Gender Pay Gap / Niedriglohnsektor

Ja, das ist eins der Lieblingsthemen von Linken und Grünen. Klar, „Gender“ ist nunmal hip. Ein praktisches Schlagwort, mit dem man gut auffällt, Emotionen weckt und gleichzeitig alle Gegenargumente entkräftet bzw. entwertet, weil diese ja nur von Frauenhassern, Rassisten und dergleichen kommen können. Perfekt gespielt.

Doch was ist eigentlich dran an den Zahlen, mit denen wir in sozialen Medien und Talkshows konfrontiert werden? Schauen wir uns doch mal an, was höchst offizielle Stellen dazu zu sagen haben:

Zitat Statistisches Bundesamt:

„Bei der Interpretation des bereinigten Gender Pay Gap ist zu beachten, dass hierbei nur in der Statistik vorliegende Informationen Berücksichtigung finden. Der Wert des bereinigten Gender Pay Gap kann somit als eine Obergrenze interpretiert werden. Es ist jedoch davon auszugehen, dass die Unterschiede geringer ausfielen, wenn weitere Informationen über lohnrelevante Einflussfaktoren für die Analysen zur Verfügung stünden, vor allem Angaben zu Erwerbsunterbrechungen.“

Aha, es scheint also einen bereinigten und einen unbereinigten Wert zu geben. Diese Differenzierung findet man allerdings kaum auf Plakaten oder geteilten Bildchen. Was bedeutet denn „bereinigter Gender Pay Gap“?

„Dagegen misst der bereinigte Gender Pay Gap den Verdienstunterschied zwischen Männern und Frauen mit vergleichbaren Qualifikationen, Tätigkeiten und Erwerbsbiografien. Strukturbedingte Faktoren sind hier also weitgehend herausgerechnet.“

So ist das also. Der bereinigte GPG ist der vergleichbare Wert. Vergleichen kann man nur … naja … Gleiches. Daher die Bezeichnung. Also: gleiche Qualifikation, Tätigkeit, Hintergrund etc. – das ergibt dann Zahlen, die man verGLEICHen kann. Logisch für jeden, der die Grundschule abgeschlossen hat.


Aber wie hoch ist denn nun dieser Unterschied zwischen vergleichbaren Werten?

Grüne und Linke sprechen immer wieder von 18%, manchmal auch von 20%. Allerdings lassen sie dabei weg, dass dies der Wert des unbereinigten Gender Pay Gap ist. Diesen erhält man, indem man alle Arbeitnehmer und deren Einkommen nimmt und dann lediglich nach „männlich“ und „weiblich“ trennt.

Man stellt also einen Bandarbeiter in der Automobilindistrie, der mit seinem Einkommen in diesem Beispiel Hauptverdiener ist, seiner Frau gegenüber, die als Aushilfe am Wochenende beim Bäcker arbeitet. Er erhält 5000€ brutto im Monat, sie 450€. Eine himmelschreiende Ungerechtigkeit! Oder…?

Der bereinigte Gender Pay Gap würde den Bandarbeiter mit einer BandarbeiterIN vergleichen – mit gleicher Tätigkeit, Qualifikation, Erfahrung etc. Da es in Deutschland doch ein paar Tarifverträge gelten, ist ein Unterschied praktisch nicht vorhanden.

Unterschiede ergeben sich höchstwahrscheinlich daraus, dass es auch außer- oder übertarifliche Bezahlungen und Zulagen gibt, die nunmal nicht jeder einfach so bekommt. Die muss man aushandeln. Man muss sich auch „gut verkaufen“, die Klappe aufmachen, wenn man mehr Geld möchte. Tut man dies nicht, wird einem niemand (!) freiwillig und einfach so mehr Geld zahlen. Oder würdet ihr das machen?

Männer sind in dieser Hinsicht eher konfliktbereit, sie stecken weniger oft einfach zurück, sind aktiver, fordernder, forscher. Sie verlangen öfter, wollen mehr, sind direkter. Frauen nehmen vieles als gegeben hin, sind vielleicht froh, den Job zu haben, der ihnen Spaß macht und kommen oft auch nicht auf die Idee, einfach mal mehr Geld zu fordern. Vielleicht haben sie auch Angst, gegen billigere oder bequemere Arbeitnehmerinnen ausgetauscht zu werden, wenn sie zur Chefin gehen und eine Gehaltserhöhung verlangen. Das passiert recht oft… leider. Das Blog von Miss Katherine White zeigt ganz gut, was so im Niedriglohnsektor los ist.


Wie hoch ist denn der bereinigte Gender Pay Gap?

2-6%

Nicht „26%“ sondern zwei bis sechs Prozent. Auch nicht „18%“ oder „20%“, sondern 2 bis 6 Prozent.

Links: WikipediaStatistisches Bundesamt (ganz unten, klein, am Ende)

Nochmal zum Unterschied „bereinigt“/“unbereinigt“:

Zitat Wikipedia: „Beim bereinigten Gender-Pay-Gap wird also der Teil des Verdienstunterschieds herausgerechnet, der auf strukturellen Unterschieden (Ausstattungseffekten) wie Ausbildungsgraden, Berufen, Qualifikation, Arbeitserfahrung u. ä. von Männern und Frauen beruht. Daher ist der bereinigte Gender-Pay-Gap im Normalfall kleiner als der unbereinigte. Neben den genannten beobachtbaren Ausstattungsunterschieden kann es weitere Unterschiede geben, die unbeobachtbar oder schwer messbar sind (z. B. Arbeitsmotivation) und ebenfalls einen Teil der Lohndifferenz erklären. Demnach wäre der bereinigte Gender-Pay-Gap als das maximale Ausmaß der Lohndiskriminierung zu verstehen.“

Nun schmeckt das natürlich niemandem, der seine Politik unter anderem darauf aufbaut, möglichst viel Zwietracht zu säen, Unterschiede herauszustellen und vermeintliche Opfer und Unterdrückte zu ködern. Daher wird nicht nur mit dem unbereinigten Gender Pay Gap „geworben“, sondern der „bereinigte“ GPG relativiert. Also der Wert, der Gleiches vergleicht, der gleiche Voraussetzungen voraussetzt, der PKW mit PKW vergleicht und nicht Flugzeug mit Joghurt.

Frauen würden strukturell Benachteiligt, so sagt man. Sie hätten gar nicht die Möglichkeit, so viel Geld zu verdienen wie die Männer, könnten nicht alle Berufe ausüben, hätten nicht überall Zugang. Wohlgemerkt in Deutschland, nicht in irgendwelchen Gottesstaaten, wo Frauen wirklich unterdrückt werden, sondern in Deutschland, wo Frauen seit vielen Jahren regieren, Ministerposten innehaben, EU-Präsidentin sind und in so ziemlich jeder Parteiführung sitzen. HIER haben sie nicht alle Möglichkeiten… wie man sieht. Seltsamerweise sagen das immer die Frauen, die genau das Gegenteil darstellen.

Aber gut. Was weiß ich schon. Ich bin ein alter, weißer cis-Mann. Schande über mich.

Diese Behauptung lässt man dann einfach mit in den unbereinigten GPG einfließen und schon kann man wunderbar weiter „argumentieren“. Es hat nichts mit der Realität zu tun, nichts mit einer ungleichen Bezahlung aufgrund des Geschlechts (Gender Pay Gap) für gleiche Arbeit, aber es wirkt. Man spricht etwas über die Hälfte der Bevölkerung an, sagt ihnen „Du wirst ausgebeutet, bist das Opfer! Wehr dich! Wähl uns!“ und es wirkt scheinbar.

Linke und Grüne versprechen eine Lösung für ein Problem, das de facto gar nicht existiert. Praktisch: So kann man auf jeden Fall Erfolge erzielen. Man muss nur so tun, als würde man irgendwas machen und dann irgendwann sagen: „So, jetzt ist alles gut, der Unterschied beträgt nur noch 2%, bitteschön.“ Dass man nichts gemacht hat, weil man gar nichts machen musste, ist dann egal. Der Wähler vergisst schnell und erwartet Ergebnisse. Dass diese schon längst da sind, ist egal. Es zählt nur, wer als erstes behauptet, dafür verantwortlich zu sein. Man kann auf die Art gar nicht verlieren.

Aber Frauen verdienen doch weniger….!

Das mag sogar stimmen, wenn man sich manche Statistikseiten anschaut. Diese beziehen sich allerdings meist auf den unbereinigten GPG, der „klassische“ Frauenberufe wie Pflege oder Dienstleistung im Gastgewerbe mit Führungskräften in der Metallindustrie oder Piloten „vergleicht“ bzw. nicht zwischen Teil- und Vollzeit unterscheidet. In diesen Berufen verdienen Männer genauso „viel“ wie Frauen und in Teilzeit verdient man in aller Regel auch weniger als in Vollzeit. Deswegen ist es ja so wichtig, dass diese Faktoren berücksichtigt werden. Dass Frauen in Deutschland daran gehindert werden, Anwältin, Pilotin oder Politikerin zu werden, möge man beweisen und nicht nur mit Schlagworten behaupten.


Moment! Gender Pay Gap… betrifft das nicht alle Geschlechter? Warum ist dann nur von Frauen die Rede?

Gute Frage. Weils „in“ ist? Ich weiß es nicht. Abgesehen davon, dass es hierzulande keine Restriktionen bei Studium, Ausbildung und Berufswahl nach Geschlecht gibt – jeder kann Krankenschwester/-pfleger, Arzt, Friseur, Polizist, Manager, Straßenbauer, Gebäudereiniger, Verkäufer, Personalchef, Pilot oder Lagerarbeiter werden – so gelten für sehr viele Bereiche Tarifverträge. Dort wo sie nicht gelten, liegt es am jeweiligen Arbeitnehmer, ob er verhandelt und wie gut er das macht. Von nichts kommt nichts. Das ist aber dann keine Diskriminierung, sondern die Konsequenz aus dem eigenen (Nicht)Handeln.

In diesem Zusammenhang wird dann auch oft von irgendwelchen Quoten fantasiert. Interessanterweise spielen Quoten nur im Bereich „Manager“ oder „Vorstand“ eine Rolle. Eine Frauenquote bei Straßenbauern, Müllwerkern oder Feuerwehrleuten ist nie Gegenstand irgendeiner Forderung.

Wenn man doch Gleichberechtigung möchte und gleiche Chancen, gleichen Zugang für alle zu allen Berufen, warum dann nur für „bequeme“ Berufe? Warum gibts keine Quote für harte Arbeit? Warum keine für Pflegeberufe? Eine Männerquote fürs Altenheim oder Krankenhaus wäre doch auch eine Idee. Oder eine Männerquote bei Kindergärten. Oder Tierärzte? „Gleich“ bedeutet eben nicht „gleich“ oder „alle“. Manche sehen sich eben als gleicher.

Diese Quotenforderungen sind Rosinenpickerei. Genau wie das Gendern, das tunlichst vermeidet, negative Begriffe mit Sternchen zu versehen oder eben der Gender Pay Gap, der so zurechtgebogen wird, dass er möglichst viel Aufmerksamkeit auf sich zieht. Es funktioniert, also macht man es. Hat ja auch bei Fukushima geklappt, wo aus einem (1) Toten mehrmals knapp 20.000 gemacht wurden. Es steht geschrieben, also stimmt es. Fakten stören nur.

Der Wähler ist entweder doof genug, alles ohne zu hinterfragen zu glauben, oder er macht es bewusst mit, weil er sich Vorteile erhofft, sich als Opfer sieht und ihm die Nachteile für alle anderen egal sind. Dummheit oder Egoismus – das Ergebnis bleibt dasselbe, denn es zählt am Ende nur die Stimme bei der Wahl und da ist es egal, aus welchem Grund das Kreuz gemacht wird.

Es gibt kein Gender Pay Gap-Problem. Das Problem liegt woanders…

Übrigens verdienen Männer auch weniger als Frauen. Zum Beispiel der Pizzafahrer, dessen Frau als Ärztin arbeitet. Und Männer werden komisch angeguckt, wenn sie Erzieher werden wollen. Was macht man dagegen? Oder ist das jetzt was anderes und man kann es nicht vergleichen?


Hier möchte ich dann gerne mal den Bogen zu den Geringverdienern machen, denn das ist ein Problem, das wirklich kritisch ist, von dem man aber kaum was liest oder hört. Scheinbar sind die Menschen, die wenig Geld verdienen, nicht die Wählerzielgruppe von Grünen und Linken.

Paradox, denn eigentlich sollten gerade linke Parteien doch für „die Kleinen“ da sein…?

Ach, unwichtig! Man muss die reichen 10% ködern und ein paar andere, die einfach so mitlaufen, weil sie glauben, was man da verbreitet. Grüne & Co. interessieren sich nicht für die Masse der Bevölkerung.

Die Wählerschaft der Grünen rekrutiert sich zum Großteil aus den gut bis sehr gut verdienenden Teilen der Bürgerschaft. Meist Akademiker mit so viel Geld, dass sie auch die auf uns zukommenden Mehrkosten locker tragen können und somit darin kein Problem sehen.

Klar, als Luisa Neubauer samt Vermögen und als Anteilseignerin einer (linken) Tageszeitung, wären mir die Mehrkosten für meine Flugreisen auch egal. Da kann man dann auch „grün“ wählen und jede Menge Dinge fordern, egal wie realitätsfern sie auch sind. Was weiß denn schon der Pöbel? Das gemeine Volk hat zu spuren, sich zu fügen! Und als Begründung nimmt man einfach irgendwas mit „Klima“ oder „Umwelt“, das zieht immer.

Somit machen also reiche Menschen Politik für Reiche auf Kosten und mit Hilfe der „Armen“, die dadurch noch mehr Kosten an der Backe haben, aber sich toll fühlen, weil diese netten Damen so sympathisch aussehen und sich so toll engagieren.

Da fragt man sich, ob Menschen wirklich so leicht zu manipulieren sind…


Was ist denn jetzt mit den Geringverdienern?

Geringverdiener ist ein Begriff, den ich zunächst definieren möchte. Im Sinne der Sozialversicherung ist Geringverdiener, wer unter speziellen Umständen beschäftigt ist und ein besonders niedriges Gehalt bezieht. Also zum Beispiel Teilnehmer am Bundesfreiwilligendienst oder Azubis mit weniger als 325€ Verdienst im Monat. Darum geht es hier aber nicht!

Hier spreche ich von Menschen, die ganz „normal“ arbeiten und trotzdem wenig Geld verdienen – also von Menschen im Niedriglohnsektor.


Ab wann hat man denn niedriges Einkommen?

Zitat Gabler Wirtschaftslexikon:

„Beschäftigungsverhältnisse, in denen weniger als zwei Drittel des Medianbruttoverdienstes gezahlt werden. Der Niedriglohnsektor wurde in den vergangenen Jahren in Deutschland stark ausgebaut. Er umfasst inzwischen mehr als 20 Prozent der abhängig Beschäftigten.“

Der Medianbruttoverdienst lag 2020 bei 3401€ (Pressestelle Bundestag). Zwei Drittel davon sind 2267,33€.

Wer also weniger als 2267,33€ brutto pro Monat verdient, befindet sich somit im Niedriglohnbereich.

Je nach Bundesland, Krankenversicherung, Kirchensteuer, Steuerklasse usw. sind das 1500-1600€ netto.


Und wie passt das jetzt mit Gender Pay Gap zusammen?

Ganz einfach: Es existiert kein GPG, wie er propagiert wird. Es existieren aber etliche Millionen Menschen, die trotz Vollzeitarbeit im Niedriglohnsektor festhängen. Für diese Menschen muss es wie Hohn klingen, wenn nach Quoten und „gleicher“ Bezahlung geschrien wird, während sie nach Abzug von Miete, Nebenkosten und Essen noch 200€ zum Leben, zum Sparen und für Urlaub, Kleidung, Reparaturen, „Kultur“ und dergleichen haben – wenn überhaupt.


Dafür können die Grünen doch nichts! Die kämpfen doch gegen diese Zustände!

Die Grünen haben diese Zustände erst mit ermöglicht. Unter der Rot-Grünen Bundesregierung wurde die Agenda 2010 initiiert, zu der auch die Hartz-Reformen gehören – somit auch Hartz IV, wie man das Arbeitslosengeld II auch nennt.

Was Rot-Grün damals auf den Weg gebracht hat, war unter anderem ein gelockerter Kündigungsschutz, Erhöhung der Sozialabgaben der Mitarbeiter, Handwerksbetriebsgründungen ohne Meisterbrief, Ausbildung durch Gesellen möglich, Kürzung des Leistungskatalogs der Krankenversicherungen und noch einiges mehr.

Leiharbeit erlebte ebenfalls einen Boom und da man unliebsame Arbeitskräfte nun auch einfacher wieder loswerden konnte, war es noch einfacher Leute zu finden, die für wenig Geld viel arbeiten.

Politik der „Arbeiterpartei“ und der „Grünen“, die gar nicht deutlicher gegen die Menschen gerichtet sein konnte, die sie aus gutem Glauben gewählt haben, für die sie eintreten sollten. Die „Kleinen“ haben den Preis gezahlt.


Ok. Aber das ändert sich ja, wenn die Grünen regieren!

Sicher? Aktuell ist ja „Klima“ das Thema schlechthin. Deutschland rettet die Welt, alle Einwohner, den Planeten und das Universum. Natürlich geht das nicht, aber wir müssen ja Vorbild sein! Wir haben die Pflicht!

Zumindest sagt man das immer in grünen Kreisen. Dass alle anderen Nationen unsere ideologisch verschwurbelten Sperenzchen durch den Neubau von Kohle- Gas- und Atomkraftwerken erst ermöglichen, ist egal. Deutschland ist in 20 Jahren CO2-Neutral und somit besser als der Rest der Welt! Ha!

So oder so ähnlich muss man denken, wenn man den Parolen glaubt, die Baerbock und Co. so von sich geben.

Wer allerdings mit 1500€ pro Monat auskommen muss, den packt das kalte Grausen, wenn er an eine grüne Zukunft denkt. Es ändert sich was, das stimmt. Aber es wird nur noch härter für die, die ohnehin schon wenig haben.

Dank CO²-Steuer und Klimaschutzgesetzen (die das Problem nur verlagern, aber nicht lösen!) darf man seit diesem Jahr (2021) schon tiefer in die Tasche greifen, wenn man mit Öl oder Gas heizt und noch kein Elektroauto hat.

Für 2021 dürfte man mit ca. 100-150€ Mehrkosten beim Heizen rechnen. 2025 muss man schon 300-400€ mehr einplanen pro Jahr. Wer dieses Jahr schonmal Tanken war, weiß wohin der Weg dort geht – unabhängig vom Ölpreis. Fliegen wird ebenfalls teurer, so dass man nicht mehr für kleines Geld in den Urlaub fliegen kann. Fahren geht dann auch nicht, weil bei 1,80-2,00€ pro Liter Benzin fährt man nur noch ungern in Richtung Gardasee oder an die Ostsee, sondern bleibt zuhause bzw. in der Nähe. Jedenfalls wenn man auf sein Geld achten muss.

Für die Zielgruppe von Grünen und Co. sind 10, 20, 50, 80 € Mehrkosten im Monat kein großes Problem. 50€ von frei verfügbaren 3000€ sind eben nur 1,6%. Wenn man nur 200€ „frei“ hat, machen 50€ aber sehr wohl etwas aus – nämlich 25%.

Genau deswegen machen Grüne (und derzeit auch CDU/CSU, SPD und Linke) keine Politik für die kleinen Leute, für die Masse, für die, die Unterstützung brauchen, für die, die sich krummbuckeln und trotzdem knapsen müssen.

Sie machen Politik für die, die sich alles leisten können und es auch weiterhin können werden. Man schreibt einfach nur „Klima“ drauf, und alle finden es gut. Sogar die, die nichts oder wenig haben. Weil sie gutmütig, gutgläubig sind. Weil sie hoffen, dass sich was ändert, dass alles gut wird. Weil sie den Worten glauben, die ihnen entgegengebracht werden.

Dabei geht es nur um Stimmen – und um Macht und Geld.

Der kleine Mann oder die kleine Frau interessiert nicht. Er oder sie ist unwichtig. Dafür macht man keine Politik. Die sollen ruhig weiter jammern, da passiert nichts, denn sie müssen ja arbeiten und haben keine Zeit, irgendwelche Demos zu organisieren. Sie sind zu beschäftigt mit Überleben.

Deswegen wird sich nichts (zum Guten) ändern. Man wird sich arrangieren und das wars dann schon. Die kleinen Leute schlucken, denn das kennen und das können sie. Es wäre lustig, wenn es nicht so traurig wäre.


Fazit

Wer wenig hat, wird bald noch weniger haben und niemand macht etwas dagegen. Erst recht nicht die, die sich als „Retter der Welt“ darstellen und angeblich für „Gerechtigkeit“ kämpfen. Aber man kann ja wunderbar mit „Diskriminierung“ und „Gender Pay Gap“ davon ablenken und somit dennoch die Stimmen von denen abgreifen, die zukünftig am Meisten unter dieser Politik zu leiden haben werden: Menschen im Niedriglohnsektor – und das sind nunmal oft Frauen – in der Altenpflege, in der Gebäudereinigung, im Gastgewerbe, in Teilzeit …. sie wählen grün, weil sie gerecht bezahlt werden wollen (was schon längst der Fall ist) und bekommen als Dankeschön Mehrkosten aufgedrückt.

Es ist zum kotzen…

Echte Probleme werden – wenn überhaupt – nur am Rande angesprochen, während Probleme, die gar keine sind, zum Erzfeind erklärt werden, einem Fanal gleich, dem die schlagzeilenlesende Masse nur zu gerne folgt. Es wird nicht hinterfragt und am Ende sucht man dann eben einen Schuldigen, wenn man an der Tankstelle steht oder die Nebenkostenabrechnung erhält. Nur man selbst hat nichts falsch gemacht, als man entsprechend gewählt hat. Schuld haben immer „die anderen“.

Politischer Hass im TV

Dank Stromausfall (Nummer 2 dieses Jahr) und anschließendem Internetausfall, habe ich mich gestern mal wieder mit linearen TV beschäftigt. Streaming ohne Internet ist eben schwierig 😁

Allerdings musste ich feststellen, dass ich nichts verpasst habe. Außer zu Trash TV-Terminen schaue ich ja kein „richtiges“ Fernsehen mehr, daher dachte ich, dass vielleicht doch mal was Interessantes zu sehen wäre.

Es gibt immer noch diesen ÖR-Sender, der quasi rund um die Uhr Hitler-Dokus zeigt. Dann noch jede Menge „Nachrichten“ und „Talkshows“ … und irgendwelche schlechten Serien aus Deutschland für Leute, denen das Lesen von Groschenromanen zu anstrengend ist.

Ach ja: und Hass gibts auch jede Menge neuerdings. Zumindest auf „Das Erste“ und dem „ZDF“.

Linke Asoziale, die Autos und anderes abfackeln, Polizisten zusammenschlagen und gegen alles „Kapitalistische“ hetzen, werden fast schon gelobt. Öffentlich. Aber gut, das mag damit zusammenhängen, dass „links“ bald offiziell die Richtung vorgibt, wie und was wir zu tun, zu lassen und zu denken haben. Da möchte man sich schonmal anbiedern.

Fassen wir zusammen:

  • Linke Gewalt ist ok. Vor allem am 1. Mai und wenn’s gegen „die Reichen“ geht. Natürlich muss korrekt gegendert werden.
  • Die Grünen sind supertoll und Annalena Baerbock ist gebildet (das ist die, die Kobold abbauen Strom im Netz speichern will).
  • Außerdem wünschen die ÖR noch einen „schönen Kampftag“ am 1. Mai (wenn auch fast nur dem weiblichen Teil der Bevölkerung*innen:/-;“). Natürlich flankiert von Marx und Engels.

Müsste da nicht das Anti-Hass-Gesetzdings greifen? 🤔

Ich habe jetzt erstmal alle ÖR-Sender aus der Programmliste gelöscht. Diesen Hass, diese Hetze muss ich nicht auch noch im TV haben, so selten ich das auch nutze.

Die Originaltweets wurden übrigens von den Verantwortlichen gelöscht, nachdem es selbst für Socialist Media zu abartig war, Gewalt zu verherrlichen, so offen zu hetzen und Wahlkampfwerbung für die #Grünen zu machen. Und das will was heißen 😁

Liebe #Neuland-Hetzer: Das Netz vergisst nicht. Da könnt ihr löschen wie ihr wollt.

Was wirklich wichtig ist

So viele schlechte Nachrichten. So viel Hass, Hetze, Egoismus, dass es schon weh tut. Überall, so scheint es.

Egal ob beim Gendern im TV, bei den Oscars, im Supermarkt, auf der Straße, im Kindergarten, auf dem Spielplatz oder online. Nirgendwo ist man sicher vor Negativität, wird quasi gezwungen, sich das alles anzutun.

Aber man hat ja die Wahl. Wir alle haben die Wahl. Niemand zwingt uns, alles hinzunehmen oder auch nur aufzunehmen. Lasst sie reden, fordern, nerven. Wie unerzogene Kinder muss man sie auch einfach mal schreien lassen, ihnen nicht ihren Willen geben.


Was mir dabei hilft ist nicht nur, dass meine Frau mir Rückhalt gibt, für mich da ist und mich nimmt wie ich bin. Das ist auch unser Schika.

Seitdem ich zuhause bin, ist er da. Jeden Tag. Es hat sich eine Routine eingestellt, die gerade mir als Aspi Sicherheit gibt. Morgens aufstehen, mit ihm raus, Frühstücksservice, dann mittags nochmal – allerdings mit Mittagsservice – und abends ebenso. Banal, ich weiß. Aber für mich ist das wichtig. Es bietet einen Anker, etwas das bleibt. Etwas Stabiles, unabhängig von dem, was „draußen“ für ein Wahnsinn tobt.


„In unserer Welt ist alles gut“

Das sagt meine Frau mir immer, wenn ich mir mal wieder zu viele Sorgen mache, wenn der Weltschmerz allzu präsent wird, wenn ich dieses ganze Gejammer höre, lese, sehe von Leuten, die exakt 0 Probleme haben oder hatten. Von Millionärinnen, von diskriminierten Prominenten, von unterdrückten Politikerinnen, von all denen, die erfolgreicher, wohlhabender, einflussreicher sind als die allermeisten anderen Menschen. Ach wie haben die es so schwer! Es ist eklig und es macht mich traurig, dass heute nur zählt, wie populär jemand oder etwas ist, damit eine Aussage Gewicht hat.


Wenn ich dann abends – oder besser nachts – ins Bett gehe und Schika sich freudig an mich kuschelt, erleichtert, dass seine Menschen wieder zusammen sind, verschiebt sich mein Fokus. Ich will, dass es ihm gut geht. Dass es uns gut geht. Und ich bin froh über jede Minute mit meiner kleinen Familie, in der wir uns lieben, füreinander da sind, uns tolerieren und akzeptieren. Ohne Hass, Neid, Zwang, Quoten oder sonstigem Murks.

„In unserer Welt ist alles gut“

Man sollte sich nicht zu sehr auf die Leute fixieren, die nur sich für wichtig halten, die nur fordern aber nichts geben. Das sind keine Menschen, die irgendwem gut tun, die etwas Gutes wollen. Man braucht sie nicht in seinem Leben. Warum sollte man hasserfüllten Menschen so viel Raum geben?

Auch wenn es nicht einfach ist, sich von jedem einzelnen zu distanzieren, so ist es doch möglich und es hilft. Es hilft einem selbst, weil man Ruhe hat und es hilft allen, weil diesen Menschen keine Bühne mehr geboten wird, wenn alle mitmachen.

Was ist euch wichtig? Wirklich wichtig? Braucht ihr jemanden, der euch sagt, was richtig zu sein hat… gefälligst? Seid ihr – sind wir – so unmündig, dass wir bereitwillig alles mitmachen, was irgendjemand verlangt?

Scheinbar. Aber das täuscht. Wenn der Fernseher aus ist, das Handy weggelegt und der Laptop ausgeschaltet wird, hat man auf einmal sehr viel Raum. Raum, der sonst von anderen belegt wird, von deren Gedanken, deren Meinung, deren Forderungen.

Dabei sind sie unwichtig. Sie wollen nur. Doch niemand kann uns zwingen, ihnen das zu geben. Ausschalten hilft. Sehr sogar.


Schika wird, sofern alles gut läuft, 15-18 Jahre alt. Er wird erleben, wie ich 50 werde und was in den 2030ern passiert. Er wird mich – uns – noch viele hundert Morgen nicht ausschlafen lassen. Ok… meine Frau 😁. Und viele Nächte lang wird er genüsslich an meinem Ohr lecken, bevor er einschlafen kann. Der olle Fetischist.

Ich freue mich auf jeden einzelnen Tag mit ihm, mit meiner Frau, mit uns. Das ist wichtig. Darauf sollte man sich konzentrieren. Das muss ich mir öfter bewusst machen.

#allesdichtmachen … und wie die Berufsempörten reagieren

(Updates unten) Ich wollte bisher nichts zu #allesdichtmachen schreiben. Jener Aktion, wo durchweg bekannte Prominente, Schauspieler sich der Form der Satire bedienen und zum Nachdenken anregen wollen.

Sollen sie machen. (Nicht nur) Mir war der weitere Verlauf der Geschichte sofort klar: Hass, Politisierung und Hetze, auf jeden Fall aber Aufmerksamkeit (BILD). Man merkt hier sehr schnell, wer wie tickt, wer sofort verurteilt und wer sich damit auseinandersetzt. Wer hasst, ist eben meist sehr leicht zu überführen.

Satire darf alles, wurde mehrfach festgestellt. Sie darf alte Menschen als Umweltsäue bezeichnen – ob als Lied vom WDR oder als Spiel der FUNK-Mediengruppe -, und sie darf Polizisten auf den Müll wünschen.

Satire darf aber nicht das Fehlverhalten der Bundesregierung kritisieren. Gut, das ist eigentlich Sinn und Zweck, aber das war wohl einmal.

Der Twitter-Socialist-Media-Mob schwenkt mal wieder seine Fackeln und Mistgabeln, fordert Entlassungen und stellt pauschal alle Teilnehmer als Nazis, Querdenker und Verschwörungstheoretiker dar. So heftig, dass sich einige der Teilnehmer der Aktion öffentlich entschuldigt haben.

Die Macht des halbgebildeten Pöbels eben.

Die Website zu #allesdichtmachen ist aktuell offline. Wahrscheinlich bereiten die „Täter“ gerade ein umfassendes Entschuldigungsvideo vor, um nicht weiter drangsaliert, erpresst oder eventuell sogar bedroht zu werden. Für Morddrohungen reicht es heute ja aus, wenn man als Mann ein Damenhygienehilfsmittel entwickelt.

Ob man die Aktion nun befürwortet oder nicht, sie hat gezeigt, dass man heute in Deutschland verdammt aufpassen muss, was man wie sagt. Man steht sehr schnell im Abseits, in der Naziecke und wird geächtet. Feind ist, wen ich dazu erkläre. So einfach machen sich das viele.

Ein Gutes hat die Aktion aber auf jeden Fall gehabt: man kann sehr gut erkennen, von wem man sich in Zukunft wirklich distanzieren sollte. Nämlich von all jenen, die die eine Seite der Satire loben, die andere aber verdammen (Tichys Einblick).

Sehr deutlich wird das beim WDR, der vor einem Jahr ebenfalls „Corona-Satire“ erstellte und darin das Virus als effektive Möglichkeit sah, endlich die „Alten“ loszuwerden, die „diesen Planeten vor die Wand gefahren haben“. Glaubt ihr nicht?

Also dieses Video ist ok, aber das folgende Video ist Hetze?


Meist sind es dieselben, die sich empören und irgendwelche Konsequenzen fordern. Gendernde Z-Promis, irgendwelche hippen Moderatoren, Podcaster oder „Journalisten“, die stets ins selbe Horn stoßen ohne auch nur im Ansatz zu differenzieren. Sie haben viel Zeit, gegen alles was „anders“ ist vorzugehen. Das ist wohl diese „Toleranz“ von der sie immer reden…


Es wird eben nicht mehr diskutiert, es wird bestimmt. Wer mitmacht – oder wenigstens Reue zeigt – darf weiter mitspielen. Wer abweicht, wird ausgegrenzt, entlassen, bedroht, beschimpft. Es war nie leichter als heute, Nazi zu werden.

Auffällig ist, dass diese Beschimpfungen, dieser Hass, Nazivergleiche und Beleidigungen stets von denen kommen, die so sehr nach Toleranz und Frieden und Freiheit verlangen. Niemand ist intoleranter als jemand, der Toleranz einfordert!

Ob nun ein Tobias Schlegl, Jan Böhmermann, Stefan Niggemeyer, Enno Park oder Igor Levit (ja, das ist der, der gesagt hat, dass AfD‘ler ihr Menschsein verwirkt haben (Welt) – sie alle proben den Aufstand, schreien laut weil sie wissen, dass sie weniger als 53 sind und nicht ganz so prominent.

Da tut es gut, wenn sogar ein Karl Lauterbach für echte Toleranz in die Bresche springt:


Ich hoffe ja, dass die Jungs und Mädels nicht einknicken. Dass sie nicht den quengelnden, gelangweilten Twitterhetzern nachgeben. Dass sie diesem Mob endlich mal Grenzen aufzeigen, den Spiegel vorhalten. Dass eine Diskussion entsteht, die nicht einseitig geprägt ist. Wir sind nicht alle gleich. Wir sind gleichwertig! Wer den Unterschied nicht kennt, sollte ganz still sein.

Allerdings gehe ich davon aus, dass das nicht passieren wird. Zu lange und zu oft haben wir den Blagen gegeben was sie wollten, sie in ihrem Denken bestärkt. Das lässt sich nicht so einfach rückgängig machen.

Es wird noch sehr „lustig“, wenn die grüne Leitpartei dieser Menschen im Herbst dieses Land regiert. Spätestens dann hält man die Klappe, macht alles mit um ja nicht in den Fokus der bigotten Moralwächter zu gelangen.


Update 1, 24.04.2021: Das hätte ich von Kanzlerkandidat Laschet (CDU) nicht erwartet. Auch nicht, dass endlich mal deutlich dieser „Du bist Nazi“-Scheiss angesprochen wird, mit dem viele Volltrottel heute jedwede Diskussion im Keim ersticken. Es mag am Wahljahr liegen, doch vielleicht bringt es ja doch was… (Link BILD.de).


Update 2, 24.04.2021: Die Moralapostel werden öffentlich benannt und zu Recht für ihr Verhalten kritisiert. Man muss Meinungen nicht teilen, aber sofort mit Hass und Hetze zu reagieren, wie es heute leider viel zu oft gemacht wird, ist schädlicher für jede Gesellschaft als „die falsche“ Meinung zu haben. Von folgenden „Promis“ werde ich mich in Zukunft fernheizen, denn für diese zählt nur die eigene Meinung – unabhängig von Fakten und Hintergründen. Davon haben wir schon mehr als genug.

(C) BILD, 24.04.2021

Es ist schön zu sehen, dass der Zuspruch größer ist als die Hetze derer, die andere Meinungen und Sichtweisen am liebsten verbieten würden. Wie hilflos diese „Promis“ sind, zeigt die Aussage von Hans-Jochen Wagner, der von einer „Minderheit meines Berufsstandes“ spricht. Lieber Herr Wagner: „laut“ ist nicht gleich „Mehrheit“ 😘

Im Gegensatz zu den „Toleranten“ und „Demokraten“ fordern die mittlerweile noch 47 standhaften Promis jedoch keine Ächtung, beleidigen nicht, verlangen nicht nach Berufsverboten. Durch #allesdichtmachen wurde wunderbar und effektiv gezeigt, wer wirklich Hass und Hetze verbreitet – und von wem man sich distanzieren sollte.


Update 3, 24.04.2021: Und wieder haben ein paar der Schauspieler dem Druck durch Hass und Hetze nachgegeben, sich dem Druck der Minderheit gebeugt. Schade. Das sendet das falsche Signal. Man darf niemandem automatisch Recht geben, nur weil er darauf besteht. Unreflektiert. Stur. Egozentrisch. Link (BILD). Genau DAS ist ja das Problem. Aber die Masse lässt sich bisher nicht einschüchtern oder erpressen.

Die Website (allesdichtmachen.de) ist auch wieder online – natürlich mit einem ellenlangen Statement, das schon fast obligatorisch scheint, will man nicht angefeindet, bedroht oder beleidigt werden. Was für eine tolerante Welt wir doch geschaffen haben… 😢

Ein wunderbarer Kommentar von Ralf Schuler: BILD


Update 4, 25.04.2021: Morddrohungen – das Mittel der Wahl, wenn es darum geht, andere zur eigenen Meinung zu überreden, wie es scheint. Meter Becker bekommt sie, sagt Ben Becker (T-Online). Dabei hat sie sich doch schon distanziert und entschuldigt, sich den pöbelnden Blagen gebeugt (Spiegel).

Was ich mich frage: wenn man hier verallgemeinern darf – also wenn man „Nazi“ oder „Querdenker“ ist, wenn man etwas kritisiert, was nicht kritisiert werden darf – gilt das auch umgekehrt? Sind dann alle, die etwas gegen #allesdichtmachen haben, potenzielle Mörder? Gewalttätige Psychopathen? Oder ist das nicht ok, weil man nicht differenziert? 🤔

Naja. Jedenfalls ist die laute Minderheit, der brüllende Moloch der Hater und Hetzer, wohl doch nicht so zahlreich, so groß, wie man es gerne darstellt. 98% der Reaktionen seien positiv, so Mitorganisator Brüggemann (WELT). Da müssen dann eben Morddrohungen herhalten, um denen zu zeigen, was sie zu sagen, zu denken haben!

Deutschland im Frühjahr 2021…


Update 5, 26.04.2021: Oha. Geht man jetzt endlich mal öffentlich mit der einseitigen Berichterstattung und den Zwängen durch „Journalisten“ und Medien ins Gericht (BILD)? Gibt es noch Hoffnung? Hört vielleicht sogar dieser ähnlich dümmliche Gendersprech-Murks auf? Fangen die Leute an und sagen endlich mal „Nein“? Ich glaube nicht so richtig daran, aber ein wenig Hoffnung ist da.

(C) BILD

Hoffnung, dass man bald wieder diskutieren kann, ohne sich ins Abseits zu stellen, wenn man was „falsches“ sagt. Dass man nicht mehr genötigt wird, aus ideologischen Gründen irgendwelche Sprachvergewaltigungen zu ertragen, die nur Hass schüren und niemandem nützen. Dass vielleicht endlich wieder alle Seiten eines Themas beleuchtet werden statt nur der gerade genehmen. Dass alle die, die nach Freiheit und Toleranz verlangen diese auch endlich mal zu geben bereit sind. Dass dieses beschissene, verdammte Gegeneinander, dieses Gehetze von Menschen, denen es mehr als gut geht, endlich aufhört. Dass wir uns endlich, endlich mal um wirklich wichtige Probleme kümmern können statt irgendwelcher idiotischer Quoten, Sternchen, Umbenennungen und Meinungsnötigung.

Ich schweife ab. Aber ich hoffe. Diese Aktion hat jedenfalls die Möglichkeit eröffnet, all diese Themen ansprechen zu können. Ob es geschieht… wir werden sehen.

Yakuza: Like A Dragon (Xbox Series X)

Warum ich gerade zu diesem Yakuza-Teil einen eigenen Beitrag erstelle?

Nun, es ist der erste Teil, der mit einem neuen Protagonisten aufwartet. Kiryu Kazumas Geschichte ist auserzählt und es wurde Zeit für einen neuen „Helden“. Weniger grimmig, etwas „lustiger“, alberner, lockerer, abgedrehter.

Zudem hat man den Neustart bei SEGA genutzt, um das Kampfsystem umzustellen. Man bestreitet seine Kämpfe nicht mehr in typischer Brawler-Manier, sondern, wie in JRPGs üblich, rundenbasiert.

Genug Änderungen also, um dem aktuellsten Teil dieser grandios erzählten Gangster-Reihe einen eigenen Beitrag zu widmen.


Eins vorweg: nehmt euch Zeit, spielt nicht mit Walkthroughs. Probiert alles aus und beschäftigt euch mit dem, was euch die Spielwelt abseits der Hauptgeschichte bietet.

Das gilt im Grunde für alle Yakuza-Teile, für Like A Dragon jedoch umso mehr. Es spielt sich wie ein JRPG und sollte entsprechend angegangen werden.


Ich spiele das Spiel mit japanischer Sprachausgabe und englischen Untertiteln. Deutsch als Textsprache ist auch vorhanden, jedoch so billig und teils falsch und lückenhaft übersetzt, dass sich niemand damit einen Gefallen tut. Kleines Beispiel:

I‘m not that girl anymore. I am a vagrant on a quest for vengeance. Do you know how many times I‘ve awoken in the night, having dreamt of drawing that dagger?“

„Ich irre auf der Suche nach Rache umher. In vielen Träumen habe ich diese Klinge gezogen.“

Wer auch immer das übersetzt hat: You had 1 job…🤦🏼‍♂️


Die ersten 5 Kapitel dienen als Tutorial und erzählen die Hintergrundgeschichte von Kasuga Ichiban, dem neuen Hauptdarsteller, der Kleidung in denselben Farbei trägt wie Kiryu Kazuma – nur vertauscht.

Ich werde hier nicht spoilern, doch so viel sei gesagt: man arbeitet sich hoch. Von ganz unten. Weiter unten gehts nicht.

Ein interessanter Ansatz und wirklich gut inszeniert.

Auf dem Weg nach oben entdeckt man durchaus Parallelen zur Geschichte von Kiryu Kazuma, sieht bekannte Orte aus einem anderen Blickwinkel und lernt neue Gefährten kennen. SEGA hat hier wirklich gute Arbeit geleistet.

Verrat, Treue, Ehre, die Sorgen der kleinen Leute, Politik und wie diese Aktivistinnen pusht und benutzt, der Wandel der Zeit allgemein, Clankriminalität und -Rivalität, Armut, Familie – all das und mehr wird thematisiert und ansprechend transportiert.

Der Humor kommt ebenfalls nicht zu kurz. Niemals spürt man den heute sonst so oft belehrend erhobenen Zeigefinger, der einen eigentlich nur noch abstößt. Man taucht in die Welt ein, baut eine Beziehung zu den Charakteren auf und das gesamte Setting verleitet dazu, sich näher mit selbigem zu beschäftigen. Mich zumindest. Natürlich ist auch hier wieder nicht alles so, wie es zunächst scheint.

Ich behaupte sogar, dass hier noch einen Gang höher geschaltet wurde, was die Plot-Twists angeht.


Yakuza: Like A Dragon ist ein echtes Rollenspiel geworden. Charakterlevel, Joblevel, Ausrüstung, Waffen, Crafting, Statuswerte, Party, Buffs, Debuffs, Heilung, Beziehungssystem und jede Menge Quests sind vorhanden und recht gut umgesetzt. Natürlich gibts auch wieder jede Menge „Kleinkram“, der abseits der Hauptquest für etliche Stunden Beschäftigung sorgt.

Man kann Kart fahren, sich als Immobilienmanager versuchen (unbedingt machen! Hier kann man sehr schnell sehr viel Geld verdienen!), im Casino Geld gewinnen oder verlieren, als Teilzeit-Held Leuten in Not helfen, Dosen sammeln, Baseball, Darts und Golf spielen, seinen Poke…Sujidex füllen, Essen gehen, Karaoke singen, B-Movies im Kino schauen und via Quiz seine Werte wie Intelligenz, Charisma oder Stil & Co. pushen.

Bei alledem nimmt sich das Spiel nicht zu ernst. Es gibt durchaus absurde Szenen und die Atmosphäre wirkt lockerer als in den bisherigen Spielen der Serie. Allein schon, dass sich Kasuga Ichiban als Held sieht, der die Welt wie ein Rollenspiel (explizit: Dragon Quest) wahrnimmt, eröffnet jede Menge tragikomische Momente und Möglichkeiten. Ich finds toll!

Die Steuerung ist angenehm. Man merkt den Unterschied (positiv) recht deutlich, gerade im Vergleich zu Yakuza 3-5. Bugs habe ich bisher keine bemerkt, die Auto-Save-Funktion funktioniert zuverlässig, es gibt keine FPS-Einbrüche auf maximaler Qualitätsstufe und auch keine Abstürze. Quick Resume funktioniert ebenfalls, die Karte ist hilfreich, das Schnellreisesystem wurde ins Handy integriert und entdeckte Komboeffekte in Restaurants werden nun angezeigt.


Für diejenigen, die die „alten“ Teile vermissen: Seid unbesorgt. Der Übergang von Yakuza 0-6 zu Like A Dragon ist angenehmer, als ihr vielleicht denkt. Sehr angenehm!

Nachdem mich diese wunderbare, grandios erzählte und inszenierte Spieleserie über fast 4 Monate jeden einzelnen Tag begleitet hat, wird es schwer, adäquaten Ersatz zu finden. Ich hoffe, dass noch viele Teile folgen werden … und dass es nicht allzu lange dauert bis zum nächsten „Yakuza“ 😊

Mit Hass und Lügen gewinnt man viel

… zumindest in der heutigen Hochzeit der intoleranten Egomanen. Ein paar aktuelle Beispiele:


Da entwickeln 2 Männer (!) – zusammen mit ihren Mitbewohnerinnen – ein Hygieneprodukt für Frauen (!!), das man mögen kann oder auch nicht. Früher wurde etwas einfach nicht gekauft, wenn es nicht gefällt. Heute gibts Mord- und Gewaltdrohungen. Was erdreisten sich diese toxischen Patriarchen?! Aber Gewalt, Hass und Hetze wirken eben und wir geben nach. Somit wird das weitergehen. Der Pöbel und der Mob bekommt schon was er/sie/es will. Egal wie.

Ob das genauso abgelaufen wäre, wenn da 2 Frau*innen gegründet hätten?


Kobold-Anna ist Kanzlerkandidatin der Grünen. Man muss nur lange genug die Wahrheit verbiegen und Minderheiten hofieren, die in Socialist Media Werbung für einen machen, schon kommt man als radikale Partei auf Werte, die einen befähigen, einen Kanzlerkandidaten zu stellen. Besonders auffällig ist der Stimmenzuwachs seit Fukushima und der vehementen Behauptung, bei dem dortigen Atomunglück seien tausende Menschen gestorben. Fast umgehend schossen die Stimmen für die Grünen in die Höhe, sie stellten kurze Zeit später das erste Mal einen Ministerpräsidenten und arbeiten seitdem erfolgreich mit Hetze und Manipulation daran, endlich 83 Millionen Menschen regieren zu können. Sie machen Politik für (sehr) wenige Menschen, die jedoch umso lauter sind und daher als viele erscheinen. Angst und Chauvinismus wirken eben immer. Besonders beim einfach gestrickten Wähler. Hilfreich dabei ist natürlich auch ein Gendersender wie ProSieben, der vorbildliche journalistische Arbeit leistet und für Qualitätsfernsehen bekannt ist.


Auch vor TrashTV macht die ideologisische Bewegung nicht halt. Prinz Marcus äußert sich betrunken homophob („Alkohol ist keine Entschuldigung.“) und wird auf heftigste abgestraft. Calvin Kleinen benimmt sich alkoholisiert wie der asozialste Mensch der Welt („Wenn du nicht betrunken bist, bist du voll ok, deswegen nominiere ich Patricia.“) und alles ist tutti (siehe Exit-Zeremonie Folge 2). Dank Shitstorm unterzog Sat1 die bereits abgedrehten Folgen einer erneuten Prüfung und hat bei Folge 2 knapp 30 Minuten herausgeschnitten. In den geschnittenen Minuten wurde gezeigt, wie manipulativ Katy Burak Bähm agiert und wie die restlichen Kandidaten darauf reagierten. Natürlich mit Streit. Man dürfe solche Szenen nicht ohne Kontext zeigen. Gilt scheinbar nicht für jede Szene… und es hindert einen auch nicht daran, Mobber wieder einzuladen. Ob nun wegen Streit geschnitten wurde oder ob man Katy Bähm nicht schon wieder als „Opfer“ zeigen wollte – oder als Täter? – werden wir wohl nicht erfahren.

Update 20.04.2021, 18:44 Uhr: Promis unter Palmen wird nicht weiter gezeigt, da heute Willi Herren (45) gestorben ist.


Im Fußball gehts oft heiß her und auch hier dreht der Hass-Mob auf. Friedhelm Funke ist ein Rassist, weil er etwas nicht gesagt hat. Er hat wohl gemerkt, dass er bei einem falschen Wort von der intoleranten Woke-Sprachpolizei abgestraft werden würde und demzufolge versucht, sich irgendwie zu retten. Doch wen der wütende Pöbel einmal auf dem Schirm hat, den macht er fertig. Dem muss man zeigen, was Frieden, Toleranz und Rücksicht bedeuten. Das Statement des 1. FC Köln half da wenig. Ebenso wie das Statement von Bayer Leverkusen. Also aufgepasst, was ihr sagt. Und was ihr nicht sagt.


Das war nur diese Woche. Und es ist erst Dienstag.

Eine Woche im Jahr 2021, beherrscht von satten, gelangweilten, ankerlosen Menschen ohne Platz in einer Gesellschaft, die darauf ausgelegt und angewiesen ist, dass man zusammenhält, zusammenarbeitet. Dass es Regeln, Grenzen und Werte gibt. Man möchte sich nicht anpassen. Anpassen muss sich die Gesellschaft. Wenn es nicht mit Manipulation klappt, dann mit offenen Lügen. Wenn das auch nicht hilft, greift man auch mal zu Drohungen und Gewalt.

Wer sowas wirklich will, sollte sich bewusst sein, dass in einer Anarchie, in grenzenloser Freiheit, derjenige Recht hat, der stärker ist. Spätestens dann ist das Geschrei nach Regeln und Grenzen groß. Natürlich nur für „die anderen“ 😉

Die Shitstormidioten auf Krawallkurs

Jedes Jahr, in jedem Format dieser Art, regen sich irgendwelche Berufsangenervten über das sinkende Niveau auf und shitstormen sich den Frust darüber in pseudokreativen Zweizeilern auf Twitter & Co. von der verkümmerten Seele. Wehe, man hat eine andere Sicht!

So auch aktuell bei Promis unter Palmen auf Sat1.

Der Anhalt-Marcus mag keine Schwulen. Muss er auch nicht. Allerdings sollte man sich so weit im Griff haben, dass man andere eben nicht angreift. Das bedeutet „Toleranz“. Man muss Meinungen nicht teilen, aber eben stehenlassen können ohne zu beleidigen oder anzugreifen (sollte sich übrigens jeder mal zu Herzen nehmen, der Toleranz fordert!)

Die Konsequenz: Rauswurf durch die Mit-„Promis“ – und der obligatorische Shitstorm.

Völlig verständlich, dass man sich über menschenverachtende Aussagen aufregt und diese anprangert. Jeder darf seine Meinung haben, aber es gibt Grenzen. Niemand (!) hat das Recht, übergriffig zu werden.

Daher finde ich es gut, dass Sat1 diesen Vorfall gezeigt hat. Man darf es nicht totschweigen. Konsequenzen müssen die Folge sein und das war hier auch so. Rauswurf aus der Villa und nie wieder ein Auftritt bei Sat1. Eventuelle rechtliche Schritte stehen auch noch im Raum, wobei das schon sehr konstruiert wirkt. Aber gut.

Allerdings gibt sich der Mob aus vielen hundert („viele“) Twitter-Zombies damit nicht zufrieden. Man fühlt sich stark und im Recht und daher darf man alles – auch auf das Niveau des Prinzen sinken. Man ist ja „gut“, da darf man so handeln.

Wie gesagt: Beleidigungen sind böse – wenn die falschen Menschen sie aussprechen. Normal heute. Schade, denn so verschärft man die Problematik nur.

Sat1 sah sich durch die „Masse“ an Beschwerden genötigt, Promis unter Palmen aus deren Streamingdienst Joyn zu entfernen und alle weiteren Folgen zu sichten und ggf. neu zu schneiden, damit sowas nicht mehr zu sehen ist.

Sorry, aber wie dumm kann man sein? Einem wütenden Mob aus mehreren hundert Menschen auf einer SM-Plattform nachgeben ist ja schon dämlich genug. Aber dann proaktiv Szenen schneiden, die „aufregen“ könnten… bei einem TrashTV-Format… 🤦🏼‍♂️

Leute, deswegen guckt man den Mist! Wer Harmonie will, soll sich Duschgelwerbung anschauen. TrashTV lebt von sowas. Und es ist sogar wichtig, dass gerade diese Szenen gezeigt werden. Denn nur so sieht man, was für Menschen die Teilnehmer sind. Wenn man es rausschneidet, totschweigt, erfolgen keine Konsequenzen.

Aber so weit denkt man in heutigen Hasszeiten nicht. Da muss der Feind vernichtet werden. Jetzt. Sofort. Dass man damit genau gar nichts erreicht, ist den kurzdenkenden Aktivistinnen egal. Damit helfen sie nur, Probleme weiter zu verstecken. Und sie versauen anderen noch die Unterhaltung.


Ich bin mal gespannt, ob am Montag zu sehen ist, wie 9 Leute Katy Bähm angehen, weil er/sie sich wohl recht asozial verhalten soll:

„Grund dafür sollen seine nicht nur durch Make-up entstehenden zwei Gesichter sein. Der Vorwurf: Hinter dem Rücken soll Bähm über alle schlecht reden, im direkten Kontakt aber auf best Friend machen. Es fallen Worte wie „falsche Schlange“ und „bah, nee, ekelhaft“. So lang, bis Katy weinend das Weite sucht.“

(Quelle: Tag24)

Eigentlich müsste diese Szene aus Folge 2 drinbleiben. Zeigt sie doch, dass in diesen Formaten Opfer und Täter nahe beieinander liegen.


Ich hoffe, wir steuern hier nicht mit voller Kraft auf eine Zensurgesellschaft zu, die mit einigen wenigen Personen diktiert, was andere zu sehen, denken, sagen haben und sich selbst alle Rechte rausnehmen.

Wir sind alle gleichwertig. Und „alle“ umfasst eben jeden, nicht nur die selbsternannt moralisch überlegenen Twitterkasper.

Diese Moralwächter schaffen mit ihrem Gehetze erst die Probleme, die sie doch eigentlich vorgeben, lösen zu wollen. Sie sorgen für ihre eigene Daseinsberechtigung. Ob das nun Dummheit oder Berechnung ist, mag jeder selbst beurteilen.

Hätte man die Klappe gehalten, hätte sich jeder Zuschauer seine Meinung bilden können (dürfen, müssen). So aber hat man einen riesigen Aufriss gemacht und dem homophoben Prinz eine ungleich größere Plattform bereitet – und sich den Unmut der Fans zugezogen. Toll gemacht, liebe Aktivistinnen 🤦🏼‍♂️🤷🏼‍♂️