Gender Pay Gap / Niedriglohnsektor

Ja, das ist eins der Lieblingsthemen von Linken und Grünen. Klar, „Gender“ ist nunmal hip. Ein praktisches Schlagwort, mit dem man gut auffällt, Emotionen weckt und gleichzeitig alle Gegenargumente entkräftet bzw. entwertet, weil diese ja nur von Frauenhassern, Rassisten und dergleichen kommen können. Perfekt gespielt.

Doch was ist eigentlich dran an den Zahlen, mit denen wir in sozialen Medien und Talkshows konfrontiert werden? Schauen wir uns doch mal an, was höchst offizielle Stellen dazu zu sagen haben:

Zitat Statistisches Bundesamt:

„Bei der Interpretation des bereinigten Gender Pay Gap ist zu beachten, dass hierbei nur in der Statistik vorliegende Informationen Berücksichtigung finden. Der Wert des bereinigten Gender Pay Gap kann somit als eine Obergrenze interpretiert werden. Es ist jedoch davon auszugehen, dass die Unterschiede geringer ausfielen, wenn weitere Informationen über lohnrelevante Einflussfaktoren für die Analysen zur Verfügung stünden, vor allem Angaben zu Erwerbsunterbrechungen.“

Aha, es scheint also einen bereinigten und einen unbereinigten Wert zu geben. Diese Differenzierung findet man allerdings kaum auf Plakaten oder geteilten Bildchen. Was bedeutet denn „bereinigter Gender Pay Gap“?

„Dagegen misst der bereinigte Gender Pay Gap den Verdienstunterschied zwischen Männern und Frauen mit vergleichbaren Qualifikationen, Tätigkeiten und Erwerbsbiografien. Strukturbedingte Faktoren sind hier also weitgehend herausgerechnet.“

So ist das also. Der bereinigte GPG ist der vergleichbare Wert. Vergleichen kann man nur … naja … Gleiches. Daher die Bezeichnung. Also: gleiche Qualifikation, Tätigkeit, Hintergrund etc. – das ergibt dann Zahlen, die man verGLEICHen kann. Logisch für jeden, der die Grundschule abgeschlossen hat.


Aber wie hoch ist denn nun dieser Unterschied zwischen vergleichbaren Werten?

Grüne und Linke sprechen immer wieder von 18%, manchmal auch von 20%. Allerdings lassen sie dabei weg, dass dies der Wert des unbereinigten Gender Pay Gap ist. Diesen erhält man, indem man alle Arbeitnehmer und deren Einkommen nimmt und dann lediglich nach „männlich“ und „weiblich“ trennt.

Man stellt also einen Bandarbeiter in der Automobilindistrie, der mit seinem Einkommen in diesem Beispiel Hauptverdiener ist, seiner Frau gegenüber, die als Aushilfe am Wochenende beim Bäcker arbeitet. Er erhält 5000€ brutto im Monat, sie 450€. Eine himmelschreiende Ungerechtigkeit! Oder…?

Der bereinigte Gender Pay Gap würde den Bandarbeiter mit einer BandarbeiterIN vergleichen – mit gleicher Tätigkeit, Qualifikation, Erfahrung etc. Da es in Deutschland doch ein paar Tarifverträge gelten, ist ein Unterschied praktisch nicht vorhanden.

Unterschiede ergeben sich höchstwahrscheinlich daraus, dass es auch außer- oder übertarifliche Bezahlungen und Zulagen gibt, die nunmal nicht jeder einfach so bekommt. Die muss man aushandeln. Man muss sich auch „gut verkaufen“, die Klappe aufmachen, wenn man mehr Geld möchte. Tut man dies nicht, wird einem niemand (!) freiwillig und einfach so mehr Geld zahlen. Oder würdet ihr das machen?

Männer sind in dieser Hinsicht eher konfliktbereit, sie stecken weniger oft einfach zurück, sind aktiver, fordernder, forscher. Sie verlangen öfter, wollen mehr, sind direkter. Frauen nehmen vieles als gegeben hin, sind vielleicht froh, den Job zu haben, der ihnen Spaß macht und kommen oft auch nicht auf die Idee, einfach mal mehr Geld zu fordern. Vielleicht haben sie auch Angst, gegen billigere oder bequemere Arbeitnehmerinnen ausgetauscht zu werden, wenn sie zur Chefin gehen und eine Gehaltserhöhung verlangen. Das passiert recht oft… leider. Das Blog von Miss Katherine White zeigt ganz gut, was so im Niedriglohnsektor los ist.


Wie hoch ist denn der bereinigte Gender Pay Gap?

2-6%

Nicht „26%“ sondern zwei bis sechs Prozent. Auch nicht „18%“ oder „20%“, sondern 2 bis 6 Prozent.

Links: WikipediaStatistisches Bundesamt (ganz unten, klein, am Ende)

Nochmal zum Unterschied „bereinigt“/“unbereinigt“:

Zitat Wikipedia: „Beim bereinigten Gender-Pay-Gap wird also der Teil des Verdienstunterschieds herausgerechnet, der auf strukturellen Unterschieden (Ausstattungseffekten) wie Ausbildungsgraden, Berufen, Qualifikation, Arbeitserfahrung u. ä. von Männern und Frauen beruht. Daher ist der bereinigte Gender-Pay-Gap im Normalfall kleiner als der unbereinigte. Neben den genannten beobachtbaren Ausstattungsunterschieden kann es weitere Unterschiede geben, die unbeobachtbar oder schwer messbar sind (z. B. Arbeitsmotivation) und ebenfalls einen Teil der Lohndifferenz erklären. Demnach wäre der bereinigte Gender-Pay-Gap als das maximale Ausmaß der Lohndiskriminierung zu verstehen.“

Nun schmeckt das natürlich niemandem, der seine Politik unter anderem darauf aufbaut, möglichst viel Zwietracht zu säen, Unterschiede herauszustellen und vermeintliche Opfer und Unterdrückte zu ködern. Daher wird nicht nur mit dem unbereinigten Gender Pay Gap „geworben“, sondern der „bereinigte“ GPG relativiert. Also der Wert, der Gleiches vergleicht, der gleiche Voraussetzungen voraussetzt, der PKW mit PKW vergleicht und nicht Flugzeug mit Joghurt.

Frauen würden strukturell Benachteiligt, so sagt man. Sie hätten gar nicht die Möglichkeit, so viel Geld zu verdienen wie die Männer, könnten nicht alle Berufe ausüben, hätten nicht überall Zugang. Wohlgemerkt in Deutschland, nicht in irgendwelchen Gottesstaaten, wo Frauen wirklich unterdrückt werden, sondern in Deutschland, wo Frauen seit vielen Jahren regieren, Ministerposten innehaben, EU-Präsidentin sind und in so ziemlich jeder Parteiführung sitzen. HIER haben sie nicht alle Möglichkeiten… wie man sieht. Seltsamerweise sagen das immer die Frauen, die genau das Gegenteil darstellen.

Aber gut. Was weiß ich schon. Ich bin ein alter, weißer cis-Mann. Schande über mich.

Diese Behauptung lässt man dann einfach mit in den unbereinigten GPG einfließen und schon kann man wunderbar weiter „argumentieren“. Es hat nichts mit der Realität zu tun, nichts mit einer ungleichen Bezahlung aufgrund des Geschlechts (Gender Pay Gap) für gleiche Arbeit, aber es wirkt. Man spricht etwas über die Hälfte der Bevölkerung an, sagt ihnen „Du wirst ausgebeutet, bist das Opfer! Wehr dich! Wähl uns!“ und es wirkt scheinbar.

Linke und Grüne versprechen eine Lösung für ein Problem, das de facto gar nicht existiert. Praktisch: So kann man auf jeden Fall Erfolge erzielen. Man muss nur so tun, als würde man irgendwas machen und dann irgendwann sagen: „So, jetzt ist alles gut, der Unterschied beträgt nur noch 2%, bitteschön.“ Dass man nichts gemacht hat, weil man gar nichts machen musste, ist dann egal. Der Wähler vergisst schnell und erwartet Ergebnisse. Dass diese schon längst da sind, ist egal. Es zählt nur, wer als erstes behauptet, dafür verantwortlich zu sein. Man kann auf die Art gar nicht verlieren.

Aber Frauen verdienen doch weniger….!

Das mag sogar stimmen, wenn man sich manche Statistikseiten anschaut. Diese beziehen sich allerdings meist auf den unbereinigten GPG, der „klassische“ Frauenberufe wie Pflege oder Dienstleistung im Gastgewerbe mit Führungskräften in der Metallindustrie oder Piloten „vergleicht“ bzw. nicht zwischen Teil- und Vollzeit unterscheidet. In diesen Berufen verdienen Männer genauso „viel“ wie Frauen und in Teilzeit verdient man in aller Regel auch weniger als in Vollzeit. Deswegen ist es ja so wichtig, dass diese Faktoren berücksichtigt werden. Dass Frauen in Deutschland daran gehindert werden, Anwältin, Pilotin oder Politikerin zu werden, möge man beweisen und nicht nur mit Schlagworten behaupten.


Moment! Gender Pay Gap… betrifft das nicht alle Geschlechter? Warum ist dann nur von Frauen die Rede?

Gute Frage. Weils „in“ ist? Ich weiß es nicht. Abgesehen davon, dass es hierzulande keine Restriktionen bei Studium, Ausbildung und Berufswahl nach Geschlecht gibt – jeder kann Krankenschwester/-pfleger, Arzt, Friseur, Polizist, Manager, Straßenbauer, Gebäudereiniger, Verkäufer, Personalchef, Pilot oder Lagerarbeiter werden – so gelten für sehr viele Bereiche Tarifverträge. Dort wo sie nicht gelten, liegt es am jeweiligen Arbeitnehmer, ob er verhandelt und wie gut er das macht. Von nichts kommt nichts. Das ist aber dann keine Diskriminierung, sondern die Konsequenz aus dem eigenen (Nicht)Handeln.

In diesem Zusammenhang wird dann auch oft von irgendwelchen Quoten fantasiert. Interessanterweise spielen Quoten nur im Bereich „Manager“ oder „Vorstand“ eine Rolle. Eine Frauenquote bei Straßenbauern, Müllwerkern oder Feuerwehrleuten ist nie Gegenstand irgendeiner Forderung.

Wenn man doch Gleichberechtigung möchte und gleiche Chancen, gleichen Zugang für alle zu allen Berufen, warum dann nur für „bequeme“ Berufe? Warum gibts keine Quote für harte Arbeit? Warum keine für Pflegeberufe? Eine Männerquote fürs Altenheim oder Krankenhaus wäre doch auch eine Idee. Oder eine Männerquote bei Kindergärten. Oder Tierärzte? „Gleich“ bedeutet eben nicht „gleich“ oder „alle“. Manche sehen sich eben als gleicher.

Diese Quotenforderungen sind Rosinenpickerei. Genau wie das Gendern, das tunlichst vermeidet, negative Begriffe mit Sternchen zu versehen oder eben der Gender Pay Gap, der so zurechtgebogen wird, dass er möglichst viel Aufmerksamkeit auf sich zieht. Es funktioniert, also macht man es. Hat ja auch bei Fukushima geklappt, wo aus einem (1) Toten mehrmals knapp 20.000 gemacht wurden. Es steht geschrieben, also stimmt es. Fakten stören nur.

Der Wähler ist entweder doof genug, alles ohne zu hinterfragen zu glauben, oder er macht es bewusst mit, weil er sich Vorteile erhofft, sich als Opfer sieht und ihm die Nachteile für alle anderen egal sind. Dummheit oder Egoismus – das Ergebnis bleibt dasselbe, denn es zählt am Ende nur die Stimme bei der Wahl und da ist es egal, aus welchem Grund das Kreuz gemacht wird.

Es gibt kein Gender Pay Gap-Problem. Das Problem liegt woanders…

Übrigens verdienen Männer auch weniger als Frauen. Zum Beispiel der Pizzafahrer, dessen Frau als Ärztin arbeitet. Und Männer werden komisch angeguckt, wenn sie Erzieher werden wollen. Was macht man dagegen? Oder ist das jetzt was anderes und man kann es nicht vergleichen?


Hier möchte ich dann gerne mal den Bogen zu den Geringverdienern machen, denn das ist ein Problem, das wirklich kritisch ist, von dem man aber kaum was liest oder hört. Scheinbar sind die Menschen, die wenig Geld verdienen, nicht die Wählerzielgruppe von Grünen und Linken.

Paradox, denn eigentlich sollten gerade linke Parteien doch für „die Kleinen“ da sein…?

Ach, unwichtig! Man muss die reichen 10% ködern und ein paar andere, die einfach so mitlaufen, weil sie glauben, was man da verbreitet. Grüne & Co. interessieren sich nicht für die Masse der Bevölkerung.

Die Wählerschaft der Grünen rekrutiert sich zum Großteil aus den gut bis sehr gut verdienenden Teilen der Bürgerschaft. Meist Akademiker mit so viel Geld, dass sie auch die auf uns zukommenden Mehrkosten locker tragen können und somit darin kein Problem sehen.

Klar, als Luisa Neubauer samt Vermögen und als Anteilseignerin einer (linken) Tageszeitung, wären mir die Mehrkosten für meine Flugreisen auch egal. Da kann man dann auch „grün“ wählen und jede Menge Dinge fordern, egal wie realitätsfern sie auch sind. Was weiß denn schon der Pöbel? Das gemeine Volk hat zu spuren, sich zu fügen! Und als Begründung nimmt man einfach irgendwas mit „Klima“ oder „Umwelt“, das zieht immer.

Somit machen also reiche Menschen Politik für Reiche auf Kosten und mit Hilfe der „Armen“, die dadurch noch mehr Kosten an der Backe haben, aber sich toll fühlen, weil diese netten Damen so sympathisch aussehen und sich so toll engagieren.

Da fragt man sich, ob Menschen wirklich so leicht zu manipulieren sind…


Was ist denn jetzt mit den Geringverdienern?

Geringverdiener ist ein Begriff, den ich zunächst definieren möchte. Im Sinne der Sozialversicherung ist Geringverdiener, wer unter speziellen Umständen beschäftigt ist und ein besonders niedriges Gehalt bezieht. Also zum Beispiel Teilnehmer am Bundesfreiwilligendienst oder Azubis mit weniger als 325€ Verdienst im Monat. Darum geht es hier aber nicht!

Hier spreche ich von Menschen, die ganz „normal“ arbeiten und trotzdem wenig Geld verdienen – also von Menschen im Niedriglohnsektor.


Ab wann hat man denn niedriges Einkommen?

Zitat Gabler Wirtschaftslexikon:

„Beschäftigungsverhältnisse, in denen weniger als zwei Drittel des Medianbruttoverdienstes gezahlt werden. Der Niedriglohnsektor wurde in den vergangenen Jahren in Deutschland stark ausgebaut. Er umfasst inzwischen mehr als 20 Prozent der abhängig Beschäftigten.“

Der Medianbruttoverdienst lag 2020 bei 3401€ (Pressestelle Bundestag). Zwei Drittel davon sind 2267,33€.

Wer also weniger als 2267,33€ brutto pro Monat verdient, befindet sich somit im Niedriglohnbereich.

Je nach Bundesland, Krankenversicherung, Kirchensteuer, Steuerklasse usw. sind das 1500-1600€ netto.


Und wie passt das jetzt mit Gender Pay Gap zusammen?

Ganz einfach: Es existiert kein GPG, wie er propagiert wird. Es existieren aber etliche Millionen Menschen, die trotz Vollzeitarbeit im Niedriglohnsektor festhängen. Für diese Menschen muss es wie Hohn klingen, wenn nach Quoten und „gleicher“ Bezahlung geschrien wird, während sie nach Abzug von Miete, Nebenkosten und Essen noch 200€ zum Leben, zum Sparen und für Urlaub, Kleidung, Reparaturen, „Kultur“ und dergleichen haben – wenn überhaupt.


Dafür können die Grünen doch nichts! Die kämpfen doch gegen diese Zustände!

Die Grünen haben diese Zustände erst mit ermöglicht. Unter der Rot-Grünen Bundesregierung wurde die Agenda 2010 initiiert, zu der auch die Hartz-Reformen gehören – somit auch Hartz IV, wie man das Arbeitslosengeld II auch nennt.

Was Rot-Grün damals auf den Weg gebracht hat, war unter anderem ein gelockerter Kündigungsschutz, Erhöhung der Sozialabgaben der Mitarbeiter, Handwerksbetriebsgründungen ohne Meisterbrief, Ausbildung durch Gesellen möglich, Kürzung des Leistungskatalogs der Krankenversicherungen und noch einiges mehr.

Leiharbeit erlebte ebenfalls einen Boom und da man unliebsame Arbeitskräfte nun auch einfacher wieder loswerden konnte, war es noch einfacher Leute zu finden, die für wenig Geld viel arbeiten.

Politik der „Arbeiterpartei“ und der „Grünen“, die gar nicht deutlicher gegen die Menschen gerichtet sein konnte, die sie aus gutem Glauben gewählt haben, für die sie eintreten sollten. Die „Kleinen“ haben den Preis gezahlt.


Ok. Aber das ändert sich ja, wenn die Grünen regieren!

Sicher? Aktuell ist ja „Klima“ das Thema schlechthin. Deutschland rettet die Welt, alle Einwohner, den Planeten und das Universum. Natürlich geht das nicht, aber wir müssen ja Vorbild sein! Wir haben die Pflicht!

Zumindest sagt man das immer in grünen Kreisen. Dass alle anderen Nationen unsere ideologisch verschwurbelten Sperenzchen durch den Neubau von Kohle- Gas- und Atomkraftwerken erst ermöglichen, ist egal. Deutschland ist in 20 Jahren CO2-Neutral und somit besser als der Rest der Welt! Ha!

So oder so ähnlich muss man denken, wenn man den Parolen glaubt, die Baerbock und Co. so von sich geben.

Wer allerdings mit 1500€ pro Monat auskommen muss, den packt das kalte Grausen, wenn er an eine grüne Zukunft denkt. Es ändert sich was, das stimmt. Aber es wird nur noch härter für die, die ohnehin schon wenig haben.

Dank CO²-Steuer und Klimaschutzgesetzen (die das Problem nur verlagern, aber nicht lösen!) darf man seit diesem Jahr (2021) schon tiefer in die Tasche greifen, wenn man mit Öl oder Gas heizt und noch kein Elektroauto hat.

Für 2021 dürfte man mit ca. 100-150€ Mehrkosten beim Heizen rechnen. 2025 muss man schon 300-400€ mehr einplanen pro Jahr. Wer dieses Jahr schonmal Tanken war, weiß wohin der Weg dort geht – unabhängig vom Ölpreis. Fliegen wird ebenfalls teurer, so dass man nicht mehr für kleines Geld in den Urlaub fliegen kann. Fahren geht dann auch nicht, weil bei 1,80-2,00€ pro Liter Benzin fährt man nur noch ungern in Richtung Gardasee oder an die Ostsee, sondern bleibt zuhause bzw. in der Nähe. Jedenfalls wenn man auf sein Geld achten muss.

Für die Zielgruppe von Grünen und Co. sind 10, 20, 50, 80 € Mehrkosten im Monat kein großes Problem. 50€ von frei verfügbaren 3000€ sind eben nur 1,6%. Wenn man nur 200€ „frei“ hat, machen 50€ aber sehr wohl etwas aus – nämlich 25%.

Genau deswegen machen Grüne (und derzeit auch CDU/CSU, SPD und Linke) keine Politik für die kleinen Leute, für die Masse, für die, die Unterstützung brauchen, für die, die sich krummbuckeln und trotzdem knapsen müssen.

Sie machen Politik für die, die sich alles leisten können und es auch weiterhin können werden. Man schreibt einfach nur „Klima“ drauf, und alle finden es gut. Sogar die, die nichts oder wenig haben. Weil sie gutmütig, gutgläubig sind. Weil sie hoffen, dass sich was ändert, dass alles gut wird. Weil sie den Worten glauben, die ihnen entgegengebracht werden.

Dabei geht es nur um Stimmen – und um Macht und Geld.

Der kleine Mann oder die kleine Frau interessiert nicht. Er oder sie ist unwichtig. Dafür macht man keine Politik. Die sollen ruhig weiter jammern, da passiert nichts, denn sie müssen ja arbeiten und haben keine Zeit, irgendwelche Demos zu organisieren. Sie sind zu beschäftigt mit Überleben.

Deswegen wird sich nichts (zum Guten) ändern. Man wird sich arrangieren und das wars dann schon. Die kleinen Leute schlucken, denn das kennen und das können sie. Es wäre lustig, wenn es nicht so traurig wäre.


Fazit

Wer wenig hat, wird bald noch weniger haben und niemand macht etwas dagegen. Erst recht nicht die, die sich als „Retter der Welt“ darstellen und angeblich für „Gerechtigkeit“ kämpfen. Aber man kann ja wunderbar mit „Diskriminierung“ und „Gender Pay Gap“ davon ablenken und somit dennoch die Stimmen von denen abgreifen, die zukünftig am Meisten unter dieser Politik zu leiden haben werden: Menschen im Niedriglohnsektor – und das sind nunmal oft Frauen – in der Altenpflege, in der Gebäudereinigung, im Gastgewerbe, in Teilzeit …. sie wählen grün, weil sie gerecht bezahlt werden wollen (was schon längst der Fall ist) und bekommen als Dankeschön Mehrkosten aufgedrückt.

Es ist zum kotzen…

Echte Probleme werden – wenn überhaupt – nur am Rande angesprochen, während Probleme, die gar keine sind, zum Erzfeind erklärt werden, einem Fanal gleich, dem die schlagzeilenlesende Masse nur zu gerne folgt. Es wird nicht hinterfragt und am Ende sucht man dann eben einen Schuldigen, wenn man an der Tankstelle steht oder die Nebenkostenabrechnung erhält. Nur man selbst hat nichts falsch gemacht, als man entsprechend gewählt hat. Schuld haben immer „die anderen“.

Yakuza: Like A Dragon (Xbox Series X)

Warum ich gerade zu diesem Yakuza-Teil einen eigenen Beitrag erstelle?

Nun, es ist der erste Teil, der mit einem neuen Protagonisten aufwartet. Kiryu Kazumas Geschichte ist auserzählt und es wurde Zeit für einen neuen „Helden“. Weniger grimmig, etwas „lustiger“, alberner, lockerer, abgedrehter.

Zudem hat man den Neustart bei SEGA genutzt, um das Kampfsystem umzustellen. Man bestreitet seine Kämpfe nicht mehr in typischer Brawler-Manier, sondern, wie in JRPGs üblich, rundenbasiert.

Genug Änderungen also, um dem aktuellsten Teil dieser grandios erzählten Gangster-Reihe einen eigenen Beitrag zu widmen.


Eins vorweg: nehmt euch Zeit, spielt nicht mit Walkthroughs. Probiert alles aus und beschäftigt euch mit dem, was euch die Spielwelt abseits der Hauptgeschichte bietet.

Das gilt im Grunde für alle Yakuza-Teile, für Like A Dragon jedoch umso mehr. Es spielt sich wie ein JRPG und sollte entsprechend angegangen werden.


Ich spiele das Spiel mit japanischer Sprachausgabe und englischen Untertiteln. Deutsch als Textsprache ist auch vorhanden, jedoch so billig und teils falsch und lückenhaft übersetzt, dass sich niemand damit einen Gefallen tut. Kleines Beispiel:

I‘m not that girl anymore. I am a vagrant on a quest for vengeance. Do you know how many times I‘ve awoken in the night, having dreamt of drawing that dagger?“

„Ich irre auf der Suche nach Rache umher. In vielen Träumen habe ich diese Klinge gezogen.“

Wer auch immer das übersetzt hat: You had 1 job…🤦🏼‍♂️


Die ersten 5 Kapitel dienen als Tutorial und erzählen die Hintergrundgeschichte von Kasuga Ichiban, dem neuen Hauptdarsteller, der Kleidung in denselben Farbei trägt wie Kiryu Kazuma – nur vertauscht.

Ich werde hier nicht spoilern, doch so viel sei gesagt: man arbeitet sich hoch. Von ganz unten. Weiter unten gehts nicht.

Ein interessanter Ansatz und wirklich gut inszeniert.

Auf dem Weg nach oben entdeckt man durchaus Parallelen zur Geschichte von Kiryu Kazuma, sieht bekannte Orte aus einem anderen Blickwinkel und lernt neue Gefährten kennen. SEGA hat hier wirklich gute Arbeit geleistet.

Verrat, Treue, Ehre, die Sorgen der kleinen Leute, Politik und wie diese Aktivistinnen pusht und benutzt, der Wandel der Zeit allgemein, Clankriminalität und -Rivalität, Armut, Familie – all das und mehr wird thematisiert und ansprechend transportiert.

Der Humor kommt ebenfalls nicht zu kurz. Niemals spürt man den heute sonst so oft belehrend erhobenen Zeigefinger, der einen eigentlich nur noch abstößt. Man taucht in die Welt ein, baut eine Beziehung zu den Charakteren auf und das gesamte Setting verleitet dazu, sich näher mit selbigem zu beschäftigen. Mich zumindest. Natürlich ist auch hier wieder nicht alles so, wie es zunächst scheint.

Ich behaupte sogar, dass hier noch einen Gang höher geschaltet wurde, was die Plot-Twists angeht.


Yakuza: Like A Dragon ist ein echtes Rollenspiel geworden. Charakterlevel, Joblevel, Ausrüstung, Waffen, Crafting, Statuswerte, Party, Buffs, Debuffs, Heilung, Beziehungssystem und jede Menge Quests sind vorhanden und recht gut umgesetzt. Natürlich gibts auch wieder jede Menge „Kleinkram“, der abseits der Hauptquest für etliche Stunden Beschäftigung sorgt.

Man kann Kart fahren, sich als Immobilienmanager versuchen (unbedingt machen! Hier kann man sehr schnell sehr viel Geld verdienen!), im Casino Geld gewinnen oder verlieren, als Teilzeit-Held Leuten in Not helfen, Dosen sammeln, Baseball, Darts und Golf spielen, seinen Poke…Sujidex füllen, Essen gehen, Karaoke singen, B-Movies im Kino schauen und via Quiz seine Werte wie Intelligenz, Charisma oder Stil & Co. pushen.

Bei alledem nimmt sich das Spiel nicht zu ernst. Es gibt durchaus absurde Szenen und die Atmosphäre wirkt lockerer als in den bisherigen Spielen der Serie. Allein schon, dass sich Kasuga Ichiban als Held sieht, der die Welt wie ein Rollenspiel (explizit: Dragon Quest) wahrnimmt, eröffnet jede Menge tragikomische Momente und Möglichkeiten. Ich finds toll!

Die Steuerung ist angenehm. Man merkt den Unterschied (positiv) recht deutlich, gerade im Vergleich zu Yakuza 3-5. Bugs habe ich bisher keine bemerkt, die Auto-Save-Funktion funktioniert zuverlässig, es gibt keine FPS-Einbrüche auf maximaler Qualitätsstufe und auch keine Abstürze. Quick Resume funktioniert ebenfalls, die Karte ist hilfreich, das Schnellreisesystem wurde ins Handy integriert und entdeckte Komboeffekte in Restaurants werden nun angezeigt.


Für diejenigen, die die „alten“ Teile vermissen: Seid unbesorgt. Der Übergang von Yakuza 0-6 zu Like A Dragon ist angenehmer, als ihr vielleicht denkt. Sehr angenehm!

Nachdem mich diese wunderbare, grandios erzählte und inszenierte Spieleserie über fast 4 Monate jeden einzelnen Tag begleitet hat, wird es schwer, adäquaten Ersatz zu finden. Ich hoffe, dass noch viele Teile folgen werden … und dass es nicht allzu lange dauert bis zum nächsten „Yakuza“ 😊

Individualität über alles

… ist der Tod einer jeden Gesellschaft oder Gruppe.

Ich kann jetzt schon den Aufschrei der aktuell wegen jedem bisschen angepissten Freiheitsfetischist:-/*inne\|><#}}}[%*nennen hören, wie sie krakeelen und zetern, schimpfen und shitstormen und intolerant nach Toleranz verlangen, danach, dass die Gesellschaft was für sie tun soll, sich nach ihnen richten muss.

Es nervt. Jedes fitzelige Nervgrüppchen spielt sich heute auf und „verlangt“. Aber sie geben nichts. Sie tun nichts für die Gesellschaft. Sie fordern Rechte, erledigen aber keine Pflichten, lehnen sie ab, überantworten sie „den anderen“.

Man stelle sich einen Kleingartenverein vor. So mit Satzung, Vorsitzendem und eben den Mitgliedern. So ein Verein hat vielleicht 50 Mitglieder (Nein, liebe Genderspinner, „Mitglieder*innen“ geht nicht. DAS Mitglied. Wüsste man, wenn man Deutsch könnte. Hohlbirnen.)

Hält sich jeder an die Satzung, kommt seinen Pflichten nach, leistet seinen Beitrag und hält sich an die Regeln, geht es dem Verein gut.

Wenn jetzt von den 50 zwei oder drei keine Lust haben, ihren Beitrag zu leisten, die Hecke zu schneiden, Ruhezeiten einzuhalten und dafür ihr eigenes Ding zu machen, schadet das dem Verein, der Gruppe, der Gesellschaft.

Dasselbe gilt für jeden anderen Verein, für den Arbeitsplatz, für den Spieleabend und eben auch für die Bevölkerung eines Landes.

Diese zwei oder drei Querulanten werden in aller Regel sanktioniert oder müssen Strafen zahlen. Wenn sie weiter „ihr Ding“ machen und somit gegen den Verein agieren, wirft man sie raus.

Das funktioniert prinzipiell auch auf Staatsebene. Wer sich nicht an die Regeln hält, die Gemeinschaft ausnutzt, nur fordert und nichts einbringt, sich über alle anderen stellt, Regeln und Gesetze bricht, wird bestraft und zur Not weggesperrt.

Das ist gut so. Das muss so sein, einfach um die Masse vor wenigen Irren oder Egomanen zu schützen. Nur so kann eine Gruppe überleben. Die Gruppe muss stets über allem stehen.

Natürlich darf die Gruppe ihre Mitglieder nicht unterdrücken. Auch dann funktioniert sie nicht, wird nicht bestehen können.

Der Mensch braucht Freiheit und Individualität, damit er leben kann, damit Fortschritt entsteht, Wohlstand und Frieden. Aber ganz wichtig, geradezu essenziell, ist es, Grenzen zu respektieren und Regeln einzuhalten.

Freiheit braucht Grenzen. Wer schonmal Kinder erziehen musste, weiß das. Oder auch Hunde, da ist’s ähnlich.

Die eigene Freiheit hört immer da auf, wo die eines anderen beginnt.

Heute gehts aber – bei uns – nur noch um die eigene Freiheit. Man selbst hat Rechte, alle anderen die Pflichten. Wenn jeder so denkt, wird’s schwierig, oder? Wenn jeder nur Rechte hat, wer hat dann Pflichten? Wenn jeder über den Regeln steht, über der Gesellschaft, über der Gruppe, gibt es dann noch sowas wie eine Gemeinschaft?

Heute hält man das Gut der Freiheit und Individualität so hoch über allem anderen, dass man gar nicht merkt, wie dadurch die Gesellschaft zerstört wird.

Jeder ist „besonders“, jeder hat „Recht“, auf jeden muss man Rücksicht nehmen, jeder fordert und will und verlangt… ein riesiges Chaos.

Das ist keine Gesellschaft. Das ist eine Ansammlung von Menschen, die zufällig in derselben Gegend leben.

Tradition? Erziehung? Eigenverantwortung? Zusammenhalt? Etwas für andere tun, zum Wohl der größeren Gruppe und damit auch für einen selbst? Undenkbar! Wer sowas fordert ist ein „ewig gestriger alter weißer Mann“ . Oder Nazi. Oder Rassist, Klimaleugner, Frauenhasser, Umweltsau oder sonstwas in der Art.

Wer dagegen nur an sich denkt, immer nur fordert, andere manipuliert, belügt, betrügt, nimmt was er kriegen kann, der wird gelobt und geliebt. Zumindest scheint es so. Man nimmt sich was man will, scheißt auf die anderen und nutzt alles zum eigenen Vorteil. Die Maxime des 21. Jahrhunderts.

So kann keine Gesellschaft bestehen. Weder der Kleingartenverein, noch ein Staat von mehreren Millionen Menschen.

Es fehlt jemand, der diesen „ich will das aber so gefälligst“-Trotteln endlich mal sagt, dass sie still sein sollen. Nicht um deren Meinung zu zensieren (das läuft wenn dann eher umgekehrt), sondern um ihnen Grenzen aufzuzeigen. Um ihnen klarzumachen, dass sie Teil einer Gemeinschaft sind und nicht die Gemeinschaft für ihre Bedürfnisbefriedigung da ist.

Es fehlt jemand, der diesen verzogenen Menschen beibringt, wie man sich einfügt. Dafür muss man sich nicht aufgeben oder verleugnen, aber zu Rechten gehören immer auch Pflichten.

Hier habe die Eltern auf ganzer Linie versagt.

Der Staat soll’s richten, doch er handelt genauso wie die unfähigen Erzeuger dieser „Generation ICH“. Jedem wird Gehör geschenkt (gut), alles wird für wichtig befunden (schlecht), jeder Forderung wird nachgegeben, wenn nur laut genug geplärrt oder geshitstormt wird (tödlich).

Wenn ein verzogenes Balg an der Supermarktkasse nach einem Schokoriegel schreit, schüttelt man den Kopf.

Warum machen wir das nicht bei den ganzen AktivistInnen heute auch? Es ist nichts anderes – nur in etwas größerem Maßstab.

„IcH WiLl AbEr, DaSs AlLe NuR nOcH GrAs EsSeN uNd MiT dEm E-BiKe ZuR SaLaTbAr FaHrEN“ — „Ja, mein Kind. Das machen wir. Bist du dann auch wieder brav?“

🤦🏼‍♂️

Indem wir jedem Egomanen nachgeben, zerstören wir uns selbst auf lange Sicht. Wir verleugnen unsere Traditionen, unsere Geschichte und verbauen uns damit unsere Zukunft. Eine Gesellschaft lebt von Zusammenhalt. Will man es jedem einzelnen Recht machen, kann das nicht funktionieren. Ein Staat muss stützen und schützen, nicht gestützt werden, nicht sich bei allem verbiegen. Er muss Halt geben, Sicherheit. Er muss Grenzen setzen innerhalb derer man frei leben kann.

Je mehr man Individualisten nachgibt, desto weniger Halt gibt es, desto weniger bildet man eine Gemeinschaft. Es ist im Kleinen wie im Großen und eigentlich ganz einfach.

Wir haben nur verlernt, NEIN zu sagen. Angefangen bei den Eltern der letzten und vorletzten Generation. Das rächt sich jetzt. Ich bin gespannt, wo das hinführt. Und was passiert, wenn die Bälger von heute erwachsen sind (und nicht parasitär als Berufpolitiker ihr Dasein fristen).

Ich wünsche ein schönes Wochenende 😊

Normalität

Normal ist, wenn man nicht dauernd drauf hinweist, wie besonders irgendwas ist.

Etwas ist normal, wenn es die Mehrheit direkt betrifft oder es die Mehrheit ohne Zwang akzeptiert.

Man kann „Normalität“ nicht verordnen und nicht wirksam erzwingen.

Wenn man dauernd drauf rumreitet und betont, wie besonders irgendwas oder irgendwer ist, ist dieser jemand oder diese Sache nicht normal – und wird es auch nicht.

Was ist denn für euch „normal“ – und zeigt ihr ständig darauf? Betont ihr es?

Heute kämpft man (angeblich) für Normalität, indem man ständig die eigene Besonderheit in den Mittelpunkt stellt und alle anderen dazu zwingen will, das Besondere als Normalität anzusehen. Was per definitionem nicht möglich ist. Was man dagegen erreicht, ist, dass man immer mehr Ausgrenzung schafft. Man weist so stark auf die Unterschiede hin und fordert gleichzeitig, dass diese „normal“ sein sollen, dass man immer mehr Gegendruck erzeugt.


Drittes Newtonsches Gesetz – als Link für die, die Revoluzzerkonform Sozialwissenschaften studieren oder freitags die Schule schwänzen.


Das nimmt man aber nicht zum Anlass, seine Strategie zu überdenken. Nein, man intensiviert das bisherige Verhalten sogar. Noch mehr Druck erzeugt noch mehr Gegendruck und die geforderte Normalität wird immer weiter weg geschoben.

Ganz dem Zeitgeist entsprechend, haben selbstverständlich die anderen Schuld. Diese „Mehrheit“, die so arrogant ist, so stur, dass sie nicht einfach auf jeden hört, der ihr was vorschreiben will. Die nicht einfach alles mitmacht, nur weil irgendwer was behauptet oder gerne hätte. Die so dreist ist und sich einfach nicht von wenigen (in Relation gesehen) beherrschen lassen will.

In DE ist das aber nicht so tragisch. Wir sind es gewohnt, allem nachzugeben. Solange wir unser Bier und Fußball haben, machen wir alles mit. Wobei heute Instagram und WhatsApp wichtiger sind.

Wir sind konfliktscheu und haben nie gelernt, „Nein“ zu sagen.

Glaubt ihr nicht? Versucht’s mal! Egal bei was oder wem! Und achtet auf eure Empfindungen dabei und die Reaktionen natürlich. Es gibt nicht umsonst sogar Workshops, in denen man das Nein-Sagen lernen soll. Wie traurig ist das bitte und wie sehr haben Eltern versagt?

Also bestimmen Leute, die keine Grenzen kennen oder respektieren, ganz leicht über die „Normalen“, die nicht „Nein“ sagen können, wollen, dürfen. Beschwert wird sich wenn überhaupt nur im stillen Kämmerlein oder anonym bzw. unter sich. Wer angreift, gewinnt und hat Recht. Da spielt es am Ende keine Rolle, wer „Recht“ hat oder in der Überzahl ist.

Wer sich ergibt, hat verloren und kein Recht, sich zu beschweren.

Heute gilt deswegen, dass sich nicht das Individuum in eine Gesellschaft einfügen muss, sondern dass die Gesellschaft sich an einzelne Gruppen oder das Individuum anzupassen hat.

Man müsste das mal ausweiten:

  • Bekleidet zum FKK-Strand
  • Als Mann in die Frauenumkleide
  • Shitstorm, wenn es im Vegan-Imbiss keine Currywurst gibt
  • Fahrverbote für Fahrräder
  • Steuererhöhung für E-Autos

Undenkbar? Absurd? Genau das passiert aber heute. Eine kleine Gruppe geht zu einer größeren, die entsprechende Regeln definiert hat und verlangt, dass sie so hin- und angenommen wird ohne sich anpassen zu müssen. Geschieht dies nicht, wird geshitstormt, demonstriert und Aktivistinnen drehen hohl.

Oder es wird irgendwas erfunden, aufgebauscht oder einfach nur dreist gefordert. Wie war das noch mit dem Mädchen, das in den Berliner Knabenchor wollte? Da hat eine Mutter geklagt! Wegen Gleichbehandlung bzw. dem Totschlagargument „Diskriminierung“ 🤦🏼‍♂️

Man stelle sich vor, ein „alter, weißer Mann“ will sich analog in die Frauensauna klagen… So weit hergeholt sind die Beispiele oben also nicht. Sie sind Realität. Traurige Realität. Weil die Masse einfach still ist, alles mit sich machen lässt.

„Integration ist Müll“ – das ist der Tenor, der aktuell alle „normalen“ Menschen verteufelt, angreift und ihnen alles „Gute“ abspricht. Ist man „normal“, ist man böse, muss bekämpft werden. Jeder, der entsprechende Organisationen oder Parteien unterstützt und wählt, ist somit gegen die Gesellschaft an sich, gegen Menschenwürde, gegen Gleichberechtigung, gegen Frieden, gegen alles außer die eigenen Interessen. Egoismus und Menschenverachtung pur.

Dass so keine Gesellschaft auf Dauer funktionieren kann, sollte jedem klar sein, der die Grundschule abgeschlossen hat. Man kann – und darf – nicht jedem immer und überall nachgeben.

Wohlgemerkt: Es geht hier nicht um Unterdrückung oder echte Missstände. Es geht darum, einen Kompromiss zu finden, mit dem alle leben können, ohne dass das Pendel zu sehr in eine Richtung ausschlägt.

Artikel 3 unseres Grundgesetzes wird ja gerne auch nur teilweise zitiert, wenn es als Argument herhalten muss. Der fett gedruckte Teil fehlt meist, doch genau das passiert heute und das gilt es zu verhindern.


Niemand darf wegen seines Geschlechtes, seiner Abstammung, seiner Rasse, seiner Sprache, seiner Heimat und Herkunft, seines Glaubens, seiner religiösen oder politischen Anschauungen benachteiligt oder bevorzugt werden. Niemand darf wegen seiner Behinderung benachteiligt werden.


Wie „normal“ kann eigentlich irgendetwas werden, wenn man dauernd darauf hingewiesen wird; wenn man daübend aufpassen muss, ja nichts „Falsches“ zu sagen oder zu denken? Jegliche Aktivistinnen verhindern mit jeder Aktion, dass irgendein Anliegen zur Normalität wird. Und wenn sie merken, dass es nicht klappt, wendet man eben Gewalt an, Zwang, Erpressung oder Manipulation.

Einfach mal „Nein“ sagen, die Kinder trotzdem als Indianer verkleiden, mal ein Zigeunerschnitzel bestellen oder ein Mohrenkopfbrötchen essen. Es ist durchaus spaßig, welche Reaktionen sowas Banales – Normales! – auslöst 😉

Normalität lässt sich nicht erzwingen. Sie wächst und verändert sich langfristig. Und das ist gut so, denn dadurch gibt sie Halt, Sicherheit und Orientierung. Wer diese Normalität ablehnt, lehnt die komplette Gesellschaft ab. Für den zählt nur die eigene Gruppe.


Liebe Aktivisten, die ihr „dem Kapitalismus die Reifen zerstechen wollt“ (Fridays for Future am 19.03.2021): DAS ist Mut und sinnvoller Aktivismus! Nicht euer von gelangweilten Millionärstöchtern geführter Trotz-Krieg gegen die Generation, die euch euer sorgenfreies Leben in einem sicheren Land überhaupt erst ermöglicht und der ihr es dankt, indem ihr sie kollektiv als Rassisten, Umweltsäue, Tierquäler und (natürlich) Nazis bezeichnet. Ihr seid einfach nur undankbar, egoistisch und eine Schande für Leute wie Ahmed, die wirklich etwas riskieren und für eine sinnvolle, menschliche Sache kämpfen, ohne alle anderen unterdrücken zu wollen.

Sat1 unterstützt auch weiterhin Mobber

Zuletzt durfte man ja endlich wieder Lisha & Lou, die Parade-Asis aus Berlin am Rhein, für die andere nur „Dreck“ sind und Ziele für „Messer im Rücken“, bei Sat1 bewundern.

Das ist übrigens die Sendergruppe (ProSiebenSat1), die mit Gendersprech und Aktivismus bzgl. „Ungerechtigkeiten“ geradezu penetrant um sich wirft.

Nun bleibt Sat1 seinem Motto treu, jedem eine zweite, dritte, x-te Chance zu geben. Mobbing ist böse, wenn’s die anderen machen. Die eigenen Mobber hält man sich warm, kultiviert sie und lässt sie immer wieder auf die Menschheit los. Solange man irgendwie einen Profit draus ziehen kann, ist dem Woke-Sender scheinbar alles egal. Nennt man das nicht Doppelmoral?

Vielleicht kommt demnächst ja auch Bastian Yotta zurück? Mit einer eigenen Show zum Thema „Sexismus“? Wenn, dann garantiert bei ProSiebenSat1…

Heute Abend läuft also wieder eine TrashTV-Show (Promis, 7 Tage ohne…) mit Matthias Mangiapane. Man darf gespannt sein, wie sich der Proll diesmal verhält. Ich werde hier nicht spoilern 😉

Zusätzlich können wir uns an Joey Heindle und dem Parade-Prolo Willi Herren samt Nachwuchs (inklusive ISCH-Dienst) erfreuen.

Danke, Sat1, dass ihr euch so rührend um Mobber kümmert. Bestimmt hat man diese armen Menschen nur missverstanden!

Wer übrigens mehr über die Aktion „Waldrekord“ und der damit verbundenen Plant for the Planet-Foundation wissen möchte, findet hier Hintergrundinfos zum Projekt, das sooooo viele Bäume pflanzt. Nachhaltig. In Mexiko. Ja, Mexiko. Aber lest selbst, wie die seit Jahren Geld machen mit der Gutgläubigkeit ihrer Jünger.

Mutter missbraucht Jungen

… und gesteht.

(Link zum Fall in Duisburg)

Was wollen wir wetten, dass da nichts weiter passiert? Ich tippe auf Therapie, milde Strafe in einer psychiatrischen Einrichtung und viel, viel Verständnis.

Jungen kann man als Frau ja auch gar nicht missbrauchen. Nicht richtig. Und wenn, gibts bestimmt eine Entschuldigung, einen Grund, warum die arme Frau sowas tun musste.

Sie hat ja auch zum Teil gestanden. Das muss man ja ebenfalls belohnen…

Gerade nach dem letzten Urteil zweifle ich daran, dass hier was „im Namen des Volkes“ passieren wird.

Wir sind so darauf fixiert, dass wir Täterinnen und Täter schützen müssen, dass wir die Opfer noch mehr demütigen.

Die Opfer haben in jedem Fall lebenslänglich! Wann begreifen das die Verantwortlichen?!

Es ist ekelhaft

Und wieder schützen wir – gerade jugendliche – Täter. Wir möchten sie erziehen, bringen ihnen Verständnis entgegen und verteilen immer noch milde „Strafen“.

Aktueller Fall: Die Gruppenvergewaltigung einer 14jährigen an Halloween 2019.

Nun wurde das Urteil in Ulm verkündet:

2 Jahre und 2 Monate bzw. 2 Jahre und 3 Monate Haft für Körperverletzung und mehrfache Vergewaltigung.

Der Initiator, also das Monster, dass das Mädchen damals zum Tatort gelockt hat, kommt ohne Strafe davon, weil sich auf einen Täter-Opfer-Ausgleich geeinigt wurde.

Wer das nicht kennt: https://www.bmjv.de/DE/Themen/OpferschutzUndGewaltpraevention/TaeterOpferAusgleich/TaeterOpferAusgleich_node.html

Wie gesagt: man möchte erziehen und Verständnis wecken.

Die milden Urteile rühren übrigens daher, dass die Vergewaltiger zunächst zwar geschwiegen hatten, gegen Ende des Prozesses aber dann doch teilweise geredet haben. Sowas wird als strafmildernd gewertet. Nette Täter. Muss man belohnen!

Auch interessant:

Die Strafen gegen die Asylbewerber seien „nahezu am untersten Rand“ des Strafmaßes angesiedelt, sagte der Richter bei der Urteilsverkündung. „Es gab Zweifel und es sind auch noch Zweifel vorhanden.“ Der Prozeß sei vor allem durch die schwierige Vernehmung des Opfers geprägt gewesen. „Im Verlauf des Prozesses stellte sich heraus, daß die 14jährige Geschädigte aufgrund ihrer psychischen Verfassung nicht mehr uneingeschränkt in der Lage war, zur weiteren Vernehmung zur Verfügung zu stehen. Es waren bei weiterer Vernehmung ersthafte gesundheitliche Schäden zu erwarten“

(Quelle)

Das muss man sich mal vorstellen: ein blutjunges Mädchen wird von einem Bekannten in eine Unterkunft gelockt, betäubt und mehrfach vergewaltigt.

Der „Lockvogel“ muss sich – grob gesagt – kurz beim Opfer entschuldigen und bleibt straffrei. Die Vergewaltiger kommen mit knapp 2 Jahren Jugendgefängnis davon, weil das Opfer psychisch nicht in der Lage ist, den Prozess durchzustehen. Und natürlich wird’s nochmal weniger, weil man am Ende doch noch was zugegeben hat.

Wo leben wir eigentlich? Warum wollen irgendwelche Träumer solche asozialen Monster, solche Gefahren für andere Menschen, solche unzivilisierten Wilden unbedingt „erziehen“? In dem Alter ist das nicht mehr möglich (17-26)! Die Menschen müssen vor diesem Pack geschützt werden, verdammt nochmal!

Ich weiß nicht, wie es euch geht, aber ich will keine Vergewaltiger und Kinderschänder in der Nähe haben oder mit ihnen irgendwie leben müssen. Sie haben mehr als deutlich gezeigt, was sie für „Menschen“ sind! Es geht hier nicht um Ladendiebstahl, verdammt nochmal!

Was glauben denn Richter und Staatsanwaltschaft, was in deren Köpfen vorgeht?

  • Oh, das war blöd mit der Vergewaltigung. Ich mach das bestimmt nie wieder. Die 2 Jahre Jugendknast sind mir eine Lehre. Aber wenigstens musste ich mich nicht entschuldigen, so wie der andere.
  • Geil! Die Schlampe haben wir krass weggeknallt. Die soll sich nicht so anstellen. Jo, dann gehts halt 2 Jahre in Staatskostenurlaub. Das macht einen erst zum Chef! Wenn ich mich nicht doof anstelle, bin ich eh in einem Jahr wieder draußen. Dann find ich schon ne neue Bitch. Jetzt weiß ich ja, wie ich ne Pipifax-Strafe kriege.

Ich tippe mal auf das zweite…

Aber ich lebe auch nicht in einer reinen Theorie-Welt, wo man immer noch glaubt, dass dieser entgegenkommende Umgang mit Tätern sich irgendwie auszahlt.

Für mich sind das Experimente mit zukünftigen Opfern. Mal schauen, ob der Vergewaltiger sich bessert.

Hauptsache man packt die armen Täter nicht zu hart an.

Ich hoffe ehrlich, dass sich das Mädchen irgendwie erholen kann, lernen kann, mit dem Erlebten zu leben und diese Sache zu überleben. Aber darüber wird man nie wieder was lesen.

Die echten Opfer sind nicht schützenswert, so scheint es…