Zockerleben im April 2021

Yakuza und kein Ende… wobei, doch: „Like A Dragon“ ist der aktuell letzte Hauptteil der Serie.



Yakuza 5

Game Pass // Spiel im April beendet. Details zum Spiel gibts in der letzten Monatsübersicht: KLICK


Yakuza 6

Game Pass // Der vorletzte Hauptteil der Yakuza-Reihe. Der Fokus der Story lieg hier klar auf dem Thema „Familie“. Die Story ist gewohnt gut inszeniert, aber manchmal wirkt sie etwas zu konstruiert. Man merkt, dass die Geschichte rund um Kiryu Kazuma zu Ende erzählt ist.

Wer Yakuza 0, Kiwami und/oder Kiwami 2 gespielt hat, findet sich sofort (wieder) zurecht. Man trifft neue und alte Bekannte, schließt ungewöhnliche Freundschaften, geht Allianzen ein und Plot Twists gibts wieder wie Sand am Meer. Der Clan Creator macht als Minispiel durchaus Spaß, dafür ist das Kampfsystem etwas reduziert worden. Zum Beispiel gibt es die beliebten Heat-Actions nur noch in abgespeckter Form bzw. sie sind kaum vorhanden. Waffen lassen sich auch nicht mehr mitnehmen oder ausrüsten, man kann nur die Gegenstände verwenden, die man im jeweiligen Kampf aufhebt. Dafür sind die Substories wieder einen oder zwei Ticks besser als bei Yakuza 5.

Über das Ende kann man sich streiten. Ich hätte mir einen etwas anderen Abschluss gewünscht, aber es ist in Ordnung… auch weil es ja noch einen Nachfolger gibt.

Übrigens: Kitano Takeshi (Wikipedia) spielt auch in Yakuza 6 mit!


Yakuza: Like A Dragon

Seit Monaten das erste Spiel, das ich gekauft habe. Einen ausführlichen Bericht von mir inkl. jeder Menge Bilder findet ihr in einem gesonderten Beitrag: KLICK


Rain On Your Parade

Game Pass // Es sah lustig aus und die Animationen der Wolke, die man spielt, sind auch witzig. Das war’s dann aber auch schon. Ziel des Spiels ist es, als Wolke verschiedene Menschen nass zu machen, Feuer zu löschen und der Sonne auszuweichen. Das alles in verschiedenen Konstellationen, Abwandlungen und Schwierigkeiten. Für mich war’s nix. Aber ich wollte es eben mal austesten.


Shining Resonance Refrain

Gekauft im Japan-Sale für 7,49 € via Xbox Store. Da ich noch einen Gutschein über 5 € hatte (Xbox Rewards), lagen die Kosten bei effektiv 2,49 €, was man definitiv für das Spiel ausgeben kann. Es ist im Grunde sogar recht gut gemacht. Ein typisches JRPG mit aktivem Kampfsystem, welches mir nicht ganz so zusagt. Ich mag es lieber geradlinig: entweder rundenbasiert oder vollständig aktiv. Dieses Mittelding… naja. Ich hatte das Spiel schon länger auf der Wishlist und nun wartet es darauf, dass ich mit anderen Spielen fertig werde und Zeit finde, es durchzuspielen.

Zockerleben im März 2021

Aufräumarbeiten bei Yakuza Kiwami 2, Yakuza 3, 4 und 5 – das war’s im März bei mir. Teil 5 wird im April beendet und ich frage mich, was wohl nach Yakuza auf mich wartet? Es gibt zwar Unmengen an Spielen, aber irgendwie… ich weiß nicht. Ich vermisse die Yakuza-Spiele jetzt schon, auch wenn ich noch ein paar Wochen damit zu tun haben werde. Immerhin gibts ein paar Filme bei Amazon Prime, die ich mir schon auf die Watchlist gepackt habe und ein ähnliches Setting haben sollen.

Ich bin gespannt. Die Verfilmung von Yakuza 1 war jedenfalls, nunja, nicht gut 😉



Yakuza 3 Remastered

Game Pass // Die Sucht lässt nicht nach. Wer von den Vorgängern und Remakes „Yakuza 0“, „Yakuza Kiwami“ und „Yakuza Kiwami 2“ kommt, rennt erstmal gegen die Alterswand. Yakuza 3 Remastered ist eben kein Remake. Im Grunde ist es dasselbe Spiel, dass vor über 10 Jahren für die PS3 erschienen ist. Inklusive schlimmem Kampfsystem, seltsamer Animationen und nur leicht angepassten Texturen. Die Story ist allerdings auch gleich geblieben und auf einem gewohnt hohen Niveau. Klar, man muss sich umstellen – egal ob Menüs, Kampf, Bewegung, Steuerung – eigentlich alles. Doch die Story macht das locker wett. Mit Teil 6 wird ja auch der Rest wieder besser 😉

Es wurden ein paar Substories geschnitten (irgendwelche Aktivisten haben sich wegen einem Okama bzw dessen Sidestory aufs Füßchen getreten gefühlt 🤷🏼‍♂️) und auf dem Cover hat Kiryu keine Zigarette mehr im Mundwinkel. Sonst halten sich die Änderungen – positiv wie negativ – aber in Grenzen. Wer wissen will, wie es mit Kiryu Kazuma-san weitergeht, kommt sowieso nicht an diesem Teil (und allen anderen) vorbei.


Yakuza 4 Remastered

Game Pass // Neue Gesichter. Und alte. Gut und böse sind relativ. In der Yakuza-Reihe gilt das umso mehr und wird stets in den superb erzählten Geschichten deutlich. Y4R macht da keine Ausnahme. Technisch ist es ähnlich wie der Vorgänger, die Grafik und die Atmosphäre wirken aber etwas frischer. Man darf auf den Dächern rumlaufen und es gibt eine „Unterwelt“. Zudem erlebt man die komplexe Story aus verschiedenen Blickwinkeln, ähnlich wie in Yakuza 0, nur dass es hier 4 Protagonisten sind.

Die Kämpfe sind endlich wieder befriedigend und weniger nervig. Abwechslung kommt über die verschiedenen Charaktere, die jeder einen anderen Kampfstil haben.

Wer alles verstehen will, muss alle Vorgänger gespielt haben. Aber wer fängt schon mit Teil 4 (bzw Teil 5) mit einer Spielereihe an?

Es gibt immer noch „nur“ englische Untertitel und japanische Sprachausgabe. Das sollte im 21. Jahrhundert aber kein echtes Problem mehr darstellen. Leider kann man auch hier die Zwischensequenzen nicht pausieren. Immerhin hilft es jetzt, wenn man die Akkus aus dem Controller entnimmt. Und natürlich ist das Quick Resume-Feature der Xbox Series X Gold wert!


Yakuza 5 Remastered

Game Pass // Kann ich dazu viel sagen, ohne dass ich was verrate? Wahrscheinlich nicht, also belasse ich es bei den Highlights und gehe nicht groß auf die Story ein.

Y5R spielt man erneut nacheinander aus der Sicht mehrerer – 5 um genau zu sein – Protagonisten. Die grafischen Unterschiede zu Y4R halten sich in Grenzen, sind aber spürbar und im direkten Vergleich mit den „Remastered“-Vorgängern deutlich.

Man kann von Autos angefahren werden, es gibt noch mehr abseits der Hauptgeschichte zu tun und man kann nicht nur Karaoke singen, sondern sich auch mit Trommeln im SEGA-Arcade vergnügen, tanzen, angeln, Rennen fahren, jagen, …

5 Städte warten auf Erkundung und die Dokumentation von touristischen Highlights mittels Fotoapparat. Und wer sich schon immer mal als japanisches „Idol“ fühlen wollte, hat hier ebenfalls Gelegenheit dazu.

Die PhotoBox ist endlich (wieder) da, man kann fischen, Hostess-Clubs besuchen, jede Menge essen in sich reinstecken (sofern man hungrig ist), Darts und Billard spielen und jede Menge mehr. Dazu gibts noch um die 80 Nebenaufgaben und etliche, lange und gut gemachte Zwischensequenzen – die man endlich pausieren kann! Und die Minimap hat wieder eine Markierung für „Norden“.

Die Kämpfe fühlen sich erneut recht gut an, auch wenn sehr viel geblockt wird. Aber es wurde eine Art „Boost“ eingebaut und eine Heat-Action-Bremse. Die Dance Battles sind eine Sache für sich, aber das muss jeder selbst erfahren haben.

Gerade die Karaoke-Songs haben es mir angetan, speziell „Machine Gun Kiss“. Ich musste mir einfach den Soundtrack kaufen 😁

Die Story hat Yakuza-typisch jede Menge Twists, Pathos, Lehrreiches, Lustiges und Übertreibungen. Es geht um Ehre, Liebe, Verantwortung, Neid, Schmerz und Trauer. Das übergeordnete Thema lautet hier „Träume“ und wie man sie wahr werden lässt… und für wen… und warum.

Wieder ergibt erst am Ende alles einen Sinn, auch wenn er mir fast etwas konstruiert vorkam. Es hat eben auch etwas von einer Seifenoper, aber im Positiven.

Ich bin fast schon ein bisschen traurig, wenn ich daran denke, dass es nur noch Teil 6 (mittlerweile auch im Game Pass enthalten) und den aktuellen Teil „Like A Dragon“ aus der Reihe gibt.

Zocken mit Co-Pilot

Ich frage mich gerade, warum ich das nicht schon viel früher ausprobiert habe..?

Microsoft bietet jede Menge Erleichterungen und Features an, die das Spielen an der Xbox zugänglicher machen – gerade für Menschen mit Behinderungen (Adaptive Controller) oder Unerfahrene, die noch nie einen Controller in der Hand gehalten haben.

Ich hab keins von beiden je gebraucht, was daran liegen dürfte, dass ich seit meinem 6. Lebensjahr zocke. Angefangen beim C64 über den C128, dann Amiga 500, PC, Playstation bis hin zur Xbox. Mehr als 35 Jahre Übung zahlen sich irgendwann aus. Sogar bei der Reaktionszeit an der Ampel 😁

Das Co-Pilot-Feature ist aber nicht nur hilfreich für Neulinge im Gaming-Kosmos, es macht das Zocken auch noch bequemer!

Co-Pilot bedeutet, dass man zwei Controller an einer Konsole zusammenschaltet. So kann zum Beispiel ein Kind ganz normal spielen, aber wenn es mit manchen Eingaben nicht klarkommt, benutzt man den zweiten Controller, um ihm zu helfen. Viele haben zum Beispiel Probleme bei der Koordination von linkem und rechtem Analogstick.

In aller Regel wird der linke Stick benutzt, um sich im Spiel zu bewegen und der rechte Stick ist für die Kamera zuständig, damit man sieht, wohin man sich bewegt. Meine Frau kämpft da immer wieder mit und das wiederum führt zu Frust, dem man mit dem Co-Pilot-Feature entgegenwirken kann.

Ich war heute so frei und habe es mir auf meinem Relaxsessel bequem gemacht. Um den Bequemlichkeitsfaktor noch zu steigern, nahm ich einen zweiten Controller, schaltete den Co-Pilot ein und kann nun entspannt die Arme auf die Lehnen legen beim Spielen. Endlich muss ich nicht mehr beide Hände an einem Controller haben. Mit der linken Hand bewege ich „mich“, mit der rechten Hand schaue ich mich um und führe Aktionen aus. Bequemlichkeit deluxe!

Gehts noch dekadenter? 😁

Der nächste Schritt führt dann doch wohl in Richtung Wall-E, oder?

(C) Bootstrapping.me

Einen schönen Sonntag wünsche ich, auch wenn uns wieder eine Stunde geklaut wurde, dank der unnützen Zeitumstellung 🤷🏼‍♂️

Zockerleben im Februar 2021

Seit Ende Januar spiele ich quasi nur noch Yakuza, die Liste wird also recht kurz ausfallen 😊



Yakuza 0

Game Pass // Ein wunderbares Spiel, welches mich insgesamt für knapp 100 Stunden sehr gut unterhalten hat. Mein Erfahrungsbericht ist hier zu finden.

Yakuza Kiwami

Game Pass // Mehr vom Bekannten.
So könnte man sich kurz fassen.
Die Geschichte spielt 7 bzw. 17 Jahre nach den Ereignissen von Yakuza 0.
Yakuza Kiwami ist das Remake des ersten Yakuza. „Zero“ kam erst später auf den Markt – im Zuge der Remakes und Remaster – und erzählt die Vorgeschichte, ein Prequel eben.
Dennoch sollte man jetzt, wo man die Möglichkeit hat, die chronologische Reihenfolge einhalten, also „0“, dann Kiwami, Kiwami 2, 3, 4, 5, 6 (ab März 2021 auf der Xbox und im Game Pass) und den aktuellen Teil „Like a Dragon“.
Die Story ist nach dem hervorragend erzählten „Zero“ etwas schwächer, aber immer noch gut. Die in diesem Remake eingearbeiteten neuen Cutscenes erzählen mehr von den Hintergründen und schaffen durch Flashbacks auf den Vorgänger einen angenehmen Wechsel in die 2000er – inklusive Mobiltelefon! Man kann nun überall aus dem Menü heraus speichern, ansonsten halten sich die Änderungen in Grenzen.
Man pumpt im geänderten Skillsystem kein Geld mehr in seine Skills, sondern XP. Davon gibts übrigens mehr als genug. Ich habe einige Substories erledigt und ansonsten „nur“ die Story gespielt. Und natürlich das „Majima-System“, mit welchem man seinen „Dragon of Dojima“-Kampfstil ausbaut. Herrlich abgedreht, auch wenn die Charakterentwicklung von Majima Goro immer noch etwas unglaubwürdig ist.
In Kapitel 8 war ich durch mit allen Skills (außer „Dragon of Dojima“, das ging erst ab Kapitel 10 bis zum Ende) und habe bis zum Finale des Spiels mehrere tausend XP angesammelt, die ich nicht ausgeben konnte…
Grafisch hat sich zum Prequel „Zero“ nicht so viel getan. Ein paar Effekte sind überarbeitet worden, das war’s soweit. Ich habe das Spiel, die Story und die Charaktere aber erneut sehr genossen!

Yakuza Kiwami 2

Game Pass // Der zweite (bzw dritte) Teil der Reihe. Die Geschichte wird fortgeführt und einige Neuerungen stehen an.
Die Grafik wurde nochmal aufgebohrt, wobei die Effekte fast schon zu heftig sind. Aber noch passts und zeigt, wie gut ein Remake aussehen kann und wovon sich manch anderes Spiel ein oder zwei Scheiben abschneiden sollte.
Die Karte ist nun vernünftig beschriftet, man kann eigene Marker setzen und sieht wo sich Gegner bewegen.
Es gibt wieder neue und alte Minispiele, endlich auch wieder das Cabaret Club-Minispiel, das mir in Yakuza 0 so viel Spaß gemacht hat. Auch Majima Goro ist wieder mit dabei, diesmal mit einer eigenen Geschichte und eigenen Sub-Spiel.
Abgedreht, lustig, traurig, ernst. Die Story ist meiner Meinung nach wieder eher auf dem Niveau von Yakuza 0.
Auch das XP-System wurde erneut überarbeitet, man gewöhnt sich aber dran.
Die Welt an sich kommt einem jetzt offener und realistischer vor. Das liegt unter anderem daran, dass man nahtlos in Gebäude wechselt, statt per Klick auf eine Tür. Das gleiche gilt für die Kämpfe, die dort stattfinden, wo man auf den Gegner trifft. Ohne Wechsel in eine separate Instanz. Da kann’s schonmal sein, dass man in einem Burgerladen von Punks angefallen wird, die auf der Straße rumlaufen. Man kann jetzt übrigens auch verdauen! Einfach toll!
In der Stadt – bzw. den Städten – fahren Autos, dafür läuft man nicht mehr und kann auf Knopfdruck sprinten, sondern man geht und kann auf Knopfdruck laufen. Aber Fahrräder, Pylonen und andere kleinere Hindernisse sind jetzt beweglich, man bleibt nicht mehr so oft hängen.
Das geänderte Inventarsystem muss man noch erwähnen. Es gibt jetzt Tragelimits pro Gegenstand, was ich wesentlich angenehmer finde als das starre „Tile-System“. Zudem kann man nun jede Art von Ausrüstung in jedem der drei Ausrüstungsslots tragen. Es ist also möglich, eine Weste, eine Jacke und ein Shirt gleichzeitig auszurüsten – oder auch 3 Jacken oder 3 Gürtel. Nicht realistisch, aber angenehm. Zudem gibt es drei Waffenslots, die man frei belegen kann. Im Kampf lässt sich dann leicht per DigiPad zwischen den Waffen wechseln.
Es gibt auch keine unterschiedlichen Kampfstile mehr, aber man kann seine Werte und Skills umfangreich ausbauen. Dafür kann man in der Ego-Perspektive rumlaufen wenn man möchte. Bisher konnte man sich nur in selbiger umsehen. Es macht auf jeden Fall immer noch Spaß, auch und gerade weil Kiryu Kazuma ein ähnliches Gerechtigkeitsempfinden hat wie ich. Die Serie ist einfach klasse!
Ich bin gespannt, was mich in Teil 3 erwartet und freue mich drauf, das herauszufinden!

The Falconeer

Game Pass // Sieht nett aus und dank GP konnte ich das Spiel mal ausprobieren. Auch wenn die Darstellung wirklich schön rüberkommt und man merkt, dass es nicht nur mit 30 fps läuft, sondern flüssig und angenehm spielbar ist, reicht mir das nicht. Ich bin kein Fan von Flugspielen. Einzig Wing Commander und Privateer haben mir vor Jahrzehnten gefallen .. und vielleicht noch Elite Dangerous, aber das kann man kaum als „Flugspiel“ bezeichnen. Für mich war die Geschichte rund um Falkenreiter, verfeindete Königreiche und jeder Menge Luftkampf nicht ansprechend genug. Wer sowas aber mag, wird bestimmt Spaß dran haben.

Yakuza 0 (Xbox Series X)

Wie ich in der Monatsübersicht Januar 2021 geschrieben habe, ist Yakuza 0, zusammen mit den (Remaster) Teilen 1-5 via Game Pass nun auch auf der Xbox erhältlich. Vor zig Jahren hatte ich Yakuza mal auf der PS3 gespielt, aber recht schnell das Handtuch geworfen. Prügelspiele waren noch nie meins und damals hatte ich noch einen anderen Fokus.

Jetzt habe ich mich wieder drauf eingelassen, gerade weil ich das Spiel nicht kaufen musste. Was also gabs zu verlieren?

Um die Geschichte von Yakuza im Idealfall – sollte mir das Spiel gefallen – komplett erleben zu können, habe ich also mit Yakuza 0 angefangen. Ich muss sagen: ich habe es nicht bereut! Im Gegenteil. Das Spiel macht mir persönlich mehr Spaß als GTA 4 oder 5.

Es gibt so unglaublich viel zu entdecken, es existiert keine (heute immer mehr übliche) Political Correctness, es gibt viel zu lachen, etliche WTF-Momente, jede Menge abgedrehten Kram und schön erzählte Substories (Nebenaufgaben), die teils sogar fesselnder sind als die eigentliche Hauptstory.

Kein Bezahlkram (das kommt erst mit den späteren Teilen), kein nerviger Multiplayer, der das Einzelspielererlebnis zum Beiwerk macht und vor allem: es wird nichts geschönt.

In Yakuza 0 erlebt man die Vorgeschichte von Kiryu Kazuma und Majima Goro. Alle 2 Kapitel wechselt man den Protagonisten und die Handlungsstränge laufen im letzten Drittel zusammen. Die eigentliche Story mutet simpel an, wie ich im Januar-Summary geschrieben hatte, doch nach und nach entfaltet sich die Tiefe der Geschichte rund um Ehre (scheinbare und echte), Verrat, Macht, Geld, Freundschaft und Gewalt.

Man wehrt sich gegen Ungerechtigkeiten, verprügelt Punks, Biker und andere Verbrecher – obwohl man eigentlich selbst ein Krimineller ist. Oder doch nicht? Schwarzweißdenken gibts hier nicht. Gutes und Böses ist nicht immer klar definiert und genau das macht auch den Reiz aus oder zumindest einen großen Teil davon.

Yakuza 0 spielt mit Vorurteilen, behält dabei aber dennoch stets die moralische Oberhand. Wer Prügel kassiert, hat’s meistens auch verdient, zumindest in dem Moment. Ob korrupter Cop oder Nachtklubbesitzer, Immobilienhai oder Yakuza-Boss – niemand ist so, wie es auf den ersten Blick scheint, doch alle unterwerfen sich dem Dogma des Spiels: verhalte dich asozial und du bezahlst dafür.

Ich finds großartig! Es macht Spaß, Idioten, Diebe, Mobber, Schläger und Großmäuler zu verdreschen. Die Actioneinlagen spielen sich auch für mich angenehm und wenn der Baseballschläger die Hackfresse eines Obdachlosen-Verprüglers zerschmettert oder man dem Typ, der irgendwelche Lügen verbreitet, die Nase an der nächsten Hauswand ins Gesicht drückt, kommt wirklich Freude auf. Nichtmal wegen der Gewalt an sich, sondern weil mal das Gefühl hat, das Richtige zu tun.

Es gibt auch etliche traurige Momente, etwa wenn die angelehnte Bewerberin für einen Bürojob ihren Frust an einem streunenden Hund auslässt und dann die Schuld auf den Spieler schiebt, weil man sie abgelehnt hat. Oder beim Vater, der seine Tochter sucht, die er seit 15 Jahren nicht mehr gesehen hat.

Das „volle Programm“, die gesamte Tiefe von Yakuza 0, erlebt man allerdings nur, wenn man auch und gerade die Substories spielt und sich nicht nur auf die Hauptstory beschränkt. Einen Großteil meiner Spielzeit habe ich damit verbracht, ein Nachtklubimperium aufzubauen. Und ein Immobiliengeschäft ebenfalls.

Trotz der immer ernsthafter werdenden, wendungsreichen Geschichte rund um ein Grundstück, das irgendwie jeder haben möchte (und noch etwas mehr, aber ich werde ich nicht Spoilern), nimmt sich Yakuza 0 nie richtig ernst. Übertriebene Darstellungen bei den Schlägereien, abgedrehte Waffen (schonmal jemanden mit einem Nunchako aus gefrorenen Sardinen verdroschen? Oder mit nem Motorrad? Laserschwert? Visitenkarten?) und liebenswerte Charaktere aller Couleur – irre, stur, lieb, ekelhaft, asozial, verschlagen, ehrenhaft, verräterisch, …

Mein Highlight war und ist Majima Goro (übrigens ist Majima der Nachname, vorangestellt wie im Japanischen üblich). Ich mag den „Mad Dog of Shimano“, auch wenn er zu Anfang noch nicht „mad“ ist, eher das Gegenteil.

Auch etliche Nebencharaktere bleiben mir in Erinnerung. Sei es dir Transe, die sich das Vergnügungsviertel unter den Nagel reißen will und einem ständig damit droht, einen zu küssen oder den nur in einer Unterhose rumrennenden „Mr Libido“, der stets auf der Suche nach neuen Masturbationsvorlagen ist. Natürlich darf auch der Kerl nicht fehlen, der ganz stolz auf sein Mobiltelefon ist. Oder der Radiomoderator, der die erlebten und erledigten Substories im Radio vorliest.

Yakuza 0 spielt übrigens in den späten 1980ern und es geizt nicht mit Anspielungen auf diese Zeit. Miracle Johnson, der Michael Jackson nachempfunden wurde, ist da nur ein Beispiel.

Dazu kommen noch jede Menge Kleinigkeiten zum Zeitvertreib, die zum stimmigen Gesamtbild beitragen. Man kann sich in Bars betrinken, Dart und Billard spielen, Bowlen gehen, mit Pocket Cars auf Carrera-Bahnen Rennen fahren, in der Spielhalle alte Sega-Spiele spielen (ich wusste, ich würde die Outrun-Skills vom Amiga nochmal brauchen!), Greifer-Automaten ausnehmen, Karaoke singen, in der Disco tanzen, im Telefonklub Mädels daten oder einfach im Restaurant was essen und danach zum Catfight zu gehen.

Nicht selten ergeben sich daraus neue Geschichten, ebenso wie Achievements und Vorteile im Spiel selbst. Gerade die Nachtklub- und Immobilien-Stories bringen jede Menge Geld ein, das man nicht nur braucht, wenn man irgendwelche Agenten in die entlegensten Winkel der Welt schickt, um neue Ausrüstung zu finden, sondern welches auch dazu dient, die eigenen Fähigkeiten auszubauen. Geld ist Macht und gleichzeitig XP. Und wenn mans auf die Straße wirft, hält es einem die Deppen vom Hals.

Außerdem gibt es erstaunlich wenig Frustmomente. Ok, Karaoke und Disco kann nervig sein, aber selbst an den Stellen, an denen man das spielen „muss“, ist ein Verlieren nicht tragisch. Bosskämpfe kann man im Fall einer Niederlage umgehend wieder versuchen und bekommt sogar Tips, wie man gewinnen kann. Allerdings empfand ich keinen Boss als wirklich schwierig. Außer der erste, aber da war auch alles komplett neu für mich. Tip: man kann auch mitten im Kampf aufs Inventar zugreifen. Hätte ich gerne früher gewusst. Egal.

Ich hoffe ernsthaft, dass Yakuza Kiwami (das Remake des ersten Teils), welches ich nach Yakuza 0 spielen werde, ähnlich gut ist.

Die Sprachausgabe ist auf Japanisch beschränkt, Untertitel gibts in Englisch (allerdings recht grausig, aber verständlich). Grafisch ist’s kein Highlight, aber es muss sich auch nicht verstecken. Gerade in den Nacht-Kapiteln kommt der Auto-HDR-Effekt der Xbox Series X sehr gut zur Geltung. Quick Resume funktioniert ebenfalls tadellos, so dass man auch mal mitten in einer langen Zwischensequenz (und davon gibts einige!) die Konsole ausschalten und später weiterspielen kann, ohne abzuwarten und dann ein Telefon (zählen als Speicherpunkte) suchen zu müssen.

Wer mit Spielen wie GTA was anfangen kann und wen das Thema Yakuza und Japan interessiert, kann meiner Meinung nach bedenkenlos zugreifen, auch wenn man mit Spielen wie Tekken nicht warm wird. Mehr davon bitte!

Hier noch ein paar Eindrücke vom Spiel:

Zockerleben im Januar 2021

Der erste Monat des neuen Jahres. Alles wird anders. Nicht. Ich bin älter geworden, aber noch nicht alt. Gezockt wird, solange ich einen Controller halten und den TV sehen kann. Wer verlernt zu spielen, verlernt zu leben. Punkt. Hier also die Spiele, die mich im Januar beschäftigt haben:


Gears of War 4

Game Pass // Nach Gears of War 3 ein etwas anderer Ansatz. Klar kann Marcus Fenix nicht unendlich alt werden. Dass das in die Hose geht, sieht man ja an Mr Stallone und seinen 5392. Teilen von Rocky und Rambo. GoW 4 läutet also einen Generationenwechsel ein und ebenso eine neue Bedrohung. Es spielt sich freier, leichter als die bisherigen GoW-Teile, was für Einzelspieler angenehmer ist, aber im Multiplayer etwas Umgewöhnung erfordert. Alles in allem hats mir aber gefallen. Es gab wesentlich weniger Frustmomente als bei den Vorgängern und ein wenig frischer Wind schadet ja nicht.

Gears 5

Game Pass // Weniger GoW, mehr Tomb Raider. So kam es mir vor. Ich begleite die Gears jetzt schon über einige Jahre und das Setting, die Figuren und auch die Story gefallen mir sehr. Gears 5 drängt die Reihe weiter in eine neue Richtung. Eine Bitte habe ich jedoch: Lasst GoW nicht zu einem austauschbaren Shooter verkommen, der zum x-ten Mal Ost gegen West thematisiert (wenn auch auf einem gänzlich anderen Planeten). Die Sammeleinlagen waren ganz nett, der aufrüstbare Robo-Begleiter macht Spaß, dafür fehlt der männliche WUMMS, da man in Gears 5 Kait (bekannt aus Teil 4) spielt. Ich mag sie, aber sie ist eben nichtmal im Ansatz ein Ersatz für Marcus Fenix und seine Gang. Zumal man sich in GoW 4 gerade erst an JD gewöhnt hatte oder es wollte… Mal sehen, wohin der Weg mit Gears 6 geht. Für meine Begriffe kann’s gerne wieder in Richtung GoW 3 gehen. Sicher ist es angenehm, wenn man mit automatischem Zielen und quasi unbegrenzt vorhandener Munition durch die Gegend schnetzelt, aber ist das noch GoW? Gerade der Schwarmtöter-DLC ist ganz (!) weit weg von GoW. Man kommt sich wirklich wie bei Tomb Raider vor, allerdings ohne Rätsel, dafür mit viel Eingeborenen-Kultur, Mojo und Dschungel. Ich war froh, als ich diesen Murks-DLC hinter mir hatte. Bei den drei wählbaren Protagonisten kam man sich teilweise vor, als wäre man Therapeut – oder Babysitter. Naja, dafür sieht das Spiel wenigstens klasse aus.

The Little Acre

Game Pass // Kostenlos, schnell durchgespielt, einfache Gamerscores eben 🙂 Die Story war für meine Begriffe zwar potenziell interessant, aber zu flach erzählt, zu gezwungen präsentiert. Dazu noch die schlimmen (!) Animationen, die ich fast gar nicht so bezeichnen möchte. Schade. Ich mag Adventures, aber dann bitte richtig!

Hitman

Hitman hatte ich vor einiger Zeit via Games with Gold bekommen. Im Januar wollte ich das Spiel dann endlich mal ausprobieren… und hab’s noch während des Tutorials wieder deinstalliert. Diese Art Spiel ist nichts für mich, bin wohl zu ungeduldig für Meuchelmorde.

Torment: Tides of Numenera

Vor Ewigkeiten zum Release geholt, jetzt mangels weiterer Story-Spiele einen neuen Versuch gestartet. Das Spiel bietet ein großes Potenzial was Story und Tiefgang angeht, allerdings muss man sich in der Welt von Numenera schon auskennen, damit man sich zurechtfindet. Ohne Vorkenntnisse ist nicht nur der Einstieg schwierig, das Ganze ergibt auch einfach keinen Sinn, weil kaum bis keine Erklärungen erfolgen. Nach einiger Recherche werde ich das Spiel aber durchspielen. Schade, dass hier nicht mehr Wert auf Zugänglichkeit gelegt wurde.

Control

Game Pass // Ja, da poppte noch ein Achievement auf. Warum ich dieses halbgare Spiel nicht weiterspiele, habe ich letzten Monat bereits erläutert. Das Warten auf ein neues Alan Wake (ebenfalls im Game Pass) geht also weiter. Dabei können die Jungs auch „gut“, wie man an Quantum Break (auch im Game Pass) sieht.

Donut County

Game Pass // Das Spiel gibts schon länger, kam aber jetzt erst zum Game Pass und somit auf meine XSX. Kurzweilig, seltsam, schnell vorbei. So könnte man es charakterisieren. Ich glaube ich habe deutlich unter 2 Stunden gebraucht – inklusive Rauchpausen auf dem Balkon. Man braucht keine Lösung, es gibt keine Frustmomente und das Spielprinzip besteht darin, dass man ein Loch spielt, welches alle Dinge in einem Level verschlucken muss. Dabei wird das Loch größer, je mehr es „frisst“. Das war’s. Keine Gegner, keine wirklichen Puzzles, dafür aber eine abgedrehte Story, die mich allerdings extrem gelangweilt hat. Dafür waren es einfach verdiente Gamer Scores.

Yakuza 0

Game Pass // Da jetzt nach und nach alle Teile der Yakuza-Reihe zum Game Pass gekommen sind (bis auf den aktuellen Ableger „Like A Dragon“), hab ich dann auch mal damit angefangen. Obwohl mir Beat‘Em‘Ups nicht so zusagen, gefällt mir das Setting. Japanische „Mafia“ ist eben nochmal was anderes als … nunja … die „normale“ Mafia. Die ersten Teile und auch „Zero“ sind grafisch keine Perlen, die Steuerung ist gewöhnungsbedürftig und die englische Übersetzung gruselig, aber irgendwie schafft es Yakuza, eine fesselnde Atmosphäre aufzubauen. Die Story ist relativ simpel, aber packend. Wie ein guter, alter Actionfilm. Es wird viel (!) geredet, man kann sich mit unzähligen Nebenbeschäftigungen die Zeit vertreiben – unter anderem mit Karaoke, Darts, Billard und Tanzen -, baut seinen Einfluss auf und trifft herrlich abgedrehte Charaktere. Trotz der ernsteren Story nimmt sich Yakuza selbst nie wirklich ernst. Was für ein Japanspiel ungewöhnlich ist, ist die geringe Menge an Frustmomenten. Ich freue mich auf die restlichen Teile … auch wenn das alles gewaltige Zeitfresser sind.

Eastshade

Game Pass // Ein ruhiges Spiel wollte ich haben. So für zwischendurch. In Eastshade stapft man in der Ego-Perspektive durch eine seltsame Fantasywelt, sammelt Ressourcen und redet mit den Einwohnern in tropischem Setting. Ok, man redet mit Tierwesen, aber das ist mal egal. Im Grunde läuft man herum, sammelt Material, mit dem man Farbe und Leinwände herstellt und malt dann Bilder an entsprechenden Locations. Der Anfang zieht sich etwas und ich muss zugeben, dass mir Yakuza 0 dazwischen kam. VIelleicht schaff ich’s im Februar, Eastshade durchzuspielen.

Zockerleben im Dezember 2020

Weihnachten, Silvester, Winter – jedes Jahr aufs Neue und im Grunde eine wunderbare Zeit um vor der Konsole zu entspannen. Dieses Jahr ging es sogar kaum anders, „Dank“ Lockdown… Machen wir’s also kurz:

Call of the Sea

„Cthulhu light“ könnte man dieses First-Person-Adventure untertiteln. Mir persönlich hat das Spiel ganz gut gefallen, zudem war es via Game Pass kostenlos. Call of the Sea handelt von einer Frau, die sich in den 1930ern auf die Suche nach ihrem Mann begibt, welcher seinerseits auf der Suche nach einem Heilmittel für ihre Krankheit verschollen ist. Primär löst man Rätsel von variabler Komplexität und erkundet kapitelweise die Umgebung in Form einer tropischen Insel – also keine echte offene Welt. Hinweise und Besonderheiten liegen überall verstreut und werden bei Fund automatisch in einem Journal dokumentiert. Ein Inventarsystem existiert nicht (bzw. nur sehr rudimentär), man kann nicht sterben, es gibt keine Sackgassen, keine Gegner, keine hektischen Situationen – aber auch keine Schockmomente. Das finde ich gerade bei einem „Lovecraft inspired“ Spiel etwas schade. Immerhin kann man ein paar Anspielungen entdecken und das Ende ist auch ganz interessant. Leider finden sich im Spiel selbst kaum Erklärungen zu den Hintergründen bzgl. der Insel, der Krankheit und ähnlichem. Kennt man Lovecraft und/oder die Stories rund um die Großen Alten nicht, wird man die Geschichte des Spiels nicht verstehen. Dass die Protagonistin andauernd (!) Selbstgespräche führt, mutet etwas seltsam an, da man eben alleine durch die Spielwelt wandelt, aber es nervt nicht. Im Gegensatz zur wirklich langsamen Laufgeschwindigkeit. Klar, man soll nicht durch die Szenerie rasen, aber so (!) langsam musste man das auch nicht programmieren. Alles in allem ein solides Spiel mit durchaus guter Story, der es leider an vermitteltem Tiefgang fehlt.

Rec Room

Schnelle Achievements, kostenlos im Store. Mehr möchte ich dazu nicht sagen 😁

Control

Ich mochte Alan Wake und auch Quantum Break (oh, das muss ich noch durchspielen!). Doch mit Control wurde ich nicht warm. Man liest überall von der guten Story und Atmosphäre, aber mich hat das Spiel nie gepackt. Schon in der ersten Stunde musste ich die Sprachausgabe auf Englisch stellen (ich spiele grundsätzlich auf Deutsch wenn möglich), weil diese abgesehen von der Hauptdarstellerin dermaßen dilettantisch und billig implementiert wurde, dass es für mich nicht spürbar war. Und dabei rede ich noch nicht einmal von der grottigen Übersetzung, die selbst Google Translate besser hinbekommen hätte. Die Idee fand ich interessant, aber die Entwicklung der Geschichte in Form von zu findenden Memos, Briefen, Aufzeichnungen funktionierte für mich hier nicht. Das hat Alan Wake wesentlich besser geschafft. Also blieben noch die Ballerabschnitte, aufgelockert durch Telekinese, Schwebeeinlagen und dergleichen. Nett, aber keine Kompensation für ein „Wir werfen den Spieler mal ins kalte Wasser und erklären gar nichts, egal wie unglaubwürdig dann die Handlung erscheint“. Manche nennen es „mystische Elemente“, ich nenne es „Praxis > Theorie“. Dabei kann Remedy durchaus anders – und besser. Mir hat es zu lange gedauert, bis mein Interesse geweckt war, somit habe ich im Januar kurz nach der „Hotline“ aufgehört zu spielen. Gut, dass Control ebenfalls im Game Pass enthalten ist.

Dragon Quest XI S: Echoes of an Elusive Age – Definitive Edition

Viel länger hätte man den Titel nicht gestalten können, oder? Ein wunderbar erzähltes JRPG mit liebenswerten Charakteren und einem interessanten Grafikstil. Ich habe es knapp 100 Stunden lang sehr genossen, auch wenn ich die letzten „Fleiß-Achievements“ nicht mehr erledigt habe. Mehr zu DQ11 hier (übrigens ebenfalls im Game Pass enthalten).

Thimbleweed Park

Das Point & Click-Adventure habe ich schon länger in meiner Sammlung, aber irgendwie hatte mich erst jetzt die Lust gepackt, es auch mal zu spielen. Thimbleweed Park sieht aus wie Maniac Mansion und spielt sich auch so. Die 0815-Geschichte rund um 2 Agenten, die einen Mord aufklären sollen, entwickelt sich jedoch sehr schnell zu etwas Größerem. Mystery, Sci-Fi und Gaming mischen sich mit philosophischen Fragen (wie bei Akte X) und führen zu einem Ende, das man am Anfang nicht erahnen kann. Der Humor trifft genau meinen Geschmack (ich liebe den Clown!). Mehr davon, bitte!

Pikuniku

Seltsam. Aber auch irgendwie witzig. Pikuniku ist ein Adventure in Form eines Plattformers. Aber wie beschreibt man ein Spiel, in welchem man einen „Ball“ spielt, dem später Beine und Arme wachsen? Ich hab’s versucht, aber es hat mich nicht allzu lange fesseln können.

Haven

Zwei Liebende stranden während ihrer Flucht vor einem streng regulierten Liebesleben auf einem seltsamen Planeten, müssen dort überleben und herausfinden, welche Geheimnisse dort verborgen sind. Der Fokus liegt hier klar auf der Erkundung und auf der Beziehung zwischen den beiden Charakteren. Der Survival-Aspekt ist vorhanden, aber im Grunde beschränkt aufs Sammeln von Nahrung und das Kochen. Ab und an gibts noch ein paar Kämpfe gegen die einheimische Fauna, man legt sich ein oder zwei Haustiere zu und erkundet mittels Jet-Stiefeln die nähere und weitere Umgebung, um schlussendlich das eigene Raumschiff zu reparieren. Muss ich wirklich mal weiterspielen, solange es noch im Game Pass enthalten ist.