Zockerleben im Januar 2021

Der erste Monat des neuen Jahres. Alles wird anders. Nicht. Ich bin älter geworden, aber noch nicht alt. Gezockt wird, solange ich einen Controller halten und den TV sehen kann. Wer verlernt zu spielen, verlernt zu leben. Punkt. Hier also die Spiele, die mich im Januar beschäftigt haben:


Gears of War 4

Game Pass // Nach Gears of War 3 ein etwas anderer Ansatz. Klar kann Marcus Fenix nicht unendlich alt werden. Dass das in die Hose geht, sieht man ja an Mr Stallone und seinen 5392. Teilen von Rocky und Rambo. GoW 4 läutet also einen Generationenwechsel ein und ebenso eine neue Bedrohung. Es spielt sich freier, leichter als die bisherigen GoW-Teile, was für Einzelspieler angenehmer ist, aber im Multiplayer etwas Umgewöhnung erfordert. Alles in allem hats mir aber gefallen. Es gab wesentlich weniger Frustmomente als bei den Vorgängern und ein wenig frischer Wind schadet ja nicht.

Gears 5

Game Pass // Weniger GoW, mehr Tomb Raider. So kam es mir vor. Ich begleite die Gears jetzt schon über einige Jahre und das Setting, die Figuren und auch die Story gefallen mir sehr. Gears 5 drängt die Reihe weiter in eine neue Richtung. Eine Bitte habe ich jedoch: Lasst GoW nicht zu einem austauschbaren Shooter verkommen, der zum x-ten Mal Ost gegen West thematisiert (wenn auch auf einem gänzlich anderen Planeten). Die Sammeleinlagen waren ganz nett, der aufrüstbare Robo-Begleiter macht Spaß, dafür fehlt der männliche WUMMS, da man in Gears 5 Kait (bekannt aus Teil 4) spielt. Ich mag sie, aber sie ist eben nichtmal im Ansatz ein Ersatz für Marcus Fenix und seine Gang. Zumal man sich in GoW 4 gerade erst an JD gewöhnt hatte oder es wollte… Mal sehen, wohin der Weg mit Gears 6 geht. Für meine Begriffe kann’s gerne wieder in Richtung GoW 3 gehen. Sicher ist es angenehm, wenn man mit automatischem Zielen und quasi unbegrenzt vorhandener Munition durch die Gegend schnetzelt, aber ist das noch GoW? Gerade der Schwarmtöter-DLC ist ganz (!) weit weg von GoW. Man kommt sich wirklich wie bei Tomb Raider vor, allerdings ohne Rätsel, dafür mit viel Eingeborenen-Kultur, Mojo und Dschungel. Ich war froh, als ich diesen Murks-DLC hinter mir hatte. Bei den drei wählbaren Protagonisten kam man sich teilweise vor, als wäre man Therapeut – oder Babysitter. Naja, dafür sieht das Spiel wenigstens klasse aus.

The Little Acre

Game Pass // Kostenlos, schnell durchgespielt, einfache Gamerscores eben 🙂 Die Story war für meine Begriffe zwar potenziell interessant, aber zu flach erzählt, zu gezwungen präsentiert. Dazu noch die schlimmen (!) Animationen, die ich fast gar nicht so bezeichnen möchte. Schade. Ich mag Adventures, aber dann bitte richtig!

Hitman

Hitman hatte ich vor einiger Zeit via Games with Gold bekommen. Im Januar wollte ich das Spiel dann endlich mal ausprobieren… und hab’s noch während des Tutorials wieder deinstalliert. Diese Art Spiel ist nichts für mich, bin wohl zu ungeduldig für Meuchelmorde.

Torment: Tides of Numenera

Vor Ewigkeiten zum Release geholt, jetzt mangels weiterer Story-Spiele einen neuen Versuch gestartet. Das Spiel bietet ein großes Potenzial was Story und Tiefgang angeht, allerdings muss man sich in der Welt von Numenera schon auskennen, damit man sich zurechtfindet. Ohne Vorkenntnisse ist nicht nur der Einstieg schwierig, das Ganze ergibt auch einfach keinen Sinn, weil kaum bis keine Erklärungen erfolgen. Nach einiger Recherche werde ich das Spiel aber durchspielen. Schade, dass hier nicht mehr Wert auf Zugänglichkeit gelegt wurde.

Control

Game Pass // Ja, da poppte noch ein Achievement auf. Warum ich dieses halbgare Spiel nicht weiterspiele, habe ich letzten Monat bereits erläutert. Das Warten auf ein neues Alan Wake (ebenfalls im Game Pass) geht also weiter. Dabei können die Jungs auch „gut“, wie man an Quantum Break (auch im Game Pass) sieht.

Donut County

Game Pass // Das Spiel gibts schon länger, kam aber jetzt erst zum Game Pass und somit auf meine XSX. Kurzweilig, seltsam, schnell vorbei. So könnte man es charakterisieren. Ich glaube ich habe deutlich unter 2 Stunden gebraucht – inklusive Rauchpausen auf dem Balkon. Man braucht keine Lösung, es gibt keine Frustmomente und das Spielprinzip besteht darin, dass man ein Loch spielt, welches alle Dinge in einem Level verschlucken muss. Dabei wird das Loch größer, je mehr es „frisst“. Das war’s. Keine Gegner, keine wirklichen Puzzles, dafür aber eine abgedrehte Story, die mich allerdings extrem gelangweilt hat. Dafür waren es einfach verdiente Gamer Scores.

Yakuza 0

Game Pass // Da jetzt nach und nach alle Teile der Yakuza-Reihe zum Game Pass gekommen sind (bis auf den aktuellen Ableger „Like A Dragon“), hab ich dann auch mal damit angefangen. Obwohl mir Beat‘Em‘Ups nicht so zusagen, gefällt mir das Setting. Japanische „Mafia“ ist eben nochmal was anderes als … nunja … die „normale“ Mafia. Die ersten Teile und auch „Zero“ sind grafisch keine Perlen, die Steuerung ist gewöhnungsbedürftig und die englische Übersetzung gruselig, aber irgendwie schafft es Yakuza, eine fesselnde Atmosphäre aufzubauen. Die Story ist relativ simpel, aber packend. Wie ein guter, alter Actionfilm. Es wird viel (!) geredet, man kann sich mit unzähligen Nebenbeschäftigungen die Zeit vertreiben – unter anderem mit Karaoke, Darts, Billard und Tanzen -, baut seinen Einfluss auf und trifft herrlich abgedrehte Charaktere. Trotz der ernsteren Story nimmt sich Yakuza selbst nie wirklich ernst. Was für ein Japanspiel ungewöhnlich ist, ist die geringe Menge an Frustmomenten. Ich freue mich auf die restlichen Teile … auch wenn das alles gewaltige Zeitfresser sind.

Eastshade

Game Pass // Ein ruhiges Spiel wollte ich haben. So für zwischendurch. In Eastshade stapft man in der Ego-Perspektive durch eine seltsame Fantasywelt, sammelt Ressourcen und redet mit den Einwohnern in tropischem Setting. Ok, man redet mit Tierwesen, aber das ist mal egal. Im Grunde läuft man herum, sammelt Material, mit dem man Farbe und Leinwände herstellt und malt dann Bilder an entsprechenden Locations. Der Anfang zieht sich etwas und ich muss zugeben, dass mir Yakuza 0 dazwischen kam. VIelleicht schaff ich’s im Februar, Eastshade durchzuspielen.