Welt-Autismus-Tag 2021

Ja, sowas gibt’s.

Aber wenn wir ehrlich sind: was bringen diese „Tage“, die es gefühlt für allen möglichen Kram gibt?

Es gibt keine Sondersendungen, keine Paraden, keine Demos.

Autisten leben mitten unter uns und machen das, was andere gar nicht in Erwägung ziehen: sie passen sich an, so gut es geht.

Wobei ich hier explizit für Asperger-Betroffene spreche, die es noch etwas „leichter“ haben und je nach schwere des Syndroms oftmals gar nicht so sehr auffallen. Meist erscheinen sie eifnach nur wunderlich, irgendwie „seltsam“ und das war’s.

Logisch, wissen viele Betroffene gar nicht, dass sie Aspis sind. Da werden – gerade bei Frauen – oftmals abstruse Diagnosen gestellt, die einige Symptome erklären und schnell zu identifizieren sind. AD(H)S, Borderline, Burnout, allgemeine Zickigkeit (ja, auch das gab’s offiziell) oder ganz simpel: die Hormone!

Das mag auch oft zutreffen, doch eben nicht immer. Aber um Asperger zu diagnostizieren, braucht man jede Menge Erfahrung. Und Zeit. Und Geduld.

Jemand, der auf Asperger bei Kindern spezialisiert ist, ist nicht geeignet, um dies bei Erwachsenen zu diagnostizieren oder zu „behandeln“. Es gibt sogar recht wenige Anlaufstellen für Erwachsene, die sich meist an Universitäten wenden müssen, wenn sie einen entsprechenden Verdacht haben. Mit einem Besuch beim Hausarzt oder beim „normalen“ Psychologen um die Ecke ist es hier nunmal nicht getan.

Aber trotz dieses speziellen Tages weiß kaum einer, was Autismus ist. Noch weniger können etwas mit „Asperger“ anfangen. Klar, durch Klima-Greta wurde der Begriff etwas in die Öffentlichkeit gerückt. Das war’s dann aber auch. Ich gehe sogar so weit, dass dieses Herumreiten auf ihrem Aspi-Sein geschadet hat, wenn es um die Akzeptanz, um Differenzierung geht.

Aspis haben durchaus viele positive Eigenschaften, aber eben auch Beeinträchtigungen. Ich sehe das an mir recht gut.

Ich habe ein sehr klares und ausgeprägtes Gerechtigkeitsempfinden, lasse mich nicht so leicht von Zwischentönen in die Irre führen, gehe den Dingen schnell auf den Grund, während sich Nicht-Betroffene schnell mit Überschriften und einfachen Erklärungen zufrieden geben, Gerechtigkeit relativieren und in Grautönen sprechen und argumentieren.

Allerdings befähigt das nicht dazu, dass man auch Lösungen für Probleme anbietet, die praktikabel sind. Aspis finden oftmals Lösungen, auf die Nicht-Betroffene gar nicht kommen würden, doch je größer der Maßstab wird, desto mehr muss man auch die Zusammenhänge berücksichtigen.

Lösungen, die Aspis erarbeiten, sind oft sehr pragmatisch und effektiv. Das macht sie zu wertvollen Mitarbeitern in Unternehmen und auch zu geschätzten Ratgebern im privaten Bereich. Geht es jedoch um globale Angelegenheiten, die viele Millionen Menschen und Existenzen betreffen, sollte man ihnen die Lösungsfindung nicht allein überlassen.

Sie finden dann zwar (mindestens) eine Lösung, die auf das Problem passt, jedoch priorisieren sie auch entsprechend. Sprich: Die Lösung des Problems steht im Vordergrund. Alles andere ist in dem Moment unwichtig(er). Der gefundenen Lösung muss sich alles andere und jeder andere unterordnen. Es gibt keinen anderen Weg.

Bei Greta wurde diese Eigenschaft instrumentalisiert und gezielt vermarktet. Wer erinnert sich nicht an ihren grotesken Auftritt in den USA… „How dare you?!“

Aus ihrer Sicht war das vollkommen in Ordnung, stehen doch „die Mächtigen“ der Lösung des Klimaproblems im Weg. Die Menschen hinter Greta wussten und wissen ganz genau, wie sie solche publikumswirksamen Auftritte triggern können, wie sie tickt, was sie tun müssen, damit sie wahrgenommen wird. Es ist nicht anders als bei einer PR-Agentur und ihren Popstars.

Aspis haben oft ein Ziel und verfolgen es bis zum Schluss. Wenn man das für bestimmte Zwecke ausnutzt, ist das effektiv, schafft Aufmerksamkeit und Medienpräsenz, aber es ist und bleibt eine Form des Missbrauchs.

Und es schadet denen, die ihren Alltag mit Asperger und anderen Störungen des Autismus-Spektrums bestreiten müssen. Durch dieses gezielte Fokussieren haben die Macher von Greta nicht nur einer guten Sache geschadet, sondern auch alle Aspis auf ein Level mit der „ungezogenen Göre“ gestellt. Dabei ist Greta hier in Wahrheit Opfer, wurde missbraucht und hat mitgemacht, weil sie daran geglaubt hat, dennoch etwas bewirken, ihrer Lösung näherkommen zu können..

Aspis sind nämlich nicht nur ehrlich, sie sind auch loyal. Man kann sich auf sie verlassen – und solche Menschen werden nur allzu gerne benutzt.

Vielleicht sollte man sich an einem solchen Gedenktag an diese Besonderheiten erinnern, den Blick auf die Hintergründe werfen… oder versuchen, für einen Tag mal wie ein Aspi zu denken.

Immerhin sind Schätzungen zufolge zwischen 1 und 2 % der Bevölkerung davon betroffen. Das entspricht etwa 830.000 bis 1.660.000 Menschen.


Es gibt 1.000.000 Veganer – dafür wird Werbung gemacht, es gibt spezielle Supermärkte, große Events, Kampagnen, Demos, …. bei ungefähr gleich vielen Aspis gibt’s nichts Vergleichbares.

Wir haben 394 „Diverse“ und ca. 100.000 Intersexuelle – dafür gibt es neue Formulare, die alle Bürger benutzen müssen, es wird versucht, allen das Gendern aufzuzwingen, Paraden, Online-Kampagnen und Demos werden veranstaltet, Sondertoiletten und sogar Lehrstühle installiert … bei 8-16x so vielen Aspis passiert nichts Ähnliches.

Aspis lassen sich nicht so gut vermarkten, sie haben keine Lobby. Da geht es ihnen nicht anders wie den 300.000 – 1.000.000 missbrauchten Kindern in Deutschland…

Aufgrund ihres strikten Gerechtigkeits- und Moralkodex‘ wechseln sie auch nur selten ihre Ansichten. Da müssen schon wasserdichte Argumente angebracht werden – doch wer hat die denn heute noch? Wer nimmt sich denn noch die Zeit für eine Diskussion?

Heute wird fast sofort irgendeine „Keule“ rausgeholt: Entweder Rassismus oder Nazi oder Frauenhass oder Homophobie. Eine Diskussion ist da doch gar nicht mehr möglich.

Ich als Aspi erachte es als Zeitverschwendung, mit dieser Art Mensch zu reden. Es ist selten, dass jemand wirklich offen spricht, nicht nur überreden, sondern überzeugen möchte – ein Unterschied, den auch kaum noch wer zu kennen scheint.

Kampfbegriffe, Slogans, Hashtags lassen sich schnell verbreiten – und Halbwahrheiten, Halbwissen ebenfalls. Die meisten Menschen fallen darauf herein, glauben den (nachweislich falschen) Quatsch wie „zehntausende Atomtote in Fukushima“ oder „Frauen verdienen 20% weniger weil sie Frauen sind“.

Das macht sich gut, damit fängt man leichtgläubige Wählerstimmen.

Wer prüft schon nach? Und selbst wenn, ist es meist zu spät. Dann hat das Bombardement aus „Fake Facts“ schon gewirkt. In Fukushima ist niemand durch das Reaktorunglück gestorben (ok, 1 (!) wurde 2018 nach einer Krebserkrankung entsprechend zugeordnet), das Gebiet ist nicht auf Jahrtausende hinweg verseucht und Frauen verdienen lediglich 2-7% weniger als Männer in vergleichbaren Berufen, Branchen und Qualifikationen, wahrscheinlich weil sie weniger „hart“ oder „vehement“ verhandeln, sich unter Wert verkaufen, zu schnell Angebote annehmen, weniger risikobereit sind. Das sind dann aber erzieherische Probleme und haben mehr mit Eigenverantwortung zu tun. Aber wie gesagt: damit holt man keine Stimmen.

Das geht mit „Katastrophen“ besser. Nach Fukushima erhielten die Grünen einen extremen Zuwachs an stimmen und stellten kurz nach dem Unglück mit zu dem Zeitpunkt NULL Toten zum ersten Mal einen Ministerpräsidenten. Sie haben diesen Vorfall schamlos ausgenutzt und damit die knapp 20.000. Opfer von Erdbeben und Tsunami verhöhnt.


Deswegen will ich solche Leute nicht in meinem Leben haben. Weder aktive Politiker, noch deren Wähler. Ich unterstütze keine offensichtlichen Manipulatoren und wer trotz Fakten weiter an deren Lügen glaubt und auf diesen falschen Basisinformationen begründete Verhaltensweisen für Millionen durchdrücken will, ist in meinen Augen 60-90 Jahre zu spät geboren worden.

Sie haben sich ja sogar entschuldigt, dass sie gelogen haben. Allerdings erst nach längerer Zeit. Da hatten sie schon genug profitiert und konnten sich gönnerhaft geben. Wer einmal geködert wurde, am Haken hängt, den bringen auch Fakten oder die Wahrheit nicht mehr davon weg.

Es fühlt sich einfach super an, wenn da jemand ist, der für „das Gute“ kämpft. Dass es gar nichts zum Bekämpfen gibt, dass es weder „zehntausende Atomtote“ gab, noch Frauen beim Gehalt diskriminiert werden, ist egal. Man kämpft! Es wird was getan!

Als würde man Leute bewundern, die proaktiv löschen. Alle drei Tage stehen irgendwelche Spinner vor der Wohnung, werfen die Fenster ein und fluten die Zimmer mit 5 Kubikmetern Löschwasser.

Sinnlos. Unbegründet. Schädlich. Genau wie die Forderungen der Grünen. Genau wie jede Stimme, die diese Partei erhält.

Man muss nur mal hinter die Fassade schauen.

Doch wer hat schon Zeit dafür? Oder Lust? Wer will schon erkennen müssen, dass er sich geirrt hat?


Vielleicht ist der Welt-Autismus-Tag eine gute Gelegenheit, Dinge zu hinterfragen, sich mal mit Hintergründen zu befassen und damit, was wirklich wichtig ist: nämlich die Menschen in all ihren Facetten.

Menschen brauchen keine idiotischen Quoten oder Kampfbegriffe. Menschen brauchen echte Akzeptanz und keine, die gesetzlich oder durch Aktivisten-Kasper aufgenötigt wird. Druck erzeugt Gegendruck, das dritte Newtonsche Gesetz greift eben auch hier.

Durch Quoten, Forderungen und „Lösungen“ für Probleme, die es gar nicht gibt, schafft man erst deren Grundlage, schafft erst Hass, sorgt so selbst dafür, dass die angeprangerten Probleme überhaupt erst entstehen. Und schon hat man eine wunderbare Rechtfertigung für die Lösungsstrategien.

Dass sie von Anfang an unnötig waren und nur etwas lösen wollen, was sie selbst geschaffen haben, ist da uninteressant. Der Mob hat übernommen und shitstormt fröhlich durch die Welt.

Sinnlos. Unbegründet. Schädlich…


Manchmal denke ich, dass die Welt angenehmer wäre, wenn es mehr Autisten gäbe, mehr Aspis. Zumindest würde der Ehrlichkeitsfaktor extrem steigen und es wäre viel ruhiger. Passend, dass heute Karfreitag ist, ein stiller Feiertag, an welchem Ruhe gesetzlich verordnet ist.

Andererseits könnte man sich dann auch nicht über grüne Trottel und Spinner:-*/innen aufregen. Aber irgendwas ist ja immer 😀

Ökos und ihre bescheuerten Rezepte

Meine Fresse, wie es mich nervt.

Aber ich bin ja selbst Schuld. Was benutze ich auch ein Brot-Rezept von der Parade-Ökospinnerseite schlechthin?

Allein dass da steht „X Minuten bei soundsoviel Grad, aber da wir nicht vorheizen um die Umwelt zu schützen, kann’s bei dir anders sein“ oder „Backblech mit Backpapier oder einer ökologischen Alternative“. Aber diese Alarmzeichen habe ich ignoriert.

Was diese Kasper können: labern.

Was sie nicht können: was Nützliches vollbringen.

Sollen die weiter ihre Klamotten aus Weizen stricken und hippe Superfoodkörner knabbern, mir egal. Ich bin geheilt und werde mich auch von Rezepten mit prominenten Namen im Titel nicht mehr blenden lassen. Was diese Nulpen da hinkritzeln mag für Hippies oder ähnlich „genügsame“ oder einfach gestrickte Menschen toll sein.

Der Rest, der ein bisschen auf Qualität achtet, Komfort mag und für den Zivilisation nicht gleichbedeutend mit dem Weltuntergang ist, sieht es anders. So wie ich. Leider etwas zu spät für das angedachte, frische Freitagsbrot.

Falls wer das supertolle, einfache Brotrezept ausprobieren möchte: Bitte.

Sagt mal Bescheid, wie lange euer Teig zum Aufgehen braucht, wenn ihr euch genau ans Rezept haltet. Ich bin derzeit bei 4 Stunden und habe zwei kompakte, graue Klumpen Beton.

Logisch, wenn man idiotischerweise dem Rezept glaubt und nicht der Packung Trockenhefe. Man müsste eigentlich 2 Päckchen nehmen, nicht nur 1. Mindestens. Wie ich mich gerade selbst ohrfeigen könnte, dass ich auf diesen offensichtlichen Mist reingefallen bin.

🤦🏼‍♂️🤦🏼‍♂️🤦🏼‍♂️

Vielleicht „weiß“ man das, wenn man sowas schonmal gemacht hat. Aber ein Rezept darf nicht auf Vorwissen aufbauen. Man sollte nicht orakeln müssen, wenn es um Mengen- oder Temperaturangaben geht. Ich meine… dafür ist ein Rezept doch da – dass man nach diesem arbeiten kann, oder? Ich habe keinerlei Erfahrung und muss mich auf die Angaben verlassen können. Klappt auch in aller Regel. Zumindest bei „normalen“ Seiten.

Meine Meinung: Finger weg von den weltfremden Ökos. Augen auch. Und Ohren. Am besten ganz wegbleiben, blocken, ignorieren. Die Seite ist sowieso einseitig bis zum Anschlag. Wenn ich sowas lesen will, tue ich mir das Wahlprogramm der Grünen an, während ich mich an einen Baum kette und mit Kotbeuteln werfe, weil ich in Ruhe Chiasamen mümmeln will!

PS: die veganen Ökoluschis sagen auch, dass man den Teig 1-1,5 Stunden gehen lassen soll. Macht das ruhig. Besonders wenn ihr auf Magen-Darm-Probleme abfahrt. Aber vielleicht ist der Körper der ALtErNaTiVeN dort auch schon an den ganzen absurden Scheiß gewöhnt… Alle mit weniger Realitätsverlust und ohne Ideologiebrille lassen den Teig 4 Stunden gehen. Das ist wesentlich gesünder, als sich an diesen ggf. sogar gefährlichen Stuss von Utopia zu halten.

Die reden ja auch von veganem Leder aus Ananas! Meine Güte…. 🤦🏼‍♂️

Heute Abend gibts Hack!

Paketboten im Netflixzeitalter

Ist das bei euch auch so?

Also dass Paketboten extrem nervig geworden sind..?

Klar, der Job ist nichts, was ich gerne machen würde. Gerade Sub-sub-subunternehmer verdienen auch kaum was, haben extremen Zeitdruck und lange Tage. Allerdings werden sie auch nicht gezwungen, diese Arbeit zu machen. Solange es Leute gibt, die für einen Hungerlohn arbeiten, solange wird es Hungerlöhne geben. Eigenverantwortung und so…

Deswegen habe ich auch kein Mitleid und bestehe darauf, dass die Leute ihre Arbeit machen – oder sich was anderes suchen, wenn sie das nicht wollen.

Die DPD-Aktion letztens war nur eine unter vielen. In der supertollen und extrem effektiven Lockdownzeit – also seit über einem Jahr – boomt der Onlinehandel und in der Konsequenz auch die Lieferdienste.

Mehr Arbeit, mehr Druck, mehr Stress und weniger Zeit. Ach Gott.

Was mit aber aufgefallen ist: die Leute nerven mittlerweile. Früherklingelte der Paketmensch, man hörte das, stand auf, ging zur Tür, öffnete selbige – ggf. mit Türöffner – und nahm das Paket entgegen.

Heute klingelt die Pakettante, man hört das, es klingelt erneut, man steht auf und noch bevor man die Tür (oder den Öffner) erreicht, klingelts nochmal. Mit Glück jedenfalls. Oft hört man nur noch den Briefkastendeckel und sieht den Paketfutzi davonhecheln.

Klar. Durch Netflix & Co. haben wir ja gelernt, dass jeder Mensch direkt neben der Haustür schläft, isst, wartet. Somit kann man natürlich innerhalb von 4 Sekunden die Tür öffnen. Tut man dies nicht, ist man nicht da. Zeit ist Geld, Serien sind Realität.

Ich persönlich sitze im Wohnzimmer. Wenn’s klingelt, gehe ich umgehend zur Tür. Das dauert keine 20 Sekunden (inkl. Hund wegschicken) und dürfte recht schnell sein. Doch für die Paketinatoren ist das wohl zu lang…

Man kann’s aber auch wie der o.a. DPD-Typ machen und einfach behaupten, man hätte geklingelt oder geliefert. Da spart man noch mehr Zeit. Gut, man ist auch seinen Job los, aber der ist ja eh zu schlecht bezahlt – weils genug Dödel gibt, die das unterstützen, indem sie da arbeiten.

Sucht euch doch einen richtigen Job. Einen, der euch mehr liegt und wo ihr nicht anderen Menschen auf die Nerven gehen könnt.

Entweder richtig oder gar nicht!

Und bitte: Netflix ist nicht die Realität. Nur weil da innerhalb von 4 Sekunden die Haustür geöffnet wird, ist das nicht realistisch. In den Filmen und Serien geht auch nie jemand kacken…

Meine Fresse…!

Keine Ruhe nach ruhigem Jahreswechsel

Frohes Neues!

So, hätten wir das auch erledigt.

Der Jahreswechsel lief dieses Mal wirklich entspannt. Während wir die Jahre vorher noch mittags und abends regelmäßig in den Wald geflüchtet sind, um dem schon am helllichten Tag durch die Gegend böllernden Volk beim Gassigehen zu entgehen, konnten wir den Jahreswechsel 2020/2021 ganz entspannt zuhause angehen.

Klar gab es auch einige lustige Gesellen, die mittels irgendwelcher archaischer Sprengvorrichtungen auf ihre Präsenz aufmerksam machen wollten, aber es waren wirklich Einzelfälle. Auch um Mitternacht hielt sich alles in Grenzen. Es war geradezu gespenstisch ruhig im Vergleich zu „damals“. Nach ein paar Minuten war alles vorbei und das Krakeelen, besoffene Grölen und Böllern bis in die Morgenstunden fiel auch weg. Da braucht es echt Verbote und Strafen, damit man sich an Regeln hält, die schon ewig gelten. Naja.

Unsere Nachbarn haben sich die Laune nicht verderben lassen und fröhlich gefeiert – natürlich im Kreise der Familie und regelkonform. Es geht eben auch ohne Saufkoma und Bumm Bumm. Man braucht das alles nicht um Spaß zu haben. Man braucht eigentlich nur nette Menschen um sich, oder?

Schika musste sich also beim Gassigehen nicht vor Kaspern in Acht nehmen, die ihre kRaSsEn BöLLeR wahllos durch die Gegend pfeffern. Wir mussten auch am Morgen danach keinen Bergen von Müll, keinen Feuerwerksresten und ähnlichem ausweichen. Es war schon ungewohnt, aber es zeigt, wie es anders gehen kann, wenn man sich etwas zurücknimmt und nicht irgendein Datum dazu benutzt, um sich wie ein Steinzeitmensch zu verhalten. Wie gesagt: Schade, dass man erst mit Verboten und Strafen arbeiten muss.

Das Gegenteil von Ruhe gabs dann heute. Schika und meine Wenigkeit wurden aus der Wohnung verbannt, damit meine Frau in Ruhe aufräumen und saugen konnte. Der Plan war, dass Schika und ich uns ein spätes Mittagessen gönnen und dann eine Stunde im Wald verbringen. Das Essen war kein Problem, doch der Spaziergang im Wald gestaltete sich komplizierter.

Der Waldparkplatz war voll. So richtig voll. Die Autos aus allen möglichen angrenzenden Landkreisen standen teils auf der Landstraße. Ich bekam den Eindruck, als wäre ganz NRW auf einmal auf die Idee gekommen, man könnte doch mal im Wald spazieren gehen. Ist ja ok. Geht mir ja nicht anders. Ich mag halt nur keine anderen Menschen um mich herum. Menschen strengen mich an und der Asperger in mir läuft auf Hochtouren. Selbstschutz und gleichzeitiges Aufsetzen einer Maske, die mir erlaubt, als „normaler“ Mensch zu erscheinen, laugen mich aus. Ich fühle mich beobachtet und sorge mich ebenfalls noch um Schika, weil es genug Leute gibt, denen alles andere egal ist – seien es Radfahrer, die ohne Rücksicht auf irgendwas durch den Wald rasen, freilaufende Hunde, deren Frauchen oder Herrchen sich nicht darum scheren, was ihr Vierbeiner so ohne Leine treibt oder Kleinkinder, die ebenfalls losgelöst von Mama und Papa am Hund rumtatschen wollen und anfangen zu schreien, wenn man das nicht zulässt.

Der Wald fiel also flach. Somit fuhr ich diverse andere Plätze an, die sonst kaum besucht sind, doch an allen Orten herrschte gnadenlose Überfüllung. Stapelweise Autos und Fahrradkolonnen, so als wären alle auf der Flucht. Am Wochenende ist normalerweise immer etwas mehr los, aber diese Massen an Menschen habe ich noch nicht erlebt. Sämtliche Parkmöglichkeiten im Naturschutzgebiet in einem Radius von 20 Kilometern waren voll.

Schließlich habe ich aber – nach knapp einer Stunde – doch noch ein freies Plätzchen gefunden. Liegt vielleicht auch daran, dass es jetzt langsam dunkel wird. Ich hoffe jedenfalls, das Menschenaufkommen normalisiert sich bald wieder.

Eben beim Bäcker

Wir haben Corona. Also … die Welt. Pandemie und so. In unserer Stadt halten sich auch die Allermeisten an die Regeln und die Hygienekonzepte in den Supermärkten scheinen zu funktionieren.

Zumindest sehe ich keine Menschen mehr, die ohne Maske im Laden rumrennen und die Präsenz von uniformierten „Zählern“, die die Auslastung im Supermarkt verfolgen , sorgt dafür, dass nun auch der stumpfsinnigste Prolet einen Einkaufswagen benutzt. Das hat die letzten Monate trotz netter Schildchen nicht wirklich funktioniert. Naja. Manche lernen eben spät oder nur unter Zwang 🤷🏼‍♂️

Man hält Abstand und ist davon abgekommen, dem Vordermann an der Kasse in den Nacken zu atmen. Find ich klasse. Dass erst ein Virus und Gesetze, Verordnungen und Vorgaben kommen müssen, damit die Leute sich an simpelste Anstandsregeln halten, ist allerdings traurig. Im Großen und Ganzen klappt also alles. Jedenfalls solange jemand aufpasst, wie früher eben bei Mama und Papa oder wenn der Chef im Büro ist.

Ich treffe aber immer noch vereinzelt auf Leute, die sich einen Dreck um die Regeln scheren und sich ihre eigenen machen. Als Verkehrsteilnehmer kenne ich das ja schon zur Genüge, aber beim Bäcker..?

Situation: Kleiner Bäcker mit Konditorei im Foyer eines großen Supermarkts. Eine lange Theke – links Brot und Brötchen, rechts Berliner und Kuchen – eine Kasse (links bei Brot und Co.). Kommt man in das Gebäude rein, kann man direkt zum Bäcker, ansonsten eben, wenn man durch die Kassenzone gegangen ist.

8 Leute stehen an. Also so richtig. Es wurde eine Warteschlange mit Absperrband eingerichtet, die einmal ganz nach rechts führt, am Ende der Theke einen 180-Grad-Schwenk macht, dann an der gesamten Theke vorbei läuft und an der Kasse endet. Wie ein umgekipptes „J“ und weder kompliziert, noch zu übersehen. Allerdings nicht für ein Paar im Risikogruppenalter.

Ich stand ganz normal und wie es sich gehört in der Schhlange an. Der rüstige Rentner aus besagtem Pärchen stellte sich von den Supermarktkassen kommend mit seinem vollbepackten Einkaufswagen stumpf hinter die Leute, die links bei der Kasse von den Mädels bedient wurden. Zwar drehten sich einige Köpfe um, aber außer ein paar Blicken geschah nichts. Ich schaute auch hin, hielt aber ebenfalls meine Klappe, denn sonst hätte ich aufgrund der Entfernung aggressiv wirken können. Es waren ja auch noch 5 andere Kunden vor mir.

Der schlangenvermeidende Senior deutete die Blicke wohl schließlich so, dass der Einkaufswagen ein Störfaktor sei. Er bugsierte selbigen und sich an die Seite und bedeutete nun seiner Frau, die begehrten Backwaren zu erwerben. Auch sie stellte sich nicht in der Schlange an, die hinter mir um zwei weitere Personen gewachsen war und steckte sogar ihr welkes Haupt zwischen die Kunden an der Kasse um die gar leckeren Köstlichkeiten genauer in Augenschein nehmen zu können. Auch hier beschwerte sich niemand – weder das Personal, noch die nun mit Schuppen und Haarspray versehenen Kassenkunden.

Ich hatte übrigens ebenfalls meinen Einkaufswagen dabei und nutzte die Gunst der Stunde. Nachdem eine andere Dame an der Kasse bezahlt hatte, war ich an der Reihe und versperrte Frau Kling für Arme den Weg zur Theke mithilfe des besagten Drahtkarrens. Ich rempelte sie nicht an, sie musste nur ihr Gehechte an allen anderen Kunden vorbei zur Kasse abbrechen und natürlich kam da die nicht vorhandene Kinderstube – oder Altersstarrsinn? – zum Vorschein.

Was das denn solle, sich einfach vorzudrängeln! Sie stünde schon seit einer Stunde an! Eine Frechheit sei das!

Unter meiner Maske konnte ich mir ein Grinsen nicht verkneifen, meine Augen verkündeten jedoch Gegenteiliges. Ganz ehrlich: Was ist so schwer daran, sich an ein paar einfache Regeln zu halten? Höflichkeit und Respekt sind nun wirklich nicht nur bei „den jungen Leuten“ Mangelware, sondern auch und gerade bei Senioren. Auch im ersten Lockdown waren es entweder Kids oder Rentner, die sich einen Dreck um Abstand, Maske oder andere Vorgaben gekümmert haben. Ob aus Sturheit, Dummheit oder Egoismus kann ich nicht sagen.

Ich mag Masken auch nicht. Es nervt. Auch dass man für den Kauf von 2 Joghurts einen Einkaufswagen brauchst, nervt. Doch es sind die geltenden Regeln. Der Laden hat zudem noch Hausrecht.

Dennoch trage ich die Maske, nutze einen Einkaufswagen, halte Abstand auch an der Kühltruhe und ebenso an der Kasse (*). Es ist doch nicht schwer und es schränkt nicht wirklich ein, immerhin muss das Ding kein Kunde stundenlang am Stück tragen, außer vielleicht Menschen mit Entscheidungsdysfunktion im Geschäft. Wer die Regeln ablehnt, kann das gerne tun. Dann muss er oder sie aber auch damit rechnen, in keinen Laden mehr eingelassen zu werden oder ggf. ein Ordnungsgeld zahlen zu müssen.

Die eigene Freiheit hört exakt da auf, wo die eines anderen beginnt!


(*) Was ist eigentlich mit den Leuten los, die ihren Einkaufswagen an der Vorderseite durch den Kassenbereich ziehen? Zum Ausräumen am Band kann ich das noch verstehen, aber danach? Wollen die unbedingt, dass die Schlangen ins Unermessliche wachsen? Denken die nicht nach? Oder gilt bei denen auch der Grundsatz „Jedem das Seine, mit das Meiste“? Da es ja immer noch Leute gibt, die Flaschen quer aufs Kassenband legen, egal wie die dann rumrollen, gehe ich mal vom gleichen Klientel und somit minderer Intelligenz aus. Ärgerlich, aber Dummheit ist nicht strafbar. Angeblich soll es Platz sparen. Das behauptet auch nur jemand, der noch nie für mehr als 5€ eingekauft hat und in Zeiten von Abstandsregeln ist das „Argument“ endgültig lächerlich.


Wie dem auch sei, nach den Vorwürfen der älteren „Dame“ – ihr Männe hielt sich am Rand zurück – sah ich nach unten zu ihr und erklärte ihr, dass die Warteschlange „dort“ beginnt. Ich deutete auf die entsprechende Stelle. Sie erwiderte sodann, dass die Warteschlange doch nur für die Leute gelten würde, die Kuchen und dergleichen kaufen wollten. Dass diese Vorstellung absurd war – eine Schlange, eine Kasse – konnte ich ihr nicht begreiflich machen. Sie erwiderte dann noch, dass sie sich angestellt hätte und ich erklärte ihr, dass sie sich hingestellt hat und das ein Unterschied sei. Jedenfalls kam sie nicht vorbei und auch die anderen Kunden ließen sie nicht durch. Es muss wohl nur immer einer den Anfang machen. Als mich die nette und gestresste Verkäuferin dann unter ihrem Faceshield anlächelte, sah ich noch, wie die Seniorin sich schließlich fügte und in der definierten Warteschlange anstellte, wie alle anderen auch.

„6 Brötchen, bitte“, „Vielen Dank“ und ein wissendes Kopfnicken bildeten den Abschluss dieser Kleinigkeit, die leider oft genug geschieht und sich in alle Lebensbereiche erstreckt – ob im Job, in der Bahn, beim Einkaufen oder im Straßenverkehr. Haltet euch an die Regeln oder bleibt weg von denen, die das tun.

Ausdrücklich

Einzigste – realisieren – ich erinnere das – Expresso – Mitgliederinnen – Eiron Män – Stehgreif – Gesetzte – zumindestens

Stellen sich euch bei diesen Sprachverbrechen auch die Nackenhaare auf? Mir jedenfalls schon. Diese Begriffe tauchen immer öfter auf, gerade weil das geschriebene Wort durch Twitter, WhatsApp, Facebook und allgemein durch die immense schriftliche Kommunikation von vielen Menschen genutzt wird. Wo gehobelt wird, da fallen Späne.

Ich möchte nicht so weit gehen und sagen, dass das Intelligenz- und Bildungsniveau großflächig sinkt. Einige Studien deuten zwar darauf hin, doch fehlen langfristige Daten für eine stichhaltige Prognose. Meiner Meinung nach interessiert es die Leute nur nicht, was sie da von sich geben bzw. muss der Empfänger eben dafür sorgen, dass er diese Wortunfälle richtig interpretiert.

Ein Merkmal unserer Zeit: Die Anderen tragen die Verantwortung, die eigenen Fehler geradezubiegen. Eigenes Fehlverhalten ist höchstens ein Grund, Rücksicht und Toleranz zu fordern. Für die Korrektur sind „Die Anderen“ zuständig. Das gilt in so ziemlich allen Bereichen und sorgt für ein bequemes Leben, denn man kann machen was man will – „Die Anderen“ haben das zu akzeptieren. Tun sie dies nicht, wird geshitstormt was das Zeug hält 🤷🏼‍♂️

Als Aspi bin ich noch eine Stufe empfindlicher. Ich drücke mich nach Möglichkeit präzise aus, was oft in Erklärungen und zig Beispielen ausartet, die dafür sorgen sollen, dass ja keine Missverständnisse aufkommen. Ich mag auch Metaphern, weil man so komplexe Sachverhalte einfach vermitteln kann. Auch verringere ich dadurch die möglichen Interpretationen, die nicht immer im Sinne des Gesagten sind.

Wenn ich mich kurz fasse, gibts nichts zu interpretieren. Wenn ich Dinge ausführe, möchte ich zeigen, welche Gedankenarbeit dahintersteckt und wie meine Aussagen interpretiert werden können (oder eben nicht).

Eigentlich ganz einfach und praktisch. Wenn ein Aspi etwas sagt, kann man sich drauf verlassen, dass er genau das meint, was er von sich gibt. Keine Stolperfallen, keine Hintertürchen, kein „Damit meint er bestimmt XYZ“.

Mir kommt es manchmal so vor, als würde heute niemand mehr irgendwem trauen. An jeder Ecke lauert Verrat, also muss (!) hinter jeder Aussage eine tiefere – und stets negative – Bedeutung zu finden sein. Vielleicht ist das so, aber für mich kann ich sagen: Wenn ich einen farbigen Transmann aus Tunesien als „Vollidiot“ bezeichne, meine ich das so. Er ist für mich ein Vollidiot, weil er für mich ein Vollidiot ist und nicht, weil er Tunesier, Moslem, Trans oder farbig ist.

Für manche ist das schwer zu begreifen, möchte man doch die Welt möglichst kompliziert sehen (und machen), damit sie zum eigenen Chaos im Hirn passt. Dabei funktioniert die Welt samt Menschheit nach einfachsten Grundsätzen und das seit hunderttausenden von Jahren.

Die Welt ist nicht kompliziert, aber viele Menschen machen sie kompliziert. Und genau diese Menschen sind es, die sich nicht darum kümmern, wie sie sich selbst ausdrücken. Vielleicht ist das aber auch notwendig in einer Welt, die gefühlt immer egoistischer wird. Man schaue sich nur die überall wie Unkraut aus dem Boden schließenden Aktivisten für alles mögliche an.

Es gibt einfache Regeln, die die Kommunikation erleichtern. Rechtschreibung und Grammatik helfen enorm dabei, anderen mitzuteilen was man denkt, fühlt, möchte. Ich bin nicht perfekt, Deutsch war nie mein Lieblingsfach und auch in diesem Beitrag wird es einige Fehler geben. Jedoch freue ich mich, wenn mich jemand darauf hinweist. Ich korrigiere meine Fehler und versuche, aus ihnen zu lernen, statt von anderen zu verlangen, dass sie meine Unzulänglichkeiten gefälligst tolerieren müssen und die Klappe halten sollen.

Selbstkritisches Verhalten ist uncool. Es ist ein Zeichen von Schwäche, so scheint es. Das mag in einer Hackordnung, in der „Die Anderen“ grundsätzlich Feinde sind, stimmen, doch diese Denkweise ist Gift für jede Form des Zusammenlebens.

Die oben genannten Beispiele sind nur Fragmente, die jeder irgendwo schon gesehen haben dürfte. Für mich hat das korrekte Ausdrücken bzw. allein der Versuch viel mit Respekt zu tun. Ich werfen meinem Gegenüber nicht einfach meine unverdauten Worte vor die Füße und verlange dann, dass er sie gefälligst korrekt interpretiert. Schafft er das nicht, ist er natürlich selbst Schuld. Und selbstverständlich muss dann noch Rücksicht und Toleranz gefordert werden. Wer sich an die Regeln hält, ist schwach und muss dominiert werden. Wie im Tierreich 🤷🏼‍♂️

Es heißt „EINZIGE“. Davon gibt es keine Steigerung. Oder kennt jemand ein „BESTESTES“?

„REALISIEREN“ bedeutet „VERWIRKLICHEN“. Man kann Worte nicht immer 1:1 aus anderen Sprachen übernehmen. Wahrscheinlich bestellen die „Realisierer“ auch mit „I‘d like to become a steak“ im USA-Urlaub.

„ICH ERINNERE DAS“ … hier frage ich mich, wer das verbrochen hat. Übernommen aus dem Englischen „I remember this“, fällt diese Verunstaltung in die gleiche Kategorie wie das Steak. „ICH ERINNERE MICH AN DAS“ ist ja auch viel zu lang.

Ist ein „EXPRESSO“ ein sehr schnell durchgelaufener „ESPRESSO“, erfunden weil man immer weniger Zeit hat? 🤔

„MITGLIEDERINNEN“ wurde wahrscheinlich deswegen von Anne Will gegendert, weil „MITGLIED“ eindeutig männlich ist. Der Artikel „Das“ interessiert nicht, es ist ja ein „Glied“ enthalten und der Plural lautet „MITGLIEDER“, wo das „er“ am Ende ebenfalls eindeutig männlich ist. Von diesem Gendergeschwurbel findet man aktuell viele abenteurliche Konstruktionen – eine bescheuerter als die andere.

„IRON MAN“ wird so gut wie immer falsch ausgesprochen. Also das „IRON“ jedenfalls. Wahrscheinlich sprechen die Leute „FIRE“ auch „Feire“ statt korrekt „Feier“ aus. Und wer kennt nicht das Lied „EIRON LIKE A LIRON IN ZION“? 🤦🏼‍♂️

Was bitte ist ein „STEHGREIF“? Ist das ein nicht sitzender Greif? Oder wird es nicht doch klarer, wenn man richtigerweise vom Steg-Reif spricht? Phonetik ist nicht immer ein Freund. Ab und an kann man sogar Google benutzen, wenn man sich nicht sicher ist. Hab ich gehört.

Unsere „GESETZTE“ sind viel zu lasch! Also.. müsste das nicht „Unsere Gesetzten sind…“ heißen? Und wer sind diese Gesetzten? Ist die Autokorrektur der Übeltäter? Kann man einmal eingefügte Wörter nicht mehr korrigieren? Ich bin der Ansicht, dass man dagegen einige „GESETZE“ erlassen sollte. Faulheit ist ja noch nicht strafbar.

„ZUMINDESTENS“. Entweder „MINDESTENS“ oder „ZUMINDEST“. Wortroulette spielen führt nur dazu, dass man von vielen Leuten nicht ernst genommen wird.

Ich persönlich würde niemanden auch nur zu einem Vorstellungsgespräch einladen, der solche oder ähnliche Sprachverbrechen begeht. Vielleicht ändert sich das aber auch irgendwann, wenn die einzigsten Mitgliederinnen, die zumindestens etwas aus dem Stehgreif entscheiden können, Personalverantwortung tragen und Leute einstellen dürfen. Ich bezweifle allerdings, dass diese Personen in solche Positionen vordringen können, egal was sie erinnern oder wie viele Expressis sie trinken. Vielleicht realisieren sie dann zumindestens, dass das Problem nicht bei denen liegt, die auf Fehler hinweisen…