#allesdichtmachen … und wie die Berufsempörten reagieren

(Updates unten) Ich wollte bisher nichts zu #allesdichtmachen schreiben. Jener Aktion, wo durchweg bekannte Prominente, Schauspieler sich der Form der Satire bedienen und zum Nachdenken anregen wollen.

Sollen sie machen. (Nicht nur) Mir war der weitere Verlauf der Geschichte sofort klar: Hass, Politisierung und Hetze, auf jeden Fall aber Aufmerksamkeit (BILD). Man merkt hier sehr schnell, wer wie tickt, wer sofort verurteilt und wer sich damit auseinandersetzt. Wer hasst, ist eben meist sehr leicht zu überführen.

Satire darf alles, wurde mehrfach festgestellt. Sie darf alte Menschen als Umweltsäue bezeichnen – ob als Lied vom WDR oder als Spiel der FUNK-Mediengruppe -, und sie darf Polizisten auf den Müll wünschen.

Satire darf aber nicht das Fehlverhalten der Bundesregierung kritisieren. Gut, das ist eigentlich Sinn und Zweck, aber das war wohl einmal.

Der Twitter-Socialist-Media-Mob schwenkt mal wieder seine Fackeln und Mistgabeln, fordert Entlassungen und stellt pauschal alle Teilnehmer als Nazis, Querdenker und Verschwörungstheoretiker dar. So heftig, dass sich einige der Teilnehmer der Aktion öffentlich entschuldigt haben.

Die Macht des halbgebildeten Pöbels eben.

Die Website zu #allesdichtmachen ist aktuell offline. Wahrscheinlich bereiten die „Täter“ gerade ein umfassendes Entschuldigungsvideo vor, um nicht weiter drangsaliert, erpresst oder eventuell sogar bedroht zu werden. Für Morddrohungen reicht es heute ja aus, wenn man als Mann ein Damenhygienehilfsmittel entwickelt.

Ob man die Aktion nun befürwortet oder nicht, sie hat gezeigt, dass man heute in Deutschland verdammt aufpassen muss, was man wie sagt. Man steht sehr schnell im Abseits, in der Naziecke und wird geächtet. Feind ist, wen ich dazu erkläre. So einfach machen sich das viele.

Ein Gutes hat die Aktion aber auf jeden Fall gehabt: man kann sehr gut erkennen, von wem man sich in Zukunft wirklich distanzieren sollte. Nämlich von all jenen, die die eine Seite der Satire loben, die andere aber verdammen (Tichys Einblick).

Sehr deutlich wird das beim WDR, der vor einem Jahr ebenfalls „Corona-Satire“ erstellte und darin das Virus als effektive Möglichkeit sah, endlich die „Alten“ loszuwerden, die „diesen Planeten vor die Wand gefahren haben“. Glaubt ihr nicht?

Also dieses Video ist ok, aber das folgende Video ist Hetze?


Meist sind es dieselben, die sich empören und irgendwelche Konsequenzen fordern. Gendernde Z-Promis, irgendwelche hippen Moderatoren, Podcaster oder „Journalisten“, die stets ins selbe Horn stoßen ohne auch nur im Ansatz zu differenzieren. Sie haben viel Zeit, gegen alles was „anders“ ist vorzugehen. Das ist wohl diese „Toleranz“ von der sie immer reden…


Es wird eben nicht mehr diskutiert, es wird bestimmt. Wer mitmacht – oder wenigstens Reue zeigt – darf weiter mitspielen. Wer abweicht, wird ausgegrenzt, entlassen, bedroht, beschimpft. Es war nie leichter als heute, Nazi zu werden.

Auffällig ist, dass diese Beschimpfungen, dieser Hass, Nazivergleiche und Beleidigungen stets von denen kommen, die so sehr nach Toleranz und Frieden und Freiheit verlangen. Niemand ist intoleranter als jemand, der Toleranz einfordert!

Ob nun ein Tobias Schlegl, Jan Böhmermann, Stefan Niggemeyer, Enno Park oder Igor Levit (ja, das ist der, der gesagt hat, dass AfD‘ler ihr Menschsein verwirkt haben (Welt) – sie alle proben den Aufstand, schreien laut weil sie wissen, dass sie weniger als 53 sind und nicht ganz so prominent.

Da tut es gut, wenn sogar ein Karl Lauterbach für echte Toleranz in die Bresche springt:


Ich hoffe ja, dass die Jungs und Mädels nicht einknicken. Dass sie nicht den quengelnden, gelangweilten Twitterhetzern nachgeben. Dass sie diesem Mob endlich mal Grenzen aufzeigen, den Spiegel vorhalten. Dass eine Diskussion entsteht, die nicht einseitig geprägt ist. Wir sind nicht alle gleich. Wir sind gleichwertig! Wer den Unterschied nicht kennt, sollte ganz still sein.

Allerdings gehe ich davon aus, dass das nicht passieren wird. Zu lange und zu oft haben wir den Blagen gegeben was sie wollten, sie in ihrem Denken bestärkt. Das lässt sich nicht so einfach rückgängig machen.

Es wird noch sehr „lustig“, wenn die grüne Leitpartei dieser Menschen im Herbst dieses Land regiert. Spätestens dann hält man die Klappe, macht alles mit um ja nicht in den Fokus der bigotten Moralwächter zu gelangen.


Update 1, 24.04.2021: Das hätte ich von Kanzlerkandidat Laschet (CDU) nicht erwartet. Auch nicht, dass endlich mal deutlich dieser „Du bist Nazi“-Scheiss angesprochen wird, mit dem viele Volltrottel heute jedwede Diskussion im Keim ersticken. Es mag am Wahljahr liegen, doch vielleicht bringt es ja doch was… (Link BILD.de).


Update 2, 24.04.2021: Die Moralapostel werden öffentlich benannt und zu Recht für ihr Verhalten kritisiert. Man muss Meinungen nicht teilen, aber sofort mit Hass und Hetze zu reagieren, wie es heute leider viel zu oft gemacht wird, ist schädlicher für jede Gesellschaft als „die falsche“ Meinung zu haben. Von folgenden „Promis“ werde ich mich in Zukunft fernheizen, denn für diese zählt nur die eigene Meinung – unabhängig von Fakten und Hintergründen. Davon haben wir schon mehr als genug.

(C) BILD, 24.04.2021

Es ist schön zu sehen, dass der Zuspruch größer ist als die Hetze derer, die andere Meinungen und Sichtweisen am liebsten verbieten würden. Wie hilflos diese „Promis“ sind, zeigt die Aussage von Hans-Jochen Wagner, der von einer „Minderheit meines Berufsstandes“ spricht. Lieber Herr Wagner: „laut“ ist nicht gleich „Mehrheit“ 😘

Im Gegensatz zu den „Toleranten“ und „Demokraten“ fordern die mittlerweile noch 47 standhaften Promis jedoch keine Ächtung, beleidigen nicht, verlangen nicht nach Berufsverboten. Durch #allesdichtmachen wurde wunderbar und effektiv gezeigt, wer wirklich Hass und Hetze verbreitet – und von wem man sich distanzieren sollte.


Update 3, 24.04.2021: Und wieder haben ein paar der Schauspieler dem Druck durch Hass und Hetze nachgegeben, sich dem Druck der Minderheit gebeugt. Schade. Das sendet das falsche Signal. Man darf niemandem automatisch Recht geben, nur weil er darauf besteht. Unreflektiert. Stur. Egozentrisch. Link (BILD). Genau DAS ist ja das Problem. Aber die Masse lässt sich bisher nicht einschüchtern oder erpressen.

Die Website (allesdichtmachen.de) ist auch wieder online – natürlich mit einem ellenlangen Statement, das schon fast obligatorisch scheint, will man nicht angefeindet, bedroht oder beleidigt werden. Was für eine tolerante Welt wir doch geschaffen haben… 😢

Ein wunderbarer Kommentar von Ralf Schuler: BILD


Update 4, 25.04.2021: Morddrohungen – das Mittel der Wahl, wenn es darum geht, andere zur eigenen Meinung zu überreden, wie es scheint. Meter Becker bekommt sie, sagt Ben Becker (T-Online). Dabei hat sie sich doch schon distanziert und entschuldigt, sich den pöbelnden Blagen gebeugt (Spiegel).

Was ich mich frage: wenn man hier verallgemeinern darf – also wenn man „Nazi“ oder „Querdenker“ ist, wenn man etwas kritisiert, was nicht kritisiert werden darf – gilt das auch umgekehrt? Sind dann alle, die etwas gegen #allesdichtmachen haben, potenzielle Mörder? Gewalttätige Psychopathen? Oder ist das nicht ok, weil man nicht differenziert? 🤔

Naja. Jedenfalls ist die laute Minderheit, der brüllende Moloch der Hater und Hetzer, wohl doch nicht so zahlreich, so groß, wie man es gerne darstellt. 98% der Reaktionen seien positiv, so Mitorganisator Brüggemann (WELT). Da müssen dann eben Morddrohungen herhalten, um denen zu zeigen, was sie zu sagen, zu denken haben!

Deutschland im Frühjahr 2021…


Update 5, 26.04.2021: Oha. Geht man jetzt endlich mal öffentlich mit der einseitigen Berichterstattung und den Zwängen durch „Journalisten“ und Medien ins Gericht (BILD)? Gibt es noch Hoffnung? Hört vielleicht sogar dieser ähnlich dümmliche Gendersprech-Murks auf? Fangen die Leute an und sagen endlich mal „Nein“? Ich glaube nicht so richtig daran, aber ein wenig Hoffnung ist da.

(C) BILD

Hoffnung, dass man bald wieder diskutieren kann, ohne sich ins Abseits zu stellen, wenn man was „falsches“ sagt. Dass man nicht mehr genötigt wird, aus ideologischen Gründen irgendwelche Sprachvergewaltigungen zu ertragen, die nur Hass schüren und niemandem nützen. Dass vielleicht endlich wieder alle Seiten eines Themas beleuchtet werden statt nur der gerade genehmen. Dass alle die, die nach Freiheit und Toleranz verlangen diese auch endlich mal zu geben bereit sind. Dass dieses beschissene, verdammte Gegeneinander, dieses Gehetze von Menschen, denen es mehr als gut geht, endlich aufhört. Dass wir uns endlich, endlich mal um wirklich wichtige Probleme kümmern können statt irgendwelcher idiotischer Quoten, Sternchen, Umbenennungen und Meinungsnötigung.

Ich schweife ab. Aber ich hoffe. Diese Aktion hat jedenfalls die Möglichkeit eröffnet, all diese Themen ansprechen zu können. Ob es geschieht… wir werden sehen.

Sonntag

Wenn man morgens von einem Eichhörnchen geweckt wird – im 2. OG – kann der Tag ja nur gut werden.

Ok, an der Tankstelle auf dem Weg zum Wald gabs keine Bockwurst, aber das ist nicht so tragisch. Immerhin waren Nougat-Croissants verfügbar.

Im Wald selbst war Ruhe. Dank des leichten Regens waren wir so gut wie alleine dort. Schika konnte sich wieder richtig einsauen und wird gerade saubergemacht. Wer buddeln will, muss baden 🤷🏼‍♂️

Als dann doch eine Dame mittleren Alters mit ihrem Hund auftauchte, gabs sogar noch was zu lachen. Ich musste mich echt zusammenreißen. Die Frau war alleine unterwegs, es ist niemand dort gewesen und selbst wenn…. Wald! Draußen und so! Warum sie dann mit FFP2-Maske rumgerannt ist, werde ich nicht mehr verstehen. Vielleicht wollte sie die Bäume nicht anstecken.

Getoppt wurde das nur von der Frau mit einem Husky, die neben dem Eingang der Tankstelle stand und genüsslich ne Zigarette rauchte.

Helfen Masken auch bei Dummheit oder hat das nichts miteinander zu tun?

Einen schönen Sonntag wünsche ich euch 😊

Hoffnungsschimmer…

…oder Wahlkampfgeplänkel?

Der Herr Laschet (CDU) schlägt mittlerweile Töne an, die viele Menschen seit Monaten (!) von sich geben. Ist nun die Politik also wieder näher an die Bürger, das Wahlvolk gerückt?

Hoffen wir‘s. Die Punkte, die er anspricht, sind allerdings auch so offensichtlich, dass man quasi gar nicht mehr drum herum kommt, sie anzusprechen.

Corona: Meuterei gegen Merkel?

Die Wirtschaft nimmt immer mehr Schaden, dadurch fehlen Einnahmen – auch im Gesundheitssystem, das ja „geschont“ werden sollte. Flatten the Curve. Also das qualvolle Hinauszögern von Leid. Super Idee übrigens (deswegen liest man auch schon lange nichts mehr von diesem Slogan).

Kinder werden isoliert und verpassen ganze Monate im ohnehin schon für ein führendes Industrieland peinlichen Bildungssystem, in welchem man lieber die Abi-Anforderungen senkt, statt den Schülern wieder ordentlich Wissen zu vermitteln. Aber Lehrer kosten eben Geld. Das braucht man aber gerade in den Bildungshochburgen Hamburg und Berlin für Woke-Idiotie und Gender-Schwachsinn – und um Straßen umzubenennen. Nicht zu vergessen die Lehrstühle für „Genderfragen“ 🤦🏼‍♂️

Depressionen bei Kindern nehmen zu, die Therapieplätze werden aber nicht mehr. Habt ihr schonmal versucht, einen Therapieplatz zu bekommen? Abgesehen davon, dass der Therapeut auch zu einem passen muss, wartet man da ganz entspannte 9 Monate, wenn man Glück hat. Aber ist ja alles nicht so schlimm. Von steigender Gewalt gegen Männer, Kinder und Frauen in den eigenen 4 Wänden fang ich besser gar nicht erst an. Interessiert eh niemanden. Kinder dürfen noch nicht wählen, Männer sind immer nur Täter und Frauen werden anderweitig geködert, ohne dass Probleme gelöst werden (Gewalt gegen Männer scheint ok zu sein). Warum also wirklich was tun? Für alle Menschen in diesem Land! Ohne Bevorzugung oder falsche Tabus!

Die paar Insolvenzen, die paar Arbeitslose. Die sollen sich nicht so anstellen. Da kann man auch schonmal ein Werbeverbot für nicht-lebensnotwendige Waren aussprechen (übrigens von einer AKK-Freundin auf den Weg gebracht. Frau hält eben zusammen, erst Recht bei gleicher „Qualifikation“… wobei die ja nicht so wichtig ist wenn die Quote stimmt). Auch anderen Menschen den Tod – wörtlich „in die Gaskammer schicken“ ist ok, wenns von einer Linken kommt 🤷🏼‍♂️

Solche Aussagen und Haltungen kommen immer von denselben Leuten – genau wie die Moralkeule oder sonstige irre Forderungen:

Entweder sind’s weltfremde Menschen, die in ihrer eigenen Blase leben, mit genug Kohle auf der Bank, dass man sich bemüßigt fühlt, anderen zu erklären, wie sie zu leben, denken, schreiben haben. Für die gibts keine Schulprobleme, denn auf teuren Privatschulen tummelt sich nur die eigene Klientel. Da verliert man schonmal den Blick für das echte Leben und fordert einen Quatsch, der 98% der Bevölkerung die Haare zu Berge stehen lässt.

Oder es handelt sich um Leute, die sowieso gegen das „System“ sind, einen Dreck auf andere Menschen und deren Rechte geben, Häuser besetzen, Andersdenkende angreifen, Brandbomben zünden, Polizisten verprügeln, Geschäfte plündern oder im Baumhaus sitzen und mit Kacke werfen. Das sind übrigens auch die, die immer nach „Respekt“ und „Toleranz“ plärren, während die der Kotbeutel ins Gesicht fliegt und sie einem verbieten wollen, ein Mohrenkopfbrötchen zu bestellen.

Und die armen Menschen am „Rande der Gesellschaft“! Da muss man doch Verständnis haben! Die wollen doch nur auf Missstände aufmerksam machen! Manche nennen es Temperament, andere sagen „verzogene Egomanen“. Wer am lautesten nach Verständnis, Rücksicht und Toleranz schreien, haben dies am wenigsten verdient.

Aber „die da oben“ wissen bestimmt was sie tun. Und man kann eh nix machen. Also gendert und wokt man durch die Gegend, besorgt sich iPads bei eBay-Kleinanzeigen, organisiert eine Betreuung – wenn man arbeiten gehen kann oder muss – und schiebt Überstunden im Pflegeheim oder Krankenhaus. Da hat man keine Zeit oder Lust, sich noch Gedanken zu machen und macht eben stattdessen alles mit. Alles wird gut. Jeder will nur unser Bestes.

Stimmt: Unsere Stimme bei der nächsten Wahl.


Laschet: „Populär ist immer noch die Haltung, alles verbieten, streng sein, die Bürger behandeln wie unmündige Kinder.“


Dieser Satz, gerade aus den Reihen der CDU, macht Hoffnung. Auch wenn es sich wohl eher um ein Wahlkampfmanöver handelt, sorgt er doch dafür, dass meine Prognose eintreffen kann. Das wären dann noch 6-8 Monate mit gefühlt willkürlichen Grenzwerten, jede Menge Schuldzuweisungen und utopischen Versprechungen.

Verantwortung übernimmt sowieso niemand. Erst recht nicht die werten Damen in Führungspositionen, die komplett versagt haben. Immer sind die „Umstände“ oder die „Anderen“ schuld. Ob Merkel, von der Leyen, AKK, die Koboldin, Lambrecht, … dasselbe Gejammer und feige Davonrennen, wie wir es von jedem Politiker kennen. Ich dachte, Frauen wären so viel besser als Männer? 🤔 Außerdem kann nicht sein was nicht sein darf! Die Crux bei Ideologien.

Es kommt eben nicht drauf an, ob man Mann oder Frau ist, einen Schwengel oder eine Mumu hat, sich als Männlein, Weiblein oder Telefonzelle fühlt. Wer ein Depp ist, ist ein Depp. Wer ein Arsch ist, ist ein Arsch. Wer sich wie ein asoziales Subjekt verhält, ist auch eins. Ganz einfach. Und ganz ohne Bevormundung, welche Schimpfworte man für asoziale Idioten verwenden darf und welche nicht.

Der „Free Speech Champion“ kämpft gegen Redeverbote


Was auch Hoffnung macht: Abseits von „Socialist Media“ wie Twitter und Facebook, sieht man recht deutlich, dass viele Menschen einfach die Schnauze voll haben. Nicht nur von Corona, sondern auch von der Genderpolizei, ständigen Rassismusvorwürfen, Klimapanik und der allgegenwärtigen ideologischen Wahnvorstellung, Deutschland könne und müsse die Welt retten. Wie gesagt: sowas fordern stets die Menschen, die das alles nicht bezahlen oder mit den Konsequenzen leben müssen, die genug Kohle haben (man schaue sich mal genau an, wie der Hintergrund der AktivistInnen ist!) oder sowieso nichts von Eigentum haben und somit nichts verlieren, aber alles gewinnen können.

Die beiden Fraktionen kollidieren irgendwann. Das war bei dieser Fraktion immer der Fall. Sie zerstören sich unweigerlich selbst. Deswegen müssen sie die Zeit nutzen, in denen der produktive und weitaus größere Teil der Bevölkerung abgelenkt ist von so niederen Dingen wie Arbeit(slosigkeit), Kindererziehung, Überlastung, Ausgangssperren, Maskenpflicht, Ladenschließungen, Zukunftsangst.

Also noch schnell die Gunst der Pandemie genutzt, um sämtlichen ideologischen Schwachsinn einzuführen – von Genderfaschismus über Frauenquote, dem allgegenwärtigen Rassismus, Islamophobie bis hin zum von den Grünen angedachten Verbot von Einfamilienhäusern.

Kommt alles von denselben Leuten. Man beachte dies bei den Wahlen. Aber wie gesagt: diese Kasper demontieren sich immer selbst. Die Frage ist nur, wie viel Schaden die bis dahin anrichten. Wenn man schon aus den eigenen Reihen kritisiert wird, sollte man umdenken – sofern man nicht stur und lernresistent ist.


Wer wissen will, wie sich eine rot-grüne Regierung schlagen würde, schaue auf die leuchtenden Beispiele in den Bereichen Wirtschaft, Kriminalität, Gesundheit und Arbeitslosigkeit, die entsprechend regiert werden: Berlin, Hamburg, Brandenburg, Bremen, Mecklenburg-Vorpommern. Da läufts echt super. Mit den Abis von dort kann man sich den Hintern abwischen, Bauprojekte werden entweder torpediert (Tesla) oder explodieren kostenseitig (Elbphilharmonie, BER) bzw. sind selbst nach Eröffnung in katastrophalem Zustand (BER…). Die Arbeitslosenquoten gehen durch die Decke, da hat man dann viel Zeit, um Straßenzüge umzubenennen oder noch mehr Geld für Elektrobusse auszugeben, die dann im Winter ausfallen (BVG). Egal. Die anderen Länder zahlens ja, Finanzausgleich sei Dank!

Verantwortungsloses Pack, das auf Kosten anderer wie die Made im Speck lebt. Definiert man so nicht auch Parasiten? Und dennoch werden die Regierungen immer wieder so gewählt. Entweder sind die Wähler blind oder ihnen gefällt das so, wollen, dass es weiter bergab geht. Hass auf das eigene Land ist ja nicht ungewöhnlich heutzutage.


Trotzdem macht die Aussage von Laschet Mut. Einige andere – inklusive Mitgliedern der Leopoldina – machen mittlerweile ja auch die Klappe auf. Besser spät als nie.

Hoffen wir, dass dieser Alptraum aus Corona und linkem Irrsinn bald vorbei ist… oder man zumindest die Illusion haben kann. Ich liebe mein Land und alle Menschen hier. Das darf nicht wegen ein paar Spinnern – die nur laut sind aber eben nicht zahlreich – und ihrem verqueren Weltbild kaputt gemacht werden.

In Frankreich Platz Macron auch der Kragen. Irgendwann ist eben Schluss – egal ob Lockdown, Genderdreck, Selbstgeißelung weil man frecherweise weiß ist oder sonstigem Quark, der entweder nichts bringt oder sogar kontraproduktiv ist und Hass sät.


Geht wählen! Je höher die Wahlbeteiligung, desto weniger Anteil entfällt auf die Extremisten in den Reihen von AfD, Grünen und Linken.

Politik, Corona, Irrsinn – und kein Ende in Sicht?

Was mir dieses Kapsertheater auf den Sack geht. Ganz ehrlich. Ich verstehe es auch nicht.

Es ist jetzt bald 1 Jahr her, seit der erste Lockdown verordnet wurde. Masken sind alltäglich geworden, man hält (meist) Abstand, Restaurantbesuche gibts nicht mehr, Kino auch nicht. Keine Konzerte, kein Fußball, im Schwimmbad schwimmt man schön mit Abstand im Kreis (wenn überhaupt), Wegfahren am Wochenende ist nicht, ins Ausland darf man auch nicht, Shoppen macht keinen Spaß und geht sowieso nicht… ich glaube, es wäre einfacher, das aufzuzählen, was noch geht.

Und all das ist mittlerweile „normal“ wie es scheint, oder?

Ich empfinde es nicht als normal! Es machen zwar alle mit und gemeckert wird maximal im kleinen Kreis (mehr geht ja auch nicht mehr…) oder im Internet. Auch wir ziehen unsere Masken auf, halten Abstand, gehen nicht raus wenn’s nicht sein muss und fahren auch nicht weg.

Trotzdem ist es nicht normal, wie wir derzeit leben. Das müssen wir uns stets aufs Neue bewusst machen. Der Mensch ist ein Gewohnheitstier und das sehr effizient. Wer Verhaltensweisen ändern möchte, muss dies in aller Regel zwischen 6 und 8 Wochen durchziehen. Danach hat man sich an das „Neue“ gewöhnt. Mehr braucht es nicht, nur Konsequenz und wenige Wochen Zeit. Probiert’s mal aus.

Und dieser Mist hier dauert nun schon fast ein Jahr! Gebracht hat es nichts. Die Leute, die am gefährdetsten sind, sind immer noch ungeschützt. Die ausgelachten und geschassten „alten weißen Männer“ Trump, Netanjahu und Johnson sind weitaus effektiver unterwegs bei den Impfungen als unser Bankkaufmann, der Bundeshosenanzug oder Multitaltent von der Leyen. Alle haben sie versagt, und das sogar sehenden Auges, in vollem Bewusstsein.

Mittlerweile geben diese Menschen, die uns eigentlich führen, schützen, leiten, helfen sollten sogar offen zu, dass sie viele Fehler gemacht haben. Und was ist die Konsequenz? Sie machen genauso weiter wie bisher.

Ist ja auch logisch. Man rennt monatelang gegen eine Wand, erkennt dann, dass da keine Tür ist und beschließt, dass man weiter gegen die Wand rennt. Irgendwann muss man doch durchbrechen… oder der Schädel platzt 🤷🏼‍♂️

Wie Kleinkinder, die versuchen, den Würfel durchs runde Loch zu drücken. Nur besser bezahlt.

Interessant ist auch, dass das erst jetzt öffentlich zugegeben wird. Der „Kampf ums Weiße Haus“ ist vorbei, Knorr hat die Zigeunersauce umbenannt und Linksextreme propagieren Gendersprech. Alles normal, aber dadurch müssen eben auch Lücken gefüllt werden. Und es fehlt Ablenkung. Wenn man nicht mehr auf anderen rumhacken kann und unwichtige Dinge nicht mehr aufgebauscht werden können, wenden sich auch heutige „Journalisten“ wieder wichtigen Themen zu. Besser spät als nie…

„Wir haben Fehler gemacht, lasst uns genauso weitermachen!“

Politik stresst, denn Politik ist ein riesiger Kindergarten. Wobei ich den Kindern da nicht Unrecht tun will. Die sind oft vernünftiger und kompromissbereiter.

Ich war einige Jahre aktives Mitglied bei Mensa in Deutschland. Ich bin da allerdings wieder ausgetreten, weil auch da genau dasselbe infantile Verhalten vorhanden war. Ist ja auch verständlich. Da hocken 10.000 Menschen in einem Verein, alle gehören zu den intelligentesten 2% der Bevölkerung (IQ130+) und alle sind es gewohnt, im Recht zu sein, alles zu wissen und korrekt zu verstehen.

Dass das zu Konflikten führt, ist offensichtlich. Man sieht also: Intelligenz schützt nicht vor falschen Entscheidungen, Interpretationen, vor seltsamem Denken oder vorm Arschlochsein. Aber dort hat niemand jemals gesagt: „Das klappt so nicht, wir machen trotzdem weiter!“

Sowas ist entweder dumm oder böswillig. Von keiner Art möchte ich regiert werden. Fehler macht jeder, man sollte sie aber zugeben UND aus ihnen lernen.

Fast 1 Jahr Herumdoktern und Leute sterben lassen, die Schutz brauchten und immer noch brauchen! Klar wurde letztes Jahr mal geklatscht, aber was hat sich beim Pflegepersonal geändert? Die Digitalisierung der Schulen ist immer noch ein Witz – wohlgemerkt in einer der reichsten Industrienationen der Welt! Alte, Kranke, Schwache sterben immer noch, obwohl alle anderen zuhause bleiben.

Was hat’s gebracht, dass Oma wochenlang alleine im Bett liegen musste? Oder dass Opa nur mit dem Piepen des Morphininjektors als Gesellschaft gestorben ist? Nichts. Es wurde gepennt. Zulassungsverfahren wurden zum „Das ist meine Schippe“-Kleinkrieg, man feilschte über Centbeträge pro Impfdosis und verteilt schön Gutscheine für Masken, inklusive Zuzahlung in Höhe von mehreren Euro. Aber für „den Strukturwandel“, Klima, Migration, Elektroautos, Windkraftanlagen, …werden Milliarden rausgehauen. Wer bezahlt das eigentlich? Wir sind jetzt schon bis in die 2060er verschuldet.

Auf der anderen Seite war auch noch jede Menge Geld da für ganz wichtige Sachen. Diverse Lehrstühle für Genderfragen (immerhin mehrere hundert (!) betroffene Menschen in Deutschland) wurden installiert, Polizisten auf die Müllkippe gewünscht – inklusive Verteidigung dieser Aussage durch „die Regierung“. Melchior darf nicht mehr von einem schwarz geschminkten weißen Kind dargestellt werden, Kinderbücher werden umgeschrieben und der WDR bzw. dessen Derivat „Funk“ stellt klar, dass man „asozial“ und „Idiot“ nicht mehr sagen darf, weils im dritten Reich benutzt wurde. Und „Warmduscher“ ist ebenfalls eine nicht gendergerechte Beleidigung, denn das Wort drückt durch das „warm“ Homophobie aus. Orwells Newspeak, anyone? Oder knallt man doch besser Impfgegner im Videospiel ab? Vielleicht doch besser AfD-Wähler? Oder Umweltsäue? Gibts alles beim WDR zum runterladen 😉

Alles kein Scherz. Alles normal. Dafür war Zeit, da hat man sich hintergeklemmt. Dort wurde Geld reingepumpt. Da passierten keine „Fehler“ oder wurden Milliarden verschenkt. Da hat auch niemand diskutiert oder gefeilscht. Es wurde einfach gemacht, es ist jetzt so, gewöhnt euch dran.

Aber die wichtigen Sachen wurden versemmelt, um es freundlich auszudrücken. Scheinbar liegen die Prioritäten einfach anders. Vielleicht erkennen wir auch einfach nicht die unendliche Weisheit hinter den Entscheidungen.

Achja: Biden ist ja jetzt US-Präsident. Er hat ja das ganze „Böse“ vom bösen Trump rückgängig gemacht. Und auch trotz hoher Inzidenzzahlen und knapper Intensivbettenkapazität wird der Lockdown jetzt – 1 Woche nach Trump – in Kalifornien (und anderen Democrats-States) aufgehoben. Also alles doch nicht so schlimm? Unsere Linksmedien wie die Zeit oder die SZ, die vor einem Monat noch auf den USA rumgehackt haben (alles zu lasch etc.), sprechen mittlerweile von „ZeroCovid“ und machen Biden mit zum „Erlöser“, voller Lob für die gelungene Politik.

Also alles nur politisch missbraucht? Zahlen und Maßnahmen sind gut oder schlecht in Abhängigkeit derer, die sie verbreiten oder verordnen? Kann das sein? Ist das bei uns auch so?

Falls ja, wird dieses Hickhack, diese Kopflosigkeit, diese Führung, die keine ist noch bis zur Bundestagswahl 2021 anhalten. Danach werden Lockerungen kommen und Corona innerhalb weniger Wochen aus den Schlagzeilen verschwinden. Alles doch nicht so schlimm, oder? Und die neue Bundesregierung kann den ersten Erfolg verbuchen. Praktisch!

Ich hoffe nicht, dass es so ist. Leider irre ich mich recht selten. Doch hier hoffe ich wirklich, dass ich falschliege. Ernsthaft. Ich möchte nicht von Schwarz/Grün regiert werden, will keinen Kobold, keine Quoten, nicht als minderwertig angesehen werden, weil ich männlich, hetero und weiß bin, wie im Buch „Ich hasse Männer“. Ich will nicht „Freund*innen“ schreiben, weil es 1. falsch und 2. ideologisch ist. Wenn, müsste es „Freunde*innen“ heißen und es müsste auch „Täter*in“ lauten. Außerdem kenne ich den Unterschied zwischen Genus und Sexus. Aber ich war auch noch auf einer Schule, die nicht „Schreiben nach Gehör“ als Leitsatz hatte.

Und ich war in einem Kindergarten ohne politische Sexualerziehung, vorgegeben von der WHO und der BzgA mit dem Titel „Standards für die Sexualaufklärung in Europa“, wo Kinder von 0-4 Jahren (!) Dinge lernen wie „verschiedene Geschlechter“, „was ist Adoption“, „frühkindliche Masturbation“, „lustvolle Erfahrung körperlicher Nähe“, „Geschlechtsidentität entwickeln“ und „verschiedene Arten von Liebe“. Nachzulesen im entsprechenden PDF ab Seite 43.

Allein diese Vorgaben wecken Erinnerungen an die radikalen Mitglieder der Grünen vor einigen Jahrzehnten. Aber die haben sich ja vor ein paar Jahren davon distanziert. Mit Erfolg, wie man sieht. Da fällt mir auch noch die Edathy-Affäre der SPD ein, die vielleicht erklärt, warum sich unsere Bundesjustizministerin (ebenfalls SPD) mit Hönden und Füßen gegen eine Verschärfung des Strafrechts bei Kindesmissbrauch gewehrt hat. Aber ich schweife schon wieder ab.

Politik ist ein weites Feld und wenn man da anfängt zu graben, stößt man auf so viele Dinge, die einfach falsch laufen. Zumindest für die auf der rechten Seite der Normalverteilungskurve der Intelligenz.

Als ich vor vielen Jahren das erste Mal „Starship Troopers“ geschaut habe, brannte sich ein Satz in mein Hirn. Am Anfang des Films wird über eine massive Fehlentscheidung mit unzähligen Toten als Konsequenz berichtet. Die Nachrichtensendung endete mit den Worten: „Sky Marshal Dingsbums übernahm die volle Verantwortung und trat zurück.“

Das wars. Millionen Tote, „Jo, war doof von mir, tschüss“, Ende.

Verantwortung zu übernehmen heißt aber nicht nur, dass man Fehler zugibt, sondern auch dafür sorgen muss, dass sich Ähnliches nicht wiederholt, dass der Schaden wiedergutgemacht wird und dass man NICHT stumpf weiter gegen die Wand rennt und sich mit Nichtigkeiten befasst, die woanders ein Problem sind, aber eben nicht hier!

Das alles macht Covid, Corona, möglich. Und wir alle machen mit. Was will man auch tun? Demonstrieren? Das wurde versucht und von links und rechts torpediert. Wählen? Hat man auch versucht. Es ändert sich nichts oder Wahlen werden eben rückgängig gemacht. Shitstorms organisieren? Dazu müsste man sich öffentlich „outen“, was mittlerweile einem sozialen, beruflichen, politischen Selbstmord gleichkommt. Wir haben Angst. Ich habe Angst. Aus dem gleichen Grund, warum niemand Mohammed-Witze macht: weil man nicht geächtet, ausgestoßen, gebrandmarkt oder geschlagen werden will.

Also warten und hoffen, dass es besser wird. Irgendwie, irgendwann und von alleine.

Ich schreibe mir sowas von der Seele. Dieses Blog ist mein Ventil. Das Schreiben hilft gegen den Frust, machtlos zu sein und hoffen zu müssen, dass irgendwer irgendwann irgendwie hilfreiche und sinnvolle Entscheidungen FÜR alle trifft, ohne auf persönliche Vorteile, Parteifreundinnen oder sonstwas zu achten. Und ich wehre mich im Kleinen. Ich boykottiere die aktuellen Ideologen, halte mich von Menschen fern, die mich bekehren wollen und schaffe mir so geistigen Freiraum, den ich dringend brauche. Ich würde gerne mehr tun, aber was? Irgendwas verändern im großen Maßstab, doch wie?

Ich bin (leichter) Aspi, aber ich bezweifle, dass ich viel Zuspruch bekomme, wenn ich mich Montags vor die geschlossenen Schulen setze mit einem Schild „Mondays for Future“ (ich kann aber auch Englisch)…

Eben beim Bäcker

Wir haben Corona. Also … die Welt. Pandemie und so. In unserer Stadt halten sich auch die Allermeisten an die Regeln und die Hygienekonzepte in den Supermärkten scheinen zu funktionieren.

Zumindest sehe ich keine Menschen mehr, die ohne Maske im Laden rumrennen und die Präsenz von uniformierten „Zählern“, die die Auslastung im Supermarkt verfolgen , sorgt dafür, dass nun auch der stumpfsinnigste Prolet einen Einkaufswagen benutzt. Das hat die letzten Monate trotz netter Schildchen nicht wirklich funktioniert. Naja. Manche lernen eben spät oder nur unter Zwang 🤷🏼‍♂️

Man hält Abstand und ist davon abgekommen, dem Vordermann an der Kasse in den Nacken zu atmen. Find ich klasse. Dass erst ein Virus und Gesetze, Verordnungen und Vorgaben kommen müssen, damit die Leute sich an simpelste Anstandsregeln halten, ist allerdings traurig. Im Großen und Ganzen klappt also alles. Jedenfalls solange jemand aufpasst, wie früher eben bei Mama und Papa oder wenn der Chef im Büro ist.

Ich treffe aber immer noch vereinzelt auf Leute, die sich einen Dreck um die Regeln scheren und sich ihre eigenen machen. Als Verkehrsteilnehmer kenne ich das ja schon zur Genüge, aber beim Bäcker..?

Situation: Kleiner Bäcker mit Konditorei im Foyer eines großen Supermarkts. Eine lange Theke – links Brot und Brötchen, rechts Berliner und Kuchen – eine Kasse (links bei Brot und Co.). Kommt man in das Gebäude rein, kann man direkt zum Bäcker, ansonsten eben, wenn man durch die Kassenzone gegangen ist.

8 Leute stehen an. Also so richtig. Es wurde eine Warteschlange mit Absperrband eingerichtet, die einmal ganz nach rechts führt, am Ende der Theke einen 180-Grad-Schwenk macht, dann an der gesamten Theke vorbei läuft und an der Kasse endet. Wie ein umgekipptes „J“ und weder kompliziert, noch zu übersehen. Allerdings nicht für ein Paar im Risikogruppenalter.

Ich stand ganz normal und wie es sich gehört in der Schhlange an. Der rüstige Rentner aus besagtem Pärchen stellte sich von den Supermarktkassen kommend mit seinem vollbepackten Einkaufswagen stumpf hinter die Leute, die links bei der Kasse von den Mädels bedient wurden. Zwar drehten sich einige Köpfe um, aber außer ein paar Blicken geschah nichts. Ich schaute auch hin, hielt aber ebenfalls meine Klappe, denn sonst hätte ich aufgrund der Entfernung aggressiv wirken können. Es waren ja auch noch 5 andere Kunden vor mir.

Der schlangenvermeidende Senior deutete die Blicke wohl schließlich so, dass der Einkaufswagen ein Störfaktor sei. Er bugsierte selbigen und sich an die Seite und bedeutete nun seiner Frau, die begehrten Backwaren zu erwerben. Auch sie stellte sich nicht in der Schlange an, die hinter mir um zwei weitere Personen gewachsen war und steckte sogar ihr welkes Haupt zwischen die Kunden an der Kasse um die gar leckeren Köstlichkeiten genauer in Augenschein nehmen zu können. Auch hier beschwerte sich niemand – weder das Personal, noch die nun mit Schuppen und Haarspray versehenen Kassenkunden.

Ich hatte übrigens ebenfalls meinen Einkaufswagen dabei und nutzte die Gunst der Stunde. Nachdem eine andere Dame an der Kasse bezahlt hatte, war ich an der Reihe und versperrte Frau Kling für Arme den Weg zur Theke mithilfe des besagten Drahtkarrens. Ich rempelte sie nicht an, sie musste nur ihr Gehechte an allen anderen Kunden vorbei zur Kasse abbrechen und natürlich kam da die nicht vorhandene Kinderstube – oder Altersstarrsinn? – zum Vorschein.

Was das denn solle, sich einfach vorzudrängeln! Sie stünde schon seit einer Stunde an! Eine Frechheit sei das!

Unter meiner Maske konnte ich mir ein Grinsen nicht verkneifen, meine Augen verkündeten jedoch Gegenteiliges. Ganz ehrlich: Was ist so schwer daran, sich an ein paar einfache Regeln zu halten? Höflichkeit und Respekt sind nun wirklich nicht nur bei „den jungen Leuten“ Mangelware, sondern auch und gerade bei Senioren. Auch im ersten Lockdown waren es entweder Kids oder Rentner, die sich einen Dreck um Abstand, Maske oder andere Vorgaben gekümmert haben. Ob aus Sturheit, Dummheit oder Egoismus kann ich nicht sagen.

Ich mag Masken auch nicht. Es nervt. Auch dass man für den Kauf von 2 Joghurts einen Einkaufswagen brauchst, nervt. Doch es sind die geltenden Regeln. Der Laden hat zudem noch Hausrecht.

Dennoch trage ich die Maske, nutze einen Einkaufswagen, halte Abstand auch an der Kühltruhe und ebenso an der Kasse (*). Es ist doch nicht schwer und es schränkt nicht wirklich ein, immerhin muss das Ding kein Kunde stundenlang am Stück tragen, außer vielleicht Menschen mit Entscheidungsdysfunktion im Geschäft. Wer die Regeln ablehnt, kann das gerne tun. Dann muss er oder sie aber auch damit rechnen, in keinen Laden mehr eingelassen zu werden oder ggf. ein Ordnungsgeld zahlen zu müssen.

Die eigene Freiheit hört exakt da auf, wo die eines anderen beginnt!


(*) Was ist eigentlich mit den Leuten los, die ihren Einkaufswagen an der Vorderseite durch den Kassenbereich ziehen? Zum Ausräumen am Band kann ich das noch verstehen, aber danach? Wollen die unbedingt, dass die Schlangen ins Unermessliche wachsen? Denken die nicht nach? Oder gilt bei denen auch der Grundsatz „Jedem das Seine, mit das Meiste“? Da es ja immer noch Leute gibt, die Flaschen quer aufs Kassenband legen, egal wie die dann rumrollen, gehe ich mal vom gleichen Klientel und somit minderer Intelligenz aus. Ärgerlich, aber Dummheit ist nicht strafbar. Angeblich soll es Platz sparen. Das behauptet auch nur jemand, der noch nie für mehr als 5€ eingekauft hat und in Zeiten von Abstandsregeln ist das „Argument“ endgültig lächerlich.


Wie dem auch sei, nach den Vorwürfen der älteren „Dame“ – ihr Männe hielt sich am Rand zurück – sah ich nach unten zu ihr und erklärte ihr, dass die Warteschlange „dort“ beginnt. Ich deutete auf die entsprechende Stelle. Sie erwiderte sodann, dass die Warteschlange doch nur für die Leute gelten würde, die Kuchen und dergleichen kaufen wollten. Dass diese Vorstellung absurd war – eine Schlange, eine Kasse – konnte ich ihr nicht begreiflich machen. Sie erwiderte dann noch, dass sie sich angestellt hätte und ich erklärte ihr, dass sie sich hingestellt hat und das ein Unterschied sei. Jedenfalls kam sie nicht vorbei und auch die anderen Kunden ließen sie nicht durch. Es muss wohl nur immer einer den Anfang machen. Als mich die nette und gestresste Verkäuferin dann unter ihrem Faceshield anlächelte, sah ich noch, wie die Seniorin sich schließlich fügte und in der definierten Warteschlange anstellte, wie alle anderen auch.

„6 Brötchen, bitte“, „Vielen Dank“ und ein wissendes Kopfnicken bildeten den Abschluss dieser Kleinigkeit, die leider oft genug geschieht und sich in alle Lebensbereiche erstreckt – ob im Job, in der Bahn, beim Einkaufen oder im Straßenverkehr. Haltet euch an die Regeln oder bleibt weg von denen, die das tun.

Jahresrückblick 2020

Ich kann mich dem Jahresrückblick von Dieter Nuhr nur anschließen und selbigen (fast) uneingeschränkt empfehlen.

Einige Punkte, über die sich Dieter Nuhr auslässt, sehe ich persönlich etwas anders, aber die Richtung passt. Auf angenehme und souveräne Art und Weise zeigt er auf, was uns dieses Jahr beschäftigt hat und hält dem ganzen Spökes rund um Genederidiot*inn:en, Trumpinatoren, Covidioten, Nazis, Linke, Islamisten und Umweltaktivisten den Spiegel vor.

Die dieses Jahr schon extrem grassierende „Ich will aber“-Haltung – alternativ auch die „Ihr müsst gefälligst“- oder „Ich will nicht“-Mentalität – zieht sich durch alle Monate und man bekam den Eindruck, dass jede kleine verzogene Göre nur laut genug plärren musste, damit sie ihren Willen bekam.

Es wird für Freiheit, Umwelt und Menschenrechte gekämpft wie niemals zuvor – nur leider bei uns und nicht dort, wo wirklich Frauen unterdrückt, Schwule und Lesben ermordet, die Umwelt unwiederbringlich zerstört oder Andersdenkende in Lager gesteckt werden. Ist ja auch verständlich. Hier hockt man sich ins Baumhaus oder empört sich auf Twitter; in den Problemländern wird man für sowas direkt erschossen. Da will man nicht „Aktivist“ sein, man ist ja schließlich nicht dumm.

Nuhr zeigt auch schön auf, wo wir bei Corona versagt haben und welche Denkfehler manch Querdenker aufweist. Dabei lässt er keine „Seite“ als „richtig“ dastehen sondern sorgt stets dafür, dass man sich als Mensch mit einem IQ jenseits der 100 verstanden fühlt, sofern man noch etwas gesunden Menschenverstand besitzt und nicht vom infantilen „Ich will aber“-Virus kontrolliert wird.

2020 hat sehr gut aufgezeigt, woran es in unserer Gesellschaft krankt: am Verständnis füreinander. Paradox, denn nie zuvor wurde mehr Verständnis gefordert. Leider fehlt es an lösungsorientiertem Denken und Handeln – es ist eben einfacher nur zu fordern und die anderen machen zu lassen. Man selbst muss nichts tun. Wenn man nur laut und lange genug schreit, bekommt man was man will. So hat man das von Mama und Papa gelernt 🤷🏼‍♂️

Probleme gibts da allerdings nur, wenn man diesen Gestörten nachgibt… was leider oft geschieht. Dann ist für den Moment Ruhe, bis den Nimmersatten der nächste Pups querhängt. Kleiner Finger, ganze Hand und so.

Keine Toleranz für Intolerante jeglicher Couleur. Ganz einfach eigentlich.

Der Jahresrückblick von Dieter Nuhr ist kein Comedyprogramm, wie manch „Journalist“ in irgendwelchen Käseblättern verlauten lässt. Er ist Kabarett und ich bin fast der Meinung, an manchen Stellen den großartigen Volker Pispers herauszuhören. Mich hat er positiv gestimmt zurückgelassen. Ich konnte an vielen Stellen zustimmen und der Zuschauer bekommt hier eine relativierende Sicht auf Probleme, die zwar groß, aber eben nicht unlösbar sind, geboten.

Ich wünsche Dieter Nuhr alles Gute für das kommende Jahr und hoffe, dass er uns noch lange erhalten bleibt, damit jeder von uns ab und an mal wieder auf den Boden der Tatsachen zurückgeholt wird.

2020 ist fast vorbei. 2021 kann eigentlich nur besser werden – wenn wir endlich aufhören, kleine Grüppchen zu bilden, die ihr eigenes Süppchen kochen und nur auf ihrem Standpunkt verharren wollen. Wer was ändern will, muss anpacken – da wo wirkliche Probleme vorhanden sind und nicht da, wo man alle Annehmlichkeiten einer westlichen Industrienation genießt. Aluhüte, Genderkasper, Religionsspinner, Nazis, Antifanten, Baumhauspunks – niemand von denen löst Probleme, aber jeder einzelne schafft welche und fordert, dass sich alle nach den eigenen Forderungen richten.

Dass wir das erkennen konnten, war etwas Gutes dieses Jahr. Eine Chance, es nun besser zu machen. Der Mensch ist lernfähig, manchmal dauert es eben ein wenig.

Ich wünsche euch allen einen – trotz Beschränkungen und eventuell wirtschaftlicher und sozialer Not – schönen Jahreswechsel und ein gesundes neues Jahr. Nutzt die letzten Tage von 2020 und besinnt euch auf das was wirklich zählt. Schaltet Social Media einfach mal ab, macht’s euch gemütlich und schaut Ted Lasso. Geht mit dem Hund raus in den Wald, spielt Monopoly mit den Kindern, kuschelt mit dem Partner, ruft die Großeltern an und lasst euch die Laune nicht verderben!