Yakuza: Like A Dragon (Xbox Series X)

Warum ich gerade zu diesem Yakuza-Teil einen eigenen Beitrag erstelle?

Nun, es ist der erste Teil, der mit einem neuen Protagonisten aufwartet. Kiryu Kazumas Geschichte ist auserzählt und es wurde Zeit für einen neuen „Helden“. Weniger grimmig, etwas „lustiger“, alberner, lockerer, abgedrehter.

Zudem hat man den Neustart bei SEGA genutzt, um das Kampfsystem umzustellen. Man bestreitet seine Kämpfe nicht mehr in typischer Brawler-Manier, sondern, wie in JRPGs üblich, rundenbasiert.

Genug Änderungen also, um dem aktuellsten Teil dieser grandios erzählten Gangster-Reihe einen eigenen Beitrag zu widmen.


Eins vorweg: nehmt euch Zeit, spielt nicht mit Walkthroughs. Probiert alles aus und beschäftigt euch mit dem, was euch die Spielwelt abseits der Hauptgeschichte bietet.

Das gilt im Grunde für alle Yakuza-Teile, für Like A Dragon jedoch umso mehr. Es spielt sich wie ein JRPG und sollte entsprechend angegangen werden.


Ich spiele das Spiel mit japanischer Sprachausgabe und englischen Untertiteln. Deutsch als Textsprache ist auch vorhanden, jedoch so billig und teils falsch und lückenhaft übersetzt, dass sich niemand damit einen Gefallen tut. Kleines Beispiel:

I‘m not that girl anymore. I am a vagrant on a quest for vengeance. Do you know how many times I‘ve awoken in the night, having dreamt of drawing that dagger?“

„Ich irre auf der Suche nach Rache umher. In vielen Träumen habe ich diese Klinge gezogen.“

Wer auch immer das übersetzt hat: You had 1 job…🤦🏼‍♂️


Die ersten 5 Kapitel dienen als Tutorial und erzählen die Hintergrundgeschichte von Kasuga Ichiban, dem neuen Hauptdarsteller, der Kleidung in denselben Farbei trägt wie Kiryu Kazuma – nur vertauscht.

Ich werde hier nicht spoilern, doch so viel sei gesagt: man arbeitet sich hoch. Von ganz unten. Weiter unten gehts nicht.

Ein interessanter Ansatz und wirklich gut inszeniert.

Auf dem Weg nach oben entdeckt man durchaus Parallelen zur Geschichte von Kiryu Kazuma, sieht bekannte Orte aus einem anderen Blickwinkel und lernt neue Gefährten kennen. SEGA hat hier wirklich gute Arbeit geleistet.

Verrat, Treue, Ehre, die Sorgen der kleinen Leute, Politik und wie diese Aktivistinnen pusht und benutzt, der Wandel der Zeit allgemein, Clankriminalität und -Rivalität, Armut, Familie – all das und mehr wird thematisiert und ansprechend transportiert.

Der Humor kommt ebenfalls nicht zu kurz. Niemals spürt man den heute sonst so oft belehrend erhobenen Zeigefinger, der einen eigentlich nur noch abstößt. Man taucht in die Welt ein, baut eine Beziehung zu den Charakteren auf und das gesamte Setting verleitet dazu, sich näher mit selbigem zu beschäftigen. Mich zumindest. Natürlich ist auch hier wieder nicht alles so, wie es zunächst scheint.

Ich behaupte sogar, dass hier noch einen Gang höher geschaltet wurde, was die Plot-Twists angeht.


Yakuza: Like A Dragon ist ein echtes Rollenspiel geworden. Charakterlevel, Joblevel, Ausrüstung, Waffen, Crafting, Statuswerte, Party, Buffs, Debuffs, Heilung, Beziehungssystem und jede Menge Quests sind vorhanden und recht gut umgesetzt. Natürlich gibts auch wieder jede Menge „Kleinkram“, der abseits der Hauptquest für etliche Stunden Beschäftigung sorgt.

Man kann Kart fahren, sich als Immobilienmanager versuchen (unbedingt machen! Hier kann man sehr schnell sehr viel Geld verdienen!), im Casino Geld gewinnen oder verlieren, als Teilzeit-Held Leuten in Not helfen, Dosen sammeln, Baseball, Darts und Golf spielen, seinen Poke…Sujidex füllen, Essen gehen, Karaoke singen, B-Movies im Kino schauen und via Quiz seine Werte wie Intelligenz, Charisma oder Stil & Co. pushen.

Bei alledem nimmt sich das Spiel nicht zu ernst. Es gibt durchaus absurde Szenen und die Atmosphäre wirkt lockerer als in den bisherigen Spielen der Serie. Allein schon, dass sich Kasuga Ichiban als Held sieht, der die Welt wie ein Rollenspiel (explizit: Dragon Quest) wahrnimmt, eröffnet jede Menge tragikomische Momente und Möglichkeiten. Ich finds toll!

Die Steuerung ist angenehm. Man merkt den Unterschied (positiv) recht deutlich, gerade im Vergleich zu Yakuza 3-5. Bugs habe ich bisher keine bemerkt, die Auto-Save-Funktion funktioniert zuverlässig, es gibt keine FPS-Einbrüche auf maximaler Qualitätsstufe und auch keine Abstürze. Quick Resume funktioniert ebenfalls, die Karte ist hilfreich, das Schnellreisesystem wurde ins Handy integriert und entdeckte Komboeffekte in Restaurants werden nun angezeigt.


Für diejenigen, die die „alten“ Teile vermissen: Seid unbesorgt. Der Übergang von Yakuza 0-6 zu Like A Dragon ist angenehmer, als ihr vielleicht denkt. Sehr angenehm!

Nachdem mich diese wunderbare, grandios erzählte und inszenierte Spieleserie über fast 4 Monate jeden einzelnen Tag begleitet hat, wird es schwer, adäquaten Ersatz zu finden. Ich hoffe, dass noch viele Teile folgen werden … und dass es nicht allzu lange dauert bis zum nächsten „Yakuza“ 😊

Mit Hass und Lügen gewinnt man viel

… zumindest in der heutigen Hochzeit der intoleranten Egomanen. Ein paar aktuelle Beispiele:


Da entwickeln 2 Männer (!) – zusammen mit ihren Mitbewohnerinnen – ein Hygieneprodukt für Frauen (!!), das man mögen kann oder auch nicht. Früher wurde etwas einfach nicht gekauft, wenn es nicht gefällt. Heute gibts Mord- und Gewaltdrohungen. Was erdreisten sich diese toxischen Patriarchen?! Aber Gewalt, Hass und Hetze wirken eben und wir geben nach. Somit wird das weitergehen. Der Pöbel und der Mob bekommt schon was er/sie/es will. Egal wie.

Ob das genauso abgelaufen wäre, wenn da 2 Frau*innen gegründet hätten?


Kobold-Anna ist Kanzlerkandidatin der Grünen. Man muss nur lange genug die Wahrheit verbiegen und Minderheiten hofieren, die in Socialist Media Werbung für einen machen, schon kommt man als radikale Partei auf Werte, die einen befähigen, einen Kanzlerkandidaten zu stellen. Besonders auffällig ist der Stimmenzuwachs seit Fukushima und der vehementen Behauptung, bei dem dortigen Atomunglück seien tausende Menschen gestorben. Fast umgehend schossen die Stimmen für die Grünen in die Höhe, sie stellten kurze Zeit später das erste Mal einen Ministerpräsidenten und arbeiten seitdem erfolgreich mit Hetze und Manipulation daran, endlich 83 Millionen Menschen regieren zu können. Sie machen Politik für (sehr) wenige Menschen, die jedoch umso lauter sind und daher als viele erscheinen. Angst und Chauvinismus wirken eben immer. Besonders beim einfach gestrickten Wähler. Hilfreich dabei ist natürlich auch ein Gendersender wie ProSieben, der vorbildliche journalistische Arbeit leistet und für Qualitätsfernsehen bekannt ist.


Auch vor TrashTV macht die ideologisische Bewegung nicht halt. Prinz Marcus äußert sich betrunken homophob („Alkohol ist keine Entschuldigung.“) und wird auf heftigste abgestraft. Calvin Kleinen benimmt sich alkoholisiert wie der asozialste Mensch der Welt („Wenn du nicht betrunken bist, bist du voll ok, deswegen nominiere ich Patricia.“) und alles ist tutti (siehe Exit-Zeremonie Folge 2). Dank Shitstorm unterzog Sat1 die bereits abgedrehten Folgen einer erneuten Prüfung und hat bei Folge 2 knapp 30 Minuten herausgeschnitten. In den geschnittenen Minuten wurde gezeigt, wie manipulativ Katy Burak Bähm agiert und wie die restlichen Kandidaten darauf reagierten. Natürlich mit Streit. Man dürfe solche Szenen nicht ohne Kontext zeigen. Gilt scheinbar nicht für jede Szene… und es hindert einen auch nicht daran, Mobber wieder einzuladen. Ob nun wegen Streit geschnitten wurde oder ob man Katy Bähm nicht schon wieder als „Opfer“ zeigen wollte – oder als Täter? – werden wir wohl nicht erfahren.

Update 20.04.2021, 18:44 Uhr: Promis unter Palmen wird nicht weiter gezeigt, da heute Willi Herren (45) gestorben ist.


Im Fußball gehts oft heiß her und auch hier dreht der Hass-Mob auf. Friedhelm Funke ist ein Rassist, weil er etwas nicht gesagt hat. Er hat wohl gemerkt, dass er bei einem falschen Wort von der intoleranten Woke-Sprachpolizei abgestraft werden würde und demzufolge versucht, sich irgendwie zu retten. Doch wen der wütende Pöbel einmal auf dem Schirm hat, den macht er fertig. Dem muss man zeigen, was Frieden, Toleranz und Rücksicht bedeuten. Das Statement des 1. FC Köln half da wenig. Ebenso wie das Statement von Bayer Leverkusen. Also aufgepasst, was ihr sagt. Und was ihr nicht sagt.


Das war nur diese Woche. Und es ist erst Dienstag.

Eine Woche im Jahr 2021, beherrscht von satten, gelangweilten, ankerlosen Menschen ohne Platz in einer Gesellschaft, die darauf ausgelegt und angewiesen ist, dass man zusammenhält, zusammenarbeitet. Dass es Regeln, Grenzen und Werte gibt. Man möchte sich nicht anpassen. Anpassen muss sich die Gesellschaft. Wenn es nicht mit Manipulation klappt, dann mit offenen Lügen. Wenn das auch nicht hilft, greift man auch mal zu Drohungen und Gewalt.

Wer sowas wirklich will, sollte sich bewusst sein, dass in einer Anarchie, in grenzenloser Freiheit, derjenige Recht hat, der stärker ist. Spätestens dann ist das Geschrei nach Regeln und Grenzen groß. Natürlich nur für „die anderen“ 😉

Zu dumm zum Parken

Da fährt man mittags einkaufen, weil der Autorenhund leckeres Nassfutter braucht, quält sich durch Horden von Rentnern, die auf dem Parkplatz Kupplungen am Fließband schrotten und an der Kasse vollkommen überrascht sind, dass man dort zahlen muss.

Normaler Wahnsinn eben. Alltag. Nichts Besonderes und keine Meldung wert.

Auf dem Rückweg herrscht natürlich Stau, der dafür sorgt, dass man für 3 Kilometer 20 Minuten braucht. Selbst Schuld. Was fahr ich auch um die Uhrzeit an einem Freitag los?

Doch hätte ich dies nicht getan, wäre ich nie in den Genuss des Anblicks gekommen, der sich mit auf der Gegenfahrbahn im Ort bot.

In besagtem Stadtteil ist das Parken am Straßenrand erlaubt. Entsprechende Markierungen sind gut sichtbar aufgebracht und die Plätze ausreichend vorhanden.

Dort gibt es ebenfalls eine Polizeiwache. Die Stellplätze vor der Wache sind mit gigantischen Buchstaben, die das Wort „POLIZEI“ bilden, auf dem Asphalt gekennzeichnet. Dass man da nicht parken darf, sollte selbst dem debilsten Vollhonk klar sein.

Deswegen waren diese Plätze auch nicht belegt. Allerdings hat sich irgendein Spezialist (wahrscheinlich Aktivist oder so 😁) vor diese beiden Polizeiparkplätze gestellt.

Auf eine schraffierte Fläche.

Vor der Einfahrt in den Hof der Wache.

Ich sah dieses debile Verhalten von weitem und ganz ehrlich: so schnell habe ich noch nie einen Abschleppwagen kommen sehen. Wegen des Staus konnte ich alles gut beobachten. Wie der Typ aus seiner silbernen Mülltonne (Corsa C) ausstieg, wie er dann in Richtung Supermarkt (kleine Filiale an der Straße) davonschlurfte und wie die beiden Polizisten kurz aus der Tür schauten und dann wieder drinnen verschwanden.

Keine 10 Minuten später – ich war inzwischen knapp an der Wache vorbei – kam dann auch der Appschleppdienst und lud die uralte Karre auf. Leider habe ich die Reaktion des Fahrers nicht mehr miterlebt.

Aber wer so dämlich ist, die Einfahrt einer Polizeiwache zuzuparken, der sollte gar kein Fahrzeug mehr führen dürfen 🤦🏼‍♂️

Die Shitstormidioten auf Krawallkurs

Jedes Jahr, in jedem Format dieser Art, regen sich irgendwelche Berufsangenervten über das sinkende Niveau auf und shitstormen sich den Frust darüber in pseudokreativen Zweizeilern auf Twitter & Co. von der verkümmerten Seele. Wehe, man hat eine andere Sicht!

So auch aktuell bei Promis unter Palmen auf Sat1.

Der Anhalt-Marcus mag keine Schwulen. Muss er auch nicht. Allerdings sollte man sich so weit im Griff haben, dass man andere eben nicht angreift. Das bedeutet „Toleranz“. Man muss Meinungen nicht teilen, aber eben stehenlassen können ohne zu beleidigen oder anzugreifen (sollte sich übrigens jeder mal zu Herzen nehmen, der Toleranz fordert!)

Die Konsequenz: Rauswurf durch die Mit-„Promis“ – und der obligatorische Shitstorm.

Völlig verständlich, dass man sich über menschenverachtende Aussagen aufregt und diese anprangert. Jeder darf seine Meinung haben, aber es gibt Grenzen. Niemand (!) hat das Recht, übergriffig zu werden.

Daher finde ich es gut, dass Sat1 diesen Vorfall gezeigt hat. Man darf es nicht totschweigen. Konsequenzen müssen die Folge sein und das war hier auch so. Rauswurf aus der Villa und nie wieder ein Auftritt bei Sat1. Eventuelle rechtliche Schritte stehen auch noch im Raum, wobei das schon sehr konstruiert wirkt. Aber gut.

Allerdings gibt sich der Mob aus vielen hundert („viele“) Twitter-Zombies damit nicht zufrieden. Man fühlt sich stark und im Recht und daher darf man alles – auch auf das Niveau des Prinzen sinken. Man ist ja „gut“, da darf man so handeln.

Wie gesagt: Beleidigungen sind böse – wenn die falschen Menschen sie aussprechen. Normal heute. Schade, denn so verschärft man die Problematik nur.

Sat1 sah sich durch die „Masse“ an Beschwerden genötigt, Promis unter Palmen aus deren Streamingdienst Joyn zu entfernen und alle weiteren Folgen zu sichten und ggf. neu zu schneiden, damit sowas nicht mehr zu sehen ist.

Sorry, aber wie dumm kann man sein? Einem wütenden Mob aus mehreren hundert Menschen auf einer SM-Plattform nachgeben ist ja schon dämlich genug. Aber dann proaktiv Szenen schneiden, die „aufregen“ könnten… bei einem TrashTV-Format… 🤦🏼‍♂️

Leute, deswegen guckt man den Mist! Wer Harmonie will, soll sich Duschgelwerbung anschauen. TrashTV lebt von sowas. Und es ist sogar wichtig, dass gerade diese Szenen gezeigt werden. Denn nur so sieht man, was für Menschen die Teilnehmer sind. Wenn man es rausschneidet, totschweigt, erfolgen keine Konsequenzen.

Aber so weit denkt man in heutigen Hasszeiten nicht. Da muss der Feind vernichtet werden. Jetzt. Sofort. Dass man damit genau gar nichts erreicht, ist den kurzdenkenden Aktivistinnen egal. Damit helfen sie nur, Probleme weiter zu verstecken. Und sie versauen anderen noch die Unterhaltung.


Ich bin mal gespannt, ob am Montag zu sehen ist, wie 9 Leute Katy Bähm angehen, weil er/sie sich wohl recht asozial verhalten soll:

„Grund dafür sollen seine nicht nur durch Make-up entstehenden zwei Gesichter sein. Der Vorwurf: Hinter dem Rücken soll Bähm über alle schlecht reden, im direkten Kontakt aber auf best Friend machen. Es fallen Worte wie „falsche Schlange“ und „bah, nee, ekelhaft“. So lang, bis Katy weinend das Weite sucht.“

(Quelle: Tag24)

Eigentlich müsste diese Szene aus Folge 2 drinbleiben. Zeigt sie doch, dass in diesen Formaten Opfer und Täter nahe beieinander liegen.


Ich hoffe, wir steuern hier nicht mit voller Kraft auf eine Zensurgesellschaft zu, die mit einigen wenigen Personen diktiert, was andere zu sehen, denken, sagen haben und sich selbst alle Rechte rausnehmen.

Wir sind alle gleichwertig. Und „alle“ umfasst eben jeden, nicht nur die selbsternannt moralisch überlegenen Twitterkasper.

Diese Moralwächter schaffen mit ihrem Gehetze erst die Probleme, die sie doch eigentlich vorgeben, lösen zu wollen. Sie sorgen für ihre eigene Daseinsberechtigung. Ob das nun Dummheit oder Berechnung ist, mag jeder selbst beurteilen.

Hätte man die Klappe gehalten, hätte sich jeder Zuschauer seine Meinung bilden können (dürfen, müssen). So aber hat man einen riesigen Aufriss gemacht und dem homophoben Prinz eine ungleich größere Plattform bereitet – und sich den Unmut der Fans zugezogen. Toll gemacht, liebe Aktivistinnen 🤦🏼‍♂️🤷🏼‍♂️

TRIGGERWARNUNG Kindesmissbrauch „Zartes Fleisch“ Kapitel 16 – Timo

Der Beitrag darf gerne geteilt werden, allerdings nur mit entsprechender Warnung und unter Nennung der Quelle (mein Blog und/oder meine Person).

Anlaufstellen für Betroffene von sexuellem Missbrauch sind zum Beispiel N.I.N.A e.V. oder auch die Nummer gegen Kummer (inklusive Chatfunktion).


Wohin?

Nach Hause kann ich jetzt nicht. Mama würde sich nur fragen, warum ich nicht bei den Nachbarn geblieben bin und Regina und Georg suchen mich bestimmt auch.

Wer weiß, was sie Mama erzählen? Aber wohin jetzt? Immerhin habe ich jetzt was an und muss nicht nackt durchs Dorf laufen. Am Sonntag ist auch keiner mehr unterwegs. Die Kirche ist lange aus und die anderen Kinder sind zuhause. Man kann ja hier sowieso nichts machen, außer Fußballspielen, aber das gehört sich am Sonntag nicht. Nicht bei uns.

So kann ich wenigstens halbwegs sicher draußen herumlaufen.

In den Holzkeller kann ich auch nicht zurück. Das ist in Ordnung gewesen für ein paar Stunden, aber länger da drin bleiben? Das funktioniert nicht. Ich brauche auch eine Entschuldigung für die Schule und die muss irgendwie meine Lehrerin erreichen.

Ich kann ja nicht ohne Schulsachen zum Unterricht gehen. Nach dem, was passiert ist, brauche ich auch erstmal etwas Ruhe. Ich muss das alles sortieren. Ich weiß nicht weiter und außer meiner Tante kenne ich hier niemanden, der für mich da sein könnte. Also bleibt mir nichts anderes übrig, als zu Tante Heike zu gehen. Sie kann Papa nicht leiden und mit mir hat sie auch nicht so viel zu tun, aber sie ist meine letzte Hoffnung. Vielleicht kann sie ja auch was für Mama tun.

Der Weg zu Tante Heike ist nicht weit. Die Straße runter, links abbiegen, an der Wiese vorbei und schon bin ich am großen, gepflasterten Hof angekommen. Das Haus war auch ein Bauernhaus, wie unseres. Mein Onkel hat hier viel Geld reingesteckt und das Haus umgebaut, so wie Papa das auch bei uns gemacht hat. Die Fachwerkwände sind weiß und von dunkelbraunen Balken durchzogen. Vor der Haustür stehen zwei große Tannen, die bis über das Dach hinausragen und die ehemalige Scheune ist jetzt eine große Doppelgarage, die man über den Hof erreicht. Hinterm Haus ist noch ein großer Garten mit ganz kurzem Gras und einer Grillecke mit Tisch und Stühlen. Mama hat mich mal mitgenommen, als hier Geburtstag gefeiert wurde. Ich glaube on meinem Onkel. Genau weiß ich das nicht mehr, ich war ja noch ganz klein. Das Haus kam mir riesig vor und ich weiß noch, dass es drinnen eine große Schiebetür gab, durch die man gehen musste, wenn man vom Wohnzimmer ins Esszimmer wollte. Das war schon beeindruckend. Aber dunkel wars auch da drin. Bei uns gibt es kein Zimmer ohne Fenster und selbst der Flur bekommt Licht von draußen durch die Glastüren, aber hier ist alles zu, dicht, undurchsichtig. Ob sich da was geändert hat?

Solche Gedanken kreisen in meinem Kopf. Sie haben nichts mit dem zu tun, was ich gesehen habe oder wovor ich weggelaufen bin und das ist gut so. Tante Heike darf mir nichts anmerken, aber ich weiß ja jetzt, dass meine Lügengeschichte funktioniert, also erzähle ich sie hier ebenfalls. Der Plan steht fest, somit gehe ich über den Hof und direkt zur schweren Holzhaustür mit den komischen Eisenverzierungen darauf. Ein wenig unheimlich sieht das schon aus. Gut, dass es noch hell ist.

Ich drücke auf den Klingelknopf unter der großen, eisernen Hausnummer an der Wand neben der Haustür und warte ein, zwei Schritte von der Tür entfernt, vor der Fußmatte. Falls irgendwas sein sollte, kann ich so schneller weglaufen. Man weiß ja nie.

Es dauert ein paar Augenblicke, aber schließlich öffnet sich die Tür langsam einen Spalt. Die Haustür ist auch hier mit einer goldenen Kette gesichert, aber Tante Heike erkennt mich sofort und nimmt sie ab.

„Timo? Solltest du nicht …. komm erstmal rein. Geht’s dir gut?“, begrüßt sie mich. Seltsam. Sie ist so freundlich. Papa redet immer ganz anders von ihr. Aber ich komme nicht zum Nachdenken. Tante Heike schiebt mich über den Flur direkt ins Wohnzimmer. Ja, die Schiebetür gibt’s immer noch und die ganzen Leuchter an der Decke. Die machen, dass es noch dunkler wirkt hier drin. Komisch.

„Setz‘ dich erstmal hier hin.“, sagt sie und deutet auf die große Couch.

„Dein Onkel ist unterwegs und kommt erst in ein paar Tagen wieder. Willst du was essen? Dann kannst du mir sagen, was los ist.“, sagt sie und verschwindet schon wieder in Richtung Küche, bevor ich antworten kann.

Sie wirkt so fürsorglich. Hat Mama mit ihr geredet? Keine fünf Minuten später ist Tante Heike wieder da, stellt mir eine Tasse Kakao auf den Tisch – mit Untersetzer – und dazu ein paar selbstgebackene Kekse.

„Iss erstmal. Ich weiß in etwa, was bei euch los ist. Aber warum bist du jetzt hier? Weiß deine Mutter davon?“, kommen die Fragen im gleichen schnellen Ton wie zuvor aus ihr heraus. Tante Heike setzt sich in einen Sessel, wie die Couch aus braunem Leder und ebenfalls mit Decken ausgestattet, die das Sitzen gemütlicher machen.

Ich habe mich schon unter eine Decke gekuschelt und kaue an einem Keks, schaue dabei Tante Heike neben mir an und verstehe erst jetzt.

„Was meinst du, du weißt was bei uns los ist? Hast du mit Mama gesprochen? Oder war Papa hier? Wie geht’s Sabrina?“, frage ich aufgeregt zurück, aber Tante Heike bremst mich.

„Timo, halt mal. Alles ist gut. Ich weiß nicht, was im Moment los ist, aber deine Mutter hat mir heute früh erzählt, dass du weggelaufen bist, weil du Ärger mit deinem Vater hast.“

Beim Wort „Vater“ verzieht sie das Gesicht und spricht dann nach einer kurzen Pause weiter, als müsste sie ihre Gedanken sortieren.

„Ich weiß, dass dein Vater manchmal etwas schwierig ist. Aber er hat es auch nicht leicht hier im Dorf, verstehst du? Wenn du aber Angst vor ihm hast, ist das nicht in Ordnung! Gut, dass ihr so nette Nachbarn habt, die euch helfen. Aber sag, warum bist du nicht bei ihnen? Deine Mutter hat gesagt, dass du ein paar Tage bei ihnen bleibst und ein paar Stunden später stehst du hier vor meiner Tür? Was ist passiert?“

Ok, das hatte ich nicht erwartet. Tante Heike ist wirklich nett. Ganz anders, als Papa immer sagt. Und sie will mir helfen. Mama hat auch nichts gesagt, das finde ich gut und so muss ich auch kein schlechtes Gewissen haben, wenn ich meine Lügengeschichte erzähle. Aber was sage ich ihr als Grund, warum ich hier bin und nicht bei Regina und Georg?

Der Kakao schmeckt gut und unter der Decke ist es richtig schön gemütlich. Mit Tante Heike allein im Wohnzimmer ist fast wie mit Mama bei uns. Die beiden sehen sich schon ähnlich, auch wenn Tante Heike schlanker ist. Richtig dünn sieht sie aus. Ist das wegen der Krankheit, die Papa erwähnt hat?

„So schweigsam, kleiner Timo?“, unterbricht Tante Heike meine Gedanken.

„Ja, nein. Also … ich bin vor Papa weggelaufen. Er war böse auf mich wegen der Schule und ich wollte einfach nur weg.“, fange ich an zu erzählen. Tante Heike bekommt einen nachdenklichen, ernsten Gesichtsausdruck und hört mir aufmerksam zu.

„Aber bei Regina und Georg wars auch nicht besser. Zuerst schon. Regina war super nett zu mir und Ulrike war da, aber eben sollte ich duschen.“

Tante Heike schaut zu Boden und schüttelt den Kopf.

„Hat er dich angefasst?“, fragt sie sehr direkt und ich schaue sie verwundert an. Tante Heike bemerkt das natürlich und sagt weiter: „Georg. Hat er dich angefasst?“, wird sie deutlicher.

Sie weiß davon? Sie weiß, was Georg macht? Oder gemacht hat? Was ist hier los?

„Nein, also. Nein, er hat mich nicht angefasst. Aber er hat an sich rumgespielt. Ich hab das genau gesehen. Die Badezimmertür stand etwas offen und Ulrike war in der Dusche. Georg stand davor und hat an sich rumgespielt.“, sprudelt es aus mir heraus. Habe ich das gerade wirklich gesagt?

Tante Heike schüttelt wieder langsam den Kopf und schaut mich dann traurig an.

„Gut, dass du hergekommen bist. Du musst wissen, dass Georg das öfter macht. Und manchmal bleibt das nicht beim Zuschauen. Zumindest ist es das, was man sich im Dorf erzählt. Und er macht das schon ganz lange so, aber niemand sagt etwas.“

Ich bin geschockt. Georg schaut öfter zu, wenn Ulrike sich duscht? Und er macht noch mehr? So wie Papa mit Sabrina? Kann Tante Heike Papa deswegen nicht leiden? Weiß sie alles? Weiß sie von Mama und mir? Viele Fragen, die mir durch den Kopf schießen, aber was davon kann ich fragen? Ich bin verwirrt.

„Weißt du, Kleiner. Ich habe Krebs. Das ist eine schwere Krankheit und ich hoffe, dass die Ärzte mir helfen können. Ich habe viel gesehen und noch mehr, über das ich nicht reden darf, nicht reden soll. Was in der Familie passiert, bleibt in der Familie. Und was im Dorf passiert, wird im Dorf geregelt. Kennst du das?“

Ich nicke kurz. Das hat mir Mama beigebracht.

„Gut. Dann kannst du dir sicher denken, dass jeder hier im Ort Probleme und auch dunkle Geheimnisse hat. Das ist so, wenn man immer unter sich war und ist. Wenn man Teil der Gemeinschaft ist, kann man auch gar nicht anders. Man muss sich fügen, mitmachen und der einzige Weg da raus ist, wenn man wegzieht und alles von hier aufgibt. Aber man kann nichts dagegen machen, was hinter den Türen in den Häusern geschieht. Man redet darüber – natürlich nicht direkt – aber man macht nichts dagegen. Das gehört sich nicht, denn dadurch schadet man dem ganzen Dorf, weil jeder Dreck am Stecken hat. Niemand wird einen Nachbarn verraten aus Angst, selbst aufzufliegen und deswegen kann jeder machen was er will, solange er diese einfachen Regeln befolgt.“

Gebannt höre ich weiter zu. Tante Heike redet weiter, wahrscheinlich mehr zu sich als zu mir und es scheint, als würde sie das alles zum ersten Mal laut aussprechen.

„Seit mir der Arzt gesagt hat, dass ich Brustkrebs habe und vielleicht sterben könnte, habe ich viel nachgedacht. Was ist richtig, was ist falsch? Sind diese Dorfregeln gut oder schaden sie mehr als sie nutzen? Müssen wir immer noch so denken wie vor 100 Jahren? Ist das, was vor Generationen gut für uns war, nicht mittlerweile eher schlecht für uns alle? Du bist noch sehr jung und ich bin froh, dass dir bisher nichts passiert ist. Bis heute. Das mit Georg… das ist normal hier.“

Normal? Also ist auch das was Papa mit Sabrina macht normal und auch der Sex mit Mama ist in Ordnung. Aber warum war ich dann so geschockt von Georg im Badezimmer?

„Du hast etwas gesehen, was du noch nicht hättest sehen sollen. Aber besser so als anders. Du bist weggelaufen und hast dich so in Sicherheit gebracht. Ich weiß, dass das falsch ist, was Georg und einige andere hier im Dorf machen. Aber man kann nichts tun. Es wird nicht aufhören, solange wir unter uns bleiben. Dass du weggelaufen bist zeigt aber, dass du eine Chance hast. Eine Chance, gar nicht erst in diesen Strudel zu kommen. Du hast sowas noch nicht mitgemacht und willst es offenbar auch nicht; das ist gut so! Aber jetzt kommt das Schwierige an der Sache: Du darfst darüber nicht reden. Mit niemandem!“

„Darf ich nicht? Warum?“, frage ich kurz und verwerfe sofort den Gedanken, Tante Heike von Sabrina und Papa zu erzählen. Das ist was anderes. Papa ist nicht von hier und Sabrina ist schon groß. Aber Opa und Enkelin fühlt sich nicht richtig an. Außerdem ist das bei uns etwas Besonderes. Zumindest dachte ich das immer und es fühlt sich auch besonders an. Nicht so eklig wie bei Georg und Ulrike. Ulrike hat auch nie etwas gesagt, also macht Georg das alles eher heimlich. Das ist nicht richtig.

„Weil dann… du hast es doch sowieso nicht leicht hier. Niemand kann unsere Familie leiden, besonders nicht deinen Vater. Ein Schnösel aus der Stadt, der alles besser weiß und alle anderen für dumm hält. Wenn du jetzt rumerzählst, was du gesehen hast, wird das alles schlimmer werden.“, unterbricht Tante Heike meine Gedanken.

Sie fährt fort und kommt zum Punkt: „Du kannst hierbleiben. Heute. Aber morgen früh musst du wieder nach Hause. Ich rufe deine Mutter an und sage ihr Bescheid. Ich lass mir was einfallen wegen Regina und Georg. Wenn dein Vater noch da sein sollte, müssen wir nochmal nachdenken, aber du musst so schnell wie möglich wieder nach Hause. Wenn du durchs Dorf streifst, fangen die Leute irgendwann an zu reden – und das ist nicht gut. Glaub mir.“

Ich muss zurück. Morgen schon. Oh Mann. Aber wenn Tante Heike Recht hat, bleibt mir nichts anderes übrig. Ich hoffe wirklich, dass Papa nicht da ist. Ich will nicht, dass er zuhause ist, wenn ich komme und ich will auch nicht, dass er bald wiederkommt. Er soll wegbleiben! Er hat Mama wehgetan! Vielleicht hat er Sabrina auch wehgetan? Tante Heike ist nett, also hat Papa mich belogen und Mama immer die Wahrheit gesagt. Was ein blöder Tag! Warum passiert das mir?

Tränen laufen mir über die Wangen, ich weine stumm, kann nichts sagen, bin nur voller Wut und Enttäuschung. Ich habe Angst und will doch etwas machen, etwas tun, damit ich nicht nur zusehen muss. Ich bin verwirrt und weiß nicht, wie es weitergeht. Ich kann nur warten was passiert. Ich muss warten, mir bleibt nichts anderes übrig, ich bin noch zu jung. Aber bald… bald bin ich groß und stark und kann machen was ich will! Bis dahin muss ich durchhalten, stark werden, bleiben, sein.

So fühlt es sich also an, wenn man erwachsen wird.

Fukushima / Atomausstieg

Der eine Tote wurde übrigens 2018 anerkannt. Man nimmt an, dass die Krebserkrankung unter Umständen beim Atomunglück ihren Ursprung gehabt haben könnte.

Ein Toter.

Ein Toter reicht aus, um von „todbringender Strahlung“ und „Verseuchung für viele Jahre“ zu reden, Deutschland einen Hau-Ruck-Ausstieg aufzuzwingen, der weder der Umwelt, noch dem Bürger irgendwas bringt.

Ich könnte hier alle Aussagen und alle Panikmache aufführen und kommentieren, doch wird das dann ein sehr langer Beitrag. Daher lasse ich es bei weiterführenden Links, die etwas mehr Realität in den Ökowahnsinn der heutigen Aktivistinnen bringen.

Ein Toter durch Atomunglück bestätigt (BBC)

Fukushima und der Mandela-Effekt (Tichys Einblick)

UNSCEAR-Report 2020 zu Fukushima (UNSCEAR)

Was wirklich gefährlich ist (Prof. Gerry Thomas, YouTube)

Fukushima und Tritium (Quarks)

Grüne Kreativwahrheit 1 (Wirtschaftswoche, unten)

Grüne Kreativwahrheit 2 (Welt)

Profiteure der Panikpolitik (FAZ)

Energiewende schlecht konzipiert (Handelsblatt/Bundesrechnungshof)


Fassen wir zusammen:

  • Die freigesetzte Strahlung war und ist ungefährlich
  • Eine Verseuchung des Meerwassers findet nicht statt
  • Röntgen ist belastender als hektoliterweise „Fukushimawasser“ zu trinken
  • Das „verseuchte“ Gebiet ist schon längst wieder bewohnbar
  • Der Vergleich mit Tschernobyl hinkt extrem
  • Atommüll kann problemlos (aber nicht restlos) recycelt werden
  • Kurz nach dem Unglück schürten die Grünen Panik und feierten umgehend einen Wahlerfolg, stellten das erste Mal einen Ministerpräsidenten und schlachten seitdem die Toten durch Erdbeben und Tsunami gnadenlos für ihre Zwecke aus
  • Angst funktioniert und treibt die Menschen in die Arme von Neppern, Schleppern, Bauernfängern
  • In der Konsequenz erwarten uns belegbar teurer Strom, mehr Abgaben, unsichere Energieversorgung

Gut, was will man erwarten von einer Partei, die mit Angst und Hass Wahlkampf führt und sich bei der Entscheidung, ob man sexuellen Missbrauch härter bestrafen soll, enthält..?

Warum sagt man nicht einfach: „Hey, lasst uns aussteigen. So schaffen wir neue Märkte und Bedarfe, weil so wie bisher lebt unsere Industrie keine 50 Jahre mehr und nebenbei tun wir noch was für die Umwelt.“

Warum muss man was erfinden, was vorschieben? Es wirkt! Wer Angst hat, macht viel mit, nimmt viel in Kauf. Auch Dinge, die man eigentlich nicht will. Die Angst soll verschwinden – nichts anderes zählt. Auch keine Fakten oder das Parteiprogramm oder die Geschichte…


Lest euch die verlinkten Artikel durch und macht euch selbst ein Bild.

Ich für meinen Teil werde diese Partei voller hasserfüllter Egomanen und Manipulatorinnen nicht unterstützen. Wer Tote missbraucht und wem missbrauchte Kinder egal sind – nichts anderes bedeutet es, wenn man sich enthält! – der darf nirgendwo irgendwas regieren!

Gibts eigentlich noch interessante Bücher?

Ich suche seit Wochen – für mich – interessante Bücher bzw E-Books, Romane, doch ich werde nicht fündig.

Ich mag SciFi und Science Thriller. Gerne auch sowas wie „Der Kristall“ oder auch „Das Artefakt“ oder „Das Fossil“ (Teil 1).

Das, was ich bisher finden konnte, ist zwar interessant, aber es hört meist da auf, wo es spannend wird, bleibt oberflächlich. Oder es ist 70 Jahre alt und vom Schreibstil her… gewöhnungsbedürftig.

Amazon ist keine große Hilfe. Klickt man da auf den Kindle-Shop und dann auf Science Fiction, springt einem der 08/15-Liebesschmodder entgegen.

Oder stumpfer Mord und Totschlag.

Oder politisch durchzogener Zeitgeistmurks.

Ich möchte aber keine „Sci Fi Alien-Krieger-Romanze“ lesen. Ich will auch nicht wissen, wer den Opa an der Ostseeküste ermordet hat. Es interessiert mich nicht, ob der Mathematikprofessor homophob ist. Und dass Merlin unglücklich in seine Stehlampe aus der Zukunft verknallt war, ist mir auch egal.

Leider scheint genau das die Art von Roman zu sein, die heute gerne gelesen wird. Das Land der Dichter und Denker bringt am laufenden Band entweder C-Movies in gedruckter Form hervor oder eben irgendwelche Schnulzen, die nichts anderes sind als Rosamunde Pilcher mit Laserkanonen ohne Tiefgang… eben Fließbandware ohne Substanz in allen Bereichen.

So zumindest mein Eindruck beim Stöbern in Kategorien wie „Dystopien“, „Space Opera“, „Fantasy“ oder „Zeitreisen“. Warum machen die nicht einfach ne neue Kategorie „Rotz“? 🤷🏼‍♂️

Was ich gerne gelesen habe:

  • Transport
  • Das Fossil (1)
  • Necroscope
  • Das Artefakt
  • Der Kristall
  • Silo
  • Lost God
  • Shannara
  • Vergessene Welten
  • Die Traumvektor-Tetralogie
  • Der ewige Held
  • Gotrek und Felix
  • Hyperion / Endymion
  • Ready Player One
  • Epic
  • Saga
  • alles von Andreas Eschbach
  • alles von Terry Pratchett

Das sollte meine Präferenzen aufzeigen. Aber sowas finde ich nicht mehr.

Kennt ihr was Passendes?