Was ne Woche…

Dass im Lockdown so viel passieren kann…. man glaubt es kaum.

Ich mag ja Ruhe und Beständigkeit. „Routine“, wie man so schön negativ sagt. Das gibt mir Sicherheit und hilft beim Planen des Tages, der Woche, des Monats usw.

Veränderungen sind nötig, manchmal auch zwingend. Das weiß ich nur zu gut. Sie helfen dabei, eingefahrene Gleise zu verlassen, sich weiterzuentwickeln, zu lernen. Es muss also sein und ich bin froh, dass es so ist. Aber warum kommt eigentlich immer alles auf einmal?

Dabei ist es egal, ob „positiv“ oder „negativ“ – Veränderungen sind Veränderungen. Kann man die bitte in kleine Häppchen verpacken?!


Mein leichter Depressionsschub läutete die Woche ein. Keine Ahnung warum genau oder was der Auslöser war, aber letztes Wochenende gings mit meiner Laune, Zuversicht, Hoffnung bergab. Nein, das stimmt so nicht ganz. Es ging nicht bergab, das alles war einfach weg.

Puff!

Weg!

Sowas kommt immer wieder mal. Meist ist das nach ein bis zwei Tagen überstanden, selten hält das noch eine Woche. Das war mal anders… und das möchte ich auf gar keinen Fall mehr erleben müssen, auch wenn ich weiß, dass man Depressionen nicht heilen kann. Man kann nur lernen, damit zu leben, damit umzugehen. Dabei bin ich noch relativ leicht betroffen, wenn ich mir andere Menschen ansehe.

Ablenkung hilft meist – wenn man sich denn aufraffen kann, etwas zu tun, irgendwas zu machen, zu erledigen. Was anderes als nachzudenken und sich selbst zu bedauern. Alleine ist das schwierig, doch da hilft mir meine Frau sehr!


Die Yakuza-Reihe hab ich nun auch durchgespielt. Etliche Monate emotionaler Bindung an die dortige Welt und die Charaktere kamen zu einem Ende. Wie das Ende einer Serie oder einer Romanreihe. Eine Form der Kontinuität, die absehbar enden würde, bei der dieses Ende aber stets weit weg war, ist weggefallen.

Sicher gibts etliche Menschen, die sich darüber lustig machen werden. Sind ja nur Spiele. Wie kindisch. Gut, die Spieleindustrie ist mittlerweile umsatzstärker als die Filmindustrie, setzt mehr Geld um als die Formel 1 und muss sich auch vor der ersten Fußball-Bundesliga nicht verstecken, aber hey: Spiele sind kindisch. Punkt.

Kann man nix gegen sagen. Das ist in den Köpfen drin und geht nur schwer wieder raus. Zählt wohl auch zum #Neuland…


Ein neues Buch habe ich auch gefunden. Auch wenn der Preis für ein E-Book verdammt hoch war, habe ich es mir gekauft und gelesen. Es war durchaus gut, wenn ich auch schon wesentlich interessantere Bücher gelesen habe zu einem Bruchteil des Preises. Es war mal was anderes, aber es war für die Thematik zu kurz, zu wenig Tiefgang. „Redshirts“ von John Scalzi.

Jetzt liegt der Kindle wieder auf dem Nachttisch. Ich weigere mich, ihn mit irgendwelchen Liebesschnulzen und Vampirgedöns oder B-Movie-Alienkriegsmurks zu füttern. Leider ist das genau das, was „trendet“. Oberflächlicher, schlecht bis gar nicht recherchierter Mist ohne Basis, 08/15-Geschreibsel, das man so schon 1000 Mal gelesen hat.

Klar, gute Bücher brauchen Zeit. Gute Geschichten brauchen leidenschaftliche Autoren. Die rotzt man nicht mal eben so im Monatsrhythmus raus. Und da man schneller liest als jemand schreiben und veröffentlichen kann, ist irgendwann das Ende der Fahnenstange erreicht.


Der Hund muss zum Frisör, Ausgangssperre ist auch aktiv – auch wenn sich die HABIBIyoaldaDIGGAvallah-Fraktion einen Scheiß drum schert und bis nach Mitternacht auf dem Kinderspielplatz vorm Haus raucht, säuft und Affenmusik hört.

Von politischer Seite gibts auch nix Neues. Kobold-Anne ist immer noch Kanzlerkandidatin der egomanen Grünlinge und sorgt für noch mehr Bauchschmerzen in Bezug auf die Wahlen im Herbst. Auswandern ist allerdings so nicht möglich, denn um dem ganzen Wahn zu entfliehen, müsste man schon sehr (!) weit weg. Irgendwohin, wo nicht dieser krankhafte Egowahn herrscht, wo man gezwungen oder genötigt wird, auf jeden querhängenden Furz irgendeines Grüppchens Rücksicht zu nehmen und es nur zählt, wer am lautesten jammert, während täglich zig Kinder missbraucht und Frauen vergewaltigt werden.

Man will ja auch seinen Lebensstandard halten. Also bleibt eigentlich nur sowas wie Japan oder Kanada. Und dafür braucht man jede Menge Kohle. Wenn jemand ne kleine Million zu verschenken hat: bitte, gerne!


Als Krönung mussten wir dann am Wochenende in die Notaufnahme. Also .. meine Frau, nicht ich. Ich muss erst am Mittwoch zum Arzt wegen dem Ding in meinem Hals, das mich seit Anfang Januar irre macht. Meine Frau hatte extreme Magenschmerzen, wahrscheinlich Nachwirkungen einer leichten Lebensmittelvergiftung. Ihr gehts immer noch dreckig, aber immerhin helfen die Medis, die sie verschrieben bekommen hat. Dafür ist Schonkost angesagt. Im Grunde darf sie alles essen, solange es nicht schmeckt. Natürlich gibts auch keinen Kaffee, keine Milchprodukte, nix mit Gewürzen. Also VoLL BiO und so richtig ÖkOlOgIsCh. Wenn das die Zukunft ist…. bäh.

Ganz toll. Aber wir sind guter Dinge, dass das bald überstanden ist.


Schika macht das alles mit. Klar, was hat er für eine Wahl? Aber diese ganze Unruhe, die wir ausstrahlen, färbt natürlich auch auf ihn ab. Wir dürfen ja (einzeln) trotz Lockdown raus, wenn er muss. Dass das aber mitten in der Nacht passiert, ist doch sehr ungewöhnlich. Er weckt uns auch nicht aggressiv. Er ist eher der dezente Typ. Wir (meine Frau) werden wach, weil er ewig im Flur hin und her läuft. Merkt er, dass jemand wach ist, stupst er einen leicht an und geht zur Tür. Folgt man ihm, stupst er Jacke und Schuhe an und geht wieder zur Tür. Er sagt uns ganz klar und deutlich, was los ist. Finde ich gut!

Nur dass er auch nicht zur Ruhe kommt und unter etwas leiden muss, wofür er gar nichts kann, macht mich traurig. Der kleine Kerl hatte es doch sowieso schon nicht leicht. Wenn ich mir vorstelle, wie er monatelang im Tierheimzwinger drauf gewartet hat, dass ihn endlich jemand mitnimmt, nachdem ihn seine ursprüngliche Familie weggegeben hatte…. es macht mich traurig und wütend!

Dafür hat er die jährliche Impfung gut weggesteckt und vertragen. Jetzt muss ich noch einen Frisörtermin machen, damit er nicht gänzlich zuwuchert.


Mit „Judgment“ habe ich nun ein neu auf der Xbox erschienenes Spin Off zu Yakuza angefangen. Das hilft etwas. Neuer Lesestoff ist nicht in Sicht, Trash TV ist auch tot bis auf montags (TLC, „90 Tage“), meiner Frau gehts nicht gut und die Zukunft sieht gammelig-grün aus.

Trotzdem gilt auch – gerade! – jetzt: In unserer Welt ist alles gut!

…und das meine ich nicht zynisch.

Es sind Probleme, ja. Es sind auch je nach Charakter, Prägung und Sicht große Probleme. Aber man kann sie lösen. Wir haben schwierigeres durchgestanden und im Endeffekt zählt nur, dass wir zusammen sind, dass wir ein Dach über dem Kopf haben und es uns an nichts fehlt.

Wegen der Schmerzen und körperlichen Probleme geht man zum Arzt und stellt sich etwas um. Wenn jemand mit der Situation überfordert ist, stützt man ihn, ist für ihn da. Man sorgt für sich und füreinander. Wenn man es mal runterbricht, sind viele Probleme gar keine Probleme. Sie erscheinen nur als solche, sind aber meist nur das Resultat einer „Ich will aber!“-Haltung.

Wenn man diese durch ein „Wir schaffen das!“ ersetzt, ist schon viel geholfen. Mit Betonung auf „Wir“!

Egal was kommt, gemeinsam steht man vieles durch – von „kleinen“ Dingen wie dem Ende einer geliebten Serie bis hin zu Depressionen und Krankheiten.

Die Familie zählt. Der Rest kommt automatisch.

Ich wünsche euch eine angenehme Woche.


PS: Hier ist gerade wieder Stromausfall. Das zweite Mal dieses Jahr. Was wir doch für ein stabiles Stromnetz haben… 🤷🏼‍♂️

PPS: Strom ist nach 40 Minuten wieder da. Dafür gibts kein Internet. Läuft. Home Office zieht ganz schön Bandbreite…

Was wirklich wichtig ist

So viele schlechte Nachrichten. So viel Hass, Hetze, Egoismus, dass es schon weh tut. Überall, so scheint es.

Egal ob beim Gendern im TV, bei den Oscars, im Supermarkt, auf der Straße, im Kindergarten, auf dem Spielplatz oder online. Nirgendwo ist man sicher vor Negativität, wird quasi gezwungen, sich das alles anzutun.

Aber man hat ja die Wahl. Wir alle haben die Wahl. Niemand zwingt uns, alles hinzunehmen oder auch nur aufzunehmen. Lasst sie reden, fordern, nerven. Wie unerzogene Kinder muss man sie auch einfach mal schreien lassen, ihnen nicht ihren Willen geben.


Was mir dabei hilft ist nicht nur, dass meine Frau mir Rückhalt gibt, für mich da ist und mich nimmt wie ich bin. Das ist auch unser Schika.

Seitdem ich zuhause bin, ist er da. Jeden Tag. Es hat sich eine Routine eingestellt, die gerade mir als Aspi Sicherheit gibt. Morgens aufstehen, mit ihm raus, Frühstücksservice, dann mittags nochmal – allerdings mit Mittagsservice – und abends ebenso. Banal, ich weiß. Aber für mich ist das wichtig. Es bietet einen Anker, etwas das bleibt. Etwas Stabiles, unabhängig von dem, was „draußen“ für ein Wahnsinn tobt.


„In unserer Welt ist alles gut“

Das sagt meine Frau mir immer, wenn ich mir mal wieder zu viele Sorgen mache, wenn der Weltschmerz allzu präsent wird, wenn ich dieses ganze Gejammer höre, lese, sehe von Leuten, die exakt 0 Probleme haben oder hatten. Von Millionärinnen, von diskriminierten Prominenten, von unterdrückten Politikerinnen, von all denen, die erfolgreicher, wohlhabender, einflussreicher sind als die allermeisten anderen Menschen. Ach wie haben die es so schwer! Es ist eklig und es macht mich traurig, dass heute nur zählt, wie populär jemand oder etwas ist, damit eine Aussage Gewicht hat.


Wenn ich dann abends – oder besser nachts – ins Bett gehe und Schika sich freudig an mich kuschelt, erleichtert, dass seine Menschen wieder zusammen sind, verschiebt sich mein Fokus. Ich will, dass es ihm gut geht. Dass es uns gut geht. Und ich bin froh über jede Minute mit meiner kleinen Familie, in der wir uns lieben, füreinander da sind, uns tolerieren und akzeptieren. Ohne Hass, Neid, Zwang, Quoten oder sonstigem Murks.

„In unserer Welt ist alles gut“

Man sollte sich nicht zu sehr auf die Leute fixieren, die nur sich für wichtig halten, die nur fordern aber nichts geben. Das sind keine Menschen, die irgendwem gut tun, die etwas Gutes wollen. Man braucht sie nicht in seinem Leben. Warum sollte man hasserfüllten Menschen so viel Raum geben?

Auch wenn es nicht einfach ist, sich von jedem einzelnen zu distanzieren, so ist es doch möglich und es hilft. Es hilft einem selbst, weil man Ruhe hat und es hilft allen, weil diesen Menschen keine Bühne mehr geboten wird, wenn alle mitmachen.

Was ist euch wichtig? Wirklich wichtig? Braucht ihr jemanden, der euch sagt, was richtig zu sein hat… gefälligst? Seid ihr – sind wir – so unmündig, dass wir bereitwillig alles mitmachen, was irgendjemand verlangt?

Scheinbar. Aber das täuscht. Wenn der Fernseher aus ist, das Handy weggelegt und der Laptop ausgeschaltet wird, hat man auf einmal sehr viel Raum. Raum, der sonst von anderen belegt wird, von deren Gedanken, deren Meinung, deren Forderungen.

Dabei sind sie unwichtig. Sie wollen nur. Doch niemand kann uns zwingen, ihnen das zu geben. Ausschalten hilft. Sehr sogar.


Schika wird, sofern alles gut läuft, 15-18 Jahre alt. Er wird erleben, wie ich 50 werde und was in den 2030ern passiert. Er wird mich – uns – noch viele hundert Morgen nicht ausschlafen lassen. Ok… meine Frau 😁. Und viele Nächte lang wird er genüsslich an meinem Ohr lecken, bevor er einschlafen kann. Der olle Fetischist.

Ich freue mich auf jeden einzelnen Tag mit ihm, mit meiner Frau, mit uns. Das ist wichtig. Darauf sollte man sich konzentrieren. Das muss ich mir öfter bewusst machen.

Sonntag

Wenn man morgens von einem Eichhörnchen geweckt wird – im 2. OG – kann der Tag ja nur gut werden.

Ok, an der Tankstelle auf dem Weg zum Wald gabs keine Bockwurst, aber das ist nicht so tragisch. Immerhin waren Nougat-Croissants verfügbar.

Im Wald selbst war Ruhe. Dank des leichten Regens waren wir so gut wie alleine dort. Schika konnte sich wieder richtig einsauen und wird gerade saubergemacht. Wer buddeln will, muss baden 🤷🏼‍♂️

Als dann doch eine Dame mittleren Alters mit ihrem Hund auftauchte, gabs sogar noch was zu lachen. Ich musste mich echt zusammenreißen. Die Frau war alleine unterwegs, es ist niemand dort gewesen und selbst wenn…. Wald! Draußen und so! Warum sie dann mit FFP2-Maske rumgerannt ist, werde ich nicht mehr verstehen. Vielleicht wollte sie die Bäume nicht anstecken.

Getoppt wurde das nur von der Frau mit einem Husky, die neben dem Eingang der Tankstelle stand und genüsslich ne Zigarette rauchte.

Helfen Masken auch bei Dummheit oder hat das nichts miteinander zu tun?

Einen schönen Sonntag wünsche ich euch 😊

Montag

Auch wenn Wochentage für mich nicht mehr so viel Relevanz haben, gilt doch das Motto von Garfield: „Ich hasse Montage!“

Der Hund wollte nicht aus dem Auto raus. Seitdem wir zusammen im Wald waren und dort in der Nähe eine Sprengung stattfand, bleibt er stur im Auto sitzen und lässt sich nur mit viel Geduld dazu bewegen, auszusteigen. Dass das aber auch an anderen Stellen so ist – sofern wir mit dem Auto dorthin fahren – ist neu. Da brauchen wir jetzt wohl etwas Geduld…

Im Lidl war die Hölle los. Um 11. 4 von 5 Kassen geöffnet, Schlangen bis zum Kühlregal (aber wenigstens mit Abstand). Auf dem Parkplatz herrschte fast schon Party- oder besser Basarstimmung. Wenigstens waren die Bettler mit ihren Air Pods nicht da. War wohl noch zu nass am Boden.

Stromausfall gabs dann auch noch. Muss man sich daran jetzt gewöhnen? Energiewende und so? Naja. Wer braucht schon Strom im Home Office oder beim Arbeiten in der Cloud.

Und DPD zickt rum. Meine Frau hatte was bestellt, was immer mit DPD geliefert wird. Und jedes einzelne Mal gibts mit diesem Saftladen Probleme. Wir arbeiten beide von Zuhause, sind also da, können die Tür aufmachen. Dazu müsste man aber klingeln. DPD macht das nicht. Haben die hier noch nie gemacht. Jedesmal gibts ne Mail (kein Zettel), dass man das Paket am Rektum der Welt abholen kann. Toll. Am Donnerstag kam auch eine Mail. Das Paket wäre vor die Wohnungstür gelegt worden. War es nicht. Wieder kein Zettel. Kundendienst stellt sich quer, das übliche eben. Die angestrengte Fahrerbefragung hat heute auf Nachfrage – nachdem wir eigentlich nach spätestens 48 Stunden angerufen werden sollten – ergeben, dass das Paket zugestellt worden sei. War es nicht, ist es nicht. Da kann man dann als Callcenter-Tante schonmal den Hörer auflegen…

Der Tag ist noch jung, mal schauen wie er weitergeht 😁

Einfach wohlfühlen

Der kleine Futz ist angekommen. Das merken wir immer wieder und jeden Tag aufs Neue, denn er genießt es, bei uns zu sein und das seit über 2 Jahren.

Klar hat er auch einen Kontrollfimmel. Er mag es nicht, wenn Türen geschlossen sind und er nicht zu Frauchen oder Herrchen kann wie er möchte. Dabei bleibt er aber stets ruhig, bellt nicht, wufft nicht, jault nicht.

Neulich sagte ein direkter Nachbar erstaunt im Hausflur: „Ich dachte, ihr habt den nicht mehr. Den hört man ja gar nicht.“

Da passt Schika zu uns. Natürlich zu mir als Autorenhund, der neben mir liegt, wenn ich meine Kapitel und Beiträge schreibe. Aber auch zu meiner Frau, die sich nach der Arbeit entspannt oder Stress im Home Office hat.

Er strahlt eine unglaubliche Ruhe aus und gibt uns allein durch seine Anwesenheit Frieden – egal wie kitschig sich das anhört. Er verlangt nichts (außer Futter und Aufmerksamkeit) und ist einfach da. Dagegen ist jede Therapie nur eine teure Ablenkung.

Wie man auf dem Bild schön sieht, kann er umgekehrt auch bei und mit uns entspannen. Natürlich schläft er im Bett. Wenn ihm das Rumdrehen zu viel wird, legt er sich in seine offene (!) Schlafbox, seine Sicherheitshöhle. Aber sonst sucht er unsere Nähe, am besten wir beide zusammen und er. Da fühlt er sich sicher, geborgen, kann entspannen … und wir genauso.

Keine einzige Sekunde haben wir es bereut, den kleinen Kerl aus dem Tierheim geholt zu haben – warum auch immer er abgegeben wurde, damals im Sommer.

Ein Leben ohne Hund – ohne Schika – ist gar nicht mehr vorstellbar. Gleich gibts noch einen Kauknochen. Und wir üben nochmal Apportieren. Immerhin soll seine Rasse ja auch für die Trüffelsuche eingesetzt werden können. Allerdings findet er manchmal sein verschüttetes Futter neben dem Napf nicht 🤷🏼‍♂️

Egal. Wir lieben ihn so wie er ist. Und er uns ebenso. ❤️

Man kann so viel von Hunden lernen, denn wenn Menschen eins gut können, ist das Dinge zu verkomplizieren. Dabei kann das Leben so einfach sein.

Keine Ruhe nach ruhigem Jahreswechsel

Frohes Neues!

So, hätten wir das auch erledigt.

Der Jahreswechsel lief dieses Mal wirklich entspannt. Während wir die Jahre vorher noch mittags und abends regelmäßig in den Wald geflüchtet sind, um dem schon am helllichten Tag durch die Gegend böllernden Volk beim Gassigehen zu entgehen, konnten wir den Jahreswechsel 2020/2021 ganz entspannt zuhause angehen.

Klar gab es auch einige lustige Gesellen, die mittels irgendwelcher archaischer Sprengvorrichtungen auf ihre Präsenz aufmerksam machen wollten, aber es waren wirklich Einzelfälle. Auch um Mitternacht hielt sich alles in Grenzen. Es war geradezu gespenstisch ruhig im Vergleich zu „damals“. Nach ein paar Minuten war alles vorbei und das Krakeelen, besoffene Grölen und Böllern bis in die Morgenstunden fiel auch weg. Da braucht es echt Verbote und Strafen, damit man sich an Regeln hält, die schon ewig gelten. Naja.

Unsere Nachbarn haben sich die Laune nicht verderben lassen und fröhlich gefeiert – natürlich im Kreise der Familie und regelkonform. Es geht eben auch ohne Saufkoma und Bumm Bumm. Man braucht das alles nicht um Spaß zu haben. Man braucht eigentlich nur nette Menschen um sich, oder?

Schika musste sich also beim Gassigehen nicht vor Kaspern in Acht nehmen, die ihre kRaSsEn BöLLeR wahllos durch die Gegend pfeffern. Wir mussten auch am Morgen danach keinen Bergen von Müll, keinen Feuerwerksresten und ähnlichem ausweichen. Es war schon ungewohnt, aber es zeigt, wie es anders gehen kann, wenn man sich etwas zurücknimmt und nicht irgendein Datum dazu benutzt, um sich wie ein Steinzeitmensch zu verhalten. Wie gesagt: Schade, dass man erst mit Verboten und Strafen arbeiten muss.

Das Gegenteil von Ruhe gabs dann heute. Schika und meine Wenigkeit wurden aus der Wohnung verbannt, damit meine Frau in Ruhe aufräumen und saugen konnte. Der Plan war, dass Schika und ich uns ein spätes Mittagessen gönnen und dann eine Stunde im Wald verbringen. Das Essen war kein Problem, doch der Spaziergang im Wald gestaltete sich komplizierter.

Der Waldparkplatz war voll. So richtig voll. Die Autos aus allen möglichen angrenzenden Landkreisen standen teils auf der Landstraße. Ich bekam den Eindruck, als wäre ganz NRW auf einmal auf die Idee gekommen, man könnte doch mal im Wald spazieren gehen. Ist ja ok. Geht mir ja nicht anders. Ich mag halt nur keine anderen Menschen um mich herum. Menschen strengen mich an und der Asperger in mir läuft auf Hochtouren. Selbstschutz und gleichzeitiges Aufsetzen einer Maske, die mir erlaubt, als „normaler“ Mensch zu erscheinen, laugen mich aus. Ich fühle mich beobachtet und sorge mich ebenfalls noch um Schika, weil es genug Leute gibt, denen alles andere egal ist – seien es Radfahrer, die ohne Rücksicht auf irgendwas durch den Wald rasen, freilaufende Hunde, deren Frauchen oder Herrchen sich nicht darum scheren, was ihr Vierbeiner so ohne Leine treibt oder Kleinkinder, die ebenfalls losgelöst von Mama und Papa am Hund rumtatschen wollen und anfangen zu schreien, wenn man das nicht zulässt.

Der Wald fiel also flach. Somit fuhr ich diverse andere Plätze an, die sonst kaum besucht sind, doch an allen Orten herrschte gnadenlose Überfüllung. Stapelweise Autos und Fahrradkolonnen, so als wären alle auf der Flucht. Am Wochenende ist normalerweise immer etwas mehr los, aber diese Massen an Menschen habe ich noch nicht erlebt. Sämtliche Parkmöglichkeiten im Naturschutzgebiet in einem Radius von 20 Kilometern waren voll.

Schließlich habe ich aber – nach knapp einer Stunde – doch noch ein freies Plätzchen gefunden. Liegt vielleicht auch daran, dass es jetzt langsam dunkel wird. Ich hoffe jedenfalls, das Menschenaufkommen normalisiert sich bald wieder.

“Kinder“ spielen Fußball mit Welpen

Link zum Bericht auf BILD (Video).

Da fehlen mir die (guten) Worte. Ganz ehrlich. Auch wenn es heutzutage „in“ und „hip“ ist, selbst die widerlichsten Taten zu relativieren und in allem irgendwas Positives oder Entschuldigendes zu sehen, weigere ich mich, dies ebenfalls zu tun.

Es gibt Taten, die sind nicht entschuldbar. Egal was jemand erlebt hat oder welches „Trauma“ oder sonstige Ausreden er oder sie aufführt. Klar ist es doof, wenn da auf einmal jemand fordert, dass man Verantwortung für sein Handeln übernimmt und sich nicht von irgendwelchen Geschichten einlullen lässt.

Ich hab auch viel Scheiße hinter mir. Mehr als sehr viele andere. Und ich trete keine Leute zusammen, steche niemanden ab, klaue nicht, gehe nicht zu Anti-Polizei-Demos, besetze keine Häuser, jage keine Christen und auch keine Moslems oder Migranten, vergewaltige nicht, grapsche auch nicht wild um mich und ich trete und schlage keine wehrlosen Lebewesen!!

Deswegen lasse ich „schwere Kindheit“, „zu jung“ oder „soziale Probleme“ nicht als Erklärung oder Entschuldigung für Fehlverhalten, Vergehen oder Verbrechen gelten. Jeder (!) ist für sein Leben selbst verantwortlich. Das muss endlich wieder in die Köpfe der verweichlichten „aber wegen XYZ konnte ich nicht anders“- und „die Anderen sind Schuld an meinem Unglück“-Idioten rein. Wenn die Eltern nicht in der Lage sind, ihre Brut ordentlich zu erziehen, muss eben ein harter Cut her. Irgendwann ist auch Schluss mit Verständnis- und Toleranzwahn!

Was hier passiert ist, macht mich wütend. Ein zutraulicher Welpe wird als Fußball missbraucht. Von 10-12 „Kindern“. Er wird getreten und misshandelt. Als Folge davon hat er wohl bleibende Schäden erlitten, wie zum Beispiel Inkontinenz und Beckenschiefstand.

Sie traten das Tier, das laut winselte. Dann warfen sie es sich zu, schließlich flog der Welpe noch eine Treppe hinab.

Als die alarmierten Tierschützer schließlich eintrafen und die Besitzerin des Welpen in ihrer Wohnung konfrontierten, konnten sie noch sehen, wie der Kleine von der Nachkommenschaft an den Beinen durch die Wohnung geschleift wurde. Das muss man sich mal vorstellen… 😡

Was bitte geht in diesem asozialen Pack vor, dass sie sich an einem wehrlosen, wenige Wochen alten Welpen vergehen? Wie würden diese widerlichen Subjekte – das sind für mich keine Kinder! – reagieren, wenn man sie so behandeln würde? Was läuft da noch falsch? Was ist mit den Eltern, die ihren Teil zur charakterlichen „Entwicklung“ beigetragen haben?

Ich werde es nie verstehen, wie man andere und vor allem schwächere Lebewesen so be- und misshandeln kann. Egal ob Mensch oder Tier. Und manchmal wünscht man sich bei sowas eine Art Instant-Karma. Ich persönlich kann auf „Menschen“, die sich so primitiv und antisozial verhalten, sehr gut verzichten.

Ich tippe aber mal drauf, dass da trotz Strafanzeige nichts weiter passiert. Zu jung, „jugendlicher Leichtsinn“, „wir haben alle mal Dummheiten gemacht“ oder die übliche „schwierige Kindheit“ – irgendwas davon muss bestimmt wieder als Rechtfertigung herhalten für ekelhaftes Verhalten von Menschen, die anschließend genauso weitermachen werden. Es passiert solchen Subjekten ja nichts…

„Sweety“ – so heißt die kleine Fellnase aus Dortmund – wurde Gottseidank aus dieser Hölle befreit und kann nun ein Leben leben, das nicht aus Gewalt und Asozialität besteht.

Alles Gute, Sweety ❤️