Keine Ruhe nach ruhigem Jahreswechsel

Frohes Neues!

So, hätten wir das auch erledigt.

Der Jahreswechsel lief dieses Mal wirklich entspannt. Während wir die Jahre vorher noch mittags und abends regelmäßig in den Wald geflüchtet sind, um dem schon am helllichten Tag durch die Gegend böllernden Volk beim Gassigehen zu entgehen, konnten wir den Jahreswechsel 2020/2021 ganz entspannt zuhause angehen.

Klar gab es auch einige lustige Gesellen, die mittels irgendwelcher archaischer Sprengvorrichtungen auf ihre Präsenz aufmerksam machen wollten, aber es waren wirklich Einzelfälle. Auch um Mitternacht hielt sich alles in Grenzen. Es war geradezu gespenstisch ruhig im Vergleich zu „damals“. Nach ein paar Minuten war alles vorbei und das Krakeelen, besoffene Grölen und Böllern bis in die Morgenstunden fiel auch weg. Da braucht es echt Verbote und Strafen, damit man sich an Regeln hält, die schon ewig gelten. Naja.

Unsere Nachbarn haben sich die Laune nicht verderben lassen und fröhlich gefeiert – natürlich im Kreise der Familie und regelkonform. Es geht eben auch ohne Saufkoma und Bumm Bumm. Man braucht das alles nicht um Spaß zu haben. Man braucht eigentlich nur nette Menschen um sich, oder?

Schika musste sich also beim Gassigehen nicht vor Kaspern in Acht nehmen, die ihre kRaSsEn BöLLeR wahllos durch die Gegend pfeffern. Wir mussten auch am Morgen danach keinen Bergen von Müll, keinen Feuerwerksresten und ähnlichem ausweichen. Es war schon ungewohnt, aber es zeigt, wie es anders gehen kann, wenn man sich etwas zurücknimmt und nicht irgendein Datum dazu benutzt, um sich wie ein Steinzeitmensch zu verhalten. Wie gesagt: Schade, dass man erst mit Verboten und Strafen arbeiten muss.

Das Gegenteil von Ruhe gabs dann heute. Schika und meine Wenigkeit wurden aus der Wohnung verbannt, damit meine Frau in Ruhe aufräumen und saugen konnte. Der Plan war, dass Schika und ich uns ein spätes Mittagessen gönnen und dann eine Stunde im Wald verbringen. Das Essen war kein Problem, doch der Spaziergang im Wald gestaltete sich komplizierter.

Der Waldparkplatz war voll. So richtig voll. Die Autos aus allen möglichen angrenzenden Landkreisen standen teils auf der Landstraße. Ich bekam den Eindruck, als wäre ganz NRW auf einmal auf die Idee gekommen, man könnte doch mal im Wald spazieren gehen. Ist ja ok. Geht mir ja nicht anders. Ich mag halt nur keine anderen Menschen um mich herum. Menschen strengen mich an und der Asperger in mir läuft auf Hochtouren. Selbstschutz und gleichzeitiges Aufsetzen einer Maske, die mir erlaubt, als „normaler“ Mensch zu erscheinen, laugen mich aus. Ich fühle mich beobachtet und sorge mich ebenfalls noch um Schika, weil es genug Leute gibt, denen alles andere egal ist – seien es Radfahrer, die ohne Rücksicht auf irgendwas durch den Wald rasen, freilaufende Hunde, deren Frauchen oder Herrchen sich nicht darum scheren, was ihr Vierbeiner so ohne Leine treibt oder Kleinkinder, die ebenfalls losgelöst von Mama und Papa am Hund rumtatschen wollen und anfangen zu schreien, wenn man das nicht zulässt.

Der Wald fiel also flach. Somit fuhr ich diverse andere Plätze an, die sonst kaum besucht sind, doch an allen Orten herrschte gnadenlose Überfüllung. Stapelweise Autos und Fahrradkolonnen, so als wären alle auf der Flucht. Am Wochenende ist normalerweise immer etwas mehr los, aber diese Massen an Menschen habe ich noch nicht erlebt. Sämtliche Parkmöglichkeiten im Naturschutzgebiet in einem Radius von 20 Kilometern waren voll.

Schließlich habe ich aber – nach knapp einer Stunde – doch noch ein freies Plätzchen gefunden. Liegt vielleicht auch daran, dass es jetzt langsam dunkel wird. Ich hoffe jedenfalls, das Menschenaufkommen normalisiert sich bald wieder.

Eben beim Bäcker

Wir haben Corona. Also … die Welt. Pandemie und so. In unserer Stadt halten sich auch die Allermeisten an die Regeln und die Hygienekonzepte in den Supermärkten scheinen zu funktionieren.

Zumindest sehe ich keine Menschen mehr, die ohne Maske im Laden rumrennen und die Präsenz von uniformierten „Zählern“, die die Auslastung im Supermarkt verfolgen , sorgt dafür, dass nun auch der stumpfsinnigste Prolet einen Einkaufswagen benutzt. Das hat die letzten Monate trotz netter Schildchen nicht wirklich funktioniert. Naja. Manche lernen eben spät oder nur unter Zwang 🤷🏼‍♂️

Man hält Abstand und ist davon abgekommen, dem Vordermann an der Kasse in den Nacken zu atmen. Find ich klasse. Dass erst ein Virus und Gesetze, Verordnungen und Vorgaben kommen müssen, damit die Leute sich an simpelste Anstandsregeln halten, ist allerdings traurig. Im Großen und Ganzen klappt also alles. Jedenfalls solange jemand aufpasst, wie früher eben bei Mama und Papa oder wenn der Chef im Büro ist.

Ich treffe aber immer noch vereinzelt auf Leute, die sich einen Dreck um die Regeln scheren und sich ihre eigenen machen. Als Verkehrsteilnehmer kenne ich das ja schon zur Genüge, aber beim Bäcker..?

Situation: Kleiner Bäcker mit Konditorei im Foyer eines großen Supermarkts. Eine lange Theke – links Brot und Brötchen, rechts Berliner und Kuchen – eine Kasse (links bei Brot und Co.). Kommt man in das Gebäude rein, kann man direkt zum Bäcker, ansonsten eben, wenn man durch die Kassenzone gegangen ist.

8 Leute stehen an. Also so richtig. Es wurde eine Warteschlange mit Absperrband eingerichtet, die einmal ganz nach rechts führt, am Ende der Theke einen 180-Grad-Schwenk macht, dann an der gesamten Theke vorbei läuft und an der Kasse endet. Wie ein umgekipptes „J“ und weder kompliziert, noch zu übersehen. Allerdings nicht für ein Paar im Risikogruppenalter.

Ich stand ganz normal und wie es sich gehört in der Schhlange an. Der rüstige Rentner aus besagtem Pärchen stellte sich von den Supermarktkassen kommend mit seinem vollbepackten Einkaufswagen stumpf hinter die Leute, die links bei der Kasse von den Mädels bedient wurden. Zwar drehten sich einige Köpfe um, aber außer ein paar Blicken geschah nichts. Ich schaute auch hin, hielt aber ebenfalls meine Klappe, denn sonst hätte ich aufgrund der Entfernung aggressiv wirken können. Es waren ja auch noch 5 andere Kunden vor mir.

Der schlangenvermeidende Senior deutete die Blicke wohl schließlich so, dass der Einkaufswagen ein Störfaktor sei. Er bugsierte selbigen und sich an die Seite und bedeutete nun seiner Frau, die begehrten Backwaren zu erwerben. Auch sie stellte sich nicht in der Schlange an, die hinter mir um zwei weitere Personen gewachsen war und steckte sogar ihr welkes Haupt zwischen die Kunden an der Kasse um die gar leckeren Köstlichkeiten genauer in Augenschein nehmen zu können. Auch hier beschwerte sich niemand – weder das Personal, noch die nun mit Schuppen und Haarspray versehenen Kassenkunden.

Ich hatte übrigens ebenfalls meinen Einkaufswagen dabei und nutzte die Gunst der Stunde. Nachdem eine andere Dame an der Kasse bezahlt hatte, war ich an der Reihe und versperrte Frau Kling für Arme den Weg zur Theke mithilfe des besagten Drahtkarrens. Ich rempelte sie nicht an, sie musste nur ihr Gehechte an allen anderen Kunden vorbei zur Kasse abbrechen und natürlich kam da die nicht vorhandene Kinderstube – oder Altersstarrsinn? – zum Vorschein.

Was das denn solle, sich einfach vorzudrängeln! Sie stünde schon seit einer Stunde an! Eine Frechheit sei das!

Unter meiner Maske konnte ich mir ein Grinsen nicht verkneifen, meine Augen verkündeten jedoch Gegenteiliges. Ganz ehrlich: Was ist so schwer daran, sich an ein paar einfache Regeln zu halten? Höflichkeit und Respekt sind nun wirklich nicht nur bei „den jungen Leuten“ Mangelware, sondern auch und gerade bei Senioren. Auch im ersten Lockdown waren es entweder Kids oder Rentner, die sich einen Dreck um Abstand, Maske oder andere Vorgaben gekümmert haben. Ob aus Sturheit, Dummheit oder Egoismus kann ich nicht sagen.

Ich mag Masken auch nicht. Es nervt. Auch dass man für den Kauf von 2 Joghurts einen Einkaufswagen brauchst, nervt. Doch es sind die geltenden Regeln. Der Laden hat zudem noch Hausrecht.

Dennoch trage ich die Maske, nutze einen Einkaufswagen, halte Abstand auch an der Kühltruhe und ebenso an der Kasse (*). Es ist doch nicht schwer und es schränkt nicht wirklich ein, immerhin muss das Ding kein Kunde stundenlang am Stück tragen, außer vielleicht Menschen mit Entscheidungsdysfunktion im Geschäft. Wer die Regeln ablehnt, kann das gerne tun. Dann muss er oder sie aber auch damit rechnen, in keinen Laden mehr eingelassen zu werden oder ggf. ein Ordnungsgeld zahlen zu müssen.

Die eigene Freiheit hört exakt da auf, wo die eines anderen beginnt!


(*) Was ist eigentlich mit den Leuten los, die ihren Einkaufswagen an der Vorderseite durch den Kassenbereich ziehen? Zum Ausräumen am Band kann ich das noch verstehen, aber danach? Wollen die unbedingt, dass die Schlangen ins Unermessliche wachsen? Denken die nicht nach? Oder gilt bei denen auch der Grundsatz „Jedem das Seine, mit das Meiste“? Da es ja immer noch Leute gibt, die Flaschen quer aufs Kassenband legen, egal wie die dann rumrollen, gehe ich mal vom gleichen Klientel und somit minderer Intelligenz aus. Ärgerlich, aber Dummheit ist nicht strafbar. Angeblich soll es Platz sparen. Das behauptet auch nur jemand, der noch nie für mehr als 5€ eingekauft hat und in Zeiten von Abstandsregeln ist das „Argument“ endgültig lächerlich.


Wie dem auch sei, nach den Vorwürfen der älteren „Dame“ – ihr Männe hielt sich am Rand zurück – sah ich nach unten zu ihr und erklärte ihr, dass die Warteschlange „dort“ beginnt. Ich deutete auf die entsprechende Stelle. Sie erwiderte sodann, dass die Warteschlange doch nur für die Leute gelten würde, die Kuchen und dergleichen kaufen wollten. Dass diese Vorstellung absurd war – eine Schlange, eine Kasse – konnte ich ihr nicht begreiflich machen. Sie erwiderte dann noch, dass sie sich angestellt hätte und ich erklärte ihr, dass sie sich hingestellt hat und das ein Unterschied sei. Jedenfalls kam sie nicht vorbei und auch die anderen Kunden ließen sie nicht durch. Es muss wohl nur immer einer den Anfang machen. Als mich die nette und gestresste Verkäuferin dann unter ihrem Faceshield anlächelte, sah ich noch, wie die Seniorin sich schließlich fügte und in der definierten Warteschlange anstellte, wie alle anderen auch.

„6 Brötchen, bitte“, „Vielen Dank“ und ein wissendes Kopfnicken bildeten den Abschluss dieser Kleinigkeit, die leider oft genug geschieht und sich in alle Lebensbereiche erstreckt – ob im Job, in der Bahn, beim Einkaufen oder im Straßenverkehr. Haltet euch an die Regeln oder bleibt weg von denen, die das tun.

Ausdrücklich

Einzigste – realisieren – ich erinnere das – Expresso – Mitgliederinnen – Eiron Män – Stehgreif – Gesetzte – zumindestens

Stellen sich euch bei diesen Sprachverbrechen auch die Nackenhaare auf? Mir jedenfalls schon. Diese Begriffe tauchen immer öfter auf, gerade weil das geschriebene Wort durch Twitter, WhatsApp, Facebook und allgemein durch die immense schriftliche Kommunikation von vielen Menschen genutzt wird. Wo gehobelt wird, da fallen Späne.

Ich möchte nicht so weit gehen und sagen, dass das Intelligenz- und Bildungsniveau großflächig sinkt. Einige Studien deuten zwar darauf hin, doch fehlen langfristige Daten für eine stichhaltige Prognose. Meiner Meinung nach interessiert es die Leute nur nicht, was sie da von sich geben bzw. muss der Empfänger eben dafür sorgen, dass er diese Wortunfälle richtig interpretiert.

Ein Merkmal unserer Zeit: Die Anderen tragen die Verantwortung, die eigenen Fehler geradezubiegen. Eigenes Fehlverhalten ist höchstens ein Grund, Rücksicht und Toleranz zu fordern. Für die Korrektur sind „Die Anderen“ zuständig. Das gilt in so ziemlich allen Bereichen und sorgt für ein bequemes Leben, denn man kann machen was man will – „Die Anderen“ haben das zu akzeptieren. Tun sie dies nicht, wird geshitstormt was das Zeug hält 🤷🏼‍♂️

Als Aspi bin ich noch eine Stufe empfindlicher. Ich drücke mich nach Möglichkeit präzise aus, was oft in Erklärungen und zig Beispielen ausartet, die dafür sorgen sollen, dass ja keine Missverständnisse aufkommen. Ich mag auch Metaphern, weil man so komplexe Sachverhalte einfach vermitteln kann. Auch verringere ich dadurch die möglichen Interpretationen, die nicht immer im Sinne des Gesagten sind.

Wenn ich mich kurz fasse, gibts nichts zu interpretieren. Wenn ich Dinge ausführe, möchte ich zeigen, welche Gedankenarbeit dahintersteckt und wie meine Aussagen interpretiert werden können (oder eben nicht).

Eigentlich ganz einfach und praktisch. Wenn ein Aspi etwas sagt, kann man sich drauf verlassen, dass er genau das meint, was er von sich gibt. Keine Stolperfallen, keine Hintertürchen, kein „Damit meint er bestimmt XYZ“.

Mir kommt es manchmal so vor, als würde heute niemand mehr irgendwem trauen. An jeder Ecke lauert Verrat, also muss (!) hinter jeder Aussage eine tiefere – und stets negative – Bedeutung zu finden sein. Vielleicht ist das so, aber für mich kann ich sagen: Wenn ich einen farbigen Transmann aus Tunesien als „Vollidiot“ bezeichne, meine ich das so. Er ist für mich ein Vollidiot, weil er für mich ein Vollidiot ist und nicht, weil er Tunesier, Moslem, Trans oder farbig ist.

Für manche ist das schwer zu begreifen, möchte man doch die Welt möglichst kompliziert sehen (und machen), damit sie zum eigenen Chaos im Hirn passt. Dabei funktioniert die Welt samt Menschheit nach einfachsten Grundsätzen und das seit hunderttausenden von Jahren.

Die Welt ist nicht kompliziert, aber viele Menschen machen sie kompliziert. Und genau diese Menschen sind es, die sich nicht darum kümmern, wie sie sich selbst ausdrücken. Vielleicht ist das aber auch notwendig in einer Welt, die gefühlt immer egoistischer wird. Man schaue sich nur die überall wie Unkraut aus dem Boden schließenden Aktivisten für alles mögliche an.

Es gibt einfache Regeln, die die Kommunikation erleichtern. Rechtschreibung und Grammatik helfen enorm dabei, anderen mitzuteilen was man denkt, fühlt, möchte. Ich bin nicht perfekt, Deutsch war nie mein Lieblingsfach und auch in diesem Beitrag wird es einige Fehler geben. Jedoch freue ich mich, wenn mich jemand darauf hinweist. Ich korrigiere meine Fehler und versuche, aus ihnen zu lernen, statt von anderen zu verlangen, dass sie meine Unzulänglichkeiten gefälligst tolerieren müssen und die Klappe halten sollen.

Selbstkritisches Verhalten ist uncool. Es ist ein Zeichen von Schwäche, so scheint es. Das mag in einer Hackordnung, in der „Die Anderen“ grundsätzlich Feinde sind, stimmen, doch diese Denkweise ist Gift für jede Form des Zusammenlebens.

Die oben genannten Beispiele sind nur Fragmente, die jeder irgendwo schon gesehen haben dürfte. Für mich hat das korrekte Ausdrücken bzw. allein der Versuch viel mit Respekt zu tun. Ich werfen meinem Gegenüber nicht einfach meine unverdauten Worte vor die Füße und verlange dann, dass er sie gefälligst korrekt interpretiert. Schafft er das nicht, ist er natürlich selbst Schuld. Und selbstverständlich muss dann noch Rücksicht und Toleranz gefordert werden. Wer sich an die Regeln hält, ist schwach und muss dominiert werden. Wie im Tierreich 🤷🏼‍♂️

Es heißt „EINZIGE“. Davon gibt es keine Steigerung. Oder kennt jemand ein „BESTESTES“?

„REALISIEREN“ bedeutet „VERWIRKLICHEN“. Man kann Worte nicht immer 1:1 aus anderen Sprachen übernehmen. Wahrscheinlich bestellen die „Realisierer“ auch mit „I‘d like to become a steak“ im USA-Urlaub.

„ICH ERINNERE DAS“ … hier frage ich mich, wer das verbrochen hat. Übernommen aus dem Englischen „I remember this“, fällt diese Verunstaltung in die gleiche Kategorie wie das Steak. „ICH ERINNERE MICH AN DAS“ ist ja auch viel zu lang.

Ist ein „EXPRESSO“ ein sehr schnell durchgelaufener „ESPRESSO“, erfunden weil man immer weniger Zeit hat? 🤔

„MITGLIEDERINNEN“ wurde wahrscheinlich deswegen von Anne Will gegendert, weil „MITGLIED“ eindeutig männlich ist. Der Artikel „Das“ interessiert nicht, es ist ja ein „Glied“ enthalten und der Plural lautet „MITGLIEDER“, wo das „er“ am Ende ebenfalls eindeutig männlich ist. Von diesem Gendergeschwurbel findet man aktuell viele abenteurliche Konstruktionen – eine bescheuerter als die andere.

„IRON MAN“ wird so gut wie immer falsch ausgesprochen. Also das „IRON“ jedenfalls. Wahrscheinlich sprechen die Leute „FIRE“ auch „Feire“ statt korrekt „Feier“ aus. Und wer kennt nicht das Lied „EIRON LIKE A LIRON IN ZION“? 🤦🏼‍♂️

Was bitte ist ein „STEHGREIF“? Ist das ein nicht sitzender Greif? Oder wird es nicht doch klarer, wenn man richtigerweise vom Steg-Reif spricht? Phonetik ist nicht immer ein Freund. Ab und an kann man sogar Google benutzen, wenn man sich nicht sicher ist. Hab ich gehört.

Unsere „GESETZTE“ sind viel zu lasch! Also.. müsste das nicht „Unsere Gesetzten sind…“ heißen? Und wer sind diese Gesetzten? Ist die Autokorrektur der Übeltäter? Kann man einmal eingefügte Wörter nicht mehr korrigieren? Ich bin der Ansicht, dass man dagegen einige „GESETZE“ erlassen sollte. Faulheit ist ja noch nicht strafbar.

„ZUMINDESTENS“. Entweder „MINDESTENS“ oder „ZUMINDEST“. Wortroulette spielen führt nur dazu, dass man von vielen Leuten nicht ernst genommen wird.

Ich persönlich würde niemanden auch nur zu einem Vorstellungsgespräch einladen, der solche oder ähnliche Sprachverbrechen begeht. Vielleicht ändert sich das aber auch irgendwann, wenn die einzigsten Mitgliederinnen, die zumindestens etwas aus dem Stehgreif entscheiden können, Personalverantwortung tragen und Leute einstellen dürfen. Ich bezweifle allerdings, dass diese Personen in solche Positionen vordringen können, egal was sie erinnern oder wie viele Expressis sie trinken. Vielleicht realisieren sie dann zumindestens, dass das Problem nicht bei denen liegt, die auf Fehler hinweisen…