Hilfe als Elendskatalysator

Achtung: Hier stelle ich eine provokante These auf. Wer nicht willens oder in der Lage ist, Gedankenexperimente durchzuführen oder genau weiß, was jeder Mensch braucht, will, soll und darf, der sollte nicht weiterlesen.

Wir sind fortschrittlich, zivilisiert und hoch entwickelt. Wir lassen Maschinen arbeiten, schützen alles und jeden und sorgen uns um die Welt.

Aber sind wir nicht auch arrogant? Wir sorgen uns nicht nur, wir sind auch der Ansicht, dass wir genau wissen, was jeder einzelne Mensch in jedem Land, jeder Kultur und jeder Gesellschaft braucht und will – zu wollen hat.

Erzwingen wir nicht etwas, was eigentlich von selbst kommen sollte, indem wir unsere Werte und Normen, unsere Art zu Leben allen anderen überstülpen?

Wir sehen irgendwelche Zustände in anderen Ländern, auf anderen Kontinenten in uns völlig fremden Kulturen, sagen „das ist schlecht“ oder „das darf nicht sein“ und benutzen dann unsere Macht, unser Geld und unseren Einfluss, um diese Zustände zu ändern. Und zwar so, dass sie unseren Vorstellungen entsprechen.

Wir transformieren fremde Kulturen, Menschen, Völker, Lebensweisen so, dass sie uns passen. Ist das richtig? Ist das fair?

Wer sind wir denn, dass wir entscheiden dürfen, wie andere zu leben haben? Wer oder was gibt uns das Recht dazu?

Wir sehen Stammeskulturen in afrikanischen Ländern, die über Jahrhunderte hinweg gewachsene Strukturen aufweisen. Wir sehen, wie die Menschen dort leben und es gefällt uns nicht. Wir möchten nicht so leben, könnten es nicht. Somit gilt das auch für diese Menschen. Denn wir wissen, was gut, richtig, fair ist. Die nicht. Wir müssen also helfen, Einfluss nehmen.

Wie so oft gilt: Gut gemeint ist noch lange nicht gut gemacht.

Wir pumpen Geld in diese Länder, leisten „Entwicklungshilfe“ nach unseren ethischen, moralischen und wirtschaftlichen Vorstellungen … und es ändert sich nichts. Das Geld landet bei den Mächtigen, nicht beim „armen Volk“. Die Leistungen werden gerne in Anspruch genommen und die Freigiebigkeit ausgenutzt von denen, die schon alles haben.

Denn egal wie viel Geld und Hilfe wir schicken, die Kultur bleibt, die Gesellschaft bleibt, die Strukturen bleiben. Der Stammesführer – ob man nun Häuptling oder Präsident sagt – hat die Macht und bekommt das Geld. Ob und was bzw. wie viel er an sein Volk weitergibt, liegt nicht bei uns. Und es ist nunmal so, dass sich absolute Herrscher oftmals selbst bereichern. Warum auch nicht? Das war bei uns auch nicht anders bis vor wenigen Jahrhunderten.

Das wird sich so bleiben, solange sich die Kultur nicht ändert, sich die Gesellschaft dort nicht wandelt. Ob man im Stammesverbund mit 100 Leuten lebt oder mit 1.000.000 Menschen ein Volk bildet, das genauso aufgebaut ist und genauso funktioniert, ist egal. Das Geld, die Hilfe kommt kaum beim einfachen Mitglied, beim normalen Bürger an, denn der Boss entscheidet, profitiert, bestimmt.

Aber kann man eine Gesellschaft zwingen, sich zu „verbessern“? Wer entscheidet denn, was „besser“ ist? Sorgt die geleistete Hilfe und Unterstützung nicht eher dafür, diese Strukturen zu festigen, die für uns unhaltbaren Zustände zu verstärken? Schaffen wir mit unserer „Hilfe“ nicht erst das Leid, das wir so dringend zu lindern versuchen? Sind wir also nicht maßgeblich dafür verantwortlich, weil wir uralte Machtstrukturen fördern?


Darf man sowas heute überhaupt noch denken? Philosophie ist frei, aber ob das heute noch uneingeschränkt gilt…?


Klar, manche Länder nennen sich nun „demokratische Republik“, doch hinter diesem Begriff läuft es weiter wie bisher. Weil es nicht von „innen“ kommt. Weil kein Lernprozess erfolgt ist, weil das Volk sich nicht bewusst ist, welche Macht es eigentlich hat. Man kennt es so, dass da einer das Sagen hat und basta. Wie man den nun anspricht ist irrelevant.

Da wir stets von uns und unserer Denkweise ausgehen, verstehen wir auch nicht, warum sich nichts ändert. Da haben „die“ schon eine Demokratie und trotzdem gibts Krieg, Hunger, Armut. Aber anstatt endlich aufzuhören uns einzumischen, verschlimmern wir alles nur immer weiter.

Wir pumpen Geld in Machtstrukturen und wundern uns, warum die immer noch existieren. Die einzigen, die das erkannt haben sind die, die allgemein kritisiert werden: global agierende Konzerne. Die haben begriffen, wie diese Länder, diese Herrscher arbeiten. Deswegen können sie dort das Volk (mit) ausbeuten. Da werden Fabriken gebaut, Schmiergelder gezahlt, manche bauen ganze Autobahnen und bekommen dafür Baurechte und Land übereignet. Beim Volk kommt nichts oder nur wenig an – so ist das im Stamm, Clan, der Familie eben.

Das fördert das Elend einerseits und den Wohlstand der Altherrscher andererseits. Und die „bösen Konzerne“ wissen das genau. Sie wissen die Hebel anzusetzen und die Kulturen zu lesen. Deswegen sind sie so erfolgreich und deswegen verschwinden diese Strukturen auch nicht.

Jedoch sind es ja nicht nur die Konzerne, die dafür verantwortlich sind. Jeder Euro, jeder Dollar, der in Länder mit diesen Strukturen fließt, sorgt für genau dasselbe. Wir verteufeln Konzerne, machen aber im Grunde nichts anderes, wenn wir spenden. Es heißt nur anders. Es fühlt sich anders an.

Wir sind so verbohrt, stur, verblendet und arrogant, dass wir das nicht sehen, nicht sehen wollen. Wir tun doch „Gutes“. Aber genau das ist das Problem, oder? Denn das „Gute“ wird ausgenutzt, weil die Strukturen gleich bleiben.

Die Wandlung muss von innen kommen. Wie beim einzelnen Menschen auch, muss es „Klick“ machen. Wir haben das gelernt und sind immer noch dabei. Wir haben Jahrhunderte von Krieg, Not und Elend erlebt, unsägliche Massaker und Leid, das niemals wieder irgendwem geschehen soll. Wir wissen, wohin totalitäre Strukturen führen. Wir wissen um die Probleme der Monarchie, des Feudalismus. Da gab es Revolutionen, Aufklärung, Befreiungskriege, Umstürze. Herrscher wurden geköpft, Andersdenkende verfolgt, ganze Landstriche assimiliert und kulturell annektiert. Wir wissen, wie gefährlich Religion sein kann, wenn sie missbraucht wird. Wir wissen, wie fatal es sein kann, wenn religiöse Führer Kriege anzetteln und Leute mit Angst und falschen Dogmen einschüchtern und beherrschen.

WIR wissen das. Also müssen alle anderen das doch auch wissen! Gefälligst! Doch wir begreifen nicht, dass es einen Unterschied gibt zwischen „wissen“ und „bewusst sein“. Raucher „wissen“, dass Rauchen schädlich ist. Aber es ist den wenigsten „bewusst“, sonst würden sie aufhören. Der berühmte „Klick“ eben.

Und der kann eben nicht von außen kommen. Man kann niemanden zur Einsicht zwingen. Oder nur sehr schwer. Genauso gibt es einen Unterschied zwischen „überreden“ und „überzeugen“. Bei letzterem erfolgt eine Einsicht, ein „Klick“. Das erfordert Zeit, Geduld, Einfühlungsvermögen. Man muss sich in das Gegenüber hineinversetzen. Das kann helfen, eine Entwicklung anzustoßen.

Nur mit Geld oder kostenloser Hilfe funktioniert das nicht. Das einzige was dann passiert ist, dass alles weiter geht wie bisher – nur eben mit mehr Geld und extremer.

Wie ein Raucher, der sich aus Kostengründen aufhören möchte, aber immer wieder genug Geld zugesteckt bekommt. Oder jemand mit Mangelernährung, der ja Pillen schlucken kann um das auszugleichen. Oder Kinder, die trotz mieser Leistungen versetzt werden. Oder Straftäter, die nicht oder milde bestraft werden.

Warum sollten die ihr Verhalten ändern? Sie kennen es nicht anders und es funktioniert doch auch so. Warum sollte man sich aufraffen um etwas zu ändern, wenn man doch klarkommt? Der Mensch entwickelt sich nicht wenn er zufrieden ist. Zufriedenheit führt zu Dekadenz, zu Stillstand. Das wussten schon die Römer. Man darf als absoluter Herrscher das Elend nicht zu groß werden lassen und muss entsprechend auftreten, dann kann man machen was man will und kann sich bereichern an den „Hilfen“, die eigentlich dafür gedacht sind, diese Herrschaftsstruktur aufzubrechen.

Menschen ändern sich (oder etwas) erst, wenn es nicht anders geht, wenn es nicht mehr geht. Durch unsere grenzenlose Arroganz, unserem Drang, anderen unsere Art zu leben aufnötigen zu wollen, weil wir alles besser wissen, schaffen wir nur noch mehr Leid – und geben nicht mehr Geld. Wir heizen den Kessel an und wundern uns, warum der Druck steigt, warum immer wieder Kriege geführt werden, warum es nicht vorwärts geht, warum irgendwelche Irren irgendwelche Gottesstaaten ausrufen oder warum sich ein demokratisch gewählter Präsident nicht so verhält wie wir es erwarten.

Wir sind arrogant bis zum Anschlag. Aber wir haben ja Sündenböcke: die Konzerne … die lediglich das machen, was wir auch tun – nur eben bewusst und nicht blind vor „Hilfe“.

Wir pumpen Geld in für uns veraltete Strukturen und versuchen dabei zu helfen, essenzielle Entwicklungsschritte einfach zu überspringen. Dann fallen wir aus allen Wolken, wenn das nicht funktioniert. Man muss doch anderen nur sagen, dass sie falsch leben und sie auf uns hören sollen.

Wie jemand, der die richtigen Lösungen für einen Test kauft. Klar besteht man den, aber see Lerneffekt ist nicht vorhanden, das Wissen nicht gefestigt. Die „Belohnung“ kommt vor der (oder ohne die) Arbeit, die dazu gehört. Also macht man weiter wie bisher, nur eben mit mehr Geld.

Gilt übrigens auch im Kleinen. Warum sich oder sein Verhalten ändern, wenn man doch auch so „sein“ Geld, seine Wohnung und alles andere bekommt? Warum die Strategie ändern, wenn man immer wieder gewählt wird? Das ist nur menschlich. Könnte man wissen, wenn man nicht gedanklich im Märchenland verweilen würde, wo alle nur das Beste für andere wollen und nur darauf warten, dass jemand einem sagt, wie man leben muss.

Und so wird sich nichts ändern. Warum auch nicht – es funktioniert doch. Ob man jetzt „Warlord“ oder „Präsident“, „Häuptling“ „Vorsitzende“ oder „Königin“ genannt wird, ist auch nur für den Diplomatenpass wichtig. Alles dank unserer grenzenlosen Arroganz… und Unmengen an Kohle, die wir bereitwillig nutzen, damit alles so bleibt wie es ist.

Kritisch wird’s besonders, wenn ein solches „Entwicklungsland“ groß genug und volkswirtschaftlich so stark ist, dass es keine externe Hilfe (mehr) braucht. China zum Beispiel. Die leben wie gewohnt und es kommt unglaublich viel Geld rein. Trotz (oder wegen?) In unseren Augen veralteter Strukturen. Und trotzdem erdreisten wir uns, ihnen das Leben vorschreiben zu wollen. Blöd, wenn die dann nicht hören. Dann sind’s auf einmal „die Bösen“… weil sie nicht nach UNSEREN Regeln spielen.


Fazit: ich befürworte diese Tatsachen nicht und will auch nicht, dass wir aufhören zu spenden und zu helfen. Nur eben bitte „richtig“. Ich möchte ein Bewusstsein dafür schaffen, dass „gut gemeint“ nicht unbedingt „gut gemacht“ bedeutet und vermeintlich „Gute“ und „Böse“ nicht immer „gut“ und „böse“ sind. Ich möchte, dass wir uns Gedanken machen, wie man wirksam helfen kann, ohne Strukturen zu festigen, die die zivilisatorische Entwicklung behindern. Und ich möchte, dass wir aufhören, anderen unsere Denkweise aufzwingen zu wollen. Man stelle sich vor, jemand würde uns „helfen“, sagen dass das was wir tun „falsch“ ist und wir die „Hilfe“ nutzen sollen, um uns selbst den Ast abzusägen, auf dem wir sitzen. Doch uns braucht ja niemand zu helfen. Wir sind ganz oben und wissen, wie die Welt funktioniert, nicht wahr?

Wer mal einen Bericht aus erster Hand lesen möchte, bezogen auf das Leben in Gambia, dortige Frauen und wie wir (falsch) helfen, klickt hier.

Kranke Welt – Kindesmissbrauch – Teil 4

Ich bin Überlebender. Meinen Bruder hat es wesentlich schlimmer erwischt als mich, auch weil ich mich recht gut gegen unsere „Mutter“ durchsetzen konnte. Ich hatte immer meinen eigenen Kopf, war immer unbequem, hab gefragt und genervt, mir alles selbst beigebracht. Noch heute misstraue ich jedem, der mir irgendwas erzählt. Ich muss alles selbst überprüfen, meine eigenen Schlüsse ziehen.

Bisher hat mir dieses Vorgehen geholfen, auch wenn ich dadurch mehr als nur manchmal angeeckt bin und schon im Kindergarten der Außenseiter war.

Ich war gewiss kein einfaches Kind. Ich war nicht fügsam, ich habe Widerworte gegeben und sehr schnell Ungerechtigkeiten erkannt – auch heute noch. Ein Querulant, wie er im Buche steht.

Regelverstöße stören mich sehr, Egoismus ist für mich eine Krankheit, die immer mehr um sich greift. Menschen scheinen nur noch dafür zu leben, dass IHRE Ansichten für die Allgemeinheit durchgesetzt werden müssen. Man selbst möchte sich auf keinen Fall anpassen, zurückstecken, Komplromisse eingehen. Und dafür gehen viele unter dem Schlagwort „Aktivismus“ sogar auf die Straße.

Es wird für Dinge demonstriert, die bisher nie ein Problem darstellten und wenn doch, dann nur vereinzelt, am Rand, wenige Personen betreffend oder störend und das auch nur, wenn man sich stören lassen will. Es wird nach Kleinigkeiten gesucht, die man aufbauschen und über die man sich profilieren kann – egal wie (un)sinnig das Anliegen ist.

Da wird ein Industriewald zum Weltuntergangsvorboten, für ein seit 20 Jahren zur Abholzung vorgesehenes Waldstück nimmt man Tote in Kauf, Menschen werden ins soziale Abseits gestellt, weil sie eine andere politische Meinung haben, isst man Fleisch, ist man der Teufel, wer einen Mohrenkopf kaufen will, muss Buße tun und Quoten purzeln aus allen Richtungen in Wirtschaft und Soziales.

Ganz ehrlich: jede Nachricht über sowas zeigt mehr als deutlich, dass es uns VIEL zu gut geht.

Es wird über Dinge gestritten, die entweder gar kein Problem darstellen oder nicht gelöst werden können, wenn nicht die gesamte Weltbevölkerung mitmacht. Nie wird dort demonstriert oder Druck aufgebaut, wo WIRKLICH Probleme herrschen, wo Frauen wirklich unterdrückt werden, wo es echten Rassismus gibt, wo die Umwelt jeden Tag so stark geschädigt wird wie in Deutschland in einem Jahrzehnt nicht. Es sind für mich Beschäftigungstherapien für verwöhnte und/oder privilegierte Menschen, die verzweifelt ein Ziel im Leben suchen und es gewohnt sind, dass sie stets ihren Willen bekommen, weil Mama und Papa gesagt haben „Du kannst alles, du darfst alles, lass dir nichts anderes erzählen!“ – bequem zuhause in einem Land, das auch diesen Personen jegliche Freiheit lässt und nie dort, wo es nötig wäre.

Es wird so unglaublich viel Energie und Kraft gebunden für diese Kinderkacke, für diese Alleingänge auf Kosten aller anderen. Energie, die man auf die Probleme richten sollte, die WIRKLICH hier in unserer Gesellschaft vorhanden sind.

Hier bei uns in Deutschland sitzt in jedem einzelnen Klassenzimmer – statistisch gesehen – mindestens ein missbrauchtes Kind!

Geht dafür jemand auf die Straße, kettet sich an Bäume, wirft mit Kot, seilt sich an Autobahnbrücken ab, wirft Schaufensterscheiben ein, verprügelt Polizisten, kreiert Shitstorms?

Irgendwer? Irgendwas vergleichbares?

Wird irgendwo dagegen vorgegangen, wenn ein Täter oder eine Täterin (übrigens wird dieser und andere negativ konnotierte Begriffe NICHT gegendert… ;-)) nach bewiesenem Missbrauch mit 2 Jahren Haft, Therapie, Geldstrafe oder – bis vor kurzem noch die Regel, da diese Vergehen dank unserer sich lange Zeit vehement wehrenden Justizministerin Frau Lambrecht immer noch keine Verbrechen waren – Bewährung davonkommen?

Wo ist der Aufschrei? Wo ist der Schrei nach Gerechtigkeit? Wo wird den Opfern, den Überlebenden wirklich geholfen, Schutz gegeben?

Wir regen uns darüber auf, wer in irgendeinem Land Präsident oder Häuptling oder sonstwas wird, aber es ist scheinbar vollkommen egal, wie wir unsere Kinder im Stich lassen. Im Wegschauen sind wir ganz groß. Im Relativieren auch. Immer wird auf irgendwelche Ecken dieses Globus‘ gezeigt und skandiert, wie schlecht es dort den Menschen geht und wie gut wir es hier haben.

Und währenddessen geht wieder ein Kind nach Hause, wird geschlagen, vergewaltigt und weint sich in den Schlaf, schweigt und wird übersehen. Kinder sind unwichtig. Kinder können nicht wählen, Kinder haben keine Klima-Greta, kein „BLM“, keine Woke-Spinner. Kinder sind nutzlos für die eigene Profilierung. Kinder werden also ignoriert, es sei denn, man kann sie als Mittel zum Zweck einsetzen oder die Verbrechen schlagen zu hohe Wellen wie Lügde oder Münster.

Dabei sind Kinder unsere Zukunft! Wir müssen auf sie aufpassen, tragen die Verantwortung für ihre weitere Entwicklung, legen den Grundstein für alles, was sie in ihrem Leben lernen, erfahren, durchmachen. Wir „norden“ sie ein, geben ihnen eine Richtung vor. Wir haben die PFLICHT, ihnen einen guten Start in ein Leben zu bieten, das ihnen Möglichkeiten lässt.

Aber diese Verantwortung geben wir ab. Wir stecken unsere Kinder in KiTas, in Schulen, in Vereine, takten ihren Tag durch und machen dann am Wochenende alles wett, wenn mal ein Ausflug ansteht. Oder wir pfeifen drauf und überlassen sie sich selbst. Wenn was falsch läuft, sind immer die anderen Schuld. Verantwortung ist etwas, das man sich heute nicht mehr antun möchte. Man möchte alles – aber bitte nur das Gute. Man will Rechte ohne Pflichten. Es ist ekelhaft.

Dieses extrem egoistische Denken und Handeln – unter dem Deckmantel der „guten Sache“ – lässt einen blind werden für Probleme, die tagtäglich Leben zerstören, Zukünfte verbauen, Seelen prägen. Wir haben vor lauter Woke/Gender/Umweltkacke gar kein Bewusstsein mehr dafür, was in unserem direkten Umfeld passiert. Es ist auch egal, denn um an Missbrauch von Kindern, an Vergewaltigungen von Frauen, an Zwangsprostitution etwas zu ändern, müsste man ja wirklich was TUN. Da genügt es nicht, sich einen netten Hashtag auszudenken, mit Flaschen auf Polizisten zu werfen oder auf Twitter gegen Männer zu hetzen.

Es müssten Gesetze geändert werden. Es müssten rechtliche Rahmen ausgereizt werden. Es müsste jeder Vorfall konsequent verfolgt werden.

Wenn ich lese, dass ein Kinderschänder in 108 (!) Fällen als freier Mann mit 2 Jahren auf Bewährung aus dem Hamburger Landgericht spaziert und dass die Staatsanwaltschaft auch gar nicht mehr gefordert hatte, wird mir schlecht! Aber immerhin hat der Täter sich ja entschuldigt und die Vorsitzende hat ihn auch noch gelobt! War ja alles nicht so gemeint. Sorry, dass ich euch fürs Leben gezeichnet habe, aber ich muss ja jetzt ein paar Jahre die Füße still halten. Hier hat jeder von euch 5000€ und dann ist gut, ja? Danke, tschüss.

Beim Hamburger Sportlehrer genau das gleiche: Lob und Bewährung für den Täter, Entschuldigung und ein paar Euro reichen dafür wohl aus.

Oder wie war das letztens mit dem Lehrer (!), der seinen eigenen 2jährigen Sohn missbraucht hatte? Er bekommt eine lächerlich geringe Haftstrafe und legt dagegen noch Berufung ein. Sein Verteidiger sagt, dass sein armer Mandant keine Kinder mehr ficken will und das Gericht sagt quasi: „Ok, dann ist ja gut. Hier haste Bewährung.“

Wie es mit der ermordeten Greta weitergeht, sehen wir erst im Frühjahr 2021. Bisher steht nur fest, dass die Angeklagte alles abstreitet, auf ihrer Opferrolle rumreitet und dass wohl bei der Einstellung dieser „Erzieherin“ einiges schiefgelaufen ist.

Was mit dem „minderjährigen“ Vergewaltiger in Pforzheim passiert, werden auch die kommenden Wochen zeigen. Aber da man ja „gezwungen ist, Jugendstrafrecht anzuwenden“, wird da nicht viel passieren.

WAS stimmt denn da nicht?!

Was ist bei den Leuten falsch, die einen Täter oder eine Täterin wieder freilassen oder nur für ein paar Monate wegsperren wollen? Wie fühlt man sich als Opfer, wenn man dem Täter/der Tätern quasi umgehend wieder begegnet oder begegnen kann?

Den Tätern soll „die Zukunft nicht verbaut werden“. Aber den Opfern WURDE die Zukunft bereits verbaut. On top nehmen ihnen die Richter dann noch die kleine Sicherheit, dass dieser „Mensch“ diese Taten nie wieder wiederholen kann. Im Gegenteil: die Opfer werden durch solche Urteile verhöhnt, man spuckt ihnen ins Gesicht und sagt ihnen jedesmal, dass sie es eben nicht wert sind, dass das einzig wichtige das Wohlergehen der jeweiligen Täter ist. Nur in medial extrem präsenten Fällen werden Strafrahmen auch mal ausgeschöpft.

Jedes milde Urteil kommt einer Aufforderung gleich, Kinder zu missbrauchen, zu schlagen, zu quälen, zu verkaufen oder Frauen zu vergewaltigen, zu misshandeln, zu töten. Es passiert ja nix. Vielleicht mal ein paar Monate oder wenige Jahre Knast, wenn man sich nicht ganz dumm anstellt. Aber sonst? In meinen Augen ist ein Richter oder eine Richterin und auch die Verteidiger der Täter und Täterinnen an jeder einzelnen Folgetat mitschuldig und macht sich zudem noch über die Opfer lustig, wertet sie ab, setzt das psychische Martyrium fort.

Aber solange es wichtiger ist, dass man jetzt „Zigeunersauce“ nicht mehr sagen darf oder dass 150 (!) Leute deutschlandweit ein eigenes Kreuzchen auf Behördenformularen bekommen und überall diese Gendersternchen wie Unkraut wuchern, solange bleibt eben keine Kapazität für Probleme übrig, die jeden Tag aufs Neue ganze Leben zerstören.

Children’s lives don’t matter…

Es gibt eben wichtigere Dinge im Leben. Vor allem die, die MICH betreffen.

ICH ICH ICH ICH ICHI HCIH ICHIH CIHCIHCIHCIHCIHCIHCIHCIHHIH CIHCICHICHIHCHCICH

AAARGH

Sorry, aber es will einfach nicht in meinen Schädel. Opfer werden bedauert, aber man schaut dann eben ganz schnell weg. Täter werden verteufelt, bekommen aber Unterstützung, Therapie, Hilfe, sogar Verständnis und Lob! Das ist krank!

Man muss sich mal klarmachen, dass sogar Gegendemos stattfinden – von denselben Leuten, die doch angeblich für „das Gute“ stehen, zum Beispiel letztes Jahr im September: Störaktionen bei Demo gegen Kindesmissbrauch in Berlin: Antifa und Polizei beste Freunde?

So viel Freiheit herrscht in diesem Land, so viel Toleranz, so viel Verständnis, dass wir Täter und Täterinnen frei rumlaufen lassen, Demos aller Art begrüßen und Überlebende im Stich lassen.

Ich brauch ne Pause…