Was wirklich wichtig ist

So viele schlechte Nachrichten. So viel Hass, Hetze, Egoismus, dass es schon weh tut. Überall, so scheint es.

Egal ob beim Gendern im TV, bei den Oscars, im Supermarkt, auf der Straße, im Kindergarten, auf dem Spielplatz oder online. Nirgendwo ist man sicher vor Negativität, wird quasi gezwungen, sich das alles anzutun.

Aber man hat ja die Wahl. Wir alle haben die Wahl. Niemand zwingt uns, alles hinzunehmen oder auch nur aufzunehmen. Lasst sie reden, fordern, nerven. Wie unerzogene Kinder muss man sie auch einfach mal schreien lassen, ihnen nicht ihren Willen geben.


Was mir dabei hilft ist nicht nur, dass meine Frau mir Rückhalt gibt, für mich da ist und mich nimmt wie ich bin. Das ist auch unser Schika.

Seitdem ich zuhause bin, ist er da. Jeden Tag. Es hat sich eine Routine eingestellt, die gerade mir als Aspi Sicherheit gibt. Morgens aufstehen, mit ihm raus, Frühstücksservice, dann mittags nochmal – allerdings mit Mittagsservice – und abends ebenso. Banal, ich weiß. Aber für mich ist das wichtig. Es bietet einen Anker, etwas das bleibt. Etwas Stabiles, unabhängig von dem, was „draußen“ für ein Wahnsinn tobt.


„In unserer Welt ist alles gut“

Das sagt meine Frau mir immer, wenn ich mir mal wieder zu viele Sorgen mache, wenn der Weltschmerz allzu präsent wird, wenn ich dieses ganze Gejammer höre, lese, sehe von Leuten, die exakt 0 Probleme haben oder hatten. Von Millionärinnen, von diskriminierten Prominenten, von unterdrückten Politikerinnen, von all denen, die erfolgreicher, wohlhabender, einflussreicher sind als die allermeisten anderen Menschen. Ach wie haben die es so schwer! Es ist eklig und es macht mich traurig, dass heute nur zählt, wie populär jemand oder etwas ist, damit eine Aussage Gewicht hat.


Wenn ich dann abends – oder besser nachts – ins Bett gehe und Schika sich freudig an mich kuschelt, erleichtert, dass seine Menschen wieder zusammen sind, verschiebt sich mein Fokus. Ich will, dass es ihm gut geht. Dass es uns gut geht. Und ich bin froh über jede Minute mit meiner kleinen Familie, in der wir uns lieben, füreinander da sind, uns tolerieren und akzeptieren. Ohne Hass, Neid, Zwang, Quoten oder sonstigem Murks.

„In unserer Welt ist alles gut“

Man sollte sich nicht zu sehr auf die Leute fixieren, die nur sich für wichtig halten, die nur fordern aber nichts geben. Das sind keine Menschen, die irgendwem gut tun, die etwas Gutes wollen. Man braucht sie nicht in seinem Leben. Warum sollte man hasserfüllten Menschen so viel Raum geben?

Auch wenn es nicht einfach ist, sich von jedem einzelnen zu distanzieren, so ist es doch möglich und es hilft. Es hilft einem selbst, weil man Ruhe hat und es hilft allen, weil diesen Menschen keine Bühne mehr geboten wird, wenn alle mitmachen.

Was ist euch wichtig? Wirklich wichtig? Braucht ihr jemanden, der euch sagt, was richtig zu sein hat… gefälligst? Seid ihr – sind wir – so unmündig, dass wir bereitwillig alles mitmachen, was irgendjemand verlangt?

Scheinbar. Aber das täuscht. Wenn der Fernseher aus ist, das Handy weggelegt und der Laptop ausgeschaltet wird, hat man auf einmal sehr viel Raum. Raum, der sonst von anderen belegt wird, von deren Gedanken, deren Meinung, deren Forderungen.

Dabei sind sie unwichtig. Sie wollen nur. Doch niemand kann uns zwingen, ihnen das zu geben. Ausschalten hilft. Sehr sogar.


Schika wird, sofern alles gut läuft, 15-18 Jahre alt. Er wird erleben, wie ich 50 werde und was in den 2030ern passiert. Er wird mich – uns – noch viele hundert Morgen nicht ausschlafen lassen. Ok… meine Frau 😁. Und viele Nächte lang wird er genüsslich an meinem Ohr lecken, bevor er einschlafen kann. Der olle Fetischist.

Ich freue mich auf jeden einzelnen Tag mit ihm, mit meiner Frau, mit uns. Das ist wichtig. Darauf sollte man sich konzentrieren. Das muss ich mir öfter bewusst machen.

Kurztrip mit Hund: Erpeler Ley

Diesen Kurztrip haben wir bereits 2019 unternommen und diesen Text hatte ich bereits in einem meiner früheren Blogs veröffentlicht. Ich dachte mir aber, dass es doch ab und an mal ganz schön ist, sich daran zu erinnern, dass nicht alles grau, trist und eingeschränkt sein muss.


Warum muss man eigentlich immer so weit weg, um schöne Fleckchen Erde zu sehen, etwas Ruhe zu genießen und zu entspannen?

Muss man nicht! Reisen mit Hund kann auch schnell gehen und trotzdem schön sein. Hier im Westen gibt es so viele schöne Ecken, die auch noch nicht so sehr überlaufen sind, dass man gar nicht in die Ferne schweifen oder Urlaub nehmen muss. Ein Tagesausflug in der Region eben.

Und das sollte es diesmal auch für uns werden: Ruhe, ein schöner Ausblick und in unter einer Stunde zu erreichen. Ich habe mir einige Orte, die diesen Kriterien entsprechen herausgesucht und wir haben von dieser Liste nun die „Erpeler Ley“ abgehakt.

Ich war bis jetzt noch nie dort, habe mich also komplett überraschen lassen. Die Fahrt von Köln aus war schnell erledigt. Ab in Richtung Königswinter, dann auf die B42 und Richtung Erpel. Ab da ist „Erpeler Ley“ ausgeschildert. Es geht eine zeitlang bergauf – auf relativ schmalen Straßen, wo man mit größeren Autos schonmal rangieren muss. Gerade Radfahrer übersieht man bei den Haarnadelkurven schnell, also aufgepasst.

Oben angekommen findet man ausreichend Parkplätze, einen kleinen Rundweg mit wunderbarem Blick über den Rhein samt zahlreicher Sitzmöglichkeiten. Auch ein Cafè lädt zum Verweilen ein (Gaststätte Bergesruh), ebenso wie ein gut markierter Wanderweg, der in den angrenzenden Wald führt. Wer mag, kann auch Liebesschlösser am Geländer anbringen 🙂

Hier kommen oft Leute her, die eher die Ruhe suchen und die Aussicht genießen wollen. Hunde sind hier ebenfalls willkommen, sollten aber gerade im Wald an der Leine gehalten werden. Früher gab es einen Spielplatz, von dem nur noch ein Sandkasten übrig ist. Schade für Kinder, aber der Ruhe zuträglich. Es lassen sich auch Festivitäten abhalten, was in der Kulisse sicherlich doppelt Spaß macht.

Gerade die geschwungenen, fast schon ergonomisch geformten Liegebänke (für zwei) laden dazu ein, sich hinzulegen und die Ruhe zu genießen. Ich wollte gar nicht mehr aufstehen, allerdings war meine Frau der Meinung, dass wir doch auch wandern wollten. Nunja…

Lange Rede, kurzer Sinn: Schika hat der Kurztrip gefallen, Herrchen und Frauchen auch. Ein entspannter Tag am Rhein mit der geliebten Fellnase ohne jeglichen Stress in unmittelbarer Nähe zu unserem Zuhause – was will man mehr? Eine wunderbare Einstimmung auf den anstehenden Urlaub, über den ich selbstverständlich ebenfalls berichten werde.

Hier noch die Anschrift, wenn ihr Lust bekommen habt:

Erpeler Ley – Erpeler Ley Plateau – 53579 Erpel

Einfach wohlfühlen

Der kleine Futz ist angekommen. Das merken wir immer wieder und jeden Tag aufs Neue, denn er genießt es, bei uns zu sein und das seit über 2 Jahren.

Klar hat er auch einen Kontrollfimmel. Er mag es nicht, wenn Türen geschlossen sind und er nicht zu Frauchen oder Herrchen kann wie er möchte. Dabei bleibt er aber stets ruhig, bellt nicht, wufft nicht, jault nicht.

Neulich sagte ein direkter Nachbar erstaunt im Hausflur: „Ich dachte, ihr habt den nicht mehr. Den hört man ja gar nicht.“

Da passt Schika zu uns. Natürlich zu mir als Autorenhund, der neben mir liegt, wenn ich meine Kapitel und Beiträge schreibe. Aber auch zu meiner Frau, die sich nach der Arbeit entspannt oder Stress im Home Office hat.

Er strahlt eine unglaubliche Ruhe aus und gibt uns allein durch seine Anwesenheit Frieden – egal wie kitschig sich das anhört. Er verlangt nichts (außer Futter und Aufmerksamkeit) und ist einfach da. Dagegen ist jede Therapie nur eine teure Ablenkung.

Wie man auf dem Bild schön sieht, kann er umgekehrt auch bei und mit uns entspannen. Natürlich schläft er im Bett. Wenn ihm das Rumdrehen zu viel wird, legt er sich in seine offene (!) Schlafbox, seine Sicherheitshöhle. Aber sonst sucht er unsere Nähe, am besten wir beide zusammen und er. Da fühlt er sich sicher, geborgen, kann entspannen … und wir genauso.

Keine einzige Sekunde haben wir es bereut, den kleinen Kerl aus dem Tierheim geholt zu haben – warum auch immer er abgegeben wurde, damals im Sommer.

Ein Leben ohne Hund – ohne Schika – ist gar nicht mehr vorstellbar. Gleich gibts noch einen Kauknochen. Und wir üben nochmal Apportieren. Immerhin soll seine Rasse ja auch für die Trüffelsuche eingesetzt werden können. Allerdings findet er manchmal sein verschüttetes Futter neben dem Napf nicht 🤷🏼‍♂️

Egal. Wir lieben ihn so wie er ist. Und er uns ebenso. ❤️

Man kann so viel von Hunden lernen, denn wenn Menschen eins gut können, ist das Dinge zu verkomplizieren. Dabei kann das Leben so einfach sein.

Wintereinbruch!

Natürlich ist auch unser Schika gut ins neue Jahr gekommen. Das Böllerverbot war in der Hinsicht nicht schlecht, auch wenn es mir um die Kinder hier im Haus, in der Verwandtschaft und auch allgemein leid tut.

Wie dem auch sei, seitdem ich hier ins Rheinland gezogen bin, habe ich keinen wirklichen Winter mehr erlebt. Es wird zwar schon ab und an um die 0 Grad kalt, das war’s dann aber auch. Schnee ist hier ein Fremdwort. Da aber viele Autofahrer hier schon bei Regen im Schritttempo über die Straßen kriechen, ist das vielleicht gar nicht so schlecht. Bei Schnee müsste ja das totale Chaos ausbrechen.

Wenn ich da an meine alte Heimat zurückdenke…. wo man noch gelernt hat, bei Schnee und Eis am Berg anzufahren und meterhohe Schneewände links und rechts der Straße keine Seltenheit waren. Da ist es hier wesentlich entspannter für mich.

Unser Wuschelwasserhund mag aber offensichtlich auch Wasser in gefrorener Form. Vor ein paar Tagen hat es hier tatsächlich geschneit! Zentimeter hoch! Also so ein Zentimeter. Aber immerhin! Der kleine war nicht zu halten, ähnlich der Situation, wenn er das Meer sieht oder riecht.

Aufgeregt stürmt der kleine Kerl los auf die verschneite Wiese, hüpft und springt, wühlt und rennt. Es ist einfach schön, ihn so fröhlich zu sehen ❤️

Aus diesem Grund wünsche ich mir manchmal öfter Schnee. Auch die Kids freut es, wenn sie Schneemänner bauen können – egal ob man dafür die komplette Wiese freiräumen muss. Hund und Kind erfreuen sich eben an den kleinen Dingen und am Hier und Jetzt.

Vielleicht sollten wir uns daran ein Beispiel nehmen… 😊