Verantwortungslose Egomanen

So könnte man den heutigen Mainstream beschreiben. Zumindest den, den wir überall wahrnehmen können. Ob das tatsächlich der Mainstream, die Mehrheit, ist, darf bezweifelt werden.

Die Mehrheit hält eben die Klappe und erträgt diese „verantwortungslosen Egomanen“. Damit ist die Masse weniger sichtbar und es entsteht der Eindruck, dass die Schreihälse zahlreich sind. Dabei sind es Bevölkerungsanteile im Promille- oder maximal unteren, einstelligen Prozentbereich.

Es handelt sich um Menschen, die fordern. Menschen, die wollen. Menschen, die eine bestimmte Vorstellung haben und erwarten, dass alle anderen dieser folgen. Ihnen ist egal, was alle anderen wollen. Sie wissen, was richtig ist, was gemacht werden muss.

Das stimmt. Nur fehlt da ein Satzteil. Sie wissen, was für sie richtig ist und was für sie gemacht werden muss.

Sie wollen etwas, also muss jeder andere dafür sorgen, dass sie es bekommen.

Ihnen gefällt etwas nicht, also muss jeder andere dafür sorgen, dass sich das ändert.

Irgendwas geht nicht so aus, wie sie wollen, also haben alle anderen Schuld daran.


Der alternde, verhinderte Rennradprofi, der trotz ausgebautem und bewchildertem, freien Radweg auf der Straße fährt, die Autos und LKW behindert und bei einem Unfall darauf pocht, dass die anderen besser aufpassen müssen. Er schreit nach mehr Rechten für sich und mehr Pflichten für andere. Er hält sich nicht an die Regeln, doch alle anderen sind Schuld.


Der Autofahrer, der auf der Autobahn hinter einem LKW hertuckert und plötzlich zum Überholen ansetzt, ohne nach hinten zu schauen. Alle anderen passen ja auf, können doch bremsen. Bei einem Unfall waren die anderen Schuld, die bestimmt gerast sind, sonst hätten sie ja bremsen können. Nur er selbst muss natürlich nicht drauf achten, was um ihn herum geschieht. Er will überholen, also macht er das. Er hat das Recht dazu und Pflichten gibt es im Zweifel nicht.


Jemand bewirbt sich für einen Job und erhält eine Absage. Heute liegt es nicht daran, dass man nicht qualifiziert oder sympathisch genug war. Auch nicht daran, dass andere besser waren, denn das ist nicht erlaubt, nicht möglich im Gleichheitsland. Es liegt mit Sicherheit daran, dass die Personaler Rassisten sind. Oder Frauenhasser. Oder Homophob. Schwierig wird die Argumentation nur, wenn man zu keiner dieser Gruppen gehört. Dann ist der Staat Schuld. Also müssen Quoten her. Und Strafen. Und mehr Rechte. Warum sich mit sich selbst auseinandersetzen, wenn man doch ganz einfach Zuspruch bekommt – und alles was man möchte? Man selbst ist stets Opfer, alle anderen Täter. Man verdient es, besser behandelt zu werden als die anderen.


Da sitzt man im Unterricht und kommt nicht mit. Man versteht einfach nicht, was der Typ oder die Frau da vorne von sich gibt. Anstatt dass die Eltern sich mit ihren Kindern beschäftigen und ehrlich sind, ihrem Kind helfen, ihn fördern und dazu motivieren, zu den anderen aufzuschließen, wird der egomane Weg gewählt. Es ist für einen selbst nunmal einfacher, alle anderen auszubremsen, damit man sich nicht schlecht fühlt, nicht zugeben muss, dass das eigene Kind eben doch nicht superschlau ist. Bestimmt ist es nur unterfordert. Doch wenn alle anderen sich zurückhalten, wird dieses Kind plötzlich zum Durchschnitt. So gewinnt man, während alle anderen verlieren.


Warum wird man als Mörder oder Totschläger hingestellt, verurteilt, muss in den Knast? Oder warum ist man plötzlich Kinderschänder? Das kann nicht sein, denn man hat ja nichts falsch gemacht. Die anderen haben einen provoziert, da muss man sich eben wehren. Sie standen im Weg oder wollten einem ihre Sachen nicht geben. Sie haben sich mit der falschen Frau eingelassen oder den falschen Kerl nicht respektiert. Oder sie standen nur zufällig am falschen Ort, als man plötzlich ausgerastet ist. Daran sind also alle anderen selbst Schuld. Genau wie die Kinder. Die haben doch alles mitgemacht, sind nicht zur Polizei gegangen, haben sich nicht genug gewehrt. Selbst schuld. Und wenn das alles nicht zieht, hat man bestimmt eine schlimme Kindheit durchlebt. Dann waren eben die Eltern Schuld oder der Freundeskreis, das Umfeld, die soziale Schicht. Irgendwas findet sich schon, damit man als Mörder, Vergewaltiger, Kinderschänder nicht Schuld ist, keine Verantwortung tragen muss.


Man kann auch einen Vertrag abschließen. Dann fällt einem auf, dass einem die Konditionen doch nicht gefallen, die Ware nicht zusagt oder man doch nicht genug Geld hat. Man könnte nun den Grundsatz „pacta sunt servanda“ anwenden, daraus lernen und das nächste Mal vorher über die Konsequenzen nachdenken, den Vertrag durchlesen. Oder man besteht darauf, dass die anderen Schuld sind. Man wurde zu wenig auf die Pflichten hingewiesen. Bestimmt sind diese auch ungültig, überzogen, illegal. Irgendwas findet sich schon, damit man sich aus der Verantwortung stehlen kann. Rechte gibts immer. Notfalls biegt man sie eben passend. Davon lebt ein ganzer Berufsstand. Pflichten sind zu vermeiden. Die haben nur die anderen.


Das ist die Welt, die wir heute präsentiert bekommen. Doch es ist nicht die Mehrheit! Allerdings lässt die Mehrheit durch ihr Schweigen zu, dass die „verantwortungslosen Egomanen“ immer mehr Einfluss gewinnen.

Regeln DIENEN einem, nur die anderen müssen sie einhalten. Für das eigene Versagen, das Schicksal oder Unvermögen sind stets alle anderen verantwortlich. Ebenso haben alle anderen dafür zu sorgen, dass es einem selbst gut geht, man sich wohlfühlt.

Lärm in der Mietwohnung ist unverschämt. Außer wenn man selbst es ist, der stört. ICH bin wichtig, wICHtig. Alle anderen haben sich zu fügen. So hat man es gelernt in einer Erziehung ohne Grenzen und mit Freiheiten ohne Pflichten 🤷🏼‍♂️

Kaum jemand sagt „NEIN“, kaum jemand setzt ihnen Grenzen. Manchmal aus Desinteresse, weil man es nicht für wichtig hält und nicht sieht, wohin das führt, wenn man jedem alles nachträgt. Oft aber auch aus Angst. Wer das Verhalten kritisiert wird mittlerweile als Gegner der Sache hingestellt. Es wird mit zweierlei Maß gemessen.

Wir haben zu lange zugeschaut, wie kleine Grüppchen von Egomanen ihr Ding machten. Wir haben sie gewähren lassen, haben integriert und toleriert, haben Zugeständnisse gemacht, mehr Rechte geschaffen und uns zurückgenommen.

Mit jedem Akt dieser Art wollten sie mehr, wurden dreister, fordernder und rücksichtsloser. Wie ein verzogenes Kind, dem man immer nachgibt. Nun werden wir nicht mehr Herr über diese Grüppchen und lassen uns von einigen wenigen diktieren, was wir dürfen, müssen, sollen. Wir geben nach damit wir Ruhe haben, weil wir wirklich tolerant sind und an das Gute glauben. Doch wir werden nur ausgenutzt, als schwach angesehen – WEIL wir nachgeben.

Genauso wie Eltern nicht respektiert werden, wenn sie keine Grenzen setzen.

Dabei hilft es, bewusst „NEIN“ zu sagen. Wer damit nicht klarkommt, will nicht lernen, wachsen oder Probleme lösen. Der will nur seinen Willen durchdrücken, andere unterwerfen. Um solche Menschen ist es nicht schade, wenn sie aus dem eigenen Leben verschwinden. Würde jeder konsequent Grenzen setzen, könnte die Gesellschaft das Versagen der Eltern kompensieren, die Krakeeler, Aktivisten und Lobbyisten und was es alles gibt verstummen lassen, oder ihnen zumindest keine Aufmerksamkeit mehr schenken. Sie müssten lernen, dass nicht alle anderen, sondern SIE sich anzupassen haben. Zumindest in einer Gesellschaft, die nicht aus gleichgeschalteten Robotern besteht, sondern vielfältig ist.

Doch die Gesellschaft ist eingeschüchtert. Sie glaubt, sie kann nichts ändern, dass diese Grüppchen voller verantwortungsloser Egomanen zu groß sind. Dabei sind sie nur potemkinsche Dörfer, von denen wir uns zum Narren halten lassen.

5 Kommentare zu „Verantwortungslose Egomanen

  1. Das Schlimme ist doch, dass man fürchten könnte, dass das Wort NEIN ohnehin bald verschwindet.
    NEIN paßt nicht zu Taktik und Diplomatie.
    Auch nicht zu all dem Schwammigen, Verlogenen und Verschleiern.
    Außerdem gilt das Nein ohnehin nichts.

    Weder gegenüber Gewalttätern, noch dann, wenn man Opfer und Täter auseinander halten will.
    Wenn es in Gerichten darum geht, ob sich ein Opfer auch genug gewehrt hat.
    Auch nicht bei Jenen, die denken, ihnen stünde ALLES zu.
    Wer fragt denn noch, was der ANDERE will? Oder NICHT will?
    Man soll doch verfügbar und benutzbar sein.
    In der Arbeitswelt, unter Nachbarn und „Freunden“?
    Auch in Familien.
    Sag mal nein – und schau, was passiert.

    Ich glaube, ich erlebe erst jetzt, die letzten … 4-6 Jahre hin und wieder – und dann eher bei „bezahlten Kontakten“, also Sozialarbeiter und Therapeuten – dass mein Nein tatsächlich Sinn macht.
    Inzwischen auch bei meinem Mann und der Tochter.
    Aber ich bin inzwischen 50. Und all die Jahre davor mußte ich unablässig über mein Nein diskutieren; es verteidigen; es erklären; andere davon überzeugen, dass ich es wirklich ernst meine.
    Und es für mich wirklich Sinn macht.
    Dieses, mein NEIN.

    Selbst mein Mann mußte es lernen – weil auch *sein* Nein nie etwas galt.
    Vielleicht lag es auch daran, dass auch ich *selbst* erst lernen mußte, mein eigenes Nein zu fühlen.
    Vielleicht akzeptieren andere Menschen oft nur ein auch GEFÜHLTES Nein.
    Wobei das ja dann *deren* Thema wäre, es zu lernen.

    Ich könnte mir vorstellen, dass diejenigen, die „die Mehrzahl“ sind,
    im Gegensatz zu den „Schreihälsen“
    eher durch die *schwarze Pädagogik* groß wurden – und die anderen eher *frei*

    Die Mehrzahl eher lieblos und mit harten Grenzen; Schlägen und klaren Ansagen gefügig gemacht wurde – ich sage nur Nachkriegsgeneration.
    Während die anderen „sich entfalten“ durften – 68ger?

    Keiner will heute die Fehler der Alten wiederholen.
    Die *schwarze Pädagogik* will heute keiner mehr.
    Also macht man es anders; womöglich anders falsch.
    Es müßte sich eine Mitte finden lassen – mit Grenzen einerseits; dem Rahmen
    und Freiheit zur Entfaltung und -wicklung andererseits.
    Liebevolle Führung und Unterstützung.
    Aber wer kann das wirklich?
    Erziehung ist oft eine Art Glückspiel; ein Versuchslabor.
    Je unreflektierter man noch ist, desto mehr wiederholt man unbewußt das Selbe;
    obwohl man bewußt das Gegenteil tut (tun will),
    von jenem, das man selbst erlebte.
    Liebe Grüße

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    1. Man kann durchaus Parallelen zur Hundeerziehung ziehen. Wer da keine Grenzen setzt, wundert sich später, warum die Fellnase nicht hört, nicht kommt, bellt, randaliert, an der Leine zieht. Man würde ihm doch so gerne Freiheiten gönnen, aber er hört ja nicht.
      Oder das andere Extrem, dass man den Hund wegsperrt, schlägt, ihn einschüchtert und dann sich wundert, warum er nicht hört, aggressiv ist – und auch ihm kann man keine Freiheiten geben, weils zu gefährlich ist.
      Beides sind falsche Wege. Der eine offensichtlich (Gewalt), der andere subtiler (Verhätschelung). Beides führt dazu, dass der Hund bzw. das Kind keinen Respekt kennt, keine Grenzen akzeptiert oder wahrnimmt und nur darauf bedacht ist, dass das eigene Wollen befriedigt wird. Entweder weil man sonst untergeht (Gewalterziehung) oder weil man gewohnt ist alles zu kriegen was man will (Kuschelkurs).
      Die Hundeschulen sind voll mit Leuten, die Hilfe suchen und nicht begreifen, dass sie selbst das Problem sind. Der Hund ist das Problem! Da muss es die Schule richten. Oder man schneidet irgendwas ab, dann wird er gefügig. Und wenn nicht, ist’s eben ein Problemhund, muss auf irgendeine Liste oder wird gleich ins Heim gepackt.

      Ich frage mich, ob diese Leute auch mit ihren Kindern so umgehen, sie so erziehen. Falls sie welche haben. Ich tippe mal auf „ja“.

      Hunde sind nicht je nach Rasse „böse“. Genausowenig wie Menschen. Deswegen ist Rassismus Quatsch (und weil es keine verschiedenen Menschenrassen gibt). Aber deswegen gilt das auch andersrum.

      Menschen sind das Produkt ihrer Erziehung. In frühester Kindheit lernt man, woran man sich orientiert. Was da versaut wird – aktuell von den Hippies, nicht mehr von der Nachkriegsgeneration – macht „den anderen“ über Jahrzehnte das Leben schwer. Aber „die anderen“ sollens auch richten. Schließlich haben die ja ein Problem, oder?

      Warum sollte man denn seinen Hund, der nicht hört, pöbelt, beißt, keine Grenzen kennt, anleinen? Sollen die anderen doch woanders Gassigehen oder halt aufpassen.

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      1. Ja, da spreche ich auch oft mit meinem Mann drüber – der ist mit Hunden aufgewachsen.
        Vielleicht sollten Menschen oft erst an Hunden erkennen (lernen, sollen), was sie ansonsten ihren Kindern antäten – aber klar… da schreit der Tierschutz (zu Recht).

        Aber ich selbst sehe mich durchaus sogar noch als „Nachkrieg“ – weil ich direkt bei Oma aufwuchs, mit all ihren seelischen Dellen bzgl. „nichts haben“, sparen und knausern. Und hausen im Haus ohne Heizung und Schimmel-Essen.
        Und auch mein Vater einen Schaden davon abgekriegt hat.

        Das mit den *Menschenrassen* find ich gut.
        Menschen und Hunde mögen verschiedene Bedürfnisse und Charakterausprägungen haben – aber am Ende ist ein Hund ein Hund; ein Mensch ein Mensch.
        Und vollkommene Freiheit ist leider keine Freiheit – sondern Gleichgültigkeit und Ignoranz.
        Die dann oft durch partielle Gewalt versucht wird, in einen Rahmen zu setzen; zeitweise.

        Wie soll man sich hieran orientieren….

        Wobei ich zugeben muß, das auch selbst so gesehen zu haben…
        Wenn meine Tochter hemand auf den Sack geht, soll er es ihr selbst sagen.
        Ich dachte aber, dass es wichtig ist, dass sie lernt, dass auch andere Menschen Grenzen haben.
        Heute denke ich, das war genauso falsch, wie das bei den von dir erwähnten Gassigehern – wenn auch anders.
        Gebellt oder gebissen hat sie nie 😉

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      2. Gestern gabs wieder TrashTV. Schwiegertochter gesucht. Die neuen Kandidaten….
        Da sieht man jedesmal, warum diese Typen keine Frau (mehr) haben. Diesmal gibts auch ein oder zwei Ausnahmen, aber der Rest ist erzieherisch völlig verkorkst worden. Da lebt man mit 50 noch bei Mama, die ja die beste Freundin ist und Praktischerweise den O-Saft zum Frühstück macht. Mama weiß auch, was richtig ist, was der Sohn möchte. Also sagt sie – nicht er – was er an einer Frau toll findet. Und natürlich soll die Frau (oder der Mann, ein Schwuler ist diesmal auch dabei), Rücksicht nehmen auf die Eigenheiten. Sie muss damit klarkommen, sonst wird das nix. Umgekehrt hat man aber freie Auswahl.
        Man selbst muss nicht umziehen oder Gewohnheiten anpassen. Das muss nur der jeweils andere.
        Mit diesen Forderungen gehen Leute ins Fernsehen. Und sie begreifen nicht, warum sie allein sind. Bestimmt sind’s die anderen. An einem selbst kann es ja nicht liegen. Und erst recht nicht an Mamas liebevoller Erziehung.

        Deswegen mag ich TrashTV. Man erhält manchmal interessante Einblicke. Die müssen nicht allgemeingültig sein, doch zeigen sie ein Muster. Diese Egozentrik ist allgegenwärtig. Sicher gabs die schon immer, aber gerade in Zeiten von SM merkt man erst, welche Probleme daraus entstehen können.
        Einsamkeit, Gewalt, Hass. Da wird nicht mehr friedlich demonstriert, da wird gleich was zerschlagen, Polizisten verdroschen, Autos angezündet. Warum auch nicht? „Ziviler Ungehorsam“ haben das unsere Oberen genannt. Man muss nur irgendeine „gute“ Sache auf ein Plakat schreiben, dann darf man sich verhalten wie der letzte Dreck – und andere als solchen bezeichnen, ihnen den Tod wünschen und zu Gewalt aufrufen.

        Der Erziehungs-Kuschelkurs und das Outsourcen jeglicher Verantwortung trägt Früchte. Mir graut es davor, wenn diese „Menschen“ mal wirklich Macht erhalten.

        Was passiert, wenn man ein verzogenes Kind zum Geschäftsführer eines Spielzeugladens macht? Oder eines Supermarkts? Oder eines Transportunternehmens? Der Polizei? Wenn es bestimmen darf, wie die Regeln sind?
        Was passiert, wenn wir diesen Bälgern nicht nur keine Grenzen setzen, sondern ihnen mehr und mehr Rechte und Macht geben?

        Wir sehen das Ende des Jahres bundesweit. Im schlimmsten Fall herrschen dann überall in DE Zustände wir in Berlin, Bremen, NRW, Hamburg. Täglich ein Dutzend Sexualdelikte (ohne Dunkelfeld!), Drogen- und Clankriminalität, Arbeitslosigkeit bis zum Anschlag, Korruption, Schulden, Geldverschwendung.

        Und Schuld haben die anderen. Nicht das eigene Unvermögen, das eigene Versagen, die eigene Egozentrik 🤷🏼‍♂️

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  2. Schwiegertochter gesucht kommt wieder?
    An mir geht so vieles vorbei, zur Zeit.
    Biggest looser hab ich auch nicht mitgekriegt.

    Hab ich auch oft schon geguckt – früher.
    Mein Mann findet das alles zum Kotzen – IST es auch irgendwie. Aber ich hab´s trotzdem gern geguggt.

    Ok – wenn ich an meinen Mann denke, dann hätte er durchaus in Teilen ebenfalls zu *Schwiegertochter gesucht* gepaßt. Zumindest, wenn man sich an seiner Mutter orientiert und daran, wie „gut sie ihn erzogen hat“.
    Er war anfangs auch völlig überzeugt davon, dass das alles GUT ist so.
    Seine Mutter haßt mich – klar… ich „versaue ja ihren Sohn“.
    Überall erzählt sie, „wie sehr er unter mir leidet“ und wie böse ich bin; was ich alles will und verlange und überhaupt.
    Klar – sie hoffte auf eine Schwiegertochter, die sie sich genauso gefügig formen könnte, wie ihn.
    Und dann kam ICH.

    Und mit den Jahren wird all der Mißbrauch sichtbar, den sie da veranstaltet.
    Und mein Mann wird konfrontiert mit seiner absoluten Lebensunfähigkeit und all seinen Ängsten.
    Das ist bei diesen Söhnen dort genauso.
    Die KÖNNEN garnicht alleine Leben.
    Und es ist grausam, derart abhängig zu sein und jemanden zu brauchen für jeden Furz im Leben.
    Weil man vor lauter Angst kaum in der Lage ist, sich den eigenen Arsch zu putzen.

    Aber es gibt zum Glück ja doch auch Chancen.
    Noch erwachsen und autonom zu werden. Wenn man WILL.
    Und wenn man bereit ist, sich all dem zu stellen.
    Nur hat „Mama“ dann meist verschissen.
    Aber der Weg ist HART – und kaum einer mag ihn gehen.

    Es ist schrecklich, wenn man Menschen genauer betrachtet und all ihre unreflektierten Gefühle.
    Wie sehr sie Spielball werden für Werbung, „Influencer“, Esotheriker und andere „Ratgeber“.
    Weil sie weder Meinung haben, noch Ahnung.
    Aber unbedingt so TUN wollen; so WIRKEN.

    Mir fehlen wirklich aufrechte Menschen.
    Mit Verstand, Weitsicht UND Empathie.
    Menschen, die echte Vorbilder sind und Mut machen können, man SELBST zu sein.
    Ohne dabei blind zu sein für andere.
    Unbequem, aber echt.
    Mutig und zukunftsorientiert.
    Aber WENN man mal einen der wenigen sieht, dann kann man es ihnen auch ANsehen und fühlen.
    Solche Menschen haben Aura.

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