Die Shitstormidioten auf Krawallkurs

Jedes Jahr, in jedem Format dieser Art, regen sich irgendwelche Berufsangenervten über das sinkende Niveau auf und shitstormen sich den Frust darüber in pseudokreativen Zweizeilern auf Twitter & Co. von der verkümmerten Seele. Wehe, man hat eine andere Sicht!

So auch aktuell bei Promis unter Palmen auf Sat1.

Der Anhalt-Marcus mag keine Schwulen. Muss er auch nicht. Allerdings sollte man sich so weit im Griff haben, dass man andere eben nicht angreift. Das bedeutet „Toleranz“. Man muss Meinungen nicht teilen, aber eben stehenlassen können ohne zu beleidigen oder anzugreifen (sollte sich übrigens jeder mal zu Herzen nehmen, der Toleranz fordert!)

Die Konsequenz: Rauswurf durch die Mit-„Promis“ – und der obligatorische Shitstorm.

Völlig verständlich, dass man sich über menschenverachtende Aussagen aufregt und diese anprangert. Jeder darf seine Meinung haben, aber es gibt Grenzen. Niemand (!) hat das Recht, übergriffig zu werden.

Daher finde ich es gut, dass Sat1 diesen Vorfall gezeigt hat. Man darf es nicht totschweigen. Konsequenzen müssen die Folge sein und das war hier auch so. Rauswurf aus der Villa und nie wieder ein Auftritt bei Sat1. Eventuelle rechtliche Schritte stehen auch noch im Raum, wobei das schon sehr konstruiert wirkt. Aber gut.

Allerdings gibt sich der Mob aus vielen hundert („viele“) Twitter-Zombies damit nicht zufrieden. Man fühlt sich stark und im Recht und daher darf man alles – auch auf das Niveau des Prinzen sinken. Man ist ja „gut“, da darf man so handeln.

Wie gesagt: Beleidigungen sind böse – wenn die falschen Menschen sie aussprechen. Normal heute. Schade, denn so verschärft man die Problematik nur.

Sat1 sah sich durch die „Masse“ an Beschwerden genötigt, Promis unter Palmen aus deren Streamingdienst Joyn zu entfernen und alle weiteren Folgen zu sichten und ggf. neu zu schneiden, damit sowas nicht mehr zu sehen ist.

Sorry, aber wie dumm kann man sein? Einem wütenden Mob aus mehreren hundert Menschen auf einer SM-Plattform nachgeben ist ja schon dämlich genug. Aber dann proaktiv Szenen schneiden, die „aufregen“ könnten… bei einem TrashTV-Format… 🤦🏼‍♂️

Leute, deswegen guckt man den Mist! Wer Harmonie will, soll sich Duschgelwerbung anschauen. TrashTV lebt von sowas. Und es ist sogar wichtig, dass gerade diese Szenen gezeigt werden. Denn nur so sieht man, was für Menschen die Teilnehmer sind. Wenn man es rausschneidet, totschweigt, erfolgen keine Konsequenzen.

Aber so weit denkt man in heutigen Hasszeiten nicht. Da muss der Feind vernichtet werden. Jetzt. Sofort. Dass man damit genau gar nichts erreicht, ist den kurzdenkenden Aktivistinnen egal. Damit helfen sie nur, Probleme weiter zu verstecken. Und sie versauen anderen noch die Unterhaltung.


Ich bin mal gespannt, ob am Montag zu sehen ist, wie 9 Leute Katy Bähm angehen, weil er/sie sich wohl recht asozial verhalten soll:

„Grund dafür sollen seine nicht nur durch Make-up entstehenden zwei Gesichter sein. Der Vorwurf: Hinter dem Rücken soll Bähm über alle schlecht reden, im direkten Kontakt aber auf best Friend machen. Es fallen Worte wie „falsche Schlange“ und „bah, nee, ekelhaft“. So lang, bis Katy weinend das Weite sucht.“

(Quelle: Tag24)

Eigentlich müsste diese Szene aus Folge 2 drinbleiben. Zeigt sie doch, dass in diesen Formaten Opfer und Täter nahe beieinander liegen.


Ich hoffe, wir steuern hier nicht mit voller Kraft auf eine Zensurgesellschaft zu, die mit einigen wenigen Personen diktiert, was andere zu sehen, denken, sagen haben und sich selbst alle Rechte rausnehmen.

Wir sind alle gleichwertig. Und „alle“ umfasst eben jeden, nicht nur die selbsternannt moralisch überlegenen Twitterkasper.

Diese Moralwächter schaffen mit ihrem Gehetze erst die Probleme, die sie doch eigentlich vorgeben, lösen zu wollen. Sie sorgen für ihre eigene Daseinsberechtigung. Ob das nun Dummheit oder Berechnung ist, mag jeder selbst beurteilen.

Hätte man die Klappe gehalten, hätte sich jeder Zuschauer seine Meinung bilden können (dürfen, müssen). So aber hat man einen riesigen Aufriss gemacht und dem homophoben Prinz eine ungleich größere Plattform bereitet – und sich den Unmut der Fans zugezogen. Toll gemacht, liebe Aktivistinnen 🤦🏼‍♂️🤷🏼‍♂️

Individualität über alles

… ist der Tod einer jeden Gesellschaft oder Gruppe.

Ich kann jetzt schon den Aufschrei der aktuell wegen jedem bisschen angepissten Freiheitsfetischist:-/*inne\|><#}}}[%*nennen hören, wie sie krakeelen und zetern, schimpfen und shitstormen und intolerant nach Toleranz verlangen, danach, dass die Gesellschaft was für sie tun soll, sich nach ihnen richten muss.

Es nervt. Jedes fitzelige Nervgrüppchen spielt sich heute auf und „verlangt“. Aber sie geben nichts. Sie tun nichts für die Gesellschaft. Sie fordern Rechte, erledigen aber keine Pflichten, lehnen sie ab, überantworten sie „den anderen“.

Man stelle sich einen Kleingartenverein vor. So mit Satzung, Vorsitzendem und eben den Mitgliedern. So ein Verein hat vielleicht 50 Mitglieder (Nein, liebe Genderspinner, „Mitglieder*innen“ geht nicht. DAS Mitglied. Wüsste man, wenn man Deutsch könnte. Hohlbirnen.)

Hält sich jeder an die Satzung, kommt seinen Pflichten nach, leistet seinen Beitrag und hält sich an die Regeln, geht es dem Verein gut.

Wenn jetzt von den 50 zwei oder drei keine Lust haben, ihren Beitrag zu leisten, die Hecke zu schneiden, Ruhezeiten einzuhalten und dafür ihr eigenes Ding zu machen, schadet das dem Verein, der Gruppe, der Gesellschaft.

Dasselbe gilt für jeden anderen Verein, für den Arbeitsplatz, für den Spieleabend und eben auch für die Bevölkerung eines Landes.

Diese zwei oder drei Querulanten werden in aller Regel sanktioniert oder müssen Strafen zahlen. Wenn sie weiter „ihr Ding“ machen und somit gegen den Verein agieren, wirft man sie raus.

Das funktioniert prinzipiell auch auf Staatsebene. Wer sich nicht an die Regeln hält, die Gemeinschaft ausnutzt, nur fordert und nichts einbringt, sich über alle anderen stellt, Regeln und Gesetze bricht, wird bestraft und zur Not weggesperrt.

Das ist gut so. Das muss so sein, einfach um die Masse vor wenigen Irren oder Egomanen zu schützen. Nur so kann eine Gruppe überleben. Die Gruppe muss stets über allem stehen.

Natürlich darf die Gruppe ihre Mitglieder nicht unterdrücken. Auch dann funktioniert sie nicht, wird nicht bestehen können.

Der Mensch braucht Freiheit und Individualität, damit er leben kann, damit Fortschritt entsteht, Wohlstand und Frieden. Aber ganz wichtig, geradezu essenziell, ist es, Grenzen zu respektieren und Regeln einzuhalten.

Freiheit braucht Grenzen. Wer schonmal Kinder erziehen musste, weiß das. Oder auch Hunde, da ist’s ähnlich.

Die eigene Freiheit hört immer da auf, wo die eines anderen beginnt.

Heute gehts aber – bei uns – nur noch um die eigene Freiheit. Man selbst hat Rechte, alle anderen die Pflichten. Wenn jeder so denkt, wird’s schwierig, oder? Wenn jeder nur Rechte hat, wer hat dann Pflichten? Wenn jeder über den Regeln steht, über der Gesellschaft, über der Gruppe, gibt es dann noch sowas wie eine Gemeinschaft?

Heute hält man das Gut der Freiheit und Individualität so hoch über allem anderen, dass man gar nicht merkt, wie dadurch die Gesellschaft zerstört wird.

Jeder ist „besonders“, jeder hat „Recht“, auf jeden muss man Rücksicht nehmen, jeder fordert und will und verlangt… ein riesiges Chaos.

Das ist keine Gesellschaft. Das ist eine Ansammlung von Menschen, die zufällig in derselben Gegend leben.

Tradition? Erziehung? Eigenverantwortung? Zusammenhalt? Etwas für andere tun, zum Wohl der größeren Gruppe und damit auch für einen selbst? Undenkbar! Wer sowas fordert ist ein „ewig gestriger alter weißer Mann“ . Oder Nazi. Oder Rassist, Klimaleugner, Frauenhasser, Umweltsau oder sonstwas in der Art.

Wer dagegen nur an sich denkt, immer nur fordert, andere manipuliert, belügt, betrügt, nimmt was er kriegen kann, der wird gelobt und geliebt. Zumindest scheint es so. Man nimmt sich was man will, scheißt auf die anderen und nutzt alles zum eigenen Vorteil. Die Maxime des 21. Jahrhunderts.

So kann keine Gesellschaft bestehen. Weder der Kleingartenverein, noch ein Staat von mehreren Millionen Menschen.

Es fehlt jemand, der diesen „ich will das aber so gefälligst“-Trotteln endlich mal sagt, dass sie still sein sollen. Nicht um deren Meinung zu zensieren (das läuft wenn dann eher umgekehrt), sondern um ihnen Grenzen aufzuzeigen. Um ihnen klarzumachen, dass sie Teil einer Gemeinschaft sind und nicht die Gemeinschaft für ihre Bedürfnisbefriedigung da ist.

Es fehlt jemand, der diesen verzogenen Menschen beibringt, wie man sich einfügt. Dafür muss man sich nicht aufgeben oder verleugnen, aber zu Rechten gehören immer auch Pflichten.

Hier habe die Eltern auf ganzer Linie versagt.

Der Staat soll’s richten, doch er handelt genauso wie die unfähigen Erzeuger dieser „Generation ICH“. Jedem wird Gehör geschenkt (gut), alles wird für wichtig befunden (schlecht), jeder Forderung wird nachgegeben, wenn nur laut genug geplärrt oder geshitstormt wird (tödlich).

Wenn ein verzogenes Balg an der Supermarktkasse nach einem Schokoriegel schreit, schüttelt man den Kopf.

Warum machen wir das nicht bei den ganzen AktivistInnen heute auch? Es ist nichts anderes – nur in etwas größerem Maßstab.

„IcH WiLl AbEr, DaSs AlLe NuR nOcH GrAs EsSeN uNd MiT dEm E-BiKe ZuR SaLaTbAr FaHrEN“ — „Ja, mein Kind. Das machen wir. Bist du dann auch wieder brav?“

🤦🏼‍♂️

Indem wir jedem Egomanen nachgeben, zerstören wir uns selbst auf lange Sicht. Wir verleugnen unsere Traditionen, unsere Geschichte und verbauen uns damit unsere Zukunft. Eine Gesellschaft lebt von Zusammenhalt. Will man es jedem einzelnen Recht machen, kann das nicht funktionieren. Ein Staat muss stützen und schützen, nicht gestützt werden, nicht sich bei allem verbiegen. Er muss Halt geben, Sicherheit. Er muss Grenzen setzen innerhalb derer man frei leben kann.

Je mehr man Individualisten nachgibt, desto weniger Halt gibt es, desto weniger bildet man eine Gemeinschaft. Es ist im Kleinen wie im Großen und eigentlich ganz einfach.

Wir haben nur verlernt, NEIN zu sagen. Angefangen bei den Eltern der letzten und vorletzten Generation. Das rächt sich jetzt. Ich bin gespannt, wo das hinführt. Und was passiert, wenn die Bälger von heute erwachsen sind (und nicht parasitär als Berufpolitiker ihr Dasein fristen).

Ich wünsche ein schönes Wochenende 😊

Normalität

Normal ist, wenn man nicht dauernd drauf hinweist, wie besonders irgendwas ist.

Etwas ist normal, wenn es die Mehrheit direkt betrifft oder es die Mehrheit ohne Zwang akzeptiert.

Man kann „Normalität“ nicht verordnen und nicht wirksam erzwingen.

Wenn man dauernd drauf rumreitet und betont, wie besonders irgendwas oder irgendwer ist, ist dieser jemand oder diese Sache nicht normal – und wird es auch nicht.

Was ist denn für euch „normal“ – und zeigt ihr ständig darauf? Betont ihr es?

Heute kämpft man (angeblich) für Normalität, indem man ständig die eigene Besonderheit in den Mittelpunkt stellt und alle anderen dazu zwingen will, das Besondere als Normalität anzusehen. Was per definitionem nicht möglich ist. Was man dagegen erreicht, ist, dass man immer mehr Ausgrenzung schafft. Man weist so stark auf die Unterschiede hin und fordert gleichzeitig, dass diese „normal“ sein sollen, dass man immer mehr Gegendruck erzeugt.


Drittes Newtonsches Gesetz – als Link für die, die Revoluzzerkonform Sozialwissenschaften studieren oder freitags die Schule schwänzen.


Das nimmt man aber nicht zum Anlass, seine Strategie zu überdenken. Nein, man intensiviert das bisherige Verhalten sogar. Noch mehr Druck erzeugt noch mehr Gegendruck und die geforderte Normalität wird immer weiter weg geschoben.

Ganz dem Zeitgeist entsprechend, haben selbstverständlich die anderen Schuld. Diese „Mehrheit“, die so arrogant ist, so stur, dass sie nicht einfach auf jeden hört, der ihr was vorschreiben will. Die nicht einfach alles mitmacht, nur weil irgendwer was behauptet oder gerne hätte. Die so dreist ist und sich einfach nicht von wenigen (in Relation gesehen) beherrschen lassen will.

In DE ist das aber nicht so tragisch. Wir sind es gewohnt, allem nachzugeben. Solange wir unser Bier und Fußball haben, machen wir alles mit. Wobei heute Instagram und WhatsApp wichtiger sind.

Wir sind konfliktscheu und haben nie gelernt, „Nein“ zu sagen.

Glaubt ihr nicht? Versucht’s mal! Egal bei was oder wem! Und achtet auf eure Empfindungen dabei und die Reaktionen natürlich. Es gibt nicht umsonst sogar Workshops, in denen man das Nein-Sagen lernen soll. Wie traurig ist das bitte und wie sehr haben Eltern versagt?

Also bestimmen Leute, die keine Grenzen kennen oder respektieren, ganz leicht über die „Normalen“, die nicht „Nein“ sagen können, wollen, dürfen. Beschwert wird sich wenn überhaupt nur im stillen Kämmerlein oder anonym bzw. unter sich. Wer angreift, gewinnt und hat Recht. Da spielt es am Ende keine Rolle, wer „Recht“ hat oder in der Überzahl ist.

Wer sich ergibt, hat verloren und kein Recht, sich zu beschweren.

Heute gilt deswegen, dass sich nicht das Individuum in eine Gesellschaft einfügen muss, sondern dass die Gesellschaft sich an einzelne Gruppen oder das Individuum anzupassen hat.

Man müsste das mal ausweiten:

  • Bekleidet zum FKK-Strand
  • Als Mann in die Frauenumkleide
  • Shitstorm, wenn es im Vegan-Imbiss keine Currywurst gibt
  • Fahrverbote für Fahrräder
  • Steuererhöhung für E-Autos

Undenkbar? Absurd? Genau das passiert aber heute. Eine kleine Gruppe geht zu einer größeren, die entsprechende Regeln definiert hat und verlangt, dass sie so hin- und angenommen wird ohne sich anpassen zu müssen. Geschieht dies nicht, wird geshitstormt, demonstriert und Aktivistinnen drehen hohl.

Oder es wird irgendwas erfunden, aufgebauscht oder einfach nur dreist gefordert. Wie war das noch mit dem Mädchen, das in den Berliner Knabenchor wollte? Da hat eine Mutter geklagt! Wegen Gleichbehandlung bzw. dem Totschlagargument „Diskriminierung“ 🤦🏼‍♂️

Man stelle sich vor, ein „alter, weißer Mann“ will sich analog in die Frauensauna klagen… So weit hergeholt sind die Beispiele oben also nicht. Sie sind Realität. Traurige Realität. Weil die Masse einfach still ist, alles mit sich machen lässt.

„Integration ist Müll“ – das ist der Tenor, der aktuell alle „normalen“ Menschen verteufelt, angreift und ihnen alles „Gute“ abspricht. Ist man „normal“, ist man böse, muss bekämpft werden. Jeder, der entsprechende Organisationen oder Parteien unterstützt und wählt, ist somit gegen die Gesellschaft an sich, gegen Menschenwürde, gegen Gleichberechtigung, gegen Frieden, gegen alles außer die eigenen Interessen. Egoismus und Menschenverachtung pur.

Dass so keine Gesellschaft auf Dauer funktionieren kann, sollte jedem klar sein, der die Grundschule abgeschlossen hat. Man kann – und darf – nicht jedem immer und überall nachgeben.

Wohlgemerkt: Es geht hier nicht um Unterdrückung oder echte Missstände. Es geht darum, einen Kompromiss zu finden, mit dem alle leben können, ohne dass das Pendel zu sehr in eine Richtung ausschlägt.

Artikel 3 unseres Grundgesetzes wird ja gerne auch nur teilweise zitiert, wenn es als Argument herhalten muss. Der fett gedruckte Teil fehlt meist, doch genau das passiert heute und das gilt es zu verhindern.


Niemand darf wegen seines Geschlechtes, seiner Abstammung, seiner Rasse, seiner Sprache, seiner Heimat und Herkunft, seines Glaubens, seiner religiösen oder politischen Anschauungen benachteiligt oder bevorzugt werden. Niemand darf wegen seiner Behinderung benachteiligt werden.


Wie „normal“ kann eigentlich irgendetwas werden, wenn man dauernd darauf hingewiesen wird; wenn man daübend aufpassen muss, ja nichts „Falsches“ zu sagen oder zu denken? Jegliche Aktivistinnen verhindern mit jeder Aktion, dass irgendein Anliegen zur Normalität wird. Und wenn sie merken, dass es nicht klappt, wendet man eben Gewalt an, Zwang, Erpressung oder Manipulation.

Einfach mal „Nein“ sagen, die Kinder trotzdem als Indianer verkleiden, mal ein Zigeunerschnitzel bestellen oder ein Mohrenkopfbrötchen essen. Es ist durchaus spaßig, welche Reaktionen sowas Banales – Normales! – auslöst 😉

Normalität lässt sich nicht erzwingen. Sie wächst und verändert sich langfristig. Und das ist gut so, denn dadurch gibt sie Halt, Sicherheit und Orientierung. Wer diese Normalität ablehnt, lehnt die komplette Gesellschaft ab. Für den zählt nur die eigene Gruppe.


Liebe Aktivisten, die ihr „dem Kapitalismus die Reifen zerstechen wollt“ (Fridays for Future am 19.03.2021): DAS ist Mut und sinnvoller Aktivismus! Nicht euer von gelangweilten Millionärstöchtern geführter Trotz-Krieg gegen die Generation, die euch euer sorgenfreies Leben in einem sicheren Land überhaupt erst ermöglicht und der ihr es dankt, indem ihr sie kollektiv als Rassisten, Umweltsäue, Tierquäler und (natürlich) Nazis bezeichnet. Ihr seid einfach nur undankbar, egoistisch und eine Schande für Leute wie Ahmed, die wirklich etwas riskieren und für eine sinnvolle, menschliche Sache kämpfen, ohne alle anderen unterdrücken zu wollen.

Verantwortungslose Egomanen

So könnte man den heutigen Mainstream beschreiben. Zumindest den, den wir überall wahrnehmen können. Ob das tatsächlich der Mainstream, die Mehrheit, ist, darf bezweifelt werden.

Die Mehrheit hält eben die Klappe und erträgt diese „verantwortungslosen Egomanen“. Damit ist die Masse weniger sichtbar und es entsteht der Eindruck, dass die Schreihälse zahlreich sind. Dabei sind es Bevölkerungsanteile im Promille- oder maximal unteren, einstelligen Prozentbereich.

Es handelt sich um Menschen, die fordern. Menschen, die wollen. Menschen, die eine bestimmte Vorstellung haben und erwarten, dass alle anderen dieser folgen. Ihnen ist egal, was alle anderen wollen. Sie wissen, was richtig ist, was gemacht werden muss.

Das stimmt. Nur fehlt da ein Satzteil. Sie wissen, was für sie richtig ist und was für sie gemacht werden muss.

Sie wollen etwas, also muss jeder andere dafür sorgen, dass sie es bekommen.

Ihnen gefällt etwas nicht, also muss jeder andere dafür sorgen, dass sich das ändert.

Irgendwas geht nicht so aus, wie sie wollen, also haben alle anderen Schuld daran.


Der alternde, verhinderte Rennradprofi, der trotz ausgebautem und bewchildertem, freien Radweg auf der Straße fährt, die Autos und LKW behindert und bei einem Unfall darauf pocht, dass die anderen besser aufpassen müssen. Er schreit nach mehr Rechten für sich und mehr Pflichten für andere. Er hält sich nicht an die Regeln, doch alle anderen sind Schuld.


Der Autofahrer, der auf der Autobahn hinter einem LKW hertuckert und plötzlich zum Überholen ansetzt, ohne nach hinten zu schauen. Alle anderen passen ja auf, können doch bremsen. Bei einem Unfall waren die anderen Schuld, die bestimmt gerast sind, sonst hätten sie ja bremsen können. Nur er selbst muss natürlich nicht drauf achten, was um ihn herum geschieht. Er will überholen, also macht er das. Er hat das Recht dazu und Pflichten gibt es im Zweifel nicht.


Jemand bewirbt sich für einen Job und erhält eine Absage. Heute liegt es nicht daran, dass man nicht qualifiziert oder sympathisch genug war. Auch nicht daran, dass andere besser waren, denn das ist nicht erlaubt, nicht möglich im Gleichheitsland. Es liegt mit Sicherheit daran, dass die Personaler Rassisten sind. Oder Frauenhasser. Oder Homophob. Schwierig wird die Argumentation nur, wenn man zu keiner dieser Gruppen gehört. Dann ist der Staat Schuld. Also müssen Quoten her. Und Strafen. Und mehr Rechte. Warum sich mit sich selbst auseinandersetzen, wenn man doch ganz einfach Zuspruch bekommt – und alles was man möchte? Man selbst ist stets Opfer, alle anderen Täter. Man verdient es, besser behandelt zu werden als die anderen.


Da sitzt man im Unterricht und kommt nicht mit. Man versteht einfach nicht, was der Typ oder die Frau da vorne von sich gibt. Anstatt dass die Eltern sich mit ihren Kindern beschäftigen und ehrlich sind, ihrem Kind helfen, ihn fördern und dazu motivieren, zu den anderen aufzuschließen, wird der egomane Weg gewählt. Es ist für einen selbst nunmal einfacher, alle anderen auszubremsen, damit man sich nicht schlecht fühlt, nicht zugeben muss, dass das eigene Kind eben doch nicht superschlau ist. Bestimmt ist es nur unterfordert. Doch wenn alle anderen sich zurückhalten, wird dieses Kind plötzlich zum Durchschnitt. So gewinnt man, während alle anderen verlieren.


Warum wird man als Mörder oder Totschläger hingestellt, verurteilt, muss in den Knast? Oder warum ist man plötzlich Kinderschänder? Das kann nicht sein, denn man hat ja nichts falsch gemacht. Die anderen haben einen provoziert, da muss man sich eben wehren. Sie standen im Weg oder wollten einem ihre Sachen nicht geben. Sie haben sich mit der falschen Frau eingelassen oder den falschen Kerl nicht respektiert. Oder sie standen nur zufällig am falschen Ort, als man plötzlich ausgerastet ist. Daran sind also alle anderen selbst Schuld. Genau wie die Kinder. Die haben doch alles mitgemacht, sind nicht zur Polizei gegangen, haben sich nicht genug gewehrt. Selbst schuld. Und wenn das alles nicht zieht, hat man bestimmt eine schlimme Kindheit durchlebt. Dann waren eben die Eltern Schuld oder der Freundeskreis, das Umfeld, die soziale Schicht. Irgendwas findet sich schon, damit man als Mörder, Vergewaltiger, Kinderschänder nicht Schuld ist, keine Verantwortung tragen muss.


Man kann auch einen Vertrag abschließen. Dann fällt einem auf, dass einem die Konditionen doch nicht gefallen, die Ware nicht zusagt oder man doch nicht genug Geld hat. Man könnte nun den Grundsatz „pacta sunt servanda“ anwenden, daraus lernen und das nächste Mal vorher über die Konsequenzen nachdenken, den Vertrag durchlesen. Oder man besteht darauf, dass die anderen Schuld sind. Man wurde zu wenig auf die Pflichten hingewiesen. Bestimmt sind diese auch ungültig, überzogen, illegal. Irgendwas findet sich schon, damit man sich aus der Verantwortung stehlen kann. Rechte gibts immer. Notfalls biegt man sie eben passend. Davon lebt ein ganzer Berufsstand. Pflichten sind zu vermeiden. Die haben nur die anderen.


Das ist die Welt, die wir heute präsentiert bekommen. Doch es ist nicht die Mehrheit! Allerdings lässt die Mehrheit durch ihr Schweigen zu, dass die „verantwortungslosen Egomanen“ immer mehr Einfluss gewinnen.

Regeln DIENEN einem, nur die anderen müssen sie einhalten. Für das eigene Versagen, das Schicksal oder Unvermögen sind stets alle anderen verantwortlich. Ebenso haben alle anderen dafür zu sorgen, dass es einem selbst gut geht, man sich wohlfühlt.

Lärm in der Mietwohnung ist unverschämt. Außer wenn man selbst es ist, der stört. ICH bin wichtig, wICHtig. Alle anderen haben sich zu fügen. So hat man es gelernt in einer Erziehung ohne Grenzen und mit Freiheiten ohne Pflichten 🤷🏼‍♂️

Kaum jemand sagt „NEIN“, kaum jemand setzt ihnen Grenzen. Manchmal aus Desinteresse, weil man es nicht für wichtig hält und nicht sieht, wohin das führt, wenn man jedem alles nachträgt. Oft aber auch aus Angst. Wer das Verhalten kritisiert wird mittlerweile als Gegner der Sache hingestellt. Es wird mit zweierlei Maß gemessen.

Wir haben zu lange zugeschaut, wie kleine Grüppchen von Egomanen ihr Ding machten. Wir haben sie gewähren lassen, haben integriert und toleriert, haben Zugeständnisse gemacht, mehr Rechte geschaffen und uns zurückgenommen.

Mit jedem Akt dieser Art wollten sie mehr, wurden dreister, fordernder und rücksichtsloser. Wie ein verzogenes Kind, dem man immer nachgibt. Nun werden wir nicht mehr Herr über diese Grüppchen und lassen uns von einigen wenigen diktieren, was wir dürfen, müssen, sollen. Wir geben nach damit wir Ruhe haben, weil wir wirklich tolerant sind und an das Gute glauben. Doch wir werden nur ausgenutzt, als schwach angesehen – WEIL wir nachgeben.

Genauso wie Eltern nicht respektiert werden, wenn sie keine Grenzen setzen.

Dabei hilft es, bewusst „NEIN“ zu sagen. Wer damit nicht klarkommt, will nicht lernen, wachsen oder Probleme lösen. Der will nur seinen Willen durchdrücken, andere unterwerfen. Um solche Menschen ist es nicht schade, wenn sie aus dem eigenen Leben verschwinden. Würde jeder konsequent Grenzen setzen, könnte die Gesellschaft das Versagen der Eltern kompensieren, die Krakeeler, Aktivisten und Lobbyisten und was es alles gibt verstummen lassen, oder ihnen zumindest keine Aufmerksamkeit mehr schenken. Sie müssten lernen, dass nicht alle anderen, sondern SIE sich anzupassen haben. Zumindest in einer Gesellschaft, die nicht aus gleichgeschalteten Robotern besteht, sondern vielfältig ist.

Doch die Gesellschaft ist eingeschüchtert. Sie glaubt, sie kann nichts ändern, dass diese Grüppchen voller verantwortungsloser Egomanen zu groß sind. Dabei sind sie nur potemkinsche Dörfer, von denen wir uns zum Narren halten lassen.

Einseitiger Toleranzirrsinn

Ein Kind schlägt einem anderen im Kindergarten die Schippe auf den Kopf.

Wer ist Schuld?

Ein einfacher Sachverhalt – so mutet es an. Doch heute ist das nicht mehr so leicht.

Man muss genau erörtern, wer wirklich der Schuldige ist. Einfach den, der draufgehauen hat, als Schuldigen in Bezug aufs Draufhauen zu benennen, ist fahrlässig.

Wer war denn unmittelbar beteiligt? Der Schläger und der Geschlagene.

Man könnte es sich jetzt einfach machen und sagen, dass der, der Gewalt anwendet ohne in Notwehr zu handeln, sich der Körperverletzung schuldig gemacht hat. Aber vielleicht hat ihn der Geschlagene ja auch provoziert? Beleidigt? Ihn nicht respektiert? Schief angesehen? Einfach so schlägt doch niemand zu, da muss es einen Grund geben. Irgendeine Sache, die den Schläger etwas entlastet.

Wo war denn die Erzieherin? Hat sie ihre Aufsichtspflicht verletzt? Wurde der Schläger vielleicht ausgegrenzt oder gehänselt? Hat die Erzieherin nicht aufgepasst? Vielleicht mit provoziert? Ist sie dann überhaupt geeignet für diesen Job?

Oder kommt der Schläger vielleicht aus einem zerrütteten Elternhaus, aus einer anderen Kultur oder einem Problemviertel? Ist er arm oder mit ständiger Gewalt konfrontiert? Hat er es schwer im Leben?

Wie sähe das eigentlich aus, wenn ein Mädchen geschlagen hätte oder geschlagen worden wäre? Oder wenn einer von beiden einen Migrationshintergrund hat? Oder homosexuelle Eltern? Würden wir dann sachlich und neutral urteilen? Oder noch vehementer nach Ausreden suchen bzw. die Schuld beim nicht-Minderheitenkind suchen, da es ja bestimmt intolerant erzogen wurde…?


Wir suchen geradezu besessen nach Gründen, warum ein Täter weniger Schuld sein muss und geben teils sogar den Opfern eine Mitschuld. Verstärkt wird diese Denkweise, wenn es Unterschiede bei Geschlecht, Alter, Herkunft, Aussehen etc. gibt. Generell die Tat zu verurteilen und sie unabhängig vom Menschen zu betrachten, ist heute ein NoGo. Wo bleibt denn da die Menschlichkeit! Man toleriert und versteht sich zu Tode, weil nicht sein kann was nicht sein darf. Und je nach Tathergang und Emotionen ist dann eben mal das Opfer Schuld, das den Täter eben gereizt hat oder sonstwie Ursache dafür trägt, dass es geschlagen wurde.

Warum geht man als Frau auch nachts alleine durch die Inennstadt? Warum zieht man sich denn „sexy“ an? Warum gibt man nicht einfach das Sandförmchen oder die Geldbörse oder das Handy her, wenn jemand danach verlangt? Warum guckt man andere „komisch“ an? Warum ist man überhaupt *da*?

Muss man nicht jetzt erklären? Den Täter umsorgen? Resozialisieren? Ihm helfen? Unterstützen? Ein Opfer ist Opfer. Da muss man nix machen. Aber der Täter! Da muss sich drum gekümmert werden! Der Mensch ist schließlich durch und durch „gut“, also muss es eine Ausrede geben, warum er nicht (allein) Schuld sein kann. Man kann ihm doch nicht die Zukunft verbauen, nur weil er einmal einen Fehler gemacht hat. Einmal ein Kind misshandelt, einmal eine Frau vergewaltigt, einmal jemanden vor die Bahn geschubst, einmal jemanden ins Koma geprügelt. Da muss doch was im Argen liegen, der Täter kann da bestimmt nichts für. Er ist selbst Opfer der Umstände, der Umwelt, der Gesellschaft.

Wir schützen die Täter und spucken den Opfern mit jeder Ausrede ins Gesicht.

In Deutschland hat der Staat das Gewaltmonopol. Mit Ausnahme der Notwehr hat kein sonstiger Bürger das Recht, irgendeine Form der Gewalt auszuüben. Wer das ignoriert, der ist Schuld. Alles andere dient der Relativierung, Politisierung und dem Beschäftigen von Anwälten. Der Lerneffekt dieser Haltung ist, dass man vieles machen kann – man muss nur genug Gründe anführen, warum man so handeln *musste* und einen Schuldigen benennen, jemanden, der *wirklich* verantwortlich ist.

So behandelt man oft genug Täter.


Das geht auch umgekehrt, zum Beispiel im Straßenverkehr. Radfahrer quetschen sich – trotz Radweg – auf die Fahrspur, rechts neben einen LKW, der rechts abbiegen will. Der LKW fährt an und entsorgt den Radfahrer. Wer ist Schuld?

Der Radfahrer, der sich nicht an die Regeln hält, nicht auf dem Radweg fährt und sich bewusst neben den todbringenden LKW in den toten Winkel gequetscht hat?

Nunja… könnte man meinen. Die Forderungen nach Abbiegeassistenten, mehr Fahrradspuren und Strafquoten, die so gut wie immer die Alleinschuld dem LKW oder PKW anlasten, sagen was anderes. Die Lösung ist also nicht, Bewusstsein für ein falsches Verhalten zu schaffen, sondern möglichst teure, komplizierte und höchstens symptomatisch wirksame Pflaster auf das Problem zu kleben.

Statt dass man Verantwortung verlangt und auch darauf pocht, dass mit Rechten auch Pflichten einhergehen, spricht man dem vermeintlich Schwächeren jedwede Verantwortung ab und macht alle anderen zum Schuldigen.

Hätten alle LKW einen Abbiegeassistenten, gäbe es keine Abbiegeunfälle mehr mit Radfahrern. Immense Kosten und eine zweifelhafte Unfehlbarkeit sind die Folge. Dazu dauert es, bis sowas überall – auch weltweit, denn wir sind ein Transitland – eingeführt ist. In der Zwischenzeit sterben Menschen. Unsinnig. Weil sie ihren Kopf durchsetzen wollen, andere haben ja aufzupassen!

Würde sich kein Radfahrer mehr rechts neben LKW quetschen, auf ihren Radwegen bleiben, nicht willkürlich die Fahrspuren wechseln, rote Ampeln beachten gäbe es ebenfalls keine Unfälle dieser Art mehr. Ganz ohne irgendwelche Kosten oder Jahre der Umstellung. Man müsste nur mal seine Arroganz zuhause lassen. Aber es gibt ja immer einen Grund, warum das nicht geht.

Wer etwas will, sucht Wege. Wer etwas nicht will, sucht Gründe.


Wir haben auch ein supertolles Rollenbild in unseren Köpfen. Sexistisch und Chauvinistisch *) bis zum Abwinken.

*) Chauvinismus ist der Glaube an die Überlegenheit der eigenen Gruppe und hat nichts mit „männlich“ zu tun. Wird gerne mit dem „Macho“ verwechselt.

Filmszene. Eine Frau sitzt an der Bar. Sie hat vor sich einen Cocktail stehen, an dem sie ab und an nippt. Ein Mann gesellt sich zu ihr. Beide scheinen sich zu kennen und beginnen eine Unterhaltung. Diese wird schnell lauter, heftiger und schließlich steht der Mann auf, schüttet der Frau den Cocktail auf die Bluse und schlägt ihr ins Gesicht.

Was macht diese Szene mit euch? Empörung? Wut? Hass? Rachegelüste? Schauen wir uns die Szene nochmal an:

Eine Frau sitzt an der Bar. Sie hat vor sich einen Cocktail stehen, an dem sie ab und an nippt. Ein Mann gesellt sich zu ihr. Beide scheinen sich zu kennen und beginnen eine Unterhaltung. Diese wird schnell lauter, heftiger und schließlich steht die Frau auf, schüttet dem Mann den Cocktail auf das Hemd und schlägt ihm ins Gesicht.

Ist das besser? Angenehmer? Gerechter? Verträglicher?

Wer bei beiden Szenen dieselben Empfindungen hatte, gehört zu einer Minderheit. Hier stimmt das Gerechtigkeitsempfinden. Jeder, der beim ersten Beispiel dem Mann an den Hals gehen wollte, gedacht hat, dass man keine Frauen schlägt und dieses Arschloch kastriert gehört, ist ein Sexist. Genauso wer beim zweiten Beispiel dachte, dass der Kerl wohl selbst Schuld ist. Wahrscheinlich hat er sie betrogen. Verdient hat er’s!


Anstatt alle (!) Formen der Gewalt zu ächten, konzentrieren wir uns darauf, kranke Rollenbilder zu fördern und die Gesellschaft in „gut“ und „böse“ einzuteilen. Alle Minderheiten sind „gut“. Alles was dagegenspricht sind Ausnahmen. Alle Frauen sind gut und „Opfer“. Alle Männer sind böse und „Täter“. Ausnahmen bestätigen diese Regel.

Es wird gegendert wie blöd. Aber nur die „guten“ Begriffe. Niemals „Täter*in“ o.ä.

Es wird für Vorstandposten und Führungspositionen gequotet, aber nie für Müllwerker, Gerüstbauer, Klempner, Straßenbauer.

Es werden Menschen bevorzugt behandelt, die dadurch nur lernen, dass sich alle nach ihnen und ihren Bedürfnissen und Forderungen richten. Sie lernen nicht, sich in einer Gesellschaft – also „sozial“ – zu verhalten. Die individuelle Freiheit ist das ultimative Ziel – wenn man denn dem richtigen Geschlecht und/oder der richtigen Gruppe angehört. Da sind dann auch die Freiheiten der „anderen“ egal.

Die eigene Freiheit hört aber dort auf, wo die eines anderen beginnt. Und es gilt immer noch, dass Rechte stets mit Pflichten einhergehen. Rosinenpicken bringt niemanden auf Dauer weiter, sondern fördert nur Hass und Ungleichheit.

Hm. Heißt es deswegen „GleichbeRECHTigung“ statt Gleichbehandlung? 🤔


Ein AfD‘ler hat neulich getwittert: „Alle Linken in die Gaskammer!“ und über eine Stiftungsvorsetzende geschrieben: „Ich freue mich, wenn ich auf ihrem Grab tanzen kann!“

Wie bewertet ihr diese Aussage? Krank? Nazischwein? Sowas darf man nicht wählen? Auch wenn’s nur ein Politiker war?

Gut, dann muss ich gestehen, dass ich mich verschrieben habe. Diese Aussagen stammen von einer Politikerin der Linken (KLICK).

Wir definieren Aussagen und Handlungen nicht (mehr) nach ihrem Wert, der Tat an sich. Wir bewerten sie anhand dessen, wer sie macht, gegen wen sie sich richten. Gewalt ist nicht per se schlecht – wenn sie denn die richtigen trifft…


  • Gleiche Rechte für alle
  • Gleiche Pflichten für alle
  • Eigenverantwortung fördern
  • Täter nicht zwanghaft entschuldigen
  • Gendern fördert Sexismus und Ungleichheit
  • Die Mehrheit definiert die Ziele, nach denen sich Minderheiten zu richten haben
  • Bevorzugung führt zu Diskriminierung
  • Gewalt ist nicht tolerierbar und nicht entschuldbar (excl. Notwehr)
  • Statt stets neue Rechte zu fordern bzw einzuführen, auf Einhaltung der geltenden Pflichten bestehen
  • Es gibt keine „gute“ Gewalt, keinen „guten“ Hass. Hass ist immer zu ächten

Es könnte so einfach sein. Aber mit „mehr Rechte für XYZ“ bekommt man eben mehr Fans und Wähler als wenn man an die Vernunft appellieren würde. Niemand hört gerne, dass er was falsch gemacht hat. Da vermeidet man lieber Konflikte und nimmt in Kauf, dass Ungerechtigkeiten zum Alltag werden. Und das immer mehr…

Respekt!

Ist euch mal aufgefallen, dass die Leute, die stets „Respekt“ verlangen, selbst respektlos bis zum Anschlag sind?

Gleiches gilt übrigens für die, die „Toleranz“ fordern. Meist mit viel Geschrei und Drohungen…

Respekt verdient man sich. Wer sowas verlangt, hat ihn mit Sicherheit nicht verdient. So einfach ist das. Nur sind wir mittlerweile so passiv gedrillt, so konfliktscheu, dass wir bereitwillig gehorchen, wenn irgendein Asozialer „Respekt“ fordert. Gut, soll er haben. Dann hab ich meine Ruhe.

Und schon hat der Idiot seinen Willen, wurde in seiner Arschlochhaltung bestätigt und macht selbstbewusst weiter, fordert mehr und mehr.

Immer wenn sowas gefordert wird, wird mir schlecht, denn diese Forderer sagen zwar „Respekt“ und „Toleranz“, meinen aber „Gehorsam“ und „Unterwürfigkeit“.

Wer nicht hört, ist ungehorsam, fügt sich nicht – also ist er nach deren Logik respektlos. So denkt man unter Asozialen.

Besonders gut sieht man (extreme) Beispiele im TrashTV. Besonders zu nennen sind hier Lisha und Lou, die nach Respekt plärren und Paola und Larissa (In 90 Tagen zum Altar). Und alle sind sie Bodensatz, der nur sich selbst für wichtig hält und mit Kritik oder gar Widerworten oder anderen Ansichten nicht umgehen kann. Sie machen keine Fehler, wehren sich nur gegen Ungerechtigkeit – also Ungehorsam. Denn natürlich ist das Opfer selbst Schuld. Immerhin war es ja intolerant und/oder respektlos!

Man selbst ist der asoziale Nabel der Welt. Alle anderen haben zu hören, sich zu unterwerfen. Wer das nicht macht, wird gelobbt, bedroht, bespuckt, geschlagen oder sonstwie angegriffen.

Achtet das nächste Mal drauf, wer da „Toleranz“ und „Respekt“ fordert und überlegt euch gut, ob ihr dem nachgeben wollt. Egal ob in den Medien, bei Twitter, Facebook, Instagram, im TV oder im Straßenverkehr oder beim Spaziergang in der Stadt.

Ich weiß nur nicht, ob das ein kulturelles, soziales oder erzieherisches Problem ist. Irgendwer oder irgendwas hat jedenfalls komplett versagt bei dieser Art Mensch

Hoffnungsschimmer…

…oder Wahlkampfgeplänkel?

Der Herr Laschet (CDU) schlägt mittlerweile Töne an, die viele Menschen seit Monaten (!) von sich geben. Ist nun die Politik also wieder näher an die Bürger, das Wahlvolk gerückt?

Hoffen wir‘s. Die Punkte, die er anspricht, sind allerdings auch so offensichtlich, dass man quasi gar nicht mehr drum herum kommt, sie anzusprechen.

Corona: Meuterei gegen Merkel?

Die Wirtschaft nimmt immer mehr Schaden, dadurch fehlen Einnahmen – auch im Gesundheitssystem, das ja „geschont“ werden sollte. Flatten the Curve. Also das qualvolle Hinauszögern von Leid. Super Idee übrigens (deswegen liest man auch schon lange nichts mehr von diesem Slogan).

Kinder werden isoliert und verpassen ganze Monate im ohnehin schon für ein führendes Industrieland peinlichen Bildungssystem, in welchem man lieber die Abi-Anforderungen senkt, statt den Schülern wieder ordentlich Wissen zu vermitteln. Aber Lehrer kosten eben Geld. Das braucht man aber gerade in den Bildungshochburgen Hamburg und Berlin für Woke-Idiotie und Gender-Schwachsinn – und um Straßen umzubenennen. Nicht zu vergessen die Lehrstühle für „Genderfragen“ 🤦🏼‍♂️

Depressionen bei Kindern nehmen zu, die Therapieplätze werden aber nicht mehr. Habt ihr schonmal versucht, einen Therapieplatz zu bekommen? Abgesehen davon, dass der Therapeut auch zu einem passen muss, wartet man da ganz entspannte 9 Monate, wenn man Glück hat. Aber ist ja alles nicht so schlimm. Von steigender Gewalt gegen Männer, Kinder und Frauen in den eigenen 4 Wänden fang ich besser gar nicht erst an. Interessiert eh niemanden. Kinder dürfen noch nicht wählen, Männer sind immer nur Täter und Frauen werden anderweitig geködert, ohne dass Probleme gelöst werden (Gewalt gegen Männer scheint ok zu sein). Warum also wirklich was tun? Für alle Menschen in diesem Land! Ohne Bevorzugung oder falsche Tabus!

Die paar Insolvenzen, die paar Arbeitslose. Die sollen sich nicht so anstellen. Da kann man auch schonmal ein Werbeverbot für nicht-lebensnotwendige Waren aussprechen (übrigens von einer AKK-Freundin auf den Weg gebracht. Frau hält eben zusammen, erst Recht bei gleicher „Qualifikation“… wobei die ja nicht so wichtig ist wenn die Quote stimmt). Auch anderen Menschen den Tod – wörtlich „in die Gaskammer schicken“ ist ok, wenns von einer Linken kommt 🤷🏼‍♂️

Solche Aussagen und Haltungen kommen immer von denselben Leuten – genau wie die Moralkeule oder sonstige irre Forderungen:

Entweder sind’s weltfremde Menschen, die in ihrer eigenen Blase leben, mit genug Kohle auf der Bank, dass man sich bemüßigt fühlt, anderen zu erklären, wie sie zu leben, denken, schreiben haben. Für die gibts keine Schulprobleme, denn auf teuren Privatschulen tummelt sich nur die eigene Klientel. Da verliert man schonmal den Blick für das echte Leben und fordert einen Quatsch, der 98% der Bevölkerung die Haare zu Berge stehen lässt.

Oder es handelt sich um Leute, die sowieso gegen das „System“ sind, einen Dreck auf andere Menschen und deren Rechte geben, Häuser besetzen, Andersdenkende angreifen, Brandbomben zünden, Polizisten verprügeln, Geschäfte plündern oder im Baumhaus sitzen und mit Kacke werfen. Das sind übrigens auch die, die immer nach „Respekt“ und „Toleranz“ plärren, während die der Kotbeutel ins Gesicht fliegt und sie einem verbieten wollen, ein Mohrenkopfbrötchen zu bestellen.

Und die armen Menschen am „Rande der Gesellschaft“! Da muss man doch Verständnis haben! Die wollen doch nur auf Missstände aufmerksam machen! Manche nennen es Temperament, andere sagen „verzogene Egomanen“. Wer am lautesten nach Verständnis, Rücksicht und Toleranz schreien, haben dies am wenigsten verdient.

Aber „die da oben“ wissen bestimmt was sie tun. Und man kann eh nix machen. Also gendert und wokt man durch die Gegend, besorgt sich iPads bei eBay-Kleinanzeigen, organisiert eine Betreuung – wenn man arbeiten gehen kann oder muss – und schiebt Überstunden im Pflegeheim oder Krankenhaus. Da hat man keine Zeit oder Lust, sich noch Gedanken zu machen und macht eben stattdessen alles mit. Alles wird gut. Jeder will nur unser Bestes.

Stimmt: Unsere Stimme bei der nächsten Wahl.


Laschet: „Populär ist immer noch die Haltung, alles verbieten, streng sein, die Bürger behandeln wie unmündige Kinder.“


Dieser Satz, gerade aus den Reihen der CDU, macht Hoffnung. Auch wenn es sich wohl eher um ein Wahlkampfmanöver handelt, sorgt er doch dafür, dass meine Prognose eintreffen kann. Das wären dann noch 6-8 Monate mit gefühlt willkürlichen Grenzwerten, jede Menge Schuldzuweisungen und utopischen Versprechungen.

Verantwortung übernimmt sowieso niemand. Erst recht nicht die werten Damen in Führungspositionen, die komplett versagt haben. Immer sind die „Umstände“ oder die „Anderen“ schuld. Ob Merkel, von der Leyen, AKK, die Koboldin, Lambrecht, … dasselbe Gejammer und feige Davonrennen, wie wir es von jedem Politiker kennen. Ich dachte, Frauen wären so viel besser als Männer? 🤔 Außerdem kann nicht sein was nicht sein darf! Die Crux bei Ideologien.

Es kommt eben nicht drauf an, ob man Mann oder Frau ist, einen Schwengel oder eine Mumu hat, sich als Männlein, Weiblein oder Telefonzelle fühlt. Wer ein Depp ist, ist ein Depp. Wer ein Arsch ist, ist ein Arsch. Wer sich wie ein asoziales Subjekt verhält, ist auch eins. Ganz einfach. Und ganz ohne Bevormundung, welche Schimpfworte man für asoziale Idioten verwenden darf und welche nicht.

Der „Free Speech Champion“ kämpft gegen Redeverbote


Was auch Hoffnung macht: Abseits von „Socialist Media“ wie Twitter und Facebook, sieht man recht deutlich, dass viele Menschen einfach die Schnauze voll haben. Nicht nur von Corona, sondern auch von der Genderpolizei, ständigen Rassismusvorwürfen, Klimapanik und der allgegenwärtigen ideologischen Wahnvorstellung, Deutschland könne und müsse die Welt retten. Wie gesagt: sowas fordern stets die Menschen, die das alles nicht bezahlen oder mit den Konsequenzen leben müssen, die genug Kohle haben (man schaue sich mal genau an, wie der Hintergrund der AktivistInnen ist!) oder sowieso nichts von Eigentum haben und somit nichts verlieren, aber alles gewinnen können.

Die beiden Fraktionen kollidieren irgendwann. Das war bei dieser Fraktion immer der Fall. Sie zerstören sich unweigerlich selbst. Deswegen müssen sie die Zeit nutzen, in denen der produktive und weitaus größere Teil der Bevölkerung abgelenkt ist von so niederen Dingen wie Arbeit(slosigkeit), Kindererziehung, Überlastung, Ausgangssperren, Maskenpflicht, Ladenschließungen, Zukunftsangst.

Also noch schnell die Gunst der Pandemie genutzt, um sämtlichen ideologischen Schwachsinn einzuführen – von Genderfaschismus über Frauenquote, dem allgegenwärtigen Rassismus, Islamophobie bis hin zum von den Grünen angedachten Verbot von Einfamilienhäusern.

Kommt alles von denselben Leuten. Man beachte dies bei den Wahlen. Aber wie gesagt: diese Kasper demontieren sich immer selbst. Die Frage ist nur, wie viel Schaden die bis dahin anrichten. Wenn man schon aus den eigenen Reihen kritisiert wird, sollte man umdenken – sofern man nicht stur und lernresistent ist.


Wer wissen will, wie sich eine rot-grüne Regierung schlagen würde, schaue auf die leuchtenden Beispiele in den Bereichen Wirtschaft, Kriminalität, Gesundheit und Arbeitslosigkeit, die entsprechend regiert werden: Berlin, Hamburg, Brandenburg, Bremen, Mecklenburg-Vorpommern. Da läufts echt super. Mit den Abis von dort kann man sich den Hintern abwischen, Bauprojekte werden entweder torpediert (Tesla) oder explodieren kostenseitig (Elbphilharmonie, BER) bzw. sind selbst nach Eröffnung in katastrophalem Zustand (BER…). Die Arbeitslosenquoten gehen durch die Decke, da hat man dann viel Zeit, um Straßenzüge umzubenennen oder noch mehr Geld für Elektrobusse auszugeben, die dann im Winter ausfallen (BVG). Egal. Die anderen Länder zahlens ja, Finanzausgleich sei Dank!

Verantwortungsloses Pack, das auf Kosten anderer wie die Made im Speck lebt. Definiert man so nicht auch Parasiten? Und dennoch werden die Regierungen immer wieder so gewählt. Entweder sind die Wähler blind oder ihnen gefällt das so, wollen, dass es weiter bergab geht. Hass auf das eigene Land ist ja nicht ungewöhnlich heutzutage.


Trotzdem macht die Aussage von Laschet Mut. Einige andere – inklusive Mitgliedern der Leopoldina – machen mittlerweile ja auch die Klappe auf. Besser spät als nie.

Hoffen wir, dass dieser Alptraum aus Corona und linkem Irrsinn bald vorbei ist… oder man zumindest die Illusion haben kann. Ich liebe mein Land und alle Menschen hier. Das darf nicht wegen ein paar Spinnern – die nur laut sind aber eben nicht zahlreich – und ihrem verqueren Weltbild kaputt gemacht werden.

In Frankreich Platz Macron auch der Kragen. Irgendwann ist eben Schluss – egal ob Lockdown, Genderdreck, Selbstgeißelung weil man frecherweise weiß ist oder sonstigem Quark, der entweder nichts bringt oder sogar kontraproduktiv ist und Hass sät.


Geht wählen! Je höher die Wahlbeteiligung, desto weniger Anteil entfällt auf die Extremisten in den Reihen von AfD, Grünen und Linken.