Sexueller Missbrauch / Divers

Zwei Probleme, drei Zahlen.

Unterschiedliche Bereiche, doch ein Paradebeispiel dafür, was heute als wichtig oder wichtiger dargestellt wird.

Hierbei geht es nicht nur um die Präsenz in Medien und Parteiprogrammen, sondern auch um das, was effektiv getan wird, was man wie schnell umsetzt und wem das eigentlich hilft.


314.000 missbrauchte Kinder pro Jahr, das sind die Zahlen des BKA und entsprechende Dunkelfeldschätzungen. Die WHO geht allerdings von knapp 1.000.000 Fällen in Deutschland aus.

Über Jahre und Jahrzehnte wurde immer wieder gefordert, ja sogar regelrecht darum gebettelt, dass das Strafrecht bzgl. sexuellem Missbrauch von Kindern verschärft wird. Sexueller Missbrauch war ein Vergehen, kein Verbrechen, was sich erst kürzlich nach langem Hin und Her geändert hat.

2001 – vor 20 Jahren! – hatte Gerhard Schröder schon für härtere Strafen plädiert, doch getan hatte sich bis jetzt nichts. Im Gegenteil: es wurde sich mit Händen und Füßen dagegen gewehrt, solche Monster härter zu bestrafen.

20 Jahre hat es gedauert, bis „Bewährung“ zur absoluten Ausnahme gemacht wurde. Und als es darum ging, die Gesetzesänderung zu beschließen, haben sich FDP, Grüne und Linke der Stimme enthalten. Nur CDU, AfD und SPD stimmten dafür. Nach 20 Jahren.

314.000 (oder 1.000.000) Kinderseelen pro Jahr sind diesen Parteien scheinbar nichts wert. Nichtmal eine Stimme, eine Meinung…


Dagegen wurde ein anderer Missstand fast umgehend beseitigt: Seit Ende 2018 gibt es offiziell das „dritte Geschlecht“. Behördliche Formulare wurden angepasst, Stellenausschreibungen lauten stets auf (m/w/d), es gibt Unisextoiletten und man will der Bevölkerung mit aller Macht das Gendern aufdrücken.

Seit 2013 konnte man das Feld „Geschlecht“ im Geburtenregister freilassen bzw. die Zuordnung zu „männlich“ oder „weiblich“ löschen lassen. Dagegen wurde Verfassungsbeschwerde eingelegt, da es nicht möglich war, „inter “ oder „divers“ eintragen zu lassen. Der höchstrichterliche Beschluss erging 2017 und ab Dezember 2018 war dieser Missstand behoben.

Bisher haben 413 Menschen ihr Recht auf Eintragung von „divers“ als Geschlecht wahrgenommen. Darunter befinden sich auch 19 Neugeborene.

80.000 bis 120.000 Intersexuelle gibt es laut Schätzungen in Deutschland.


Und das ist der Punkt, an dem ich mich frage, was bei mancher Politikerin oder Staatsanwältin falsch läuft!

Niemand soll und darf diskriminiert (oder bevorzugt) werden. Jeder hat ein Recht auf ein Leben in Ruhe, Frieden und Freiheit. Ich freue mich, dass hier innerhalb von 5 Jahren etwas erreicht wurde, was zwar wenige Menschen betrifft und noch weniger annehmen, aber wenigstens haben sie jetzt die Möglichkeit dazu!

Warum geht das nicht bei 314.000 – 1.000.000 Kindern? Warum dauert das Jahrzehnte? Warum enthalten sich gerade die Parteien, die doch so extrem nach Gleichberechtigung und Gerechtigkeit schreien?

Warum bewegen 413 – 100.000 Menschen eher zum Handeln als 314.000 – 1.000.000? Sind Kinder weniger wert? Warum? Weil sie nicht wählen dürfen und somit nichts „bringen“?

Warum hat man es nicht umgekehrt gemacht, Prioritäten gesetzt nach Anzahl? Oder warum lief das nicht wenigstens parallel, mit gleicher Vehemenz? Warum sind die Belange von 413 – 100.000 Menschen in den Wahlprogrammen verankert, während man sich bei härteren Strafen für sexuellen Kindesmissbrauch in 314.000 – 1.000.000 Fällen enthält?

Ein ganzes Volk – 83.000.000 Menschen – soll Gendern und sich anpassen an die Bedürfnisse von 413 – 100.000 Menschen. Gleichzeitig scheren sich die, die das politisch fordern, nicht um 314.000 – 1.000.000 missbrauchte Kinder, die ebenfalls Teil der Bevölkerung sind.

Die sind ihnen scheinbar noch nichtmal ein klares „Ja“ oder „Nein“ wert.

😡

Zahlenspiele – Wie viel ist eigentlich „viel“?

Eigentlich wollte ich einen längeren Beitrag schreiben über Relationen, das gefühlte „Mehr“ und die Wichtigkeit, die wir vielen Ereignissen beimessen. Allerdings wurde der Beitrag sehr (!) umfangreich.

Da heute kaum noch wer Zeit hat – oder dies zumindest glaubt – habe ich mich dazu entschlossen, eine neue Kategorie zu erstellen, unter welcher ich mehr oder weniger regelmäßig einzelne Zahlen in Relation setze.

Ich hoffe, so wird das Bewusstsein bei einigen wieder darauf gelenkt, was wir durch das stetig wachsende Medienbombardement aus den Augen verlieren. Vielleicht beruhigt das auch viele Leser – oder schreckt auf, je nach Zahlen, Daten und Fakten.

Vieles ist nicht so wichtig, dramatisch oder brisant, wie es gerne dargestellt wird. Vieles ist aber auch dramatischer, wichtiger oder brisanter, als man anhand der Präsenz – gerade in sozialen Medien – meinen könnte.

Unsere Wahrnehmung dessen, was „viel“ oder „mehr“ ist, ist verzerrt. Wir hören und lesen oft von etwas, somit gehen wir selbstverständlich davon aus, dass dieses „etwas“ allgegenwärtig ist, die meisten Menschen betrifft und ein riesiges Problem darstellt.

In dieser Kategorie geht es mir rein um die Zahlen und Relationen und natürlich um die Aktionen, die verschiedene Gruppierungen und Parteien damit rechtfertigen, während andere – vermeintlich weniger wichtige, da weniger präsente oder propagierte – Sachverhalte unter den Tisch fallen, ignoriert oder als unwichtig deklariert werden.

Ich werde versuchen, pro „Zahlenspiel“ ein Diagrammbild zur Veranschaulichung zu erstellen. Die können natürlich auch geteilt werden. Im Beitrag selbst erläutere ich die dargestellten Zahlen und gebe natürlich auch meinen Senf dazu 😁

Morgen früh gehts los!

PS: Wenn ihr Themenwünsche dazu habt, schreibt mir einfach eine Mail oder lasst mir einen Kommentar da 😊

Trotz Gegenwehr: Endlich ist es geschafft

Die Gesetzesänderung bzgl. sexuellem Missbrauch von Kindern ist nun durch.

Lange haben sich Grüne und SPD dagegen gewehrt, blockiert, gebremst… Jahre und Jahrzehnte. Doch nun ist es geschafft.

Sexueller Missbrauch ist offiziell ein Verbrechen und kein Vergehen mehr!

Bewährung gibts nur noch in Ausnahmefällen, U-Haft wird einfacher möglich, schwerer Missbrauch bleibt lebenslang im BZR gespeichert.

https://www.tagesspiegel.de/politik/am-meisten-kritisierter-punkt-bleibt-erhalten-bundestag-will-neues-sexualstrafgesetz-verabschieden/27036550.html

Beschlossen haben das übrigens CDU, SPD (man höre und staune!) und AfD.

Enthalten haben sich FDP, Grüne und Linke.

https://www.deutschlandfunk.de/bundestag-sexueller-missbrauch-von-kindern-wird-haerter.1939.de.html?drn:news_id=1241625

Wie kann man sich bei diesem Thema enthalten?!

Was sind das für kranke, hasserfüllte Egomanen, die nicht für härtere Strafen von sexuellem Missbrauch an Kindern sind? Eine Enthaltung sagt nicht „ja“, sie sagt auch nicht zwingend „nein“. Sie sagt „macht ihr mal, mir ist es egal“.

Wenn bei mir die gesellschaftsfeindlichen Linken und die sexistischen Grünen nicht sowieso schon unten durch wären, ist spätestens jetzt der Punkt erreicht.

Wem Kinder „egal“ sind, der darf nicht regieren. Niemals! Niemanden! Nirgendwo!

Liebe Jünger der Genderparteien, von Gratisgeld, Kuscheljustiz und Staatsdoktrin, von Kommunismus und Sozialismus, Energiewende, Klimahorrorszenarien und Eigenheimhass, die ihr einen Staatsakt daraus macht, wenn jemand als Kind im Karneval Indianerhäuptling werden will und die ihr dem weitaus größten Teil der Bevölkerung verbietet, „normal“ zu sein: ihr seid widerlich!

Eure Stimmen gehen an Menschen, die nicht nur (geschickt) Hass schüren, sondern auch an Leut*innen, denen Kinder scheißegal sind – sonst würde man sich nicht enthalten!

Zocken mit Co-Pilot

Ich frage mich gerade, warum ich das nicht schon viel früher ausprobiert habe..?

Microsoft bietet jede Menge Erleichterungen und Features an, die das Spielen an der Xbox zugänglicher machen – gerade für Menschen mit Behinderungen (Adaptive Controller) oder Unerfahrene, die noch nie einen Controller in der Hand gehalten haben.

Ich hab keins von beiden je gebraucht, was daran liegen dürfte, dass ich seit meinem 6. Lebensjahr zocke. Angefangen beim C64 über den C128, dann Amiga 500, PC, Playstation bis hin zur Xbox. Mehr als 35 Jahre Übung zahlen sich irgendwann aus. Sogar bei der Reaktionszeit an der Ampel 😁

Das Co-Pilot-Feature ist aber nicht nur hilfreich für Neulinge im Gaming-Kosmos, es macht das Zocken auch noch bequemer!

Co-Pilot bedeutet, dass man zwei Controller an einer Konsole zusammenschaltet. So kann zum Beispiel ein Kind ganz normal spielen, aber wenn es mit manchen Eingaben nicht klarkommt, benutzt man den zweiten Controller, um ihm zu helfen. Viele haben zum Beispiel Probleme bei der Koordination von linkem und rechtem Analogstick.

In aller Regel wird der linke Stick benutzt, um sich im Spiel zu bewegen und der rechte Stick ist für die Kamera zuständig, damit man sieht, wohin man sich bewegt. Meine Frau kämpft da immer wieder mit und das wiederum führt zu Frust, dem man mit dem Co-Pilot-Feature entgegenwirken kann.

Ich war heute so frei und habe es mir auf meinem Relaxsessel bequem gemacht. Um den Bequemlichkeitsfaktor noch zu steigern, nahm ich einen zweiten Controller, schaltete den Co-Pilot ein und kann nun entspannt die Arme auf die Lehnen legen beim Spielen. Endlich muss ich nicht mehr beide Hände an einem Controller haben. Mit der linken Hand bewege ich „mich“, mit der rechten Hand schaue ich mich um und führe Aktionen aus. Bequemlichkeit deluxe!

Gehts noch dekadenter? 😁

Der nächste Schritt führt dann doch wohl in Richtung Wall-E, oder?

(C) Bootstrapping.me

Einen schönen Sonntag wünsche ich, auch wenn uns wieder eine Stunde geklaut wurde, dank der unnützen Zeitumstellung 🤷🏼‍♂️

TRIGGERWARNUNG Kindesmissbrauch „Zartes Fleisch“ Kapitel 15 – Timo

Der Beitrag darf gerne geteilt werden, allerdings nur mit entsprechender Warnung und unter Nennung der Quelle (mein Blog und/oder meine Person).

Anlaufstellen für Betroffene von sexuellem Missbrauch sind zum Beispiel N.I.N.A e.V. oder auch die Nummer gegen Kummer (inklusive Chatfunktion).


Es ist Sonntag. Eigentlich geht man da ja in die Kirche, so wie es sich eben gehört. Aber ich kann da nicht hin. Ich kann auch nicht nach Hause. Papas Auto steht noch im Hof. Ich trau mich nicht. Ob es Mama gut geht? Es war kein Krankenwagen und keine Polizei da, die ganze Nacht über nicht. Papa ist auch nicht rausgekommen.

Was wohl mit Sabrina ist? Sie scheint ja nichts mitbekommen zu haben oder vielleicht hat sie sich auch einfach nicht getraut und so getan, als ob sie schläft. Ich weiß es nicht. Ich weiß aber, dass ich nicht hier im Holzkeller bleiben kann. Mein Entschluss steht fest: Ich muss zu den Nachbarn. Die mit den netten Enkeln. Die kennen mich ja.

Die Sonne geht gleich auf und es wird ganz langsam hell. Ich schleiche mich so gut es geht nach draußen, dann durch die Büsche, hinter der Garage entlang und über die Straße zum Nachbarhaus.

Das Schlafzimmerfenster von Mama kann ich von der Straße aus sehen. Es ist immer noch zu, die Rollläden unten. Daneben ist das Wohnzimmer und auch die Küche, aber ich sehe da kein Licht. Niemand hat die Rollläden runtergelassen. Wenn Papa wieder auf der Couch schläft, wird er jetzt bald aufwachen.

Egal. Der gelb lackierte Metallzaun vom Nachbarhaus sorgt dafür, dass ich einmal um das Grundstück herumlaufen muss, um zur Haustür zu gelangen. Gut, dass es noch so früh ist. Ich bin immer noch nackt und laufe mit blanken Füßen auf dem piksenden, geteerten Bürgersteig. Auch wenn es nur einige Meter sind, tut es weh und ich hoffe, dass mich niemand sieht.

Ungesehen komme ich schließlich an der Haustür an und drücke ohne weiteres Nachdenken auf die Klingel. Es passiert zunächst nichts, aber als ich nochmal auf den Klingelknopf drücke, öffnet mir eine ältere Frau im Nachthemd die mit einer Kette von innen gesicherte Tür.

„Timo? Was ist denn mit dir passiert? Komm rein!“, sagt die Oma von Ulrike ganz aufgeregt und ich bin froh, nicht mehr draußen stehen zu müssen. In Sicherheit. Endlich. Hier kann mir nichts passieren.

Die Oma heißt Regina. Sie nimmt mich an die Hand und bringt mich durch den kleinen Flur in die Küche. Ich setze mich auf die gepolsterte Eckbank und Regina verschwindet kurz nach draußen. Hier ist es schön warm und meine Füße tun nicht mehr so weh.

Einige Augenblicke später ist Regina wieder zurück und hält einen rosa Bademantel in der Hand.

„Hier, zieh den mal an. Der müsste dir passen. Ulrike und du, ihr seid ja im gleichen Alter. Ich hoffe, die Farbe stört dich nicht…? Ich mach‘ dir erstmal einen Kakao und dann erzählst du mir, was los ist, ok?“

Ich nicke kurz, nehme mir den Bademantel und ziehe ihn an. Er ist nicht ganz so gemütlich wie der, den Mama gekauft hat, aber so muss ich nicht mehr nackt sein. Das hilft mir sehr. Regina ist nett. Kakao mag ich. Den aus der gelben Dose ganz besonders.

Manche Kinder trinken den Kakao mit Wasser. Das verstehe ich nicht. Warum? Mit Milch schmeckt das doch hundertmal besser! Man muss nur aufpassen, dass man immer mal wieder umrührt, sonst bekommt der eine Haut. Die ist eklig.

Regina stellt mir den heißen Kakao auf den Tisch und setzt sich mir gegenüber auf einen Stuhl. Sie trägt eine kleine, halbrunde Brille. Wie die Oma aus Rotkäppchen im Märchen. Da passt auch ihr Nachthemd zu, es fehlt nur die Schlafhaube.

Sie lächelt mich an, während ich ganz vorsichtig am Kakao schlürfe, um mich nicht zu verbrennen.

„Na dann erzähl mal, was los ist, Timo.“

Das ist der Moment, vor dem ich Angst hatte. Was soll ich denn erzählen? Das was wirklich passiert ist? Dann wird alles nur noch schlimmer. Bestimmt komme ich in ein Heim und Papa muss ins Gefängnis. Und Sabrina muss dann auch weg, obwohl sie gar nichts gemacht hat. Ich werde dann Mama auch nicht wiedersehen. Das darf nicht passieren. Also habe ich mir eine Geschichte ausgedacht, die nicht so kompliziert ist. Ohne Mama und Sabrina.

Ich erzähle Regina, dass Papa früher nach Hause gekommen ist, obwohl er ja eigentlich erst kommende Woche wieder da sein wollte. Ich habe mit Mama im Wohnzimmer ferngesehen. Wir hatten beide unsere Bademäntel an, weil Samstag ja Badetag ist, als Papa in die Küche kam und da meine letzte Mathearbeit auf dem Tisch gesehen hat. Ich kann Mathe nicht so gut, was Papa nicht versteht und mir immer wieder sagt, dass ich mich mehr anstrengen soll. Manchmal wird er auch laut dabei.

So wie jetzt eben auch. Ich hatte eine 5 geschrieben und als Bemerkung stand unten drunter, dass ein Elterngespräch vielleicht helfen könnte, weil ich sehr oft abgelenkt sei.

Da kam Papa ganz böse ins Wohnzimmer und hat mich angeschrien. Mama hat versucht, mich zu beschützen, aber Papa hat sie gar nicht ernst genommen und immer weiter gebrüllt, wie dumm ich doch bin und dass ich nichts auf die Reihe kriege. Ich habe dann angefangen zu weinen, aber das hat es nur schlimmer gemacht. Ich wollte nur weg, aber Papa hat versucht, mich festzuhalten. Er hat nur meinen Bademantel erwischt und ich konnte mich da raus winden. Dann bin ich einfach weggelaufen und habe gewartet, bis es hell wird, um hier zu klingeln. Den Sex mit Mama lasse ich besser weg. Ich soll’s ja keinem sagen. Auch was Papa mit Mama gemacht hat, erzähle ich nicht.

Regina schaut mich mit großen Augen an, schüttelt dann aber den Kopf und setzt sich zu mir auf die Eckbank.

„Armer Kerl. Was ist denn da los bei euch?“, sagt sie ganz ruhig und tröstend, während sie mir über den Kopf streichelt. Regina ist älter als Mama. Mama könnte ihre Tochter sein, aber sie ist nett, genauso wie ich gehofft hatte. Sie hat mir geglaubt. Mir fällt ein Stein vom Herzen.

In dem Moment geht die Küchentür auf und Reginas Mann Georg steht in der Tür, ebenfalls noch im Schlafanzug.

„Was ist denn hier los? Hat der Kleine geklingelt?“, fragt er seine Frau.

Georg sieht aus wie ein Bilderbuch-Opa. Ein faltiges Gesicht, aber nicht ungepflegt, mit einem buschigen, grauen Schnauzbart, der unter der Nase gelblich wird. Das kommt vom Rauchen, hat mir Mama mal erklärt. Georg sitzt im Sommer oft im Garten und raucht Zigarren und beobachtet die Straße von seinem Schaukelstuhl aus.

„Ja, Timo hat Ärger zuhause wegen der Schule. Kannst du dir das vorstellen? Das bringt doch nichts, wenn man seine Kinder anbrüllt.“, antwortet ihm Regina und erzählt ihm dann eine Kurzfassung meiner Lügengeschichte.

Ich trinke noch einen Schluck von meinem Kakao und Regina macht Georg einen Vorschlag: „Meinst du, oben ist Platz für den Kleinen Kerl?“

Georg antwortet: „Klar. Die Kinder sind zwar noch da, aber er kann bei Ulrike im Zimmer unterkommen. Ich gehe dann nachher mal rüber und schaue, ob ich mit seinen Eltern reden kann. Bis dahin kann er sich hier ausruhen.“

Er dreht sich zu mir und fragt: „Oder hast du was dagegen?“

Sofort schießt mir durch den Kopf, dass meine Geschichte dann sofort als Lüge auffliegt. Er darf nicht rübergehen!

„Ja. Nein. Also, ich möchte gerne hierbleiben. Vielleicht nur ein paar Tage, bis Papa weg ist? Wäre das in Ordnung?“, frage ich.

„Ich kann deine Mutter ja kurz anrufen, damit sie sich keine Sorgen macht.“, wirft Regina ein.

„Aber bitte nicht sagen, dass ich gepetzt habe!“, antworte ich ängstlich. Mama soll sich keine Sorgen um mich machen, aber auch nicht darum, dass ich was von dem erzählt haben könnte, was wirklich passiert ist. Und Georg und Regina dürfen nicht merken, dass ich sie angelogen habe. Wie kompliziert das Lügen doch ist.

 „Einverstanden.“, sagt Regina und lächelt mich freundlich an.

Sie bringt mich nach oben und klopft vorsichtig an der Tür zu Ulrikes Zimmer. Sie wartet nicht auf eine Antwort und macht die Tür dann sachte auf. Ulrike schläft noch, aber das ändert sich jetzt.

„Kleines, schau mal wer da ist.“, flüstert sie ihrer Enkelin ins Ohr. Ulrike macht langsam die Augen auf, schaut ihre Oma an und bemerkt dann mich. Schlagartig ist sie wach und setzt sich auf.

„Mach doch mal Licht, Timo.“, weist mich Regina an und ich gehe zum Fenster, um das Rollo hochzuziehen. Durch das Fenster kann ich mein Zuhause sehen. Ganz nah, nur auf der anderen Straßenseite, aber doch so weit weg. Ich mache mir Gedanken, wie es jetzt wohl weitergeht, aber Ulrike lenkt mich schnell ab, indem sie mich von hinten anspringt und gegen den Arm boxt.

„Was machst du denn hier? Hast du meinen Bademantel an? Wollen wir frühstücken? Spielen?“, sprudelt es aus ihr heraus. Man glaubt kaum, dass sie vor zwei Minuten noch tief und fest geschlafen hat.

„Timo bleibt ein paar Tage bei uns. Also, bei dir, wenn das in Ordnung ist. Er hat Ärger wegen der Schule.“, erklärt Regina kurz die Situation.

„Super! Ich freu mich! Das wird lustig!“

„Na das passt doch wunderbar! Willst du auch einen Kakao, Kleines? Timo hatte schon einen und wir haben noch Zeit bevor wir zur Kirche müssen.“, unterbricht Regina die Euphorie ihrer Enkelin.

Hier sind alle so gut gelaunt und freundlich. Das mag ich. Und mit Ulrike komme ich bestimmt gut klar. Sie wohnt zwar ein paar Orte weiter, aber immer wenn sie da ist, besuchen wir uns und spielen zusammen. Sie ist eine Freundin für mich. Die Einzige. In der Schule und im Dorf hab ich ja keine.

Regina und Ulrike gehen wieder runter. Ich soll hier oben bleiben und mich erstmal ausschlafen. Das lasse ich mir nicht zweimal sagen! Noch immer nur im Bademantel lege ich mich aufs Bett, kuschle mich in die noch warme Decke ein und bin Sekunden später eingeschlafen.

Als ich wieder aufwache ist es richtig hell geworden. Die Uhr an der Wand zeigt 16 Uhr. Ich habe die Kirche verschlafen und das Mittagessen! Oh Mann. Ob Mama schon Bescheid weiß? Ich stehe auf und gehe aus dem Zimmer raus, am Badezimmer vorbei zur Treppe und dann nach unten in die Küche. Da sitzt Regina am Tisch und liest in einer Zeitung. Fast wie Mama, nur älter.

„Hallo?“, sage ich leise und Regina schaut mich an.

„Na, gut geschlafen? Mach dir keine Sorgen. Ich habe mit deiner Mutter gesprochen und sie sagt, dass du gerne ein paar Tage hierbleiben kannst.“

Ich bin erleichtert. Mama geht es gut und sie weiß, dass es mir gut geht und wo ich bin. Das ist das Wichtigste.

„Danke, dass Sie mich hier schlafen lassen.“, sage ich zögernd und Regina grinst mich an.

„Klar. Das gehört sich doch so. Man muss sich doch helfen. Aber sag mal, wie geht es dir? Alles soweit in Ordnung? Du hast ja ganz schön lange geschlafen.“

„Mir geht’s gut, danke. Ich hab nur Hunger, glaube ich.“, antworte ich ehrlich.

„Hach, du hast ja das Mittagessen verschlafen. Stimmt. Aber ich kann dir noch ein oder zwei Brote machen, wenn du magst. Mit Käse oder mit Schinken?“

Regina lässt mir keine andere Wahl und ich entscheide mich für ein Käsebrot, schön dick mit guter Butter. Dass Brot so gut schmecken kann!

„Nachher gibt’s noch Abendbrot. Aber vorher machen wir dich mal sauber und ziehen dir was an. Ich müsste noch was im Schrank haben von Peter und Markus. Das müsste dir passen, auch wenn die Sachen schon etwas älter sind.“, sagt Regina und ist schon auf dem Weg, die Sachen zu holen.

Peter und Markus sind ihre anderen Enkel und die Cousins von Ulrike. Die beiden gehen schon auf die Realschule und sind nur noch selten hier zu Besuch. Gut so. Mit Jungs komme ich nicht so gut klar. Besonders nicht mit Älteren.

Regina kommt wieder in die Küche gewirbelt und drückt mir einen Stapel Kleidung in die Hand.

„Hier, bitte. Du kannst ja nicht ewig in dem Bademantel herumlaufen. Such dir was aus und dann ab zum Duschen.“

Ich schaue mir die Sachen an und bin froh und dankbar, dass sich Regina und Georg so gut um mich kümmern. Ich habe eine blaue kurze Hose, ein weißes T-Shirt, eine weiße Unterhose und kleine Socken mit Streifenmuster unterm Arm und gehe die Treppe nach oben zum Badezimmer.

„Geh nur hoch. Ulrike ist noch in der Dusche, aber sie müsste gleich fertig sein. Dann kannst du rein, oder brauchst du Hilfe?“, fragt mich Regina am Treppenabsatz. Ich sage, dass ich keine Hilfe brauche und alleine duschen kann. Zufrieden nickt sie mir zu und geht wieder zurück in die Küche.

Oben angekommen sehe ich, dass die Tür zum Badezimmer nur angelehnt ist. Ich höre, wie die Dusche läuft und schaue durch den Türspalt. Ja, ich bin neugierig.

Das Badezimmer ist ähnlich eingerichtet wie bei uns die Dusche im Erdgeschoss. Die gleichen Farben, der gleiche Spiegelschrank, die gleichen Vorlegeteppiche.

Die Dusche liegt genau gegenüber der Tür. Ich kann aber nichts Genaues sehen, da die Schiebetüren so komisch gemustert sind. Aber ich sehe etwas anderes.

Georg steht neben dem Waschbecken, mit dem Rücken zu mir, und schaut Ulrike beim Duschen zu. Braucht sie Hilfe beim Duschen? Nein. Das kann nicht sein.

Denn erst jetzt bemerke ich, dass Georg seine Hose etwas heruntergezogen hat und an sich herumspielt. Er schaut seiner Enkelin beim Duschen zu, auch wenn man kaum etwas hinter den Türen erkennen kann, und spielt mit seinem Penis!

Ich weiß nicht, was ich machen soll. Soll ich reingehen? Schreien? Weglaufen? Weiß Ulrike davon? Oder Regina? Will Georg auch bei mir zusehen? Oder mehr?

Ich will das nicht. Nur Mama darf mich nackt sehen! Ganz leise und langsam gehe ich einen Schritt zurück und dann wieder nebenan in Ulrikes Zimmer. Ich ziehe die Sachen an, die mir Regina gegeben hat, dazu noch ein paar Turnschuhe von Ulrike und atme dann tief durch.

Was ist bloß los hier? Das war eine bescheuerte Idee, hier rüber zu kommen!

Ich muss hier raus. Keine Ahnung, was dann passiert, aber hier werde ich es keinen Tag aushalten. Raus aus dem Zimmer, am Badezimmer mit Georgs Penis und der duschenden Ulrike vorbei, Treppe runter und zur Haustür. Ich schiebe die Messingkette zur Seite, drücke die Klinke herunter und verlasse das Haus. Als die Haustür ins Schloss fällt, fange ich an zu laufen.

Ich renne zur Straße, dann immer in Richtung Wald, der oben auf dem Hügel liegt. So schnell bin ich noch nie gelaufen, auch nicht im Turnunterricht. Völlig außer Atem komme ich irgendwann dort an und verstecke mich zwischen den Bäumen, bis es dunkel wird.

Ich brauche eine neue Bleibe. Und Mama… hoffentlich versteht sie warum ich weggelaufen bin.

Individualität über alles

… ist der Tod einer jeden Gesellschaft oder Gruppe.

Ich kann jetzt schon den Aufschrei der aktuell wegen jedem bisschen angepissten Freiheitsfetischist:-/*inne\|><#}}}[%*nennen hören, wie sie krakeelen und zetern, schimpfen und shitstormen und intolerant nach Toleranz verlangen, danach, dass die Gesellschaft was für sie tun soll, sich nach ihnen richten muss.

Es nervt. Jedes fitzelige Nervgrüppchen spielt sich heute auf und „verlangt“. Aber sie geben nichts. Sie tun nichts für die Gesellschaft. Sie fordern Rechte, erledigen aber keine Pflichten, lehnen sie ab, überantworten sie „den anderen“.

Man stelle sich einen Kleingartenverein vor. So mit Satzung, Vorsitzendem und eben den Mitgliedern. So ein Verein hat vielleicht 50 Mitglieder (Nein, liebe Genderspinner, „Mitglieder*innen“ geht nicht. DAS Mitglied. Wüsste man, wenn man Deutsch könnte. Hohlbirnen.)

Hält sich jeder an die Satzung, kommt seinen Pflichten nach, leistet seinen Beitrag und hält sich an die Regeln, geht es dem Verein gut.

Wenn jetzt von den 50 zwei oder drei keine Lust haben, ihren Beitrag zu leisten, die Hecke zu schneiden, Ruhezeiten einzuhalten und dafür ihr eigenes Ding zu machen, schadet das dem Verein, der Gruppe, der Gesellschaft.

Dasselbe gilt für jeden anderen Verein, für den Arbeitsplatz, für den Spieleabend und eben auch für die Bevölkerung eines Landes.

Diese zwei oder drei Querulanten werden in aller Regel sanktioniert oder müssen Strafen zahlen. Wenn sie weiter „ihr Ding“ machen und somit gegen den Verein agieren, wirft man sie raus.

Das funktioniert prinzipiell auch auf Staatsebene. Wer sich nicht an die Regeln hält, die Gemeinschaft ausnutzt, nur fordert und nichts einbringt, sich über alle anderen stellt, Regeln und Gesetze bricht, wird bestraft und zur Not weggesperrt.

Das ist gut so. Das muss so sein, einfach um die Masse vor wenigen Irren oder Egomanen zu schützen. Nur so kann eine Gruppe überleben. Die Gruppe muss stets über allem stehen.

Natürlich darf die Gruppe ihre Mitglieder nicht unterdrücken. Auch dann funktioniert sie nicht, wird nicht bestehen können.

Der Mensch braucht Freiheit und Individualität, damit er leben kann, damit Fortschritt entsteht, Wohlstand und Frieden. Aber ganz wichtig, geradezu essenziell, ist es, Grenzen zu respektieren und Regeln einzuhalten.

Freiheit braucht Grenzen. Wer schonmal Kinder erziehen musste, weiß das. Oder auch Hunde, da ist’s ähnlich.

Die eigene Freiheit hört immer da auf, wo die eines anderen beginnt.

Heute gehts aber – bei uns – nur noch um die eigene Freiheit. Man selbst hat Rechte, alle anderen die Pflichten. Wenn jeder so denkt, wird’s schwierig, oder? Wenn jeder nur Rechte hat, wer hat dann Pflichten? Wenn jeder über den Regeln steht, über der Gesellschaft, über der Gruppe, gibt es dann noch sowas wie eine Gemeinschaft?

Heute hält man das Gut der Freiheit und Individualität so hoch über allem anderen, dass man gar nicht merkt, wie dadurch die Gesellschaft zerstört wird.

Jeder ist „besonders“, jeder hat „Recht“, auf jeden muss man Rücksicht nehmen, jeder fordert und will und verlangt… ein riesiges Chaos.

Das ist keine Gesellschaft. Das ist eine Ansammlung von Menschen, die zufällig in derselben Gegend leben.

Tradition? Erziehung? Eigenverantwortung? Zusammenhalt? Etwas für andere tun, zum Wohl der größeren Gruppe und damit auch für einen selbst? Undenkbar! Wer sowas fordert ist ein „ewig gestriger alter weißer Mann“ . Oder Nazi. Oder Rassist, Klimaleugner, Frauenhasser, Umweltsau oder sonstwas in der Art.

Wer dagegen nur an sich denkt, immer nur fordert, andere manipuliert, belügt, betrügt, nimmt was er kriegen kann, der wird gelobt und geliebt. Zumindest scheint es so. Man nimmt sich was man will, scheißt auf die anderen und nutzt alles zum eigenen Vorteil. Die Maxime des 21. Jahrhunderts.

So kann keine Gesellschaft bestehen. Weder der Kleingartenverein, noch ein Staat von mehreren Millionen Menschen.

Es fehlt jemand, der diesen „ich will das aber so gefälligst“-Trotteln endlich mal sagt, dass sie still sein sollen. Nicht um deren Meinung zu zensieren (das läuft wenn dann eher umgekehrt), sondern um ihnen Grenzen aufzuzeigen. Um ihnen klarzumachen, dass sie Teil einer Gemeinschaft sind und nicht die Gemeinschaft für ihre Bedürfnisbefriedigung da ist.

Es fehlt jemand, der diesen verzogenen Menschen beibringt, wie man sich einfügt. Dafür muss man sich nicht aufgeben oder verleugnen, aber zu Rechten gehören immer auch Pflichten.

Hier habe die Eltern auf ganzer Linie versagt.

Der Staat soll’s richten, doch er handelt genauso wie die unfähigen Erzeuger dieser „Generation ICH“. Jedem wird Gehör geschenkt (gut), alles wird für wichtig befunden (schlecht), jeder Forderung wird nachgegeben, wenn nur laut genug geplärrt oder geshitstormt wird (tödlich).

Wenn ein verzogenes Balg an der Supermarktkasse nach einem Schokoriegel schreit, schüttelt man den Kopf.

Warum machen wir das nicht bei den ganzen AktivistInnen heute auch? Es ist nichts anderes – nur in etwas größerem Maßstab.

„IcH WiLl AbEr, DaSs AlLe NuR nOcH GrAs EsSeN uNd MiT dEm E-BiKe ZuR SaLaTbAr FaHrEN“ — „Ja, mein Kind. Das machen wir. Bist du dann auch wieder brav?“

🤦🏼‍♂️

Indem wir jedem Egomanen nachgeben, zerstören wir uns selbst auf lange Sicht. Wir verleugnen unsere Traditionen, unsere Geschichte und verbauen uns damit unsere Zukunft. Eine Gesellschaft lebt von Zusammenhalt. Will man es jedem einzelnen Recht machen, kann das nicht funktionieren. Ein Staat muss stützen und schützen, nicht gestützt werden, nicht sich bei allem verbiegen. Er muss Halt geben, Sicherheit. Er muss Grenzen setzen innerhalb derer man frei leben kann.

Je mehr man Individualisten nachgibt, desto weniger Halt gibt es, desto weniger bildet man eine Gemeinschaft. Es ist im Kleinen wie im Großen und eigentlich ganz einfach.

Wir haben nur verlernt, NEIN zu sagen. Angefangen bei den Eltern der letzten und vorletzten Generation. Das rächt sich jetzt. Ich bin gespannt, wo das hinführt. Und was passiert, wenn die Bälger von heute erwachsen sind (und nicht parasitär als Berufpolitiker ihr Dasein fristen).

Ich wünsche ein schönes Wochenende 😊

Ökos und ihre bescheuerten Rezepte

Meine Fresse, wie es mich nervt.

Aber ich bin ja selbst Schuld. Was benutze ich auch ein Brot-Rezept von der Parade-Ökospinnerseite schlechthin?

Allein dass da steht „X Minuten bei soundsoviel Grad, aber da wir nicht vorheizen um die Umwelt zu schützen, kann’s bei dir anders sein“ oder „Backblech mit Backpapier oder einer ökologischen Alternative“. Aber diese Alarmzeichen habe ich ignoriert.

Was diese Kasper können: labern.

Was sie nicht können: was Nützliches vollbringen.

Sollen die weiter ihre Klamotten aus Weizen stricken und hippe Superfoodkörner knabbern, mir egal. Ich bin geheilt und werde mich auch von Rezepten mit prominenten Namen im Titel nicht mehr blenden lassen. Was diese Nulpen da hinkritzeln mag für Hippies oder ähnlich „genügsame“ oder einfach gestrickte Menschen toll sein.

Der Rest, der ein bisschen auf Qualität achtet, Komfort mag und für den Zivilisation nicht gleichbedeutend mit dem Weltuntergang ist, sieht es anders. So wie ich. Leider etwas zu spät für das angedachte, frische Freitagsbrot.

Falls wer das supertolle, einfache Brotrezept ausprobieren möchte: Bitte.

Sagt mal Bescheid, wie lange euer Teig zum Aufgehen braucht, wenn ihr euch genau ans Rezept haltet. Ich bin derzeit bei 4 Stunden und habe zwei kompakte, graue Klumpen Beton.

Logisch, wenn man idiotischerweise dem Rezept glaubt und nicht der Packung Trockenhefe. Man müsste eigentlich 2 Päckchen nehmen, nicht nur 1. Mindestens. Wie ich mich gerade selbst ohrfeigen könnte, dass ich auf diesen offensichtlichen Mist reingefallen bin.

🤦🏼‍♂️🤦🏼‍♂️🤦🏼‍♂️

Vielleicht „weiß“ man das, wenn man sowas schonmal gemacht hat. Aber ein Rezept darf nicht auf Vorwissen aufbauen. Man sollte nicht orakeln müssen, wenn es um Mengen- oder Temperaturangaben geht. Ich meine… dafür ist ein Rezept doch da – dass man nach diesem arbeiten kann, oder? Ich habe keinerlei Erfahrung und muss mich auf die Angaben verlassen können. Klappt auch in aller Regel. Zumindest bei „normalen“ Seiten.

Meine Meinung: Finger weg von den weltfremden Ökos. Augen auch. Und Ohren. Am besten ganz wegbleiben, blocken, ignorieren. Die Seite ist sowieso einseitig bis zum Anschlag. Wenn ich sowas lesen will, tue ich mir das Wahlprogramm der Grünen an, während ich mich an einen Baum kette und mit Kotbeuteln werfe, weil ich in Ruhe Chiasamen mümmeln will!

PS: die veganen Ökoluschis sagen auch, dass man den Teig 1-1,5 Stunden gehen lassen soll. Macht das ruhig. Besonders wenn ihr auf Magen-Darm-Probleme abfahrt. Aber vielleicht ist der Körper der ALtErNaTiVeN dort auch schon an den ganzen absurden Scheiß gewöhnt… Alle mit weniger Realitätsverlust und ohne Ideologiebrille lassen den Teig 4 Stunden gehen. Das ist wesentlich gesünder, als sich an diesen ggf. sogar gefährlichen Stuss von Utopia zu halten.

Die reden ja auch von veganem Leder aus Ananas! Meine Güte…. 🤦🏼‍♂️

Heute Abend gibts Hack!