! Die wollen doch nur auf Missstände aufmerksam machen! Manche nennen es Temperament, andere sagen „verzogene Egomanen“. Wer am lautesten nach Verständnis, Rücksicht und Toleranz schreien, haben dies am wenigsten verdient.

Aber „die da oben“ wissen bestimmt was sie tun. Und man kann eh nix machen. Also gendert und wokt man durch die Gegend, besorgt sich iPads bei eBay-Kleinanzeigen, organisiert eine Betreuung – wenn man arbeiten gehen kann oder muss – und schiebt Überstunden im Pflegeheim oder Krankenhaus. Da hat man keine Zeit oder Lust, sich noch Gedanken zu machen und macht eben stattdessen alles mit. Alles wird gut. Jeder will nur unser Bestes.

Stimmt: Unsere Stimme bei der nächsten Wahl.


Laschet: „Populär ist immer noch die Haltung, alles verbieten, streng sein, die Bürger behandeln wie unmündige Kinder.“


Dieser Satz, gerade aus den Reihen der CDU, macht Hoffnung. Auch wenn es sich wohl eher um ein Wahlkampfmanöver handelt, sorgt er doch dafür, dass meine Prognose eintreffen kann. Das wären dann noch 6-8 Monate mit gefühlt willkürlichen Grenzwerten, jede Menge Schuldzuweisungen und utopischen Versprechungen.

Verantwortung übernimmt sowieso niemand. Erst recht nicht die werten Damen in Führungspositionen, die komplett versagt haben. Immer sind die „Umstände“ oder die „Anderen“ schuld. Ob Merkel, von der Leyen, AKK, die Koboldin, Lambrecht, … dasselbe Gejammer und feige Davonrennen, wie wir es von jedem Politiker kennen. Ich dachte, Frauen wären so viel besser als Männer? 🤔 Außerdem kann nicht sein was nicht sein darf! Die Crux bei Ideologien.

Es kommt eben nicht drauf an, ob man Mann oder Frau ist, einen Schwengel oder eine Mumu hat, sich als Männlein, Weiblein oder Telefonzelle fühlt. Wer ein Depp ist, ist ein Depp. Wer ein Arsch ist, ist ein Arsch. Wer sich wie ein asoziales Subjekt verhält, ist auch eins. Ganz einfach. Und ganz ohne Bevormundung, welche Schimpfworte man für asoziale Idioten verwenden darf und welche nicht.

Der „Free Speech Champion“ kämpft gegen Redeverbote


Was auch Hoffnung macht: Abseits von „Socialist Media“ wie Twitter und Facebook, sieht man recht deutlich, dass viele Menschen einfach die Schnauze voll haben. Nicht nur von Corona, sondern auch von der Genderpolizei, ständigen Rassismusvorwürfen, Klimapanik und der allgegenwärtigen ideologischen Wahnvorstellung, Deutschland könne und müsse die Welt retten. Wie gesagt: sowas fordern stets die Menschen, die das alles nicht bezahlen oder mit den Konsequenzen leben müssen, die genug Kohle haben (man schaue sich mal genau an, wie der Hintergrund der AktivistInnen ist!) oder sowieso nichts von Eigentum haben und somit nichts verlieren, aber alles gewinnen können.

Die beiden Fraktionen kollidieren irgendwann. Das war bei dieser Fraktion immer der Fall. Sie zerstören sich unweigerlich selbst. Deswegen müssen sie die Zeit nutzen, in denen der produktive und weitaus größere Teil der Bevölkerung abgelenkt ist von so niederen Dingen wie Arbeit(slosigkeit), Kindererziehung, Überlastung, Ausgangssperren, Maskenpflicht, Ladenschließungen, Zukunftsangst.

Also noch schnell die Gunst der Pandemie genutzt, um sämtlichen ideologischen Schwachsinn einzuführen – von Genderfaschismus über Frauenquote, dem allgegenwärtigen Rassismus, Islamophobie bis hin zum von den Grünen angedachten Verbot von Einfamilienhäusern.

Kommt alles von denselben Leuten. Man beachte dies bei den Wahlen. Aber wie gesagt: diese Kasper demontieren sich immer selbst. Die Frage ist nur, wie viel Schaden die bis dahin anrichten. Wenn man schon aus den eigenen Reihen kritisiert wird, sollte man umdenken – sofern man nicht stur und lernresistent ist.


Wer wissen will, wie sich eine rot-grüne Regierung schlagen würde, schaue auf die leuchtenden Beispiele in den Bereichen Wirtschaft, Kriminalität, Gesundheit und Arbeitslosigkeit, die entsprechend regiert werden: Berlin, Hamburg, Brandenburg, Bremen, Mecklenburg-Vorpommern. Da läufts echt super. Mit den Abis von dort kann man sich den Hintern abwischen, Bauprojekte werden entweder torpediert (Tesla) oder explodieren kostenseitig (Elbphilharmonie, BER) bzw. sind selbst nach Eröffnung in katastrophalem Zustand (BER…). Die Arbeitslosenquoten gehen durch die Decke, da hat man dann viel Zeit, um Straßenzüge umzubenennen oder noch mehr Geld für Elektrobusse auszugeben, die dann im Winter ausfallen (BVG). Egal. Die anderen Länder zahlens ja, Finanzausgleich sei Dank!

Verantwortungsloses Pack, das auf Kosten anderer wie die Made im Speck lebt. Definiert man so nicht auch Parasiten? Und dennoch werden die Regierungen immer wieder so gewählt. Entweder sind die Wähler blind oder ihnen gefällt das so, wollen, dass es weiter bergab geht. Hass auf das eigene Land ist ja nicht ungewöhnlich heutzutage.


Trotzdem macht die Aussage von Laschet Mut. Einige andere – inklusive Mitgliedern der Leopoldina – machen mittlerweile ja auch die Klappe auf. Besser spät als nie.

Hoffen wir, dass dieser Alptraum aus Corona und linkem Irrsinn bald vorbei ist… oder man zumindest die Illusion haben kann. Ich liebe mein Land und alle Menschen hier. Das darf nicht wegen ein paar Spinnern – die nur laut sind aber eben nicht zahlreich – und ihrem verqueren Weltbild kaputt gemacht werden.

In Frankreich Platz Macron auch der Kragen. Irgendwann ist eben Schluss – egal ob Lockdown, Genderdreck, Selbstgeißelung weil man frecherweise weiß ist oder sonstigem Quark, der entweder nichts bringt oder sogar kontraproduktiv ist und Hass sät.


Geht wählen! Je höher die Wahlbeteiligung, desto weniger Anteil entfällt auf die Extremisten in den Reihen von AfD, Grünen und Linken.

Yakuza 0 (Xbox Series X)

Wie ich in der Monatsübersicht Januar 2021 geschrieben habe, ist Yakuza 0, zusammen mit den (Remaster) Teilen 1-5 via Game Pass nun auch auf der Xbox erhältlich. Vor zig Jahren hatte ich Yakuza mal auf der PS3 gespielt, aber recht schnell das Handtuch geworfen. Prügelspiele waren noch nie meins und damals hatte ich noch einen anderen Fokus.

Jetzt habe ich mich wieder drauf eingelassen, gerade weil ich das Spiel nicht kaufen musste. Was also gabs zu verlieren?

Um die Geschichte von Yakuza im Idealfall – sollte mir das Spiel gefallen – komplett erleben zu können, habe ich also mit Yakuza 0 angefangen. Ich muss sagen: ich habe es nicht bereut! Im Gegenteil. Das Spiel macht mir persönlich mehr Spaß als GTA 4 oder 5.

Es gibt so unglaublich viel zu entdecken, es existiert keine (heute immer mehr übliche) Political Correctness, es gibt viel zu lachen, etliche WTF-Momente, jede Menge abgedrehten Kram und schön erzählte Substories (Nebenaufgaben), die teils sogar fesselnder sind als die eigentliche Hauptstory.

Kein Bezahlkram (das kommt erst mit den späteren Teilen), kein nerviger Multiplayer, der das Einzelspielererlebnis zum Beiwerk macht und vor allem: es wird nichts geschönt.

In Yakuza 0 erlebt man die Vorgeschichte von Kiryu Kazuma und Majima Goro. Alle 2 Kapitel wechselt man den Protagonisten und die Handlungsstränge laufen im letzten Drittel zusammen. Die eigentliche Story mutet simpel an, wie ich im Januar-Summary geschrieben hatte, doch nach und nach entfaltet sich die Tiefe der Geschichte rund um Ehre (scheinbare und echte), Verrat, Macht, Geld, Freundschaft und Gewalt.

Man wehrt sich gegen Ungerechtigkeiten, verprügelt Punks, Biker und andere Verbrecher – obwohl man eigentlich selbst ein Krimineller ist. Oder doch nicht? Schwarzweißdenken gibts hier nicht. Gutes und Böses ist nicht immer klar definiert und genau das macht auch den Reiz aus oder zumindest einen großen Teil davon.

Yakuza 0 spielt mit Vorurteilen, behält dabei aber dennoch stets die moralische Oberhand. Wer Prügel kassiert, hat’s meistens auch verdient, zumindest in dem Moment. Ob korrupter Cop oder Nachtklubbesitzer, Immobilienhai oder Yakuza-Boss – niemand ist so, wie es auf den ersten Blick scheint, doch alle unterwerfen sich dem Dogma des Spiels: verhalte dich asozial und du bezahlst dafür.

Ich finds großartig! Es macht Spaß, Idioten, Diebe, Mobber, Schläger und Großmäuler zu verdreschen. Die Actioneinlagen spielen sich auch für mich angenehm und wenn der Baseballschläger die Hackfresse eines Obdachlosen-Verprüglers zerschmettert oder man dem Typ, der irgendwelche Lügen verbreitet, die Nase an der nächsten Hauswand ins Gesicht drückt, kommt wirklich Freude auf. Nichtmal wegen der Gewalt an sich, sondern weil mal das Gefühl hat, das Richtige zu tun.

Es gibt auch etliche traurige Momente, etwa wenn die angelehnte Bewerberin für einen Bürojob ihren Frust an einem streunenden Hund auslässt und dann die Schuld auf den Spieler schiebt, weil man sie abgelehnt hat. Oder beim Vater, der seine Tochter sucht, die er seit 15 Jahren nicht mehr gesehen hat.

Das „volle Programm“, die gesamte Tiefe von Yakuza 0, erlebt man allerdings nur, wenn man auch und gerade die Substories spielt und sich nicht nur auf die Hauptstory beschränkt. Einen Großteil meiner Spielzeit habe ich damit verbracht, ein Nachtklubimperium aufzubauen. Und ein Immobiliengeschäft ebenfalls.

Trotz der immer ernsthafter werdenden, wendungsreichen Geschichte rund um ein Grundstück, das irgendwie jeder haben möchte (und noch etwas mehr, aber ich werde ich nicht Spoilern), nimmt sich Yakuza 0 nie richtig ernst. Übertriebene Darstellungen bei den Schlägereien, abgedrehte Waffen (schonmal jemanden mit einem Nunchako aus gefrorenen Sardinen verdroschen? Oder mit nem Motorrad? Laserschwert? Visitenkarten?) und liebenswerte Charaktere aller Couleur – irre, stur, lieb, ekelhaft, asozial, verschlagen, ehrenhaft, verräterisch, …

Mein Highlight war und ist Majima Goro (übrigens ist Majima der Nachname, vorangestellt wie im Japanischen üblich). Ich mag den „Mad Dog of Shimano“, auch wenn er zu Anfang noch nicht „mad“ ist, eher das Gegenteil.

Auch etliche Nebencharaktere bleiben mir in Erinnerung. Sei es dir Transe, die sich das Vergnügungsviertel unter den Nagel reißen will und einem ständig damit droht, einen zu küssen oder den nur in einer Unterhose rumrennenden „Mr Libido“, der stets auf der Suche nach neuen Masturbationsvorlagen ist. Natürlich darf auch der Kerl nicht fehlen, der ganz stolz auf sein Mobiltelefon ist. Oder der Radiomoderator, der die erlebten und erledigten Substories im Radio vorliest.

Yakuza 0 spielt übrigens in den späten 1980ern und es geizt nicht mit Anspielungen auf diese Zeit. Miracle Johnson, der Michael Jackson nachempfunden wurde, ist da nur ein Beispiel.

Dazu kommen noch jede Menge Kleinigkeiten zum Zeitvertreib, die zum stimmigen Gesamtbild beitragen. Man kann sich in Bars betrinken, Dart und Billard spielen, Bowlen gehen, mit Pocket Cars auf Carrera-Bahnen Rennen fahren, in der Spielhalle alte Sega-Spiele spielen (ich wusste, ich würde die Outrun-Skills vom Amiga nochmal brauchen!), Greifer-Automaten ausnehmen, Karaoke singen, in der Disco tanzen, im Telefonklub Mädels daten oder einfach im Restaurant was essen und danach zum Catfight zu gehen.

Nicht selten ergeben sich daraus neue Geschichten, ebenso wie Achievements und Vorteile im Spiel selbst. Gerade die Nachtklub- und Immobilien-Stories bringen jede Menge Geld ein, das man nicht nur braucht, wenn man irgendwelche Agenten in die entlegensten Winkel der Welt schickt, um neue Ausrüstung zu finden, sondern welches auch dazu dient, die eigenen Fähigkeiten auszubauen. Geld ist Macht und gleichzeitig XP. Und wenn mans auf die Straße wirft, hält es einem die Deppen vom Hals.

Außerdem gibt es erstaunlich wenig Frustmomente. Ok, Karaoke und Disco kann nervig sein, aber selbst an den Stellen, an denen man das spielen „muss“, ist ein Verlieren nicht tragisch. Bosskämpfe kann man im Fall einer Niederlage umgehend wieder versuchen und bekommt sogar Tips, wie man gewinnen kann. Allerdings empfand ich keinen Boss als wirklich schwierig. Außer der erste, aber da war auch alles komplett neu für mich. Tip: man kann auch mitten im Kampf aufs Inventar zugreifen. Hätte ich gerne früher gewusst. Egal.

Ich hoffe ernsthaft, dass Yakuza Kiwami (das Remake des ersten Teils), welches ich nach Yakuza 0 spielen werde, ähnlich gut ist.

Die Sprachausgabe ist auf Japanisch beschränkt, Untertitel gibts in Englisch (allerdings recht grausig, aber verständlich). Grafisch ist’s kein Highlight, aber es muss sich auch nicht verstecken. Gerade in den Nacht-Kapiteln kommt der Auto-HDR-Effekt der Xbox Series X sehr gut zur Geltung. Quick Resume funktioniert ebenfalls tadellos, so dass man auch mal mitten in einer langen Zwischensequenz (und davon gibts einige!) die Konsole ausschalten und später weiterspielen kann, ohne abzuwarten und dann ein Telefon (zählen als Speicherpunkte) suchen zu müssen.

Wer mit Spielen wie GTA was anfangen kann und wen das Thema Yakuza und Japan interessiert, kann meiner Meinung nach bedenkenlos zugreifen, auch wenn man mit Spielen wie Tekken nicht warm wird. Mehr davon bitte!

Hier noch ein paar Eindrücke vom Spiel: