Einfach wohlfühlen

Der kleine Futz ist angekommen. Das merken wir immer wieder und jeden Tag aufs Neue, denn er genießt es, bei uns zu sein und das seit über 2 Jahren.

Klar hat er auch einen Kontrollfimmel. Er mag es nicht, wenn Türen geschlossen sind und er nicht zu Frauchen oder Herrchen kann wie er möchte. Dabei bleibt er aber stets ruhig, bellt nicht, wufft nicht, jault nicht.

Neulich sagte ein direkter Nachbar erstaunt im Hausflur: „Ich dachte, ihr habt den nicht mehr. Den hört man ja gar nicht.“

Da passt Schika zu uns. Natürlich zu mir als Autorenhund, der neben mir liegt, wenn ich meine Kapitel und Beiträge schreibe. Aber auch zu meiner Frau, die sich nach der Arbeit entspannt oder Stress im Home Office hat.

Er strahlt eine unglaubliche Ruhe aus und gibt uns allein durch seine Anwesenheit Frieden – egal wie kitschig sich das anhört. Er verlangt nichts (außer Futter und Aufmerksamkeit) und ist einfach da. Dagegen ist jede Therapie nur eine teure Ablenkung.

Wie man auf dem Bild schön sieht, kann er umgekehrt auch bei und mit uns entspannen. Natürlich schläft er im Bett. Wenn ihm das Rumdrehen zu viel wird, legt er sich in seine offene (!) Schlafbox, seine Sicherheitshöhle. Aber sonst sucht er unsere Nähe, am besten wir beide zusammen und er. Da fühlt er sich sicher, geborgen, kann entspannen … und wir genauso.

Keine einzige Sekunde haben wir es bereut, den kleinen Kerl aus dem Tierheim geholt zu haben – warum auch immer er abgegeben wurde, damals im Sommer.

Ein Leben ohne Hund – ohne Schika – ist gar nicht mehr vorstellbar. Gleich gibts noch einen Kauknochen. Und wir üben nochmal Apportieren. Immerhin soll seine Rasse ja auch für die Trüffelsuche eingesetzt werden können. Allerdings findet er manchmal sein verschüttetes Futter neben dem Napf nicht 🤷🏼‍♂️

Egal. Wir lieben ihn so wie er ist. Und er uns ebenso. ❤️

Man kann so viel von Hunden lernen, denn wenn Menschen eins gut können, ist das Dinge zu verkomplizieren. Dabei kann das Leben so einfach sein.

Wintereinbruch!

Natürlich ist auch unser Schika gut ins neue Jahr gekommen. Das Böllerverbot war in der Hinsicht nicht schlecht, auch wenn es mir um die Kinder hier im Haus, in der Verwandtschaft und auch allgemein leid tut.

Wie dem auch sei, seitdem ich hier ins Rheinland gezogen bin, habe ich keinen wirklichen Winter mehr erlebt. Es wird zwar schon ab und an um die 0 Grad kalt, das war’s dann aber auch. Schnee ist hier ein Fremdwort. Da aber viele Autofahrer hier schon bei Regen im Schritttempo über die Straßen kriechen, ist das vielleicht gar nicht so schlecht. Bei Schnee müsste ja das totale Chaos ausbrechen.

Wenn ich da an meine alte Heimat zurückdenke…. wo man noch gelernt hat, bei Schnee und Eis am Berg anzufahren und meterhohe Schneewände links und rechts der Straße keine Seltenheit waren. Da ist es hier wesentlich entspannter für mich.

Unser Wuschelwasserhund mag aber offensichtlich auch Wasser in gefrorener Form. Vor ein paar Tagen hat es hier tatsächlich geschneit! Zentimeter hoch! Also so ein Zentimeter. Aber immerhin! Der kleine war nicht zu halten, ähnlich der Situation, wenn er das Meer sieht oder riecht.

Aufgeregt stürmt der kleine Kerl los auf die verschneite Wiese, hüpft und springt, wühlt und rennt. Es ist einfach schön, ihn so fröhlich zu sehen ❤️

Aus diesem Grund wünsche ich mir manchmal öfter Schnee. Auch die Kids freut es, wenn sie Schneemänner bauen können – egal ob man dafür die komplette Wiese freiräumen muss. Hund und Kind erfreuen sich eben an den kleinen Dingen und am Hier und Jetzt.

Vielleicht sollten wir uns daran ein Beispiel nehmen… 😊