Sexueller Missbrauch / Divers

Zwei Probleme, drei Zahlen.

Unterschiedliche Bereiche, doch ein Paradebeispiel dafür, was heute als wichtig oder wichtiger dargestellt wird.

Hierbei geht es nicht nur um die Präsenz in Medien und Parteiprogrammen, sondern auch um das, was effektiv getan wird, was man wie schnell umsetzt und wem das eigentlich hilft.


314.000 missbrauchte Kinder pro Jahr, das sind die Zahlen des BKA und entsprechende Dunkelfeldschätzungen. Die WHO geht allerdings von knapp 1.000.000 Fällen in Deutschland aus.

Über Jahre und Jahrzehnte wurde immer wieder gefordert, ja sogar regelrecht darum gebettelt, dass das Strafrecht bzgl. sexuellem Missbrauch von Kindern verschärft wird. Sexueller Missbrauch war ein Vergehen, kein Verbrechen, was sich erst kürzlich nach langem Hin und Her geändert hat.

2001 – vor 20 Jahren! – hatte Gerhard Schröder schon für härtere Strafen plädiert, doch getan hatte sich bis jetzt nichts. Im Gegenteil: es wurde sich mit Händen und Füßen dagegen gewehrt, solche Monster härter zu bestrafen.

20 Jahre hat es gedauert, bis „Bewährung“ zur absoluten Ausnahme gemacht wurde. Und als es darum ging, die Gesetzesänderung endlich zu beschließen, haben sich FDP, Grüne und Linke der Stimme enthalten. Nur CDU, AfD und SPD stimmten dafür. Nach 20 Jahren.

314.000 (oder 1.000.000) Kinderseelen pro Jahr sind diesen Parteien scheinbar nicht so viel wert. Nichtmal eine Stimme, eine Meinung… da ging es um eigene Vorstellungen, die nicht in den finalen Text der übernommen wurden. Prinzipien statt Handeln. Sturheit statt Hilfe.

Nach ewig langem Schweigen und Zögern.


Dagegen wurde ein anderer Missstand fast umgehend beseitigt: Seit Ende 2018 gibt es offiziell das „dritte Geschlecht“. Behördliche Formulare wurden angepasst, Stellenausschreibungen lauten stets auf (m/w/d), es gibt Unisextoiletten und man will der Bevölkerung mit aller Macht das Gendern aufdrücken.

Seit 2013 konnte man das Feld „Geschlecht“ im Geburtenregister freilassen bzw. die Zuordnung zu „männlich“ oder „weiblich“ löschen lassen. Dagegen wurde Verfassungsbeschwerde eingelegt, da es nicht möglich war, „inter “ oder „divers“ eintragen zu lassen. Der höchstrichterliche Beschluss erging 2017 und ab Dezember 2018 war dieser Missstand behoben.

Bisher haben 413 Menschen ihr Recht auf Eintragung von „divers“ als Geschlecht wahrgenommen. Darunter befinden sich auch 19 Neugeborene.

80.000 bis 120.000 Intersexuelle gibt es laut Schätzungen in Deutschland.


Und das ist der Punkt, an dem ich mich frage, was bei mancher Politikerin oder Staatsanwältin falsch läuft!

Niemand soll und darf diskriminiert (oder bevorzugt) werden. Jeder hat ein Recht auf ein Leben in Ruhe, Frieden und Freiheit. Ich freue mich, dass hier innerhalb von 5 Jahren etwas erreicht wurde, was zwar wenige Menschen betrifft und noch weniger annehmen, aber wenigstens haben sie jetzt die Möglichkeit dazu!

Warum geht das nicht bei 314.000 – 1.000.000 Kindern? Warum dauert das Jahrzehnte? Warum enthalten sich gerade die Parteien, die doch so extrem nach Gleichberechtigung und Gerechtigkeit schreien?

Warum bewegen 413 – 100.000 Menschen eher zum Handeln als 314.000 – 1.000.000? Sind Kinder weniger wert? Warum? Weil sie nicht wählen dürfen und somit nichts „bringen“?

Warum hat man es nicht umgekehrt gemacht, Prioritäten gesetzt nach Anzahl? Oder warum lief das nicht wenigstens parallel, mit gleicher Vehemenz? Warum sind die Belange von 413 – 100.000 Menschen in den Wahlprogrammen verankert, während man sich bei härteren Strafen für sexuellen Kindesmissbrauch in 314.000 – 1.000.000 Fällen enthält?

Ein ganzes Volk – 83.000.000 Menschen – soll Gendern und sich anpassen an die Bedürfnisse von 413 – 100.000 Menschen. Gleichzeitig scheren sich die, die das politisch fordern, nicht um 314.000 – 1.000.000 missbrauchte Kinder, die ebenfalls Teil der Bevölkerung sind.

Die sind ihnen scheinbar noch nichtmal ein klares „Ja“ oder „Nein“ wert.

😡

5 Kommentare zu „Sexueller Missbrauch / Divers

  1. Darf ich provozieren?
    Oft denke ich darüber nach,
    dass in anderen Kulturen Kinder verheiratet werden.
    Oder dass es Völker gibt, wo die Töchter von ihren Vätern „auf die Ehe vorbereitet“ werden.
    Dort heißt es oft, dass das keinn Trauma sei, da es als Ritual über Generationen NORMAL ist.
    Es gibt auch Länder, in welchen Sodomie nicht unter Strafe steht.

    Ich fürchte, dass es zu viele Einflüsse gibt von außen; von „anderen“, die permanent erklären, dass die Sexualität von Kindern zu respektieren und auch möglich gemacht zu werden sei.
    Dass noch immer viel zu viele Erwachsene (im eigenen Interesse) für Kinder sprechen.
    Dass Kinder nach wie vor *unglaubhaft* sind, weil die doch garnicht wissen, wovon sie sprechen.
    Weil ihnen doch *die Erfahrung* fehlt und *das Wissen*.

    Weil es – auch gegenüber erwachsener Frauen – oft so einfach ist zu sagen,
    dass man nur nicht weiß, was gut sei und was man braucht.
    Und ein Weinen oder ein Nein oft eh nur als Hysterie aufgefaßt wird.
    Weill Gefühle anderer Menschen – im Vergleich zu den eigenen Bedürfnissen – nichts gelten.
    Und man sich alles irgendwie zurecht drehen kann.
    Kindern kann man das schon einreden und so erklären, dass sie das Märchen von der Liebe glauben.

    Und offensichtlich glauben auch sehr viele Erwachsene noch,
    dass es Liebe ist, wenn ein Erwachsener ein Kind nimmt.
    Ist doch woanders auch nicht anders….
    – oder so.

    Wir dürfen einfach nicht aufhören zu schreiben.
    Und anzuprangern.
    Dass wir das wirklich nicht gewollt haben.
    Und es auch nicht schön war.
    Dass die Täter bestraft werden müssen.

    Gefällt 1 Person

    1. Danke! Auf Twitter gäbs jetzt einen riesigen Shitstorm. Man will sich nicht mit Relationen befassen und man will auch keine echten Probleme angehen oder nur benennen.
      Das ist unangenehm.
      Da muss man was tun.
      Da muss man sich selbst hinterfragen.
      Da kann man nicht einfach auf andere zeigen.
      Heute gehts – wie du sehr schön ausgeführt hast – nur noch um Egoismus, um den eigenen Vorteil.
      Dafür kann man alles instrumentalisieren – sofern es nicht zu anstrengend ist.

      Missbrauch durchdringt alle Bevölkerungsschichten. Da genügen Slogans und Hashtags nicht. Und da gibts keine Wähler zu gewinnen. Deswegen passiert da nichts.
      Da macht man sich sogar Feinde, deswegen enthält man sich wohl besser bei Abstimmungen.

      Kinder sind das Wertvollste, was eine Gesellschaft zu bieten hat. Ohne Kinder stirbt sie. Und dennoch behandeln wir sie wie Ballast.

      Kinder sind vollkommen abhängig von Erwachsenen. Sie lernen von ihnen, was normal ist, was richtig und was falsch ist. Sie haben keine Wahl, sind unbeschriebene Blätter, die zunächst vorbehaltlos vertrauen. Mit ihnen kann man machen was man will.
      Sogar die Erziehung zu frühkindlicher Masturbation und das Beibringen verschwundener Formen der Liebe. Im Kindergarten.

      Es ist ekelhaft, dass wir so mit ihnen umgehen sollen. Und es widert mich an, dass solche „Menschen“ gewählt werden.
      Für mich sind die Wähler dieser Parteien Mittäter, die sich ebenfalls enthalten oder gegen härtere Strafen sind.
      Es gibt ja auch Wichtigeres wie man sieht. Gut, es betrifft nur ein paar hundert Leute und nicht mehrere Hunderttausend bis eine Million, aber die dürfen wählen und machen sich gut auf Demos und Paraden.

      Wo sind denn die Demos für die Kinder?
      Die interessieren nicht. Höchstens als Rohwählermaterial, wenn gerade nichts anderes praktischer ist. Oder wenn man sie von klein auf formen kann wie es einem gerade in die Agenda passt.

      Die haben sich ENTHALTEN!
      Das muss man sich mal klarmachen!
      Und sie werden für ihre menschenverachtende Politik gefeiert.
      Es ist ekelhaft und traurig, wie Kinder gleichzeitig benutzt und ignoriert werden.
      Wie ein Spielzeug, das man wegwirft, wenn man gerade keine Lust mehr hat, keinen Nutzen mehr sieht.

      Taten sagen eben mehr als Worte. Wo der Fokus (nicht) liegt, kann jeder nachlesen.

      Gefällt 1 Person

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