KBV – Keine besonderen Vorkommnisse (TVNow)

Kennt noch jemand den Film „Der Eisbär“ mit Til Schweiger aus 1998?

Ich mochte den. Der Humor war klasse, man konnte die (meisten) Schauspieler verstehen. Vollgepackt mit Sarkasmus und nicht so gezwungen lustig oder krampfhaft korrekt. Ok, als deutsche Produktion musste natürlich irgendwas Trauriges oder vermeintlich Tiefgründiges dabei sein. Einfach nur Action oder Comedy können wir wohl nicht.

Aber wie dem auch sei: KBV erinnert mich sehr an „Der Eisbär“, was die Atmosphäre und den Humor betrifft. Da es aktuell ja sowieso kaum lustige Serien im TV oder im Streaming gibt, „musste“ ich das ausprobieren.

Also tat ich es… und wurde bisher nicht enttäuscht! Ich habe lange nicht mehr so gelacht bei einer Serie. Bei einer deutschen schon gar nicht. 2 Polizisten observieren in Hamburg. Das war eigentlich schon das Wichtigste.

Bevor ich lange Reden schwinge (oder ist’s dafür schon zu spät?), hier mal der Trailer. Man bekommt genau das, was er verspricht.

Die Miniserie besteht aus 6 Folgen. Ich kann nur hoffen, dass sie fortgesetzt wird 😁

TVNow Premium, Die Dschungelshow und Co.

Trash TV wird uns natürlich auch 2021 begleiten – und der Anfang ist ja auch bereits gemacht. Heute gibts von mir einen Beitrag mit mehreren Punkten.

TVNow Premium (App für Amazon Fire TV)

Ich habe mir im Dezember den kostenlosen Probemonat gegönnt und bleibe erstmal beim Abo, das mich nun 5€ im Monat kostet. Warum? Ganz einfach: Trash TV!

Auch wenn ProSiebenSat1 mit der Programmgestaltung im unteren Niveaubereich wühlt, haben die Macher nicht verstanden, was wirklich gutes Trash TV ausmacht. Pipi-Kaka-Witze und Gender-Geschwurbel alleine sind vielleicht gut genug für Instagram oder Twitter, aber das wars dann auch schon. Wie bereits gesagt: Stefan Raab fehlt mit jedem Jahr deutlicher. TLC bildet hier eine Ausnahme, kann das Ruder im Gesamten aber nicht herumreißen.

Somit bleibt nur die RTL-Gruppe als Bezugspunkt übrig und somit eben deren TVNow Premium-App.

Die App an sich ist theoretisch gut aufgebaut, hat aber einige größere Schwächen. Wird sie nicht ordentlich beendet, spinnt die Steuerung. Man kann nicht mehr ordentlich navigieren, die Wiedergabe hakt oder es passiert schlicht gar nichts. Hier muss man drauf achten, dass man entweder die App nach Benutzung aktiv schließt oder über die Appeinstellungen des Fire TV-Sticks das Schließen erzwingt und den Cache löscht. Ob das nun an Amazon oder an RTL liegt – es ist nervig und dieses Verhalten ist mir bisher auch nur bei der TVNow Premium-App aufgefallen.

Was ich abgesehen davon nervig finde: Die Sortierung der einzelnen Episoden einer Serie. Manche sind nach Staffeln sortiert, manche nach Ausstrahlungstermin im linearen TV. Da sucht man dann schonmal in mehreren Monaten nach der nächsten Folge von Staffel X.

Arrangiert man sich mit diesen Anfängerfehlern, bekommt man jede Menge Unterhaltung – Bauer sucht Frau, Sommerhaus, Dschungelcamp, Schwiegertochter gesucht, Raus aus den Schulden, … dazu natürlich noch Serien und Filme, die im Free TV laufen, eben das, was eine Mediathek so ausmacht.

Übrigens: Wer die App auf dem FireTV nutzen möchte, muss sich für den Probemonat registrieren. Als Free-User hat man keinen Zugriff…


Das Sommerhaus der Stars (TV Now Premium)

Nachdem ich mir im Dezember nochmal alle Folgen von „Amres Deutschland“ angeschaut (und vorher zusammengesucht) hatte, ist nun mangels wirklicher Alternativen „Das Sommerhaus der Stars“ dran. Ich gestehe, dass ich erst mit Staffel 4 (die mit dem Wendler, die übrigens aus TV Now Premium gelöscht wurde … wegen Wendler und so…) angefangen habe, dieses FOrmat zu schauen.

2020 dürfte jedem Trash TV-Fan noch gut in Erinnerung sein durch Promis unter Palmen und den dortigen Asozialen und eben der Kondensation der Gestörten im Sommerhaus. Die erste Staffel des Sommerhauses war dagegen ein Hort des Friedens, ein Paradies für Harmoniesüchtige und äußerst entspannt anzuschauen. Klar gab es auch da Menschen, die besser ganz weit weg von anderen Menschen existieren sollten, aber sie waren in der Unterzahl und wohl damals – 2016 – noch nicht so „üblich“, so dass sich schnell die restlichen Bewohner einig waren: die müssen weg, die stören, die sind krank, asozial, nervig.

Der größte Aufreger war die stinkende Weste/Jacke von Rene Weller. Dabei hatte Herr Weller selbst kein Problem damit, jedoch seine kaputtoperierte Frau Maria dafür umso mehr. Aus einer Mücke machte sie eine ganze Elefantenherde und niemand konnte nachvollziehen, was diese Frau als Grund vorbrachte. Ich tippe ja darauf, dass sie nicht zulassen konnte, dass jemand nicht dasselbe Bild von ihrem Mann hat. Ich kann das alles hier nicht wiedergeben, schaut es euch an wenn ihr könnt.

Die Spiele im Sommerhaus haben sich über die Jahre nicht viel geändert und das Einparkspiel ist immer noch das mit dem größten Hysteriefaktor. Schon in der ersten Staffel waren sämtliche Männer „Idioten“, weil sie nicht in der Lage waren, blind aus- und einzuparken und dabei noch zu orakeln, ob „links“ auch „links“ bedeutet. Alles wie gehabt, damals wie heute. Aber in der ersten Staffel sagte tatsächlich noch jemand: „Sag sowas nicht, wir sind im Fernsehen.“

In 2020 hieß es dagegen direkt und ohne Hemmungen: „Alda, bist du dumm? Du bist so behindert! Vallah, isch weiß nisch warum du so dumm bist, du Fotze!?“

4 Jahre genügen, um sämtliche Hemmungen zu verlieren und falls sich jemand drüber aufregt, wird er zum Feindbild. Das Niveau ist extrem gesunken, der Bodensatz erreicht. Wer nicht an Tag 1 alle anderen als „Dreck unter meinen Füßen“ bezeichnet, ist schwach und wird weggemobbt. Das lief 2016 noch anders, wurde im Keim erstickt.

Seitdem ich diese erste Staffel gesehen habe, bin ich übrigens Fan von Thorsten Legat und seiner Frau. Bisher kannte ich den Kerl nur als … naja … Vorzeigeproll. Aber auch wenn er recht einfach gestrickt zu sein scheint: er ist vernünftig. Gerne hätte ich gesehen, wie er – zusammen mit Chris Töpperwien und Xenia Florence Gabriela Sophie Iris Prinzessin von Sachsen Herzogin zu Sachsen – den asozialen Gossenmobbern rund um Lisha, Lou, Pharo, Mangold usw. zeigt, was sich gehört und wo ihr Platz ist. Kommt vielleicht noch, wer weiß..?


Die Dschungelshow 2021 (IBES/Dschungelcamp-Ersatz-Casting)

Die Dschungelshow dient als Ersatz für das ausgefallene Dschungelcamp 2021. Bisher konnte man sich nicht allzu viel darunter vorstellen, aber seit dem 15.01.2021 ist (mir) klar: das wird nix.

Dabei sind noch nichtmal die Kandidaten das Problem oder die Spielchen, die jetzt in Hürth stattfinden statt in Australien. Nein, es fehlt einfach der gruppendynamische Trash-Faktor.

Die Dschungelshow lässt nämlich nicht alle Kandidaten auf einmal aufeinander los, sondern in handlichen 3er-Grüppchen, die jeweils 3 Tage in einem Tiny House (mit Plumpsklo) leben und darauf warten, dass die Zuschauer 2 von ihnen ins Finale wählen. Der Sieger bekommt dann das „goldene Ticket“ und damit einen sicheren Platz im echten Dschungelcamp 2022.

Die erste Folge habe ich mir noch angeschaut. Die zweite war dann schon langweilig und bei der dritten habe ich nur sporadisch nachgesehen, ob schon jemand an Langeweile gestorben ist.

Mit Zoe Saip gabs zwar Unruhepotenzial und sie hat auch wieder – wie bestellt – geheult, gejammert, rumgeopfert und gezickt. Doch die beiden Kerle (Frank Fussbroich und Mike Heiter) sind gar nicht auf ihr infantiles Generve eingegangen. Frank hat sogar von Anfang an klargestellt, dass Zicken-Zoe in dieser Art Show falsch ist, wenn sie vor allem und jedem Angst, Panik oder sonstwas hat und sie auch kein Lob erwarten soll, wenn sie was verkackt. Recht hat er! Aber jemand wie Zoe Saip sorgt natürlich für Stress in egal welcher Gruppe. Daher bin ich persönlich eher dafür, dass sie ins Dschungelcamp geht. Es dürfen nur nicht zu viele Gestörte einziehen.

Die zweite Person, die ich gerne im Dschungel – oder einem anderen TrashTV-Format – sehen würde, ist Xenia Florence Gabriela Sophie Iris Prinzessin von Sachsen Herzogin zu Sachsen. Was ein Name. Aber sie ist wenigstens keine Kauf-Adlige. Und sie sagt, was ihr nicht gefällt und wenn sich jemand wie ein Tier aufführt. Klartext, Konsequenzen, wunderbar! Anders kommt man dem verzogenen Jammerpack aus bildungsfernen Schichten eben nicht bei.

In der ersten Sommerhaus-Staffel war sie auch dabei, hatte aber nicht sooo viel zu tun. In Staffel 2 hätte man sie (und Thorsten Legat, Chris Töpperwien) aber wieder gut gebrauchen können, wenn ich da an Steinzeitmänner wie Aurelio Savina denke. Dafür teilt sie in der letzten Gruppe der Dschungelshow das Tiny House mit dem „Nachwuchs-Andrej Mangold“ Filip Pavlovic, der seinem de facto-Vorbild in Hinterfotzigkeit und Egozentrik in nichts nachsteht.

Wer sich schonmal auf diesen „netten Kerl“ einstimmen möchte: „Like Me: I’m Famous“ auf TVNow.

Ansonsten waren die bisherigen Episoden der Dschungelshow langweilig. Mit nur 3 Bewohnern kommen eben keine Gespräche zustande, keine Gruppendynamik, kein Drama! Man hätte auch 4 Tiny Houses aufstellen können, so dass alle 12 Teilnehmer gleichzeitig vor Ort sind, aber naja. Der Drops ist gelutscht. Immerhin gibts jede Menge Rückblenden und Ex-Teilnehmer als Gäste. Ich schau mir ggf. die Entscheidungsfolgen irgendwann mal auf TVNow an. Dafür jeden Tag um 22:15 den Fernseher einschalten lohnt sich für mich nicht.