Zockerleben im März 2021

Aufräumarbeiten bei Yakuza Kiwami 2, Yakuza 3, 4 und 5 – das war’s im März bei mir. Teil 5 wird im April beendet und ich frage mich, was wohl nach Yakuza auf mich wartet? Es gibt zwar Unmengen an Spielen, aber irgendwie… ich weiß nicht. Ich vermisse die Yakuza-Spiele jetzt schon, auch wenn ich noch ein paar Wochen damit zu tun haben werde. Immerhin gibts ein paar Filme bei Amazon Prime, die ich mir schon auf die Watchlist gepackt habe und ein ähnliches Setting haben sollen.

Ich bin gespannt. Die Verfilmung von Yakuza 1 war jedenfalls, nunja, nicht gut 😉



Yakuza 3 Remastered

Game Pass // Die Sucht lässt nicht nach. Wer von den Vorgängern und Remakes „Yakuza 0“, „Yakuza Kiwami“ und „Yakuza Kiwami 2“ kommt, rennt erstmal gegen die Alterswand. Yakuza 3 Remastered ist eben kein Remake. Im Grunde ist es dasselbe Spiel, dass vor über 10 Jahren für die PS3 erschienen ist. Inklusive schlimmem Kampfsystem, seltsamer Animationen und nur leicht angepassten Texturen. Die Story ist allerdings auch gleich geblieben und auf einem gewohnt hohen Niveau. Klar, man muss sich umstellen – egal ob Menüs, Kampf, Bewegung, Steuerung – eigentlich alles. Doch die Story macht das locker wett. Mit Teil 6 wird ja auch der Rest wieder besser 😉

Es wurden ein paar Substories geschnitten (irgendwelche Aktivisten haben sich wegen einem Okama bzw dessen Sidestory aufs Füßchen getreten gefühlt 🤷🏼‍♂️) und auf dem Cover hat Kiryu keine Zigarette mehr im Mundwinkel. Sonst halten sich die Änderungen – positiv wie negativ – aber in Grenzen. Wer wissen will, wie es mit Kiryu Kazuma-san weitergeht, kommt sowieso nicht an diesem Teil (und allen anderen) vorbei.


Yakuza 4 Remastered

Game Pass // Neue Gesichter. Und alte. Gut und böse sind relativ. In der Yakuza-Reihe gilt das umso mehr und wird stets in den superb erzählten Geschichten deutlich. Y4R macht da keine Ausnahme. Technisch ist es ähnlich wie der Vorgänger, die Grafik und die Atmosphäre wirken aber etwas frischer. Man darf auf den Dächern rumlaufen und es gibt eine „Unterwelt“. Zudem erlebt man die komplexe Story aus verschiedenen Blickwinkeln, ähnlich wie in Yakuza 0, nur dass es hier 4 Protagonisten sind.

Die Kämpfe sind endlich wieder befriedigend und weniger nervig. Abwechslung kommt über die verschiedenen Charaktere, die jeder einen anderen Kampfstil haben.

Wer alles verstehen will, muss alle Vorgänger gespielt haben. Aber wer fängt schon mit Teil 4 (bzw Teil 5) mit einer Spielereihe an?

Es gibt immer noch „nur“ englische Untertitel und japanische Sprachausgabe. Das sollte im 21. Jahrhundert aber kein echtes Problem mehr darstellen. Leider kann man auch hier die Zwischensequenzen nicht pausieren. Immerhin hilft es jetzt, wenn man die Akkus aus dem Controller entnimmt. Und natürlich ist das Quick Resume-Feature der Xbox Series X Gold wert!


Yakuza 5 Remastered

Game Pass // Kann ich dazu viel sagen, ohne dass ich was verrate? Wahrscheinlich nicht, also belasse ich es bei den Highlights und gehe nicht groß auf die Story ein.

Y5R spielt man erneut nacheinander aus der Sicht mehrerer – 5 um genau zu sein – Protagonisten. Die grafischen Unterschiede zu Y4R halten sich in Grenzen, sind aber spürbar und im direkten Vergleich mit den „Remastered“-Vorgängern deutlich.

Man kann von Autos angefahren werden, es gibt noch mehr abseits der Hauptgeschichte zu tun und man kann nicht nur Karaoke singen, sondern sich auch mit Trommeln im SEGA-Arcade vergnügen, tanzen, angeln, Rennen fahren, jagen, …

5 Städte warten auf Erkundung und die Dokumentation von touristischen Highlights mittels Fotoapparat. Und wer sich schon immer mal als japanisches „Idol“ fühlen wollte, hat hier ebenfalls Gelegenheit dazu.

Die PhotoBox ist endlich (wieder) da, man kann fischen, Hostess-Clubs besuchen, jede Menge essen in sich reinstecken (sofern man hungrig ist), Darts und Billard spielen und jede Menge mehr. Dazu gibts noch um die 80 Nebenaufgaben und etliche, lange und gut gemachte Zwischensequenzen – die man endlich pausieren kann! Und die Minimap hat wieder eine Markierung für „Norden“.

Die Kämpfe fühlen sich erneut recht gut an, auch wenn sehr viel geblockt wird. Aber es wurde eine Art „Boost“ eingebaut und eine Heat-Action-Bremse. Die Dance Battles sind eine Sache für sich, aber das muss jeder selbst erfahren haben.

Gerade die Karaoke-Songs haben es mir angetan, speziell „Machine Gun Kiss“. Ich musste mir einfach den Soundtrack kaufen 😁

Die Story hat Yakuza-typisch jede Menge Twists, Pathos, Lehrreiches, Lustiges und Übertreibungen. Es geht um Ehre, Liebe, Verantwortung, Neid, Schmerz und Trauer. Das übergeordnete Thema lautet hier „Träume“ und wie man sie wahr werden lässt… und für wen… und warum.

Wieder ergibt erst am Ende alles einen Sinn, auch wenn er mir fast etwas konstruiert vorkam. Es hat eben auch etwas von einer Seifenoper, aber im Positiven.

Ich bin fast schon ein bisschen traurig, wenn ich daran denke, dass es nur noch Teil 6 (mittlerweile auch im Game Pass enthalten) und den aktuellen Teil „Like A Dragon“ aus der Reihe gibt.

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